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Konto-Affäre: Griechischer Journalist freigesprochen

02.11.2012 | 07:24 |   (DiePresse.com)

Der Journalist Kostas Vaxevanis bestritt, die Privatsphäre griechischer Inhaber von Schweizer Konten verletzt zu haben.

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Der wegen der Veröffentlichung einer Namensliste mutmaßlicher Steuerflüchtlinge festgenommene griechische Journalist Kostas Vaxevanis ist am Donnerstag vom Diebstahlvorwurf freigesprochen worden. Die Entscheidung fiel, nachdem der 46-Jährige bestritten hatte, die Privatsphäre griechischer Inhaber von Schweizer Konten verletzt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte Vaxevanis "Diebstahl persönlicher Daten" vorgeworfen. Zuvor hatte sie den Journalisten nach Veröffentlichung von 2059 Einträgen aus der sogenannten Lagarde-Liste am Samstag vorübergehend festnehmen lassen, ihn dann aber zur Vorbereitung seiner Verteidigung wieder freigelassen.

Das Verzeichnis der Konteninhaber bei der Schweizer Bank HSBC hatte die damalige französische Finanzministerin und jetzige IWF-Chefin Christine Lagarde im Jahr 2010 ihrem griechischen Kollegen Giorgos Papakonstantinou zukommen lassen.

(APA/AFP)

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8 Kommentare

Ein Held !!

Aber leider werden Helden nicht sehr alt.

kein geld nach griechenland bis .........

solange die offensichtlichen gelsverschiebr nicht gerichtlich behandelt wurden, so lange keinen eurocent mehr ins korruptistan am meer

Gast: Markus Trullus
02.11.2012 13:30
0 0

S hat alles aan Grund....

Klar, der Kampf gegen die kriminellen Finanzhaie wird sehr schmutzig und blutig. Die Mitteln, die heute etwa GS u.a. anwenden, um solche Veröffentlichungen hinan zu halten, stehen der Mafia keinesfalls nach....
das könnte in der ganzen EU noch ein sehr blutiges Gemetzel werden, wenn diese Gauner allesamt vor den Kadi kommen. Nur: den Kadi mit dem Stahlrückrat haben wir leider nicht.....
Und allen Linken sei gesagt: das ist nicht das Ergebnis eines freien Marktes, sondern der inhärenten Kriminalität der beteiligten Menschen.... die 68er lässt grüßen! Wer und wo lebt heute noch Tugenden????
Und bitte jetzt net sagen, diese Abzocker sind schief am Topf gesessen in der Prägephase und deshalb sind sie ja nicht wirklich schuld.... (Broda- Diktion....)

Gast: Fprester
02.11.2012 12:19
1 0

Nun ist die griechische Regierung am Zug

Die Liste der griechischen Kontoinhaber in der Schweiz ist nun bekannt. Nun erwarte ich von der griechischen Regierung eine Aufstellung, wieviel dieser Gelder ordentlich versteuert wurden und wieviel wirklich Schwarzgeld ist.

Gott sei Dank!

Es gibt sie noch, die Presse und Meinungsfreiheit!

Ein Dank an die griechischen Journalisten und Redakteure für ihren Mut, sich gegen das korrupte System zu stemmen!

Ein Dank natürlich auch an die griechische Justiz für die immense und europawirksame Stärkung der Presse und Meinungsfreiheit!

Und ein Dank auch an die mutigen Journalisten, welche ihre systemkritische Arbeit mit ihrem Job bezahlt haben (z.Bspl. TV).

Solche Arbeit erfüllt viele Menschen in Europa mit Stolz und einem dankbaren, herzlichen Gefühl der Zusammengehörigkeit!

Ein schöner Tag!

Gast: total crash
01.11.2012 18:28
2 0

In den europäischen Rechtssystemen,(ist das römische Recht)

da läuft mit den Datenschutzgesetzen etwas schief.
Ein jeder Verbrecher/beamteter,politischer Gauner kann sich dahinter verkriechen und seine krummen Dinger drehen.
Die Aufrichtigen hängt man unter dem Gejohle der
Unschuldsvermuteten.

Es is zum *cheiss`n;o(

Gast: Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt; die Wahrheit steht von alleine aufrecht!
01.11.2012 18:25
3 0

Da die Bankdaten aber ursprünglich von einem HSBC-Angestellten entwendet worden waren, lehnte die griechische Justiz es ab, sie im Kampf gegen Steuerhinterziehung zu verwenden???

....AHA....und dann hat man beschlossen, FÜR DIE MILLIARDENSCHÄDEN, die dem griechischen Staat dadurch entstanden sind, DIE EU-BÜRGER dafür zahlen zu lassen.....am Besten wäre, wenn man in Europa eine Neueröffnung macht.....das was da seit ein paar Jahren abläuft, das ist irre und war FRÜHER justiziell verboten....dafür hatte man FRÜHER Richter und Staatsanwälte....HEUTE wird der ÜBERBRINGER VON KORRUPTEN MACHENSCHAFTEN von eben diesen "gehängt"!...SOLCHE ZEITEN GAB ES DOCH SCHON EINMAL.....hat man bei der Aufarbeitung dieser KATASTROPHALEN Zeiten sich nicht geschworen, DASS ES SOLCHE UNGERECHTIGKEITEN NIE NIE NIE NIE NIE NIE MEHR GEBEN DARF???

Gast: G Nichtjournalist
01.11.2012 13:46
1 0

was geschah wirklich

interessante Details dazu im Artikel:"Griechenland-Meldung des Monats: Warum Papandreou das Referendum über die Austeritätspolitik im November 2011 stoppte" Quelle:www.Querschuesse.de" Schlusstext:"
Mittlerweile hatte jedoch ein griechischer Journalist die auf der Liste stehenden Namen veröffentlicht – und wurde daraufhin umgehend wegen „Verletzung der Privatsphäre“ verhaftet (8), was neue Empörung auslöste. Doch die Veröffentlichung hatte für die Regierung eine weitere unangenehme Nebenwirkung, weil dadurch nämlich herauskam, dass diese, dem Finanzministerium von Evangelos Venizelos zur Verfügung gestellte Liste nicht identisch ist mit dem Original, das Christine Lagarde dem griechischen Finanzminister Giorgos Papaconstantinou (PASOK) 2010 hatte zukommen lassen. Die offensichtlich bearbeitete Kopie enthält 2059 Namen, bei 245 davon handelt es sich um Firmen. Darauf finden sich ferner nur die Namen von drei griechischen Politikern – alle sind (waren) Mitglieder der Nea Dimokratia. Das Original soll jedoch lediglich 1991 Namen umfasst haben. (9)

Durch diesen Skandal gerät der Streit innerhalb der Regierungskoalition über die neuen Sparmaßnahmen zur Farce. Die Aussagen des ehemaligen französischen Finanzministers Baroin zur damals kritischen Lage für Frankreich rücken zudem die Frage in den Mittelpunkt, für wen – außer reichen griechischen Steuerflüchtlingen – sie eigentlich noch alles mitsparen müssen und warum sie Politikern ihre hre Stimme geben, die nicht willens sind eine Politik im Sinne der gesamten griechischen Bevölkerung zu betreiben, sondern dies nur vorgeben.

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