Griechenland: "2013 wird das Jahr der Privatisierungen"

Der griechische Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis sieht "zarte Anzeichen dafür, dass dieses Jahr die Wende sein wird."

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Die griechische Regierung will den Verkauf von Staatsbetrieben in diesem Jahr vorantreiben. "2013 wird das Jahr der Privatisierungen", sagte Wirtschaftsminister Kostis Hatzidakis in einem Interview mit "Zeit Online". Derzeit stehen drei staatliche Konzerne zum Verkauf: die Flüssig-und Erdgasfirmen Depa und Desfa sowie der Ölkonzern Hellenic Petroleum. Verkauft werden soll zudem die Glücksspielgesellschaft Opap.

Athen hatte bereits vor zwei Jahren ein großes Privatisierungsprogramm ausgerufen, das 50 Milliarden Euro einbringen soll. Bisher nahm der Staat aber nur 1,4 Milliarden Euro ein. Der Verkauf der Postbank war vergangene Woche gescheitert - mangels Käufer.

"Europa oder der Abgrund"

„Ich sehe jedoch erste zarte Anzeichen dafür, dass dieses Jahr die Wende sein wird", so Hatzidakis. Der Politiker der konservativen Partei Nea Dimokratia, kündigte im Interview außerdem Steuersenkungen "im Laufe der nächsten Jahre" an. Die aktuellen Steuererhöhungen seien Griechenland von der Troika aufgezwungen worden. Hatzidakis betonte, dass er die Regierung für stabil halte. Denn die Parlamentarier würden wissen, wie die die Konfliktlinie lautet: "Europa oder der Abgrund."

(APA/AFP/Red.)

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