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EU-Gipfel: Halbe Billion für kaputte Banken nötig

14.12.2012 | 18:43 |  OLIVER GRIMM UND WOLFGANG BÖHM (Die Presse)

Woher das öffentliche Geld für die Abwicklung insolventer Kreditinstitute kommen soll, bleibt mit Rücksicht auf die deutschen Wahlen im Herbst 2013 vorerst offen.

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Brüssel. Wieder einmal hat Angela Merkel einen EU-Gipfel als Siegerin verlassen. Die deutsche Kanzlerin setzte beim Europäischen Rat vom Donnerstag und Freitag erstens durch, dass jegliche auch noch so vage Bezugnahme auf eine Vergemeinschaftung von Staats- oder Bankschulden mindestens bis nach den nächsten Europawahlen im Juni 2014 vom Tisch ist. Zu den Akten gelegt sind zweitens auch Überlegungen, ein eigenes Budget für die Eurozone zu schaffen. Stattdessen soll Herman Van Rompuy, der Präsident des Europäischen Rates, beim Gipfeltreffen im Juni 2013 einen Vorschlag für „Solidaritätsmechanismen“ präsentieren. Dieser Geldtopf von jährlich „10, 15, 20 Milliarden Euro“ (Zitat Merkel) soll Euroländern, die zum Beispiel den Kündigungsschutz auf dem Arbeitsmarkt lockern, die Kosten der zunächst höheren Arbeitslosigkeit tragen helfen. Diese Hilfe zur Selbsthilfe gibt es aber nur bei vertraglicher Verpflichtung gegenüber der Europäischen Kommission.

(c) DiePresse

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Drittens hat Merkel neun Monate vor den Bundestagswahlen einen innenpolitischen Sprengsatz fürs Erste entschärft. Zwar beauftragten die Staats- und Regierungschefs die Kommission, im Laufe des kommenden Jahres einen Vorschlag zur Abwicklung insolventer Banken aus der Eurozone vorzulegen. Die Banken sollen die Kosten dafür zwar letzten Endes selber tragen. Am Anfang allerdings sollen sie „öffentliche Unterstützung“ erhalten. Und wer die leisten soll, das bleibt vorerst auf deutschen Druck im Beschluss der EU-Chefs offen.

 

Wenn die Banken wieder krachen

Auch auf Nachfragen, woher dieses Geld kommen solle, blieben am Freitag die Lippen der Brüsseler Vollstrecker von Merkels Willen eisern verschlossen. Kommissionspräsident José Manuel Barroso las bloß den Gipfelbeschluss vor. Van Rompuy erklärte, das sei „eine Frage für spätere Verhandlung und Entscheidung“.

Klar ist allerdings: Die koordinierte Abwicklung kaputter Banken im Euroraum wird sehr, sehr teuer. Die Kommission schätzt, dass ein „systemischer Schock“ (sprich: ein Bankenkrach) 350 bis 650 Milliarden Euro kosten könnte. Der Thinktank „Open Europe“ schätzt vor diesem Hintergrund die Kosten eines einheitlichen Mechanismus zur Abwicklung von Banken auf mindestens 500 Milliarden Euro. Diese Summen zeigen, dass der 500 Milliarden Euro schwere Eurowährungsfonds ESM mit den Kosten der Abwicklung von Banken beim nächsten Krach schnell überfordert wäre. Denn der ESM muss ja auch die Rekapitalisierung von kriselnden, aber grundsätzlich lebensfähigen Banken stemmen.

 

Von den Amerikanern lernen

Der Abwicklungsmechanismus soll „mittelfristig haushaltsneutral sein“, wie es im Beschluss der EU-Chefs heißt. Sprich: Die öffentlichen Gelder sollen nachträglich von den Banken durch Abgaben zurückgezahlt werden. Ein Vorbild für die Europäer könnte die amerikanische „Federal Deposit Insurance Corporation“ (FDIC) sein, hat Anne Sibert von der University of London im heurigen März in einer Studie für das Europaparlament vorgeschlagen. Sie wickelt todgeweihte Banken rasch und seit mehr als 75 Jahren ohne Kosten für den US-Steuerzahler ab. Alle Banken müssen dazu eine Pflichtversicherung bezahlen.

