Neuer Schuldenschnitt für Athen möglich

17.02.2013 | 13:35 |   (DiePresse.com)

Voraussetzung wäre, dass Griechenland keine neuen Schulden mehr macht und einen primären Überschuss erwirtschaftet. Die Eurozone hätte das im November beschlossen.

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Die Überlegungen der internationalen Helfer über einen möglichen neuen Schuldenschnitt sind nach Angaben aus dem griechischen Finanzministeriums schon länger im Gespräch. Voraussetzung für eine solche Maßnahme wäre aber zunächst, dass Griechenland keine neuen Schulden mehr mache und einen sogenannten primären Überschuss - ohne Berücksichtigung des Schuldendienstes - erziele, sagte ein hoher Beamter des griechischen Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Dies sei bereits am 27. November 2012 von der Eurogruppe beschlossen worden. Die Forderung Athens sei nicht neu.

Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras hatte am Freitag im Parlament erklärt, dass es einen neuen Schuldenschnitt geben werde, wenn Griechenland seine Aufgaben erfülle. Der "Bild"-Zeitung (Samstag) sagte Stournaras dazu: "Ich sage lediglich das, was seit November klar ist: Wenn Griechenland erfolgreich einen Überschuss erwirtschaftet, werden die EU-Länder über neue Maßnahmen nachdenken, um die griechischen Schulden zu reduzieren."

Öttinger: "Griechenland muss Arbeit machen"

Von einem möglichen neuen Schuldenschnitt unter der Voraussetzung, dass Griechenland sein Stabilisierungsprogramm in die Tat umsetzt, hatte auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger im staatlichen griechischen Fernsehen (NET) am Freitag gesprochen. Schulden in Höhe von 180 bis 190 Prozent des Bruttoinlandsproduktes seien langfristig nicht tragbar. "Ich glaube, wir sollten über einen Schuldenschnitt sprechen, wenn Griechenland seine Arbeit macht", hatte Oettinger gesagt.

(APA/dpa)

 
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25 Kommentare
 
12
erxxich
18.02.2013 22:19
0

EU der Vertragsbrüche

Lissabonvertrag besagt, daß ein Staat keine Hilfe von anderen Staaten bekommt !!!
-
Die TATSACHE : Zig Millionen zu den PIGS (allen voran Griechenland) und EMS !!!!

Lisa L
17.02.2013 20:56
3

volksbefragung

Das ist ein echtes Thema für eine Volksbefragung! Volksabstimmung müsste gemacht werden. Hier geht's um die zukunft unserer kinder!

Antworten wirneue
17.02.2013 21:19
0

Re: volksbefragung

nein, bitte vorher sollen die anderen parteien gefragt werden, warum uns nur die spö schützt und die anderen nicht. schützt uns jemand vor diesen schulden? die kinder sollen ohnehin auswärts künstlich gemacht werden, ist daher keine zukunftsfrage. und griechenland darf uns nichts angehen, weil es (psssst) ein bankenproblem ist.

Antworten Antworten asuscore
18.02.2013 09:19
0

Re: Re: volksbefragung

ist ( leider ) kein bankenproblem mehr. die haben ihre papiere bereist teilweise schneiden müssen und den erbärmlichen rest haben die famosen Eurotiker-regierungen übernommen. das fällt unsd im lauf des kommenden jahrzehnts auf den kopf. und nachdem die griechen immer mehr geld braucvhen werden, solange sie im € gehalten werden, geht das wahrtscheinlich ewig weiter.

ich wette, dass GR spätestens im Juni wieder um 30 Mia. bettelt.....

Antworten Antworten Füchslein
18.02.2013 08:54
1

Re: Re: volksbefragung

Wovor schützt uns die SPÖ? Vor Schulden?

Groo
17.02.2013 20:44
4

Hat Faymann im Namen aller Österreicher die griechischen Staatshaftungen übernommen?!


makaberich
17.02.2013 20:15
3

Es geht erst los ...

... wenn wir den Grinsekanzler und das fleischgewordene Kostümjäckchen wiedergewählt haben.

makaberich
17.02.2013 20:13
1

Hahaha ... die Lügerei geht wieder weiter ...

Zypern muss gerettet werden, weil dort griechische Banken involviert sind und im Fall der Pleite Griechenlands wieder mal gerettet werden muss (der Deutsche Vertreter in der EZB im ARD).
Ausserdem sinds nicht 8 sondern 17 Milliarden.
Warum erfahre ich das nicht aus den österreichischen "Qualitätsmedien"?

Manuel99
17.02.2013 20:11
3

Der zweite von weiteren Schuldenschnitten wird 2013 oder 2014 kommen (müssen).

Es müßte allerdings schon jeder wissen. Daher muss man sich dei Frage stellen weshalb SPÖ und ÖVP sowie die Grünen noch über die 5 % Hürde kommen, weil sie ja dafür sind?
Warum wird für Frauenrechte und Homoehe oder Freiheit für Tibet demonstriert oder gegen Gewalt gegen Rechts auf die Barikaden gegangen wenn im Grunde bereits klar ist was bevorsteht?
Es gäbe wirklich wichtigeres!

Antworten wirneue
17.02.2013 21:12
0

Re: Der zweite von weiteren Schuldenschnitten wird 2013 oder 2014 kommen (müssen).

