Dijsselbloem als Juncker-Nachfolger im Gespräch

Der Eurogruppenchef will seinen Posten spätestens Anfang 2013 abgeben. Der niederländische Finanzminister könnte sein Nachfolger werden.

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(c) EPA (OLIVIER HOSLET)

Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem wird als möglicher Nachfolger des scheidenden Eurogruppenchefs Jean-Claude Juncker gehandelt. "Ich habe gehört, dass sein Name erwähnt wird", sagte der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen am Donnerstag am Rande des Treffens der konservativen Europäischen Volkspartei in Brüssel. "Das ist ein guter Mann, ich habe nichts gegen ihn einzuwenden." Dijsselbloem stehe für ähnliche Ideen, wie sie auch von den skandinavischen Ländern vertreten würden.

Katainen fügte hinzu, dass die Frage der Juncker-Nachfolge vor allem zwischen Berlin und Paris geklärt werden müsse. Beide Länder müssten mit der Personalie einverstanden sein. Nach Einschätzung eines europäischen Diplomaten ist die deutsche Bundesregierung dagegen, dass ein Vertreter eines großen EU-Landes an der Spitze der Eurogruppe steht. Daher sei Berlin nicht davon überzeugt, dass der französische Finanzminister Pierre Moscovici das Amt übernehme. Moscovici hatte bereits sein Interesse an dem Posten signalisiert.

Juncker hatte vergangene Woche erklärt, er werde den Vorsitz der Eurogruppe Ende des Jahres oder Anfang nächsten Jahres abgeben. Diese Entscheidung sei "unwiderruflich". Der langjährige luxemburgische Regierungschef hat den Posten seit seiner Schaffung im Jahr 2005 inne. Sein Mandat lief eigentlich am 17. Juli ab. Auf die Frage, wann ein Nachfolger gefunden werde, antwortete Juncker am Donnerstagmorgen in Brüssel: "Je eher desto besser."

(apa)

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