Bundeskanzler Werner Faymann sagte nach dem Gipfel, er wolle die österreichische Bankenabgabe für diesen Zweck binden. Allerdings fällt sie mit jährlich rund 500 Millionen Euro eher bescheiden aus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2012)

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37 Kommentare
 
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Und wenn der Steuerzahler das nicht will?!


Bankengewinne mit 75% besteuern

nicht den Fleissigen das Geld aus der Tasche ziehen!

Das Gegenteil ist der Fall!

Raiffeisen zahlte für 2 Mrd. Gewinn lediglich 1% Steuern; ganz legal!

Arbeit ist in Österreich (incl. Dienstgeberbeiträge) bis über 60% besteuert.

Sozialistisch heißt nicht sozial!

Wer sind eigentlich DIE Banken?

In Wirklichkeit doch nur einige Dutzend grössenwahnsinnige, geldgeile Berufszocker und für deren Fehler müssen Millionen Steuerzahler geradestehen!!! Das ist der Irrsinn!!!

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Was ist den Geld überhaupt?

Geld ist die Bestätigung, für geleistete geistige oder manuelle Arbeit. Diese Leistungsscheine, Geld genannt, berechtigen zum Kauf, von Gütern am Warenmarkte. Alles Andere,wie Zins und Zinseszins,sowie alle Spekulationen und Derivate, müssen alle verboten werden. Der Mißbrauch des Geldes ist der Untergang unserer Wirtschaft. Die Herren in Brüssel, sind Verbrecher oder sie leiden an Demenz. Diese Zeitbombe, wird zur Explosion kommen und keiner kann sie stoppen. Hat man noch nicht begriffen, dass bedruktes Papier keinen Wert hat?
RAUS AUS DEM EURO, BEVOR ES ZU SPÄT IST.

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Willkommen im Erkennen der seit 10 Jahren weltweiten Finanzkapitalismuskrise

http://www.theintelligence.de/images/stories/bilder/geldmenge_m2.jpg

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fed insurance

gute idee, versicherungen und banken offiziell miteinander mischen........

domino....?

domino....?

... oder Schachmatt für die Mittelschicht und die ohnehin liberal ruinierten Märkte?

Kein Problem!

Kürzen wir die Pensionen noch mehr, schaffen wir die Invaliditätspension ab und lassen (schwer)kranke arbeiten bzw. "rehabilitieren" wir sie pro forma, belasten wir den Mittelstand (noch mehr), melken wir die Autofahrer (noch mehr) uswuswusw. Dann wird wohl genug Geld für die Sanierung der (ausländischen) Banken da sein....

Ach ja: und wenn wir noch im Gesundheitssystem sparen werden die "Alten" endlich wieder früher sterben, was auch wiederum das Pensionssystem entlastet...Hauptsache wir finanzieren die Zocker.

Re: Kein Problem!

... und WIR TRotteln wählen sie dafür auch noch immer wieder.

WIR verdienen nichts anderes!

Banken und Schuldenunion

Die haben wirklich jeglichen Bezug zur Realität verloren. Diese Eurobeträge sind ja utopisch.

nachgerechnet

immer 4 % nehmen, das ist in etwa der anteil österreichs .. also wieviel sind schnell 4 % von 500 mrd EUR ? ..20 mrd euro .. also das zehnfache dessen, was die zockerei von linz, salzburg und niederösterreich gekostet hat .. und in etwa 10% der bisherigen verschuldung aller österreichischen steuerzahler ...

und das alles für ausländische banken !!!

und wer hat dem zugestimmt ? .. die damen und herren abgeordneten von ÖVP, SPÖ und den grünen ..

