Eurozone: Portugal will "griechische" Zugeständnisse

01.12.2012 | 09:34 |   (DiePresse.com)

Bei einem Treffen der Euro-Gruppe am Montag sollen ähnliche Zugeständnisse wie für Griechenland Thema sein.

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Die Finanzminister der Eurozone werden laut einem Magazinbericht am Montag über Forderungen Portugals beraten, im eigenen Hilfsprogramm ähnliche Zugeständnisse zu bekommen wie Griechenland. Darüber wolle die Euro-Gruppe bei dem Treffen "ohne Tabus" sprechen, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Samstag im Voraus ohne Quellenangabe.

Der portugiesische Finanzminister Vitor Gaspar berufe sich auf Vereinbarungen der Euro-Mitglieder, Ländern mit Hilfsprogrammen dieselben Konditionen anzubieten. Er vertrete die Auffassung, dass das Prinzip der Gleichbehandlung bei Zinsen und Rückzahlungsfristen auch für Portugal und Irland gelte.

Finnland offen für Zugeständnisse

Die Euro-Finanzminister hatten in der Nacht auf Dienstag für Griechenland ein Bündel finanzieller Entlastungen ausgehandelt. Bei dem Treffen spielten nach den Worten des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble Zinserleichterungen für Portugal und Irland keine Rolle.

Seine finnische Amtskollegin Jutta Urpilainen zeigte sich danach offen für Zugeständnisse auch an diese beiden Krisenstaaten. Sollte es entsprechende Anfragen geben, wäre sie bereit, über eine Verlängerung der Laufzeiten von Krediten nachzudenken, sagte Urpilainen. Eine Senkung von Zinssätzen käme ihren Worten zufolge in diesen Fällen aber nicht infrage. Denn ein solcher Schritt wäre nur bei bilateralen Krediten möglich, die bei Irland und Portugal keine Rolle spielten, erläuterte Urpilainen.

Der irische Finanzminister Michael Noonan hatte angekündigt, die neuen Vereinbarungen zu Griechenland zu prüfen, um etwaige Zugeständnisse für sein Land zu erreichen.

(APA/Reuters)

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32 Kommentare
 
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Portugal will "griechische" Zugeständnisse

Portugal ist so wie es sich darstellt nicht mit Griechenland zu vergleichen.
In Portugal haben die Politiker nicht 38 Jahre das Volk bestohlen in einer weise die schon unglaublich ist.
Griechenland hat einen Parteiproporz der alles in den Schatten stellt.
Samaras ist bereits seit 1977 in der Politik. Das normale griechische Volk hat unter diesem Parteiproporz schon immer gelitten. Samaras konnte die Wahl nur gewinnen, da er die Auflagen nicht erfüllt hat seine Beamten zu entlassen. Die haben ihn gewählt da er Versprechungen gemacht hat, die er nie erfüllen kann.
Die griechische Regierung ist eine der unmenschlichsten Regierungen die man in Europa hat. Frauen mit Kinder werden ins Gefängnis gesteckt da sie ihre Stromrechnung nicht bezahlen können. Demgegenüber läßt man einen zweifachen Polizistenmörder aus dem Gefängnis frei. Abartiger geht es nicht mehr. Man stellt Krankenhäusern den Strom ab in denen Patienten an der Dialyse hängen.
Soziopaten sind Menschen, die, wenn man sie beim Einbruch ertappt zur Antwort geben, sie wollten nur das Geld in Sicherheit bringen.
Das griechische Volk ist auf Grund seiner Religion sehr menschenfreundlich und sozial eingestellt.
Warum waren alle in der EU so dagegen das griechische Volk abstimmen zu lassen wie Papandreou vorgeschlagen hat, ging nicht, der Vertrag hätte offen gelegt werden müssen. Da hätte keiner zugestimmt.

Das soll eine "Rettung"ein?

Arbeitern und Angestellten wird das Gehalt gekürzt.

