Merkel: Späterer Schuldenschnitt Athens ist denkbar

02.12.2012 | 18:26 |   (Die Presse)

Griechenland muss aber vorher einen Primärüberschuss (ohne Zinsen) schaffen, erklärt die deutsche Kanzlerin.

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Berlin/Reuters/Red. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält einen Schuldenschnitt für Griechenland zu einem späteren Zeitpunkt für denkbar. „Wenn das Land eines Tages wieder mit seinen Einnahmen auskommt, ohne neue Schulden aufzunehmen, dann müssen wir die Lage anschauen und bewerten“, sagte sie zur „Bild am Sonntag“. Das werde aber nicht vor 2014/15 der Fall sein.

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Anfang vergangener Woche hatten sich die Eurofinanzminister und der IWF auf eine Verschiebung der mit Griechenland vereinbarten Sparziele geeinigt. Auch die Laufzeiten für Kredite wurden gestreckt, das Land soll zudem eigene Anleihen günstig zurückkaufen. Ein offizieller Schuldenschnitt für öffentliche Gläubiger ist jedoch rechtlich nicht möglich, weil die Europäische Zentralbank, die einen Gutteil der griechischen Anleihen hält, kein Land direkt finanzieren darf.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2012)

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1 Kommentare

endlich etwas Vernünftiges:

nicht die bestehenden Verbindlichkeiten von Griechenland sind das Problem, sondern die operativen Verluste die jährlich eingefahren werden sind die Bedrohung. Wenn es Griechenland nicht gelingt, nachhaltig ertragreich zu wirtschaften, dann ist das Land konkursreif und ein Ausgleich mit einer Quote von 20-25% hat keinen Sinn.

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