Re: nachgerechnet

Richtig! Damit ist übrigens endgültig auch die Blödheit der Grünen offensichtlich.

und wieder einmal....

schieben wir den banken das geld in den a....

die armen müssen doch ständig zocken, um ihre gehälter und bonis auszahlen zu können. wenns nicht klappt - bitte, bitte... (siehe oben)

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Wer stimmt diesen Aussagen zu?

1.) Arbeit gibt es immer dort, wo Geld in die Realwirtschaft investiert wird.
2.) Investieren alle GÖDler nur in Wachstumsmärkte und Derivate und werden dauernd nur die Banken gerettet, gibt es hier weniger Arbeit.
3.) Hat die €-Zone in Summe eine Gesamt negative Außenhandelsbilanz, wird der € entwertet.
4.) Wird der € entwertet und es mangelt hier an exportierender Realwirtschaft und gleichzeitig wird der in $ notierte Rohöl-Preis teurer, haben wir ein Problem, dann erst was zu schaffen.
5.) gibt es weniger Arbeit, hat der Staat weniger Steuereinnahmen.
6.) Das gleiche gilt bei lauter 1€ Jobs
7.) Wir brauchen keine Massenprodukte für China, wir brauchen gut vermarktete Klasse Produkte, wie z.B. Weine oder RedBull oder BMW für China
8.) Mit 15 Millionen € gegen die Jugendarbeitslosigkeit in ganz €uropa hüpfen wir aber nicht weit, oder?
9.) Sozial und Wirtschaftlich sind eines, ohne Wirtschaftliches Handeln ist soziales Handeln umöglich und ohne Soziales Handeln wird das nichts mehr mit der Wirtschaft im rohstoffarmen Europa
10.) Die nächste Hyerinflation kommt so sicher, wie das Amen im Gebet und die Politik tut alles dafür, dass die Realwirtschaft noch mehr geschwächt wird

Re: Wer stimmt diesen Aussagen zu?

MiG35, wir haben ein grundsätzliches Problem.
In der undemokratischen EU arbeiten Kapitalisten, die dem Kredit und Zins verpflichtet sind, und Sozialisten mit ihren Diskriminierungsverboten auf allen Ebenen trefflich zusammen mit
dem Ziel, die Bürger, den SOUVERÄN, in einem Großstaat, den Vereinigten Staaten von Europa, zu entmündigen und gleichzuschalten.
Kapitalisten und Sozialisten stellen in diesem Europa die Machtelite und dem beherrschten SOUVERÄN wird sein Platz in der Knechtschaft zugewiesen.
Das in einem solchen System wirtschaftliche Aktivitäten nicht gefördert sondern verhindert bzw. sogar erstickt werden, liegt auf der Hand.
Es ist an der Zeit, dass der Souverän seine unmittelbare demokratische Teilhabe am politischen Geschehen in einem v e r f a ß t e n Europa einfordert.
Die Stärke Europas liegt in seiner kulturellen Vielfalt und nicht in einem zentralistischen Großstaat.
Kleine Einheiten können auf demokratischer Basis recht gut regiert werden.
Hierauf gründet sich auch wirtschaftlicher Wohlstand mit der sozialen Komponente.
Zusammengefaßt : Das Ziel muß ein demokratisches Europa der Regionen sein mit Nationalwährungen und keine undemokratitische EU mit dem Zwangskorsett des wohlstandsvernichtenden EURO.

Schönes Wochenende !
Novaris

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Re: Re: Wer stimmt diesen Aussagen zu?

Guten morgen, willkommen im 3 Jahrtausend, je nationaler Europa wird, der Geldmarkt wird internationaler. Wenn GÖDler ins Reich der Mitte und Derivate investieren und wir Arbeitslosigkeit hier haben, dann nützt auch kulturell und demokratisch nichts. Negative Alterspyramide und Staatsschulden bitte auch in ihre kulturelle und demokratische Betrachtung einbeziehen!