1.000e Beamte sollen entlassen werden; Pensionen radikal gekürzt....

Mit dem nicht mehr vorhandenen Geld sollen Arbeitslose dann mehr konsumieren und die Wirtschaft retten???

Raus

aus dem Euro, dessen Einführung ohne Volksabstimmung von der Politik durchgezogen wurde .

100% richtig!

Dieser Euro brachte überall Not, Armut, Rekordarbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden.

Statt ENDLICH diese Politik radikal zu ändern, wollen Faymann und Spindelegger weiter machen wie bisher.

Wir sollten darüber in der Wahlzelle abstimmen und uns dafür bedanken.

Jetzt geht´s los

Portugal
Irland
Spanien
Italien
Frankreich

und was dann ?

na gott sei dank

will portugal griechische zugeständnisse und keine griechischen zustände. ist ja schon wenigstens was positives.

Ich denke nicht, dass Portugal unter den Rettungsschirm will.

Denn auch Vítor Gaspar hat bereit das Konzept des Citizen-Bailout erhalten.

http://niveus.at/citizen-bailout

Damit kann Portugal kann seine Schulden problemlos selbst zahlen. Es ist als durchaus möglich, dass Portugal diese Möglichkeit bald nutzen wird.


Re: Ich denke nicht, dass Portugal unter den Rettungsschirm will.

wen dass mal in oesterreich kommt, gebe ich meinen pass ab

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schnorrertum...

... wird salonfähig.
nicht alles, wo friedensprojekt draufsteht, ist auch frieden drinnen!

wir

müssen die gleichen forderungen wie griechenland und portugal stellen, bevor die anderen auch auf diese lösung kommen.

Moral Hazard =


äusserst ansteckend!

Ich lache gerade lauthals über die VollTroxxeln, welche uns das eingebrockt haben!

"Ein Rauswurf Griechenlands würde die Gefahr einer Ansteckung der anderen Staaten in sich tragen" hieß es doch.

Und was ist tatsächlich?

Der NICHTRAUSWURF Griechenlands steckt alle anderen Staaten an! Wie ich es seit 3 Jahren prophezeihe.

Niemand will sparen, niemand will reformieren, Griechenland zeigt dass es auch ohne geht.

Und alle anderen warten schon um dieses "griechische Modell" zu übernehmen. Portugal, Spanien, Italien, Zypern, .... bis hin zu Frankreich!

Und jeder hofft, dass er noch schnell gerettet wird, bevor Deutschland pleite geht!

Angewandter International-Sozialistischer Umverteilungs-Irrsinn!

EU = Europäischer Untergang.

Re: Ich lache gerade lauthals über die VollTroxxeln, welche uns das eingebrockt haben!

wenn der staat interveniert um xyz zu erreichen, muss man immer vom gegenteil ausgehen

Wenn ich weiß, dass ich auch griechische Zugeständnisse bekomme...

höre ich sofort zu arbeiten und zu sparen auf, nehme einen Kredit über 10 Millionen Euro auf, wandle das Geld in offshore-Schwarzgeld um und erkläre mich in der Folge für zahlungsunfähig und sehr sparwillig.

Typisch manipulativer Beitrag.

Es wird gleich einmal ein Politiker (ein Finnischer...) zitiert, der dafür ist, damit wird das Ganze als prinzipiell vernünftig dargestellt.
Das Ganze läuft darauf hinaus, dass wir mit unseren privaten Ersparnissen (nicht nur mit Steuergeld!) über eine immer höhere Inflation permanent die Südstaaten ausfinanzieren.
Reiner Wahnsinn, Verfassungsbruch, Enteignung!!!

Re: Typisch manipulativer Beitrag.

>>Reiner Wahnsinn, Verfassungsbruch, Enteignung!!!<<

Versklavung haben sie vergessen, denn nichts anderes ist es, wenn man den Leuten unbezahlbare Schulden aufbürdet...

"Griechische Zugeständnisse" heißt Schuldenachlass!

Wozu sollen wir auch weitere Mrd. im eigenen Land investieren? In Griechenland Portugal & Co wollen doch die Banker (Zocker) weiterhin gut leben.

Von den vielen Mrd. kommt beim Bürger kein Cent an!

Früher wurden unser Steuergeld im eigenen Land investiert und damit Arbeitsplätze und Wohlstand geschaffen. Jedes Jahr sinkt der Wohlstand bei uns (über 1 Mio Menschen sind arm oder armutsgefährdet) wir haben noch nie so viele Steuern bezahlt, Rekordarbeitslosigkeit und immer höhere Staatsschulden.

Statt ENDLICH diese Politik zu ändern, wollen Faymann und Spindelegger weiter machen wie bisher.

Re: "Griechische Zugeständnisse" heißt Schuldenachlass!

wollen ja, aber hoffentlich nach der nächsten Wahl nicht mehr können!

Portugal wird alle seine Wünsche erfüllt bekommen

war doch Kommissionspräsident Barroso von 2002 bis 2004 selbst Ministerpräsident dieses Landes. Es gab zwar während seiner Amtszeit einige umstrittene Ministerrücktritte, aber wen sollte das heute noch stören.

Gebt allen alles und alles wird gut. Glauben unsere Regierer.

Mit den Griechen, die sich mit Lug und Trug in die Eurozone geschwindelt haben, ist das Ende der Fahnenstange (die Vernichtung der noch positiv wirtschaftenden Volkswirtschaften) noch nicht erreicht. Schlechte Beispiele verderben gute Sitten.
In diesem Zusammenhang ein Hinweis auf die tatsächlichen Kosten der Griechenlandhilfe, errechnet laut "Spiegel" vom Ifo Institut. Für DEutschland 47 Milliarden Euro. Das bedeutet bei einem geschätzten Zehntel für Österreich einen zusätzlichen Aufwand von 4,7 Milliarden Euro.
Gratuliere Faymann, Spindelegger, Fekter. Auch Österreich wird von den Regierern in den Konkurs getrieben.

Re: Gebt allen alles und alles wird gut. Glauben unsere Regierer.

nur der Wahrheit gerechter werdend. Auch die EU sowie auch Schröder und Fischer haben beide Augen zugemacht, es war also europäischer Wunsch die Griechen aufzunehmen. Aber dieses Gesocks hat sich mit ihren Pfründen schon verabschiedet.

das war zu erwarten,

denn Portugal ist ganz ähnlich strukturiert wie Griechenland, eine kleine, sehr reiche Schicht, die alles kontrolliert. Kein nennenswerter Mittelstand. Das Volk wurde mit ungedeckten Sozialausgaben ruhig gestellt. jetzt müssen die Bankiers und Industriellen ihre Interessen wahren, natürlich auf Kosten der reichen und solidarischen Länder.
Spanien ist auch nicht viel anders, die werden auch noch kommen.

Warum müssen wir für andere EU-Länder den Gläubiger machen?

In den EU-Verträgen war das strikt ausgeschlossen. Das haben uns die Politiker erst später untergejubelt.

Re: Warum müssen wir für andere EU-Länder den Gläubiger machen?

nicht untergejubelt. Sie haben einfach die Verträge sowie Verfassungen offiziell gebrochen. Wo kein Kläger auch kein Richter, schon gar nicht der EuGH (EU hörig) und wie man sieht auch kein Verfasssungsgericht hat diese Rechts- und Verfassungsbrecher verurteilt.

Eurozone: Portugal will "griechische" Zugeständnisse

Dann kommt Slowenien, Italien,...

schöne Aussichten!

Österreichboykott vor einiger Zeit

Beim Österreichboykott vor einigen Jahren waren die Sozialisten Portugals federführend. Jetzt sind wir ihnen gut genug für ihre Misswirtschaft aufzukommen.

 
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