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Sparkurs in Italien: Monti halbiert Zahl der Provinzen

31.10.2012 | 17:53 |   (DiePresse.com)

Der Premier nimmt sich die mittlere Verwaltungsebene vor. 35 Provinzen sollen aufgelöst werden. Die Reform tritt 2014 in Kraft.

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Die Regierung Monti setzt bei der Lokalverwaltung den Rotstift an und reduziert die Zahl der Provinzen, die mittlere Ebene der Gebietskörperschaften Italiens. Im Rahmen einer groß angelegten Reform dürfen nur noch Provinzen mit einer Bevölkerung von über 350.000 Einwohnern und einer Fläche von über 2.500 Quadratkilometern bestehen bleiben.

Von den bisherigen 86 Provinzen in den Regionen mit Normalstatut sollen lediglich 51 überleben, beschloss der Ministerrat am Mittwoch. Dazu gehören zehn sogenannte Metropolenstädte, die Ballungsräume rund um die Großstädte vereinen. Die Reform soll 2014 in Kraft treten. Im November 2013 sollen die Präsidenten der neuen Provinzen gewählt werden.

In einigen Regionen wie Basilikata, Umbrien und Molise sollen jeweils nur noch zwei Provinzen überleben. Im Veneto sollen nur noch Venedig, Vicenza und Verona als Provinzen erhalten bleiben, während Rovigo, Padua, Belluno und Treviso wegfallen werden. Ligurien wird sich neben der Hauptstadt Genua nur noch mit der Provinz La Spezia und einer weiteren begnügen müssen, die aus der Fusion von Savona und Imperia hervorgehen wird. Zu großen Fusionen kommt es in der Lombardei.

Auch Diäten sollen schrumpfen

Die Reduzierung der Provinzzahl ist Teil einer Strategie Montis zur Eindämmung der Ausgaben der Lokalverwaltungen. Diäten und Zuschüsse für Lokalpolitiker sollen demnach drastisch schrumpfen. Die Zahl der Mitglieder in den Regional- und Gemeinderäten soll reduziert werden.

 

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32 Kommentare
 
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staun - bankenreform

ein nicht gewählter präsident. keine streiks? das ist italien? wann kommt der große wurf des finanzwesens?

Gast: netschlecht
01.11.2012 22:50
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Halbiert die Provinzen? Halbiert er die Bürokratie?

Kann er auch zu uns kommen? Wozu zum Teufel brauchen wir das Land Wien, zum Beispiel? Damit die Niederösterreicher sich abgrenzen können?

Gast: hätti - wari
01.11.2012 19:25
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...sollen...2014....sollen....


Die bisherigen großartigen Erfolge des Goldman - Monti

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167738/umfrage/staatsverschuldung-von-italien-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/

Schaut ned gut aus, oder?


Gast: Tirolfreund
01.11.2012 17:38
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an die Zensur

Mir fällt auf, dass Sie immer wieder (so auch heute) kritische bzw. ironische Postings von mir wegsperren. Nie waren sie jedoch beleidigend, verletzend oder dgl. Oft beschwere ich mich nur darüber, dass das Thema Süd-Tirol leider nicht mehr den Stellenwert hat wie früher bzw. oft einseitig-unfair darüber berichtet wird (wenn überhaupt). Dass aber Kritik oder Ironie offenbar gar nicht vertragen und daher weggesperrt wird, spricht nicht für die „Presse“. Sie macht sich so zu einem Instrument der Manipulation, wo nur bestimmte Sichtweisen zugelassen sind. Es schadet aber nicht, wenn wenigstens die Zensi die verbreitete Meinung ihrer Leserschaft erfährt, auch wenn die Veröffentlichung letztlich verhindert wird. Vielleicht lässt sich ja auch der Leserschwund bei der „Presse“ damit erklären, dass diese Zeitung so längst nicht mehr das interessante Medium ist, das sie durchaus einmal war. Kein Wunder jedenfalls, wenn einst treue Leser wie ich mittlerweile massiv verärgert sind.

verwaltungsreform?

ist das (oder ist das nicht?) eine verwaltungsreform wie sie bei uns seit jahrzehnten versprochen wird? wieso geht das in italien und bei uns nicht?

Re: verwaltungsreform?

comeback für vranz und hannes?

Gast: TT1
01.11.2012 11:16
6 2

Ach hätten wir einen Monti in Österreich

Verwaltungsreform. Abschaffung der Bundesländer. Vereinheitlichung der Sozialversicherungen. Minimierung der Bürokratie. Investments in Bildung.
ES WÜRDE IN ÖSTERREICH WOHLSTAND AUSBRECHEN OHNE ENDE. DAS LAND WÜRDE AUFATMEN!!!

