Dijsselbloem als Juncker-Nachfolger im Gespräch

13.12.2012 | 22:14 |   (DiePresse.com)

Der Eurogruppenchef will seinen Posten spätestens Anfang 2013 abgeben. Der niederländische Finanzminister könnte sein Nachfolger werden.

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Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem wird als möglicher Nachfolger des scheidenden Eurogruppenchefs Jean-Claude Juncker gehandelt. "Ich habe gehört, dass sein Name erwähnt wird", sagte der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen am Donnerstag am Rande des Treffens der konservativen Europäischen Volkspartei in Brüssel. "Das ist ein guter Mann, ich habe nichts gegen ihn einzuwenden." Dijsselbloem stehe für ähnliche Ideen, wie sie auch von den skandinavischen Ländern vertreten würden.

Katainen fügte hinzu, dass die Frage der Juncker-Nachfolge vor allem zwischen Berlin und Paris geklärt werden müsse. Beide Länder müssten mit der Personalie einverstanden sein. Nach Einschätzung eines europäischen Diplomaten ist die deutsche Bundesregierung dagegen, dass ein Vertreter eines großen EU-Landes an der Spitze der Eurogruppe steht. Daher sei Berlin nicht davon überzeugt, dass der französische Finanzminister Pierre Moscovici das Amt übernehme. Moscovici hatte bereits sein Interesse an dem Posten signalisiert.

Juncker hatte vergangene Woche erklärt, er werde den Vorsitz der Eurogruppe Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres abgeben. Diese Entscheidung sei "unwiderruflich". Der langjährige luxemburgische Regierungschef hat den Posten seit seiner Schaffung im Jahr 2005 inne. Sein Mandat lief eigentlich am 17. Juli ab. Auf die Frage, wann ein Nachfolger gefunden werde, antwortete Juncker am Donnerstagmorgen in Brüssel: "Je eher desto besser."

VIDEO: Eurogruppenchef Juncker hört auf

Jean-Claude Juncker hört zum Jahreswechsel als Chef der Eurogruppe auf. Aber die Suche nach einem Nachfolger ist schwierig angesichts der Spannungen zwischen den Euro-Ländern.

(apa)

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4 Kommentare

gibt es nicht, wo wir doch so eine bestens

qualifizerte Dame hätten, mit der wäre es zumindest schnell aus mit dem Euro.

Der niederländische Finanzminister könnte sein Nachfolger werden:

Selbstverständlich sind demokratische Wahlen (international beaufsichtigte?), schon ausgeschrieben?

Gottseidank kein Österreicher Politiker

Mit unserem Personal würde Korruption in ganz Europa zur Hochkultur erhoben werden!

Re: Gottseidank kein Österreicher Politiker

Das ist einmal ein Argument, dem nicht einmal ich etwas entgegen zu setzen habe und das soll 'was heißen!

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