Schäuble: "Konjunkturprogramm macht wenig Sinn"

21.01.2013 | 08:45 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Finanzminister schließt für sein Land ein schuldenfinanziertes Programm aus. Er glaube nicht, dass Frankreich in die Krise stürzen könnte.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

In Deutschland wird es weder ein Konjunktur- noch ein neues Sparprogramm geben. "So ist es. Wir gehen weder in das eine noch in das andere Extrem, sondern handeln maßvoll", antwortete Finanzminister Wolfgang Schäuble in einem am Montag veröffentlichten Interview der "Süddeutschen Zeitung" und der französischen Tageszeitung "Le Monde" auf eine entsprechende Frage. Die deutsche Regierung unterstützte das Wachstum durch maßvolles Sparen. Schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme könnten nur in Krisenzeiten eine Ausnahme darstellen. In einer Staatsschuldenkrise machten sie aber wenig Sinn.

Schäuble wies Befürchtungen zurück, auch Frankreich könnte in eine Schuldenkrise abgleiten. "Mein Vertrauen in Frankreich ist groß. Frankreich ist ein starkes Land, das seine Probleme lösen wird", sagte er. Er wünsche sich im Übrigen, dass beide Länder bei der Harmonisierung ihrer Steuersysteme noch schneller vorankämen. Was Europa angehe, so würde er begrüßen, wenn es "ein wenig schneller" zu einer Währungs-, Haushalts- und Steuerunion kommt als vom früheren französischen Staatspräsidenten Valery Giscard d'Estaing gefordert worden war, der einmal dafür das Jahr 2030 genannt hatte.

Schäuble äußerte sich im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Elysee-Vertrages, der die deutsch-französische Freundschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begründete.

(APA/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare

Steuerunion...

mir wird schlecht.

Wie wär's mit mehr Steuerwettbewerb! Ein bisschen Druck zum Sparen und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit wären die positiven Folgen.

Re: Steuerunion...

genau die Löhne runter!!!
dann sind wir gleich viel wettbewerbsfähiger!

Re: Re: Steuerunion...

die Löhne sollte der Markt festsetzen, dann gibt es keine Arbeitslosigkeit mehr. Voraussgesetzt, dass der Staat auf ein absolutes Minimum reduziert wird, und die Steuern auf Arbeit abgeschafft werden.
Dann hätten wir weltweit die höchsten Reallöhne.

Wenn ein schwarzer damit beginnt

Die souveränität an Brüssel abzugeben, dann wird es Zeit das das Volk aufwacht.
Konjunkturprogramme (bisher ist dast alles passiert was er verneient hat) und Schuldenerlaß für GR, man könnte Angst und Bang vor der nächten Wahl haben.

Umfrage

  • Sollen in Wien Tourismuszonen für den Handel eingerichtet werden?
  • Ja
  • Nein
  • Ist mir egal

» Jetzt unter mehr als 6.000 Jobs
die perfekte Stelle finden.

AnmeldenAnmelden