Brot und Spiele hiess es früher, Förderungen und politisches Eventmanagement heisst es heute. Häuslbauer, Trachtenverein, Keller-theater, Rathausplatz u.v.a. - wir alle sind für uns da da da. Wir -die Politik - sind immer für euch, die Kleinen, da, und wir schauen auch mit eurem Geld auf euch, a u c h auf euch.

Novaris
17.02.2013 19:49
5

Das böse Erwachen wird kommen

Nachdem die privaten Gläubiger überwiegend "aus dem Schneider" sind, geht es nun um einen Forderungsverzicht bei den öffentlichen Gläubigern (EZB, IWF, EU und andere öffentliche "Retter").
Die Verluste werden aber wohl vor der BT-Wahl 2013 in Deutschland nicht genau beziffert werden -- die schlafenden Wähler könnten sonst vorher unsanft erwachen. Das Erwachen soll erst nach der Wahl kommen. Spätestens jedoch bei den zu erwartenden Steuererhöhungen und den Einschnitten ins soziale Netz !!!

Antworten engel
18.02.2013 13:44
0

Re: Das böse Erwachen wird kommen

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Genau so ist es! Jetzt geht es richtig los. Alle Beteiligten werden in den Schuldensumpf miteingezogen. Griechenland war die Wiege der europäischen Zivilisation, jetzt könnte aber zu ihrem Sarg werden.

achill
17.02.2013 19:27
2

"Schuldenschnitt?"

=KonkursVerschleppungsschritt - und ZahlerVerarschung.

Antworten Lisa L
17.02.2013 21:01
0

Re: "Schuldenschnitt?"

Der konkurs gehort abgewickelt. Sämtliches Kapital im Ausland beschlagnahmt!

Hahmann
17.02.2013 18:45
6

Der Schuldenschnitt kommt! Während uns unsere „Bollitika“ in Berlin und anderswo immer noch weismachen wollen, dass wir Griechenland und den anderen ESM-Staaten ja nur Geld leihen, ist man in Athen längst weiter.

Griechenlands Finanzminister Yannis Stournaras hat sich gerade verplappert und dabei mehr als nur durch die Blume deutlich gemacht, dass man nicht im Traum daran denkt, seine Staatsschulden jemals zurück zu bezahlen.

Dies gilt erst recht, wenn das dumme Ausland als Gläubiger in Erscheinung tritt, und man sich nicht mit den eigenen „oberen Zehntausend“
(zu denen die Politikerfamilien ja sämtlich gehören) befassen – und ins eigene Fleisch schneiden – muss.

Griechenlands Finanzminister Yannis Stournaras hat einen neuen Schuldenschnitt für sein krisengeplagtes Land angekündigt und damit die internationalen Geldgeber des Landes brüskiert. “Wir werden einen Schuldenschnitt für Griechenland haben. Das ist beschlossene Sache”, sagte er im Athener Parlament nach Angaben der Agentur dapd im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage der radikal-linken Syriza. Die Eurogruppe hatte im Dezember jedoch bloß vereinbart, dass man “weitere Maßnahmen prüfen wird, um die Schuldentragfähigkeit zu verbessern”, sofern dies ab 2014 notwendig sein sollte.

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Athen-kuendigt-Schuldenschnitt-an-article10137986.html
http://www.pi-news.net/2013/02/also-doch-griechen-kundigen-schuldenschnitt-an/#more-306642
http://www.jungefreiheit.de/
Die Transferunion ist perfect ...

Hubertine
17.02.2013 18:26
8

Was wurde beschlossen?

Davon wissen wir aber nichts. Das steht auch nicht im Kommunique. Weiß das der österr. Nationalrat? Gibt es darüber einen parlamentarischen Beschluß? Seltsam. Haben uns der Taxifahrer und das ministerielle Tratschweib etwa betrogen oder nicht die ganze Wahrheit gesagt. Wir sollten dem griechischen Finanzminister für seine Aufrichtigkeit dankbar sein.

Antworten Freier-Wähler
17.02.2013 19:02
4

Re: Was wurde beschlossen?

wir werden leider noch viel viel mehr zahlen müssen von dem wir jetzt noch nichts wissen

wirneue
17.02.2013 18:05
6

immer wieder

Transparenz ist nicht gefragt, Aufrichtigkeit ist nicht gefragt, verständliche Information der Bevölkerung wird nicht erbracht.
Und die sogenannte griechische Frage ist natürlich ein Feigenblatt für viele andere volkswirtschaftliche Probleme, wo-siehe oben- Transparenz, Aufrichtigkeit, Information tunlichst vermieden werden. Auch hierbei gilt: die Wahrheit ist zumutbar!

sepp4
17.02.2013 17:21
7

Danke

Frau Fekter für das gute Geschäft mit Griechenland!

Antworten Freier-Wähler
17.02.2013 19:09
6

Re: Danke

ja Frau Fekter, bitte mehr! damit wir endlich richtig Geld scheffeln können,
und wenns danebengeht (und das wird es mit Sicherheit) zahlen eben unsere Kinder und Enkelkinder,
Hauptsache wir hatten unseren EURO, die Südländer ihren trügerischen Wohlstand und sie Frau Fekter ihre luxus Dienstreisen,
danke

Der Schärdinger
17.02.2013 16:59
5

Der Schärdinger

Gehts wieder los. Lang war ja nicht Ruhe!

cs745
17.02.2013 15:25
1

die deutschen banken sind versorgt

jetzt ist es also soweit was schon vor jahren passieren hätte müssen

Blitzky
17.02