Die Gläubiger-Rettung und das Recht

Zitat eines bekannten Oekonomen :
„Wir haben nicht den Euro gerettet oder Europa vor einem Krieg bewahrt. Griechenland hatte einen Einbruch von 20 Prozent der Wirtschaftsleistung zu verkraften. Die Arbeitslosigkeit nähert sich 30 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit 50 Prozent. Ebenso in Spanien. Sieht so eine Rettung aus? „Gerettet“ haben wir die Gläubiger und die Finanzeliten – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger im Norden UND im Süden. Und dafür haben wir unser Rechts- und Geldsystem zerstört!“

Dieser Aussage ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Frau Merkel, Herr Steinbrück etc. sowie die "Entscheider" der undemokratischen EU und EZB sind Angehörige des "Systems".
Es geht nur noch darum, den Steuerzahler möglichst "schonend" auf das Unvermeidliche, die Zahlungen, vorzubereiten.
Wahlen ?? Keine Wahl wird daran etwas ändern !!!
Der ehemalige BRD-Außenminister Fischer hierzu :
"Egal, welche Koalition regiert, es wird immer die gleiche Politik gemacht"

Re: Die Gläubiger-Rettung und das Recht

Eine Arbeitslosenrate in Griechenland bei 30% und jährlich sinkende Wirtschaftsleistung... nennen diese Typen auch noch "Sanierung"!

Gehalts- und Pensionskürzungen von 20% und mehr ... damit sollen die Griechen auch noch "mehr" kosumieren und die Wirtschaft wieder aufbauen????

Re: Re: Die Gläubiger-Rettung und das Recht

die meinen die Sanierung der Banken nicht Griechenlands!die Würfel sind doch längst gefallen - keine größere Bank in Europa wird jemals mehr pleite gehen bis der letzte Groschen der Steuerzahler aufgebraucht ist und uns dann ein neues komplett vom Bankenkartell gesteuertes Verklavungssystem aufoktruyiert wird(abgesegnet durch unsere werten Marionetten in Brüssel, die schön auf unsere Kosten am Futtertrog naschen bis sie platzen)!

Das Volk hat ein Recht und die Politik die Pflicht zur vollständigen Information

http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/507139_Die-Todsuenden-der-Politik.html

Re: Das Volk hat ein Recht und die Politik die Pflicht zur vollständigen Information

Österreich ist anders!

Unter dem Titel "Demokratie" haben sich SPÖ+ÖVP den gesamten Staat untereinander aufgeteilt. Damit die Bürger "unabhängige" Informationen bekommen werden auch im ORF Parteigünstlinge versorgt.


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es ist unglaublich merkel nuimmt europa in geiselhaft um ihre wiederwahl zu sichern

wo bleibt da der aufschrei die kostet uns unsummen und ruiniert die eu

Re: es ist unglaublich merkel nuimmt europa in geiselhaft um ihre wiederwahl zu sichern

Ich denke nicht Merkel, sondern Faymann, Spindelegger und Fekter haben sich wieder von Merkel über den Tisch ziehen lassen!

Nur weil wir uns immer wieder solche schwachen Typen wählen kann man Merkel keinen Vorwurf machen.

Woher das öffentliche Geld für die Abwicklung insolventer Kreditinstitute kommen soll, bleibt mit Rücksicht auf die deutschen Wahlen im Herbst 2013 vorerst offen....


....aber auch nur für geitig Unterblichtete.

Zahlen müssen WIR!!!!!

Re: Woher das öffentliche Geld für die Abwicklung insolventer Kreditinstitute kommen soll, bleibt mit Rücksicht auf die deutschen Wahlen im Herbst 2013 vorerst offen....

das Geld kommt indirekt von der EZB durch Gelddrucken(also vom europäischen Steuerzahler) und direkt von uns über höhere Steuern und Abgaben...

 
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