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Ratingagentur S&P stufte Bonitätsnote für Zypern herab

21.12.2012 | 11:36 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur begründet die Herabstufung mit den schleppenden Verhandlungen über ein Hilfsprogramm.

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Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Zyperns Kreditwürdigkeit erneut herabgestuft. Die Agentur senkte in der Nacht auf Freitag die Bonitätsnote für das Euro-Mitgliedsland um zwei Stufen auf "CCC+". Auch der Ausblick sei negativ. Als Grund für die schlechtere Bewertung verwies S&P auf die schleppenden Verhandlungen mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über die noch offenen Details eines Hilfsprogramms für das verschuldete Mittelmeerland.

Zypern hatte im Sommer beim Euro-Rettungsschirm ESM einen Antrag auf Notkredite in Höhe von 17,5 Milliarden Euro gestellt. Davon dürften mehr als zehn Milliarden Euro in den relativ großen Bankensektor des Landes fließen.

Eine abschließende Einigung über die Gewährung der Hilfskredite steht aber noch aus. So dringt der IWF einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Beteiligung privater Anleihe-Investoren, also einen Schuldenschnitt. Auch deutsche Politiker brachten einen solchen Forderungsverzicht ins Gespräch. Zypern trat den Spekulationen über einen Schuldenschnitt ebenso wie die EZB und der Eurogruppenchef Juncker entgegen.

"Langsame Verhandlungen"

S&P kritisierte die "langsamen" Verhandlungen Zyperns mit der sogenannten Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) über ein Hilfspaket. Während die finanziellen Optionen der Regierung eingeschränkt seien - "gepaart mit einer nach unserer Sicht zögerlichen Haltung der anderen Eurozonen-Staaten, die Kosten einer schweren Bankenkrise zu teilen" -, steige die Gefahr eines Staatsbankrotts, hieß es in der Mitteilung weiter.

Zyperns Wirtschaft leidet unter einer tiefen Rezession. Außerdem wurde das Land von der Krise in Griechenland hart getroffen, weil die beiden Staaten finanziell und wirtschaftlich eng verbunden sind.

(APA/Reuters/AFP)

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4 Kommentare

Die Rantigargenturen stufen Zypern herab

... und niemand kümmert sich darum.

Bald werden wir keine Ratingargenturen mehr haben, die Schulden aber bleiben.

Österreich könnte eigentlich die Schulden von Zypern begleichen und die halbe Insel aufkaufen!

Somit könnte Österreich Nachbar der Türkei werden. Es gibt für Österreich vor dem Weltuntergang nichts schöneres!

0 0

Re: Österreich könnte eigentlich die Schulden von Zypern begleichen und die halbe Insel aufkaufen!

das wärre schon coool gg österreich genießt ind der türkei einwn spitzen ruff gggg das mein ich ernst:)))

Der griechische Schuldenrückkauf hat ein Nachspiel in Griechenland

und heißt dort Bürger-Bailout.

In einer Finanzkrise die (Pleite-)Banken zu Bail-out-Debitoren zu machen, kann Sinn machen, wenn man einen liquiden externen Bail-out-Kreditor hat.

Die EFSF als Bail-out-Kreditor einzusetzen, für die angeschlagene Euro-Staaten haften, die im Fall des Falles Kredite von den (Pleite-)Banken benötigen werden, macht das Eurosystem nicht unbedingt sicherer.

Auf Zypern könnte daher die zweite Folge der kreditfinanzierten Umschuldung Bürger-Bailout heißen.

http://niveus.at/griechischer-schuldenrueckkauf

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