"2012 war ein weiteres miserables Jahr für Europa"

08.01.2013 | 13:22 |   (DiePresse.com)

Die Arbeitslosenrate in der Eurozone hat ein neues Rekordhoch erreicht. 2013 werde sich nicht viel verbessern, sagt EU-Sozialkommissar Andor.

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Die Arbeitslosenrate in der Eurozone hat im November einen neuen Negativ-Rekord erreicht. Sie stieg auf 11,8 Prozent - um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Oktober -, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Österreich wies mit 4,5 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenrate EU-weit auf, gegenüber Oktober stieg die Quote ebenfalls um 0,1 Punkte.

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In der gesamten EU lag die Arbeitslosigkeit unverändert gegenüber Oktober bei 11,7 Prozent. Damit sind nach Schätzungen von Eurostat europaweit derzeit 26,1 Millionen Menschen ohne Job, davon 18,8 Millionen im Euroraum. Innerhalb eines Jahres ist die Arbeitslosigkeit in Europa damit drastisch gestiegen. Im November 2011 betrug die Rate noch 10,6 Prozent in der Eurozone und 10,0 Prozent in der EU.

Jugendarbeitslosigkeit dramatisch

Die höchsten Quoten verzeichneten im November Spanien (26,6 Prozent) und Griechenland (26,0 Prozent). Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit nach Österreich in Luxemburg (5,1 Prozent), Deutschland (5,4 Prozent) und den Niederlanden (5,6 Prozent).

Auch die Jugendarbeitslosigkeit stieg sowohl in der Eurozone als auch in der gesamten EU weiter an. Sie betrug im November EU-weit 23,7 Prozent und im Euroraum 24,4 Prozent. Die höchsten Quoten bei den unter 25-Jährigen meldeten Griechenland (57,6 Prozent) und Spanien (56,5 Prozent). Die niedrigsten Raten verzeichneten im November Deutschland (8,1 Prozent), Österreich (9,0 Prozent) und die Niederlande (9,7 Prozent).

"Ein weiteres miserables Jahr für Europa"

EU-Sozialkommissar Laszlo Andor hat angesichts dieser Zahlen und der sich verschlechternden sozialen Lage 2012 als "ein weiteres miserables Jahr für Europa" bezeichnet. Außerdem sei es "unwahrscheinlich, dass sich die sozioökonomische Situation in Europa 2013 wesentlich verbessern" werde, es sei denn, es gelinge, die Überwindung der Eurokrise glaubwürdig weiter voranzutreiben, sagte Andor am Dienstag in Brüssel.

Bei der Präsentation des Berichts "Überprüfung der Entwicklungen in den Bereichen Beschäftigung und Soziales in Europa" sagte Andor, nach fünf Jahren Wirtschaftskrise und einem erneuten Konjunktureinbruch 2012 erreiche die Arbeitslosigkeit Werte, die es seit rund 20 Jahren nicht mehr gegeben habe. Die Einkommen der Haushalte seien geschrumpft und Armuts- und Ausgrenzungsrisiko seien gestiegen, vor allem in den südlichen und östlichen EU-Staaten.

Schere im Euroraum geht weit auseinander

Im Euroraum gehe die Schere weiter auseinander. Am eklatantesten seien die Unterschiede zwischen den nördlichen und südlichen Staaten der Währungsunion. Im Jahr 2000 sei die Differenz bei der Arbeitslosenquote zwischen beiden Gebieten noch bei 3,5 Punkten gelegen, 2007 auf null gesunken, und bis 2011 auf 7,5 Prozent angestiegen. Auch außerhalb des Euroraums habe sich die Diskrepanz vergrößert, allerdings nicht so stark.

Beim Bruttorealeinkommen habe es von 2009 bis 2011 in zwei Drittel der EU-Staaten eine Schrumpfung gegeben. Die stärksten Rückgänge seien in Griechenland (minus 17 Prozent), Spanien (minus 8 Prozent), Zypern (minus 7 Prozent) sowie Estland und Irland (je minus 5 Prozent) gegeben. Dem stünden die nordischen Länder Deutschland, Polen und Frankreich gegenüber, wo aufgrund der Sozialfürsorgesysteme und der widerstandsfähigeren Arbeitsmärkte auch während der Krise das Gesamteinkommen weiter steigen konnte.

(APA)

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8 Kommentare

Also diese Miesmacher....!


1.) Die EU ist eine demokratisch legitimierte Organisation.

2.) Die EU sorgt für Wohlstand in Europa.

3.) Die EU garantiert soziale Sicherheit.

4.) Die EU begrenzt die Erderwärmung mit 2°C.

5.) Die EU ist demokratisch.

6.) In der EU können Menschen nach ihren Vorstellungen Leben.

7.) Die EU ist konkurrenzfähiger als die USA und hat weniger Arbeitslose.

8.) Der EURO garantiert die optimale Wohlstandsverteilung in Europa.

9.) Durch den EURO werden alle EU-Bürger reicher.

10.) Durch den EURO haben die Österreicher einen tausender mehr an Geld zur Verfügung.

11.) Im EURO-Raum können wir locker Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal finanzieren (wir, das sind Deutschland, Holland und Österreich).

12.) Es ist gerecht, dass Slowaken und Esten mit 400,- Euro Monatslohn griechische Beamte mit 3.000,- Euro Monatslohn mit ihrem Steuergeld unterstützen.

Weitere Lügen und Unwahrheiten hören Sie aus den Nachrichten der EU-Kommission und von sogenannten "europafreundlichen" Politikern wie Spindelegger und Faymann.

Bittere Zukunft

... für Österreich und Deutschland. Prof. Schachtschneider über den undemokratischen Euro und dessen Konsequenzen.

Diese Interview unbedingt anschauen:

http://www.homment.com/E8xbiSkwfJ

Wen wunderts?

Solange wir Rettungsschirme nur dafür spannen, damit Banken weiterhin nur heiße Luft produzieren können, wird es sicher nicht besser.

Solange wir Sparpakete und Steuererhöhungen zu stimmen, damit Rettungsschirme für Banken gespannt werden können, solange wird es nicht besser.

Solange solch Leute wie Schäuble in Europa Volkswirtschaften ins Unglück stürzen können solange wird es nicht besser.

Solange wir Abgeordnete haben, die nicht einmal verstehen, dass sie mit ihrem Kadavergehorsam ihrer Partei gegenüber Staaten finanziell ruinieren, solange wird es nicht besser.

Solange wir unsere noch bestehenden Sozialsysteme für unproduktive Zuwanderer ausweiten, solange wird es nicht besser.

Und 2013 wird noch miserabler!


Aufschwung!

damit wieder alle mit unserem Geld wild spekulieren können, darauf warten sie. Man müßte fast hoffen daß es schief geht!

Ein Erfolg des einnahmenseitigen Sparens!

Die Abgabenquoten steigen in ganz Europa auf neue Rekordwerte um die irren Staatsausgaben, irre 5.000 Mrd. pro Jahr in der Eurozone, finanzieren zu können. Es geht dabei um die Finanzierung der riesigen geschützten Bereiche (Geringsleistung), den Förderwahnsinn (korrupter Versuch sich Leistungen kaufen zu wollen) und dem Frühpensionswahnsinn (Nullleistung). Dazu kommt noch der Druck durch die Staatsschulden, welche aber inzwischen von der EZB mit negativen Realzinsen keine Belastung für die Länder darstellen.

Die Finanzierung diese Wahnsinns ist gewollt und gesetzlich geregelt. Es nimmt aber inzwischen so viel von den Menschen der Realwirtschaft (Unternehmen), dass sich die Realwirtschaft zurück entwickeln musste. Wenn sich die Realwirtschaft aber zurück entwickeln muss, dann gehen doch logischerweise Arbeitsplätze verloren. Die öff. Finanzen erlauben doch, trotz irrer Abgabenquoten, keine Aufstockungen beim Personalstand.

Europa wurde schon fast perfekt hergerichtet um in eine herrliche Depression zu gleiten.

Planwirtschaft ist immer Mangelwirtschaft!

Arbeitslose

Die Quote wird noch steigen, nachdem wir einen Großteil der Industreproduktionen aus der Hand geben (China,Indien etc) und mit der Innovationskraft der Amis nicht mithalten können.

Re: Arbeitslose

und unser bundestaxler zusammen mit seinem vizedalmatiner oder malteser erzählen uns laufend wie reich wir sind !! wir haben die höchste arbeitslosigkeit aller zeiten !!! von reformen k e i n e rede !! für die nächsten wahlen schwant beiden böses und somit werden jetzt die posten aufgeteilt und einbetoniert.

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