'Euro-Aufwertung ist Zeichen für Rückkehr des Vertrauens'

07.02.2013 | 17:38 |   (DiePresse.com)

EZB-Präsident Mario Draghi erwartet eine Erholung der Konjunktur in der Eurozone. Die starke Euro-Aufwertung will die Zentralbank genau beobachten.

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EZB-Präsident Mario Draghi rechnet mit einer Erholung der Konjunktur in der Eurozone im Laufe dieses Jahres. Anfang 2013 bleibe die Wirtschaft im Währungsraum noch schwach, sagte Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Danach sei mit einem allmählichen Anziehen der Konjunktur zu rechnen - nicht zuletzt, da die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank die Erholung stütze. Zuvor hatte der EZB-Rat den Leitzins für die 17 Euro-Länder wie an den Finanzmärkten erwartet bei 0,75 Prozent belassen (mehr dazu ...).

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Die jüngste Aufwertung des Euro macht der EZB noch keine Sorgen. "Die Aufwertung ist ein Zeichen der Rückkehr des Vertrauens in den Euro", sagte Zentralbank-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Allerdings deutete er an, den Wechselkurs genau zu beobachten: "Wir wollen sehen, ob die Aufwertung nachhaltig ist und ob sie unsere Einschätzung der Risiken für die Preisstabilität ändert."

Der Euro hatte in den vergangenen Monaten massiv aufgewertet - auch infolge einer sehr lockeren Geldpolitik in Japan und den USA. Deshalb hatte Frankreichs Staatspräsident François Hollande für eine aktive Wechselkurspolitik geworben (mehr dazu ...). Die Forderung nach einem politisch gesteuerten Wechselkurs stößt vor allem in Deutschland auf Ablehnung. Draghi betonte, Wechselkurse seien kein Ziel der Notenbank. Die aktuellen Kurse bewegten sich in der Nähe der langfristigen Durchschnittswerte.

Weitere Lockerung der Geldpolitik?

Die Gemeinschaftswährung fiel nach der Pressekonferenz von Draghi auf ein Tagestief von 1,3369 Dollar Dollar nach 1,3522 Dollar am Vorabend. "Draghi erwartet offenbar durch den Anstieg des Euro-Wechselkurses eine dämpfende Wirkung auf Wachstum und Preise", kommentierte EZB-Experte Michael Schubert von der Commerzbank. Nach Einschätzung des Experten Christian Schulz von der Berenberg Bank sind die Aussagen von Draghi als eine "sanfte verbale Intervention gegen einen zu starken Euro-Wechselkurs" zu verstehen.

"Am Markt spekulieren einige, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik möglich sein könnte", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Auch die Aussage, dass die Inflation unter zwei Prozent fallen dürfte, spreche nicht gegen eine weitere Lockerung. "Wir sehen aber trotzdem noch keine Hinweise darauf, dass die EZB schon in der nächsten Sitzung die Zinsen senken wird", so Wortberg.

(APA/Red.)

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11 Kommentare

Schönes Signalphoto mit Finger im Gesicht

Damit die Brüder auch ja nicht vergessen für wen dieser Typ arbeitet.

Vertrauen

heißt hier eher die Hoffnung auf schnelle Day-Trading Gewinne. Warten wir die Italien-Wahl ab. Je nachdem wie die ausgeht, dann kommt Pepp ins Jahr 2013 und wenn nicht nach diesen Wahlen, dann wenn wir von Frankreich hören.
Hollandes Saga vom starken Euro, der die wirtschaft schwächt (kann man die französische Wirtschaft noch schwächen?) ist für mich bereits die Ankündigung der Leitzinssenkung.

Warum steigt der Euro?

Weil andere Länder noch mehr Geld drucken als Europa-so einfach ist das! Kein Vertrauen sondern der Einäugige ist unter den Blinden zur Zeit König und trotzdem wird der Abverkauf beginnen! Spätestens dann wenn China das restliche Gold der Welt aufgesogen hat....

die EZB hat ihren Sitz in Frankfurt

Damit setzte die EU ein Signal, die stabile Währungspolitik der deutschen Bundesbank fortzusetzen.
Und diese Währungspolitik ist trotz allem auf den Hausherrn Deutschland zugeschnitten, obwohl bereits zwei deutsche Bundesbänker die EZB aus Protest verlassen haben.


Naja, da haben wir wieder den Konflikt .....


....der Club Med inkl. Frankreich will einen weichen Euro...

....der Rest einen starken Euro, der inflationsdämpfend ist.

Warten wir ab, wer sich durchsetzt.

Re: Naja, da haben wir wieder den Konflikt .....

Wahrscheinlich wird der Club Med das Rennen machen. Man braucht doch nur in die kürzere Vergangenheit schauen und schon weiß man, wer in der Euro-Politik das Sagen hat. Der Club Med braucht einen schwachen Euro für den Export, das ist nun einmal Fakt, zum Leidwesen der stabilen Länder.

Re: Re: Naja, da haben wir wieder den Konflikt .....

Ich denke es war so geplant. Am Ende heißt es Deutschland, Finnland und eventuell Österreich und Holland gegen den Rest und in erster Linie geht es darum Deutschland zu "beschäftigen".

Naja ....

Da gerade alles Geld von Europa in Japan veranlagt wird , wird dieser unlogische Höhenflug bald vorbei sein . Aber sonst gehts der EU ja gut ......

Augen aus wisch



aber mit uns doch nicht, Draghi-Goldmännchen !

tja

ha ha ha selten so einen bloedsinn gelesen ha ha ha

Euphemismus

Die Wahrheit ist: Not schlägt Elend. Gegen Yen und USD kann selbst der Euro einen Stich machen. Gegen wirkliche Währungen wie den Schweiz. Franken hingegen nicht. Es gibt da ein Sprichwort: Unter Blinden ist der Einäugige König. Er ist aber deswegen doch nur einäugig. Also kein Grund zum Jubeln. Hingegen ein Grund zum Jubeln für die PIIGS. Sie verdienen an der inneren Repression.

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