Griechen kaufen Berliner Immobilienmarkt leer

17.12.2012 | 16:20 |   (DiePresse.com)

Immer mehr Spanier, Italiener und Griechen drängen auf den deutschen Wohnungsmarkt. Sie wollen ihr Geld in Sicherheit bringen.

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Immer mehr griechische, spanische und italienische Euros fließen in den Berliner Wohnungsmarkt. Die Konkurrenz aus dem Ausland sei gerade in den Szenevierteln Kreuzberg, Mitte oder Prenzlauer Berg stark, berichtet ein genervter Interessent der Nachrichtenagentur dpa. " Makler konfrontieren einen nicht selten mit Sprüchen wie "Stellen Sie sich nicht so an, andere fragen auch nicht so viel nach", sagt er. Manche nähmen die Objekte sogar ungesehen.

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Seit Beginn der Eurokrise aber drängen noch mehr ausländische Investoren auf den Hauptstadtmarkt, viele aus dem angeschlagenen Spanien und dem kriselnden Italien. Gut ein Drittel der Käufer komme aus dem Ausland, berichtet der Geschäftsführer des Immobiliendienstleisters Accentro, Jacopo Mingazzini. Fast alle zahlten - anders als deutsche Interessenten - in bar. Tetzlaff-Immobilien hat ebenfalls viele Kunden aus Spanien, zu Engel&Völkers kommen Griechen und Italiener. Auch das Internetportal Immobilienscout24 zählte einen deutlichen Anstieg von Kaufgesuchen aus Griechenland.

"Neben der Schweiz der letzte Rettungsanker"

"Wir sind international neben der Schweiz oft der letzte Rettungsanker", begründet Analyst Thomas Beyerle vom Immobilieninvestor IVG das Interesse für Deutschland. Griechen und Spanier wollten ihr Geld in Sicherheit bringen. "Sie kaufen sich das Versprechen von Stabilität und sind dafür oft bereit, höhere Preise zu akzeptieren."Das treibt nicht nur für deutsche Immobilienkäufer den Preis kräftig in die Höhe. "Mittelfristig wird es auch den Mieten nicht gut tun", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund voraus. Vor allem in Berlin ziehen die Mieten bereits kräftig an - für neue Verträge in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Fünftel.

Spürbar ist der Einfluss ausländischer Investoren Verbandsanalyst Beyerle zufolge nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg, München und Frankfurt. Anders als beim letzten Immobilienboom 2004 interessierten sie sich dagegen weniger für idyllische Häuschen auf dem Land. In der Großstadt seien sich Käufer einfach sicherer, ihre Wohnungen später zu guten Preisen wieder loszuwerden.

Berlin im Vergleich zu anderen Städten günstig

Die größte Anziehungskraft hat Berlin - nicht nur wegen des Hauptstadtflairs. "Berlin ist im europäischen und auch innerdeutschen Vergleich weiterhin sehr günstig", erläutert Mingazzini. Trotz zuletzt deutlich anziehender Preise finde man hier auch in guten Lagen immer noch Wohnungen zum Quadratmeterpreis von 1400 bis 1500 Euro. "Das ist in Metropolen wie Paris, Bologna oder Mailand undenkbar." Nicht nur die reichen Griechen kaufen in Berlin, berichten die Makler, sondern viele Familienväter, die ihren studierenden Kindern in der Boomstadt eine Wohnung sichern wollen.

Hinzu komme das extrem gute Image der Stadt: Berlin ist im Ausland angesagt, die Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich. Investoren könnten wegen der vergleichsweise günstigen Mieten weiterhin mit vernünftigen Renditen rechnen. "Und ein Ende ist nicht abzusehen, denn der Zuzug nach Berlin hält an", betont Mingazzini.

(APA/dpa)

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9 Kommentare

Immobilienkauf auf Pump

Die EZB druckt Geld und verteilt dieses in die Südländern (Thema big Berta) .

Dort setzt eine riesige Kapitalflucht in Richtung Deutschland ein. Dann wird der Immobilienmarkt dort leergefegt.

Zurück bleibt ein riesiger Target 2 Saldo:

Die deutsche Bank wo das Geld landet hat eine Forderung an die deutsche Notenbank. Diese hat eine Forderung an die EZB.

Die EZB hat eine Forderung an die Notenbanken der Südländer.

Die Notenbanken der Südländer haben Forderungen an dortigen Banken.

Diese kaufen dort Staatsanleihen.

Die Staaten können diese Schulden nicht bedienen.

Dieses Spiel nennt man auch Pyramidenspiel.

Die Steuerzahler der Nordländer müssen die Rechnungen mit Schuldenschnitten finanzieren.

Toll wie diese Fehlkonstruktion Euro funktioniert !

Und der Taxler macht sich stark für die Schuldenunion....


....omnia dicta sunt!!!!

Danke Werner, danke Michi, danke Eva! Ein Hoch auf die international-sozialistische Umverteilung namens ESM!

Als Lehre daraus bleibt: es ist egal ob du deinen Staat gut oder schlecht verwaltest, am Ende zahlst du sowieso für die faulen und unfähigen Länder so lange, bis du selbst Pleite bist!

Diese Erkenntnis wird dazu führen, dass zukünftig der Abstand zwischen den Staatspleiten immer kürzer wird.

Man hätte Griechenland SOFORT 2008 aus der EURO-Zone werfen müssen. Dann wäre der laufende Staatshaushalt GEZWUNGENERMAßEN bereits saniert, weil sie nicht mehr ausgeben könnten als sie einnehmen.

So aber wirkt das Beispiel Griechenland ansteckend, was in der Tatsache gipfelt, dass die Franzosen einen kommunistischen Traumtänzer zum Präsidenten wählen, der alles daran setzt, dass sein ohnehin wirtschaftlich erbärmliches Land demnächst zum weiteren Sozialfall für die EURO-Zone wird.

Man kann wirklich nur mehr beten, es möge schnell vorbei sein mit DIESEM Umverteilungs-Euro!

Steuerhinterziehung?

Warum zahlen die sonst alles in bar?!

Und die Schulden der Griechen und Spanier etc. werden wir alle tragen müssen während sie uns auch noch die Wohnungen unter dem A.... weg kaufen um die Mieten zu erhöhen.
So jedenfalls würde ich das als Berliner sehen!

Dafür, daß die Deutschen also deren Banken retten,

kaufen sie ihnen mit dem ergaunerten und/oder versteckten Geld also das Land weg.

Das Friendensprojekt wird ein so gewaltiges Ende nehmen, daß danach niemand mehr über 1945 reden wird.

Gut angelegte österreichische Hilfsgelder

die Pensionisten Österreichs, denen man nicht mal die Inflation abgegolten hat, werden vor Freude ohnmächtig werden.

Sind unsere Rettungs-Poltiker zum Retten? Nein.


10

Sicher mit den Hilfsgeldern!


Re: Sicher mit den Hilfsgeldern!

sicher was sonnst wir dürfen aber schön für sie arbeiten ist doch super :))))

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