Antworten Gast: Phagenmix
01.11.2012 14:54
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Re: Ach hätten wir einen Monti in Österreich

Genau weniger Demokratie braucht das Land! Statt eines gewählten Landesvertretung ist uns ein Beamter aus Wien einfach lieber.

Re: Re: Ach hätten wir einen Monti in Österreich

.... er muss ja nicht unbedingt aus Wien sein - er bräuchte nur die Qualifikation eines Monti.

Antworten Antworten Gast: ibdm
01.11.2012 22:53
0 0

Re: Re: Ach hätten wir einen Monti in Österreich

Wieso brauchen wir neun Gesetzestexte über Länderthemen? Brauchen wir wirklich neun Bundesländer? Ich bin der Meinung, wenigstens das Land Wien gehört abgeschafft.

nicht doch . . .

aber bitte, uns geht es doch so gut: die Parteienförderung erreicht einen neuen Höchststand und wird automatisch jährlich erhöht;
wir haben mehr als dreimal so viel Beamte als Bayern bei weniger Einwohnern; die Beamtenpensionen kosten uns einen Großteil der staatlichen Pensionszuschüsse (bezahlt von den ASVG'lern), sie orientieren sich am Letztgehalt. Da wird man noch schnell Ministerialrat. Wollen wir nicht so kleinlich sein, dass die Bundesstaats- und Verwaltungsreform in der Schublade verschwindet, weil wir haben's ja! Oder nicht? Na dann erhöhen wir einmal kurz die Steuern und räumen die Bankkonten der Staatsbürger leer, dieser vermögenden Säcke. Oh, die Stiftungen sind alle mittelos, weil plötzlich in Steueroasen geflüchtet? Naja, die Mittelschicht hat es ohnehin viel zu dick, also bedienen wir Politiker uns halt dort.

Österreich steht das noch bevor!

Wien sollte man allerdings in Cisdanubien und Transdanubien aufteilen!

Burgenland an die Stmk und Vbg an Tirol anschliessen!

OÖ und NÖ sowie Ktn und Sbg zusammenlegen!

Re: Wien in Cisdanubien und Transdanubien aufteilen

Im ersten Satz des Artikels steht folgendes: "... und reduziert die Zahl der Provinzen, die mittlere Ebene der Gebietskörperschaften Italiens."

Ich darf wiederholen: "die MITTLERE Ebene". Übertragen auf Österreich wären dies die Bezirke (Bezirkshauptmannschaften) und nicht die von Ihnen angedachten Bundesländer (in Italien wären dies die Regionen).

Einen guten Überblick über die politische Gliederung Italiens liefert, wie so oft, Onkel Wiki (http://goo.gl/KcXHp).

Ich denke, die italienische Regierung macht es ganz gut, die fragen nicht lange, die machen! Bei unserer lavierenden Politik eine Wohltat.

Da allerdings Teile der österreichischen Bevölkerung über den Standort (oder die Zusammenlegung) eines jeden Misthaufens mitreden wollen und wir keine Macher in der Politik mehr haben, sehe ich nicht nur bei der administrativen Reform vorerst schwarz.

Re: Re: Wien in Cisdanubien und Transdanubien aufteilen

Sehr geehrter Kollege. Lediglich eine kurze Bemerkung zu Ihrem vierten Abschnitt: Es soll sich in Italien bereits (wie meist!) erheblicher Widerstand gebildet haben. Sowohl Regionalpolitiker wie auch Menschen aus der Zivilbevölkerung stehen Montis Plänen mehr als nur skeptisch gegenüber. Dazu muss man wissen, dass sich der Durchschnittsitaliener stark mit seiner unmittelbaren "Geburtsprovinz" identifiziert. Wenn sich zwei Bürger der Halbinsel (z. B. auch im Ausland)begegnen, folgt auf die Frage 'woher kommen Sie/kommst Du?' immer die Provinz als Antwort.

Fazit: Die angestrebte Reform ist noch keineswegs in trockenen Tüchern.

MfG

Gast: DrBiersauer
01.11.2012 07:26
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Da werden sich unsere RotSchwarzen sogleich in die Hose machen,..

wenn ihnen Italien vorzeigt wie es geht.
Ohne künstlichen Kropf und Blinddarm.
Aber bei uns keine Chance, weil diese 12,9% öffentlich bezahlte Mehrheitserhalter, wird man so schnell nimmer los, weil ansonsten sind das hochbetitelte Arbeitslose. Samt und sonders diese hochsalierten Gemeinde,-bezirks,-und sonstigen Räte, welche uns arm fressen.

na bum!

da kann man sich in ösistan echt einmal ein beispiel nehmen!

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Da bekommt man richtig Lust die eigene "Regierung" auch zu besachwaltern.

Vielleicht finden wir sogar einen, der nicht von Goldman Sachs kommt.

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der mann ist gut

mal sehen, wie lange sie ihn das politisch überleben lassen...

Antworten Gast: Sepp
01.11.2012 06:16
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Re: der mann ist gut

Der braucht nicht überleben ist ja nicht gewählt, sondern von der EU-Diktatur eingesetzt. Es gibt in Europa keine Demokratie mehr, die hat sich zu Tode gelebt.
Weder in der USA oder sonst wo herrscht eine Demokratie. Nur 90 % der Menschen merken es nicht, da sie mit Essen und Fernsehen beschäftigt sind. Brot und Spiele. Da dies aber noch zuwenig ist, werden die Menschen noch verarmt. Bei einer Inflation von mehr als 10 % im Jahr geht es sehr Rasch Bergab. Wer glaubt das wir eine niedrigere Inflation haben der soll daran glauben. Und so laufen wir sehenden Auge ins Messer.

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Bei einer Inflation von mehr als 10 % im Jahr geht es sehr Rasch Bergab.

Schlicht und einfach, so ist es!

Warum da einer eine rote Bewertung macht, ist mir schleierhaft. Offensichtlich vertragen viele die Wahrheit nicht. Die Vorausschauenden leiden schon, wenn das Unglück im Anrollen ist, die Leichtgläubigen erst, wenn das Unglück da ist. Wenn man es ironisch nehmen will, dann leiden die Gescheiten länger. Leider kann man es sich nicht aussuchen wohin man gehört!

Antworten Antworten Antworten Gast: immerwiedersuderndleit
01.11.2012 22:57
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Re: Bei einer Inflation von mehr als 10 % im Jahr geht es sehr Rasch Bergab.

Ihr beiden: sudern ist leichter als was tun. Kommt mir nicht mit 'Was soll man denn tun?', sodern 'get your act together'!

Antworten Gast: Sepp
01.11.2012 06:09
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Re: der mann ist gut

Wie soll er politisch überleben, ist ja nicht gewählt sondern von der EU-Diktatur eingesetzt. Dumm ist das Volk, das es sich gefallen lässt. Es gibt keine Demokratie mehr in Europa, genauso wenig wie es in den USA oder sonst wo eine gibt.
Da aber 90 % der Menschen mit Essen und fernsehen(Talk, usw.... Verblödungsmaschenerie )beschäftigt sind bekommen sie es nicht mit. Und so Maschieren wir freiwillig zum Schlächter.

Antworten Gast: ido
01.11.2012 01:03
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Re: der mann ist gut

Monti ist seit einem Jahr an der Regierungsspitze, und im Frühjahr 2013 wird neu gewählt. Alles geplant. Da hat ihn keiner nicht "überleben lassen".

Es wäre sicher von Vorteil für Italien, wenn er an den Hebeln der Macht bliebe, aber wenn er nicht will, sollte man ihn ja auch nicht zwingen... oder doch?

Gast: wiedereingast
31.10.2012 19:54
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Halbieren

Der Monti könnte als Vorbild
sein Gehalt und das seiner Mitarbeiter halbieren .
Die Zentralisierung ist doch immer Projekt von irgendwelchen Kontrollfreaks .
Die Menschen brauchen in ihrem Umfeld Organisationen , auf die Fragen der Einzelnen und die regionalen Gegebenheiten eingehen können .

Antworten Gast: wosbrauchides
01.11.2012 23:00
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Re: Halbieren

Dann gibt es halt eine Filiale. Außerdem weiß ich nicht, wozu ich so dringend eine Bezirkshauptmannschaft brauche.

Gut, meine letzte Passerneuerung (2008) nahm ich dort vor, aber früher (letztens 1998) ging ich zur Polizei, soweit ich mich erinnere.

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Monti als Vorbild für Österreich? Unglaublich.

Sonderbar, der geht ganz ohne 2 jährigen Verfassungs-Kongreß, bei dem dann nichts herauskommt, eine einschneidende Staatsreform an. ER schneidet ordentlich hinein.
Welch Gekreisch gäbe es beispielsweise in Niederösterreich wenn die BH.Wien Umgebung den Nachbarbezirken zugeschlagen, oder St.Pölten mit Lilienfeld und Scheibbs mit Melk vereinigt würden. Vom Waldviertel ganz zu schweigen, wo man das Auslangen mit 2 Bezirkshauptmannschaften problemlos finden könnte.Diese Regionen wären trotzdem noch erheblich kleiner als die geplanten italienischen.

Es ist im 21. Jahrhundert fast ohne Belang wo eine Behörde oder ein Gericht geographisch sitzt, das Internet sorgt für blitzartige Kommunikation und macht die körperliche Anwesenheit von Parteien bei Behörden vielfach überflüssig.
Den Finanzministern der Eurozone genügen offenbar Telephonkonferenzen um Euro-Milliardenvolumina, wie für Griechenland, zu vereinbaren. DAß Griechenland heute kein Thema war, glaube ichnämlich nicht.

 
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