Spaniens Premier warnt: 2013 wird noch härter werden

28.12.2012 | 20:42 |   (DiePresse.com)

Der konservative Premier Mariano Rajoy schloss für die Zukunft einen Hilfsantrag bei der EZB nicht aus. Spanien hat bereits bei der EU 39,5 Milliarden Euro für die Sanierung maroder Banken beantragt.

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Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat die krisengeschüttelte Bevölkerung des Euro-Landes Spanien gewarnt, das nächste Jahr werde im Zuge der Sanierungsmaßnahmen "noch schwieriger" als 2012 sein. Er verstehe vor dem Hintergrund von Rezession und einer Arbeitslosigkeit von über 25 Prozent zwar "die Ungeduld und sogar die Enttäuschung" der Spanier. Mit seinen Reformen und Sparmaßnahmen habe er aber den Bankrott des Landes verhindert, betonte der seit einem Jahr amtierende konservative Regierungschef am Freitag in Madrid.

"Ohne die Kürzungen würde das (Budget-)Defizit bei über elf Prozent liegen und die Situation wäre untragbar (...), wer würde uns dann Geld leihen?", sagte Rajoy im Regierungssitz Moncloa bei einer seiner seltenen Pressekonferenzen. Rajoy sprach die Hoffnung aus, Spanien werde ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wieder den Wachstumspfad einschlagen. Ob die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone dieses Jahr aber tatsächlich das mit den EU-Partnern vereinbarte Defizit von höchstens 6,3 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen wird, wollte der 57-Jährige nicht sagen.

Antrag bei EZB nicht ausgeschlossen

Ein Hilfsgesuch schloss Rajoy am Freitag für die Zukunft erneut grundsätzlich nicht aus. "Bisher hat die spanische Regierung einen solchen Antrag als nicht nötig betrachtet (...). Für die Zukunft können wir das aber nicht ausschließen", erklärte er in Anspielung auf den von der Europäischen Zentralbank (EZB) in Aussicht gestellten Ankauf von Staatsanleihen. Spanien hat bei der EU bereits Hilfskredite in der Höhe von 39,5 Milliarden Euro für die Sanierung maroder Banken beantragt.

Seit dem Platzen einer Immobilienblase kämpft Spanien mit einer schweren Wirtschaftskrise. Für 2012 erwartet die Regierung von Rajoy eine Rezession von 1,5 Prozent. Für das nächste Jahr geht man davon aus, dass die Wirtschaft um weitere 0,5 Prozent schrumpfen wird. Die EU und andere Organisationen sind pessimistischer und erwarten 2013 einen wirtschaftlichen Rückgang von 1,4 Prozent.

(APA/dpa)

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13 Kommentare

Außenminister Spindelegger will Schuldenländer aus dem Euroraum hinaus schmeißen

Warum macht er das nicht?

Bisher blieb es bei seiner Ankündigung.
Wann folgen die entsprechenden Anträge?

Spaniens Premier warnt: 2013 wird noch härter werden

es wird nicht mehr lange dauern bis Juan Carlos die Nase so gestrichen voll hat und alle zum Teufel jagt. Sie haben sein Land Spanien in die pleite gejagt. Die Politik in Spanien ist wie überall nur von Korruption -abzocke und Betrügereinen gekennzeichnet.
Juan Carlos macht schon die Verträge da andere scheinbar nicht mehr in der Lage sind.

Immer dieser böse Realismus!

Aber wir Österreicher freuen uns schon auf weitere 80 Milliarden Euro international-sozialistisch umverteiltes Steuergeld für die Südländer!

Stronach bitte kommen und diesen Irrsinn beenden!

Spanien und sein gefälschtes BIP

Diese Analyse zeigt auf, wieso alles vergebens sein wird. Man kann eben nicht auf Basis falscher Bilanzen sanieren. Unbedingt lesen!

http://de.scribd.com/doc/38465752/Spanish-GDP-Report

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Spanien - Endspiel Euro

In Spanien wird das Endspiel Euro stattfinden.

1800 Mrd. Euro Bruttoauslandsschulden, 1000 Mrd. Nettoauslandsschulden, über 25 % Arbeitslosigkeit, ein marodes Bankensystem, rückläufige Produktions- und Konsumzahlen, ein explodierendes Budgetdefizit, ein enormer Target 2 Saldo, eine riesige Kapitalflucht usw.

Spanien ist total überschuldet. Die Banken werden nur mehr über die EZB finanziert.

Spanien wird noch alle Rettungschirme ausplündern und dann aus dem Euro aussteigen. Zurück bleibt ein Schuldenberg.

Dann platzt dieses Pyramidenspiel aus Schulden. Das ist dann das Ende des Euros wahrscheinlich auch der EU.


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Re: Spanien - Endspiel Euro

Ergänzung zu Spanien:

Das Budgetdefizit wird laut www.querschuesse.de inklusive Bankenrettung bei rund 9,0 % liegen.

Der Staat gibt dort 100 Mrd. mehr aus als er einnimmt.

So funktioniert doch keine Währungsunion !
Spanien gehört sofort raus aus dem Euro !

Wer wird eigentlich gerettet?

Das Land bzw. die Bevölkerung oder jene Bankster, die in ihrem Kokainrausch diesen erbärmlichen Zustand erst hervorgrufen haben?

Lasst endlich

alle pleite gehen die Pleite sind.
Die Regeln der normalen Marktwirtschaft, müssen wieder gelten.
Jeder weiß wo der Sozialismus hin führt.

Ich will wieder meine soziale Marktwirtschaft zurück

und wenn der Millionär neben mir wohnt, 90% bezahlt ab 10 Millionen Euro ist mir das egal, dann hat er weniger Geld zum spekulieren.
Heute zu Tage darf man ja das nicht einmal denken.
Ansonsten ist man als Kommunist verschrien.

Re: Ich will wieder meine soziale Marktwirtschaft zurück

in Russland dürfen sie soviel denken wie sie wollen. :)

Noch härter?

Gegenüber wem?

Übersetzt heißt das:

WIR dürfen/müssen noch mehr unseres Steugeldes zur Sanierung der Schuldenländer abgeben.

Früher wurden die Mrd. im eigenen Land investiert und damit Wohlstand und Arbeitsplätze geschaffen.

Die Krise ist noch lange nicht überstanden und noch im alten Jahr kommt die erste Hiobsbotschaft


http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/511632_Vorschau-2013.html

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