Eurozone: Rezession bestätigt

06.12.2012 | 11:03 |   (DiePresse.com)

Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone ist im dritten Quartal um 0,1 Prozent gesunken. Auch Österreich verzeichnet ein Minus.

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Die zweite Schätzung von Eurostat hat die Rezession in der Währungsunion für das dritte Quartal 2012 bestätigt. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal des Jahres gesunken. In der EU-27 gab es einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent. Österreich verzeichnete nach den am Donnerstag präsentierten Zahlen ein Minus von 0,1 Prozent.

Im Jahresabstand sank das BIP in der Eurozone im dritten Quartal sogar um 0,6 Prozent. In der EU-27 betrug das Minus 0,4 Prozent. Hier liegt Österreich mit einem Wachstum von 0,4 Prozent deutlich besser. Griechenland ist negativer Spitzenreiter mit -7,2 Prozent vor Portugal (-3,4), Slowenien (-2,9), Italien (-2,4) und Zypern (-2,3). Spanien folgt mit -1,6 Prozent. Rückgänge verzeichneten auch die Niederlande, Finnland und Belgien. Keine Zahlen lagen in diesem Bereich von Irland, Luxemburg und Malta vor. Estland konnte mit plus 3,4 Prozent punkten, die Slowakei verzeichnete ein Plus von 2,5 Prozent, Deutschland einen Anstieg um 0,9 Prozent und Frankreich erhöhte sein BIP minimal um 0,1 Prozent.

Gestiegen ist das BIP vom dritten Quartal 2011 auf das dritte Quartal 2012 am stärksten in Lettland, Litauen, Polen, Schweden und Bulgarien. Rückgänge verzeichneten auch Ungarn, Tschechien, Rumänien, Dänemark und Großbritannien.

(APA)

 
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3 Kommentare
Monte Rosa
07.12.2012 08:19
0

Polen, Schweden, Schweiz etc.

Interessanterweise verbuchen vor allem Nicht-Euro-Länder (noch) zunehmende BIP-Werte (Beispiel Polen, Schweden, Schweiz). So unter anderem die Schweiz mit plus 0.6 % vom zweiten zum dritten Quartal 2012. Das ist umso erstaunlicher, als viele Medienbeiträge sich wegen des überhöhten Frankenkurses skeptisch zur weiteren Entwicklung der Schweiz äussern.

Dass vor allem in der Eurozone der Abwärtstrend tendenziell stärker ist, scheint halt doch mit dem Euro zusammenzuhängen. Das scheint vor allem auch auf Östrreeich zuzutreffen. Österreich hat bezüglich Grösse und Wirtschaftskraft ähnliche Voraussetzungen wie die Schweiz. Österreich hat auch nicht mit einem überhöhten Kurs seiner Währung zu kämpfen. Trotzdem sinkt dessen BIP um 0.1 %, während dasjenige der Schweiz um 0.6% zunimmt.

Ich schreibe das nicht mit Häme (da sind mir die Österreicher zu sympatisch), sondern in der Absicht, beim einen oder anderen einen Denkprozess über die Ursachen anzustossen.

Herman
07.12.2012 03:21
0

eh schon Wurscht . . . mit dem Euro kehrt die Armut in Europa zurück


Pseudo_Nym
06.12.2012 11:38
2

Zum Glück

haben wir unsere Medien. Die klären uns klipp und klar über die Verhältnisse in dieser Welt auf und sorgen im Sinne der Demokratie für Transparenz in Politik und Industrie. Diese Rezession ist durch gesunden Menschenverstand und einen Blick auf den Zustand der Gesellschaft einfach nicht zu erkennen.

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