EU: Banken erhielten 1,6 Billionen €

21.12.2012 | 18:38 |   (Die Presse)

Seit 2008 flossen 1,6 Billionen Euro an staatlichen Beihilfen in den EU-Finanzsektor. Rund die Hälfte des Beihilfenvolumens entfiel auf drei Länder: Großbritannien, Irland und Deutschland.

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Wien/Höll. Seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 genehmigte die EU-Kommission staatliche Beihilfen für den Bankensektor in der Höhe von 5,058 Billionen Euro. Davon wurden 1,6 Billionen Euro in Anspruch genommen. Dies entspricht 12,8 Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts, wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte.

Rund die Hälfte des Beihilfenvolumens entfiel auf drei Länder: Großbritannien (19 Prozent), Irland (16 Prozent) und Deutschland (16 Prozent). Von den 1,6 Billionen machten Garantien 1,08 Billionen Euro aus. Beim Rest handelt es sich um direkte Zuschüsse und andere Maßnahmen. Der Großteil der Beihilfen wurde in den Krisenjahren 2008 und 2009 gewährt. Im Jahr 2011 genehmigte die EU-Kommission nur noch Hilfen von 274,4 Mrd. Euro für den Finanzsektor. Ob und wie viel Geld die Staaten damit verloren haben, geht aus dem EU-Bericht nicht hervor.

Um die Auswirkungen der restriktiveren Kreditkonditionen möglichst gering zu halten, vergaben die EU-Mitgliedsländer auch staatliche Beihilfen an die Realwirtschaft. Zwischen Dezember 2008 und Oktober 2011 stellten die Mitgliedsländer den Firmen 82,9 Mrd. Euro zur Verfügung. Während 2010 noch 11,7 Mrd. Euro in Anspruch genommen wurden, sank das Volumen der krisenbedingten Beihilfen für die Realwirtschaft im Jahr 2011 auf 4,8 Mrd. Euro. Dies hängt mit den budgetären Zwängen in den Mitgliedsländern zusammen. Zudem konnten sich viele Firmen wieder Geld von den Finanzmärkten holen.

 

Österreich verlor 1,9 Mrd. Euro

Für Österreich hat die EU-Kommission keine Zahlen veröffentlicht. Laut Angaben des Finanzministeriums verlor der Bund durch die Rettungsaktionen für die Banken bis Ende September 2012 exakt 1,93 Mrd. Euro. Darin ist noch nicht die vor Kurzem durchgeführte Kapitalerhöhung der Hypo Alpe Adria enthalten. Im Dezember gewährte der Staat der Hypo einen Zuschuss von 500 Mio. Euro. Das Kärntner Institut holte sich noch eine Mrd. Euro über eine Anleihe, für die der Bund eine Garantie abgab.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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16 Kommentare

Und ich erhalte 2013 EUR 25.-- an Pensionserhöhung.


Und ich erhalte 2013 EUR 25.-- an Pensionserhöhung.

Damit wir diese Milliarden an Banken zahlen dürfen und darüberhinaus auch noch die Spekulationsverluste und Korruptionsgelder finanzieren können. Gut gemacht, PolitikerInnen!

Juhu! Weiter so! Ich such mir noch zwei Nebenjobs für diese Politik der Zuträger!


ist doch einfach zu verstehen Ihr seit Pleite

Pleitezeit

Re: ist doch einfach zu verstehen Ihr seit Pleite

80 % der türken wollen nicht in die eu wir brauchen nicht die eu aber wir wissen auch das die eu uns braucht ^^ :))))

Ausgerechnet Deutschland

hat mit die grössten Beträge bekommen. Und dann diese grosse Klappe, man sei der am stärksten belastete!

jezt geht euch der arsch auf grundeiss

ihr krigt von uns die rostoffe nicht mehr für den alten preis jezt müsst ihr zalen wie wir für euere ware die mit unserem rostof bei euch zusammen gebastelt war jezt müsst ihr bei uns kaufen

Woher kommt auf einmal die viele Geld?

Für Investitione,
für Bildung,
für Pensionisten,
für Arbeitslose,
für Schul- und Universitätesbauten,
für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs,
usw.
....ist nie genug Geld da.

Innerhalb weniger Stunden stehen auf einmal Mrd. für die Banke zur Verfügung?
Da stimmt doch etwas nicht!

Re: Woher kommt auf einmal die viele Geld?

Dieses Geld ist eingens für diesen Zweck "geschöpft", also erschaffen worden, indem sich die Staaten zusätlich mit diesem Betrag verschuldet haben.

Das groteske an der Sache ist nun, dass die Staaten sich für diese Rettungen bei genau denen zusätzlich verschulden mussten, die gerettet werden: Den Banken. Bleibt die Frage: Woher nehmen die Banken das Geld? Die haben doch auch keins mehr, sonst müssten sie ja nicht gerettet werden... Antwort: Sie erschaffen es bei der Kreditvergabe aus dem NICHTS, indem sie den Betrag einfach in einen Computer eintippen.

Klingt pervers? Ist aber so!

@ Systemsklave

Ist doch toll - oder?

So kann man doch auch noch im Staat selber das Geld für Investitionen erschaffen.
Am Computer eintippen und schon hat man 100e Mrd. für Modernisierung, Gesundheit und Pensionen...

Ja ein totes Pferd

zu reiten ist eben neben anstrengend auch kostspielig alleine die Bekämpfung des Verwesungsgeruchs verschlingt wie zu sehen ist Unsummen.

die reichen und finanzeliten werden durch die arbeitnehmer u hackler immer schneller reicher gemacht. die SPÖ geld-umverteilung richtung banken und eliten läuft wie geschmiert.. inkl sozialabbau bei den asvg pensionen;


insolvenzrecht für alle banken ....

sofort!

Re: insolvenzrecht für alle banken ....

davon halten die Rothschilds und Rockefellers nicht viel...wer soll denn dann die ganzen sinnlosen Kriege finanzieren???

Re: Re: insolvenzrecht für alle banken ....

richtig erkannt

Da die Banken

ja den Politikern beim zocken mit Steuergeldern helfen können die schwer NEIN sagen ,wenn sie gebeten werden.
Zahlen muss das Volk !!

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