Griechenland-Krise: Tsipras blitzt bei Schäuble ab

14.01.2013 | 18:21 |   (Die Presse)

Athens Oppositionschef Alexis Tsipras traf den deutschen FinanzministerWolfgang Schäuble, fand bei ihm aber kein Verständnis für seine Forderungen nach einem Ende der Sparpolitik.

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Berlin/Ag. Es war keine freundschaftliche Begegnung: Nach einem Treffen des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble mit dem Chef der linken Opposition in Griechenland, Alexis Tsipras, gestanden beide ihre unüberbrückbaren Differenzen ein. Während Tsipras, der auf das Gespräch in Berlin gedrängt hatte, darauf hinwies, dass der strenge Sparkurs in Griechenland und ganz Europa gescheitert sei, wies Schäuble auf die „Alternativlosigkeit“ der Sparpolitik hin. Athen könne nur in der Eurozone bleiben, wenn es das Reformprogramm erfolgreich umsetze.

In Griechenland gilt Schäuble – wie Bundeskanzlerin Merkel – als Hauptverantwortliche für den harten Sparkurs, der zu Rekordarbeitslosigkeit, aber auch zu besseren Haushaltszahlen geführt hat. So hatte Tsipras Merkel im November vorgeworfen, sie verfolge den Plan eines deutschen Europa. Griechenland solle in eine „Schuldenkolonie und der europäische Süden in eine Billiglohnsonderwirtschaftszone verwandelt werden“. Die linksradikale Syriza ist die stärkste Gegenspielerin des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras. Dass sich Schäuble Zeit für den griechischen Oppositionschef nahm, hängt auch mit der schwer vorhersehbaren politischen Entwicklung in Griechenland zusammen. Syriza hat sich zu einer der stärksten Kräfte entwickelt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.01.2013)

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2 Kommentare

Abblitzen lassen?

Wir werden noch sehen, wer hier zuletzt das Sagen hat. Wenn dieser Grieche an die Macht kommt, dann wird Schäuble und die kommunistische Jugendsekretärin für Prop und Agitation den Deutschen erklären müssen, wer jetzt die vielen zig Milliarden € zahlt. Denn Griechenland wird das sicher nicht tun.

Die politische Entwicklung Griechenlands

Ja, unvorhersehbar, wirklich. Ähnelt sehr der Situation in 1967, als die Militärs eingeschritten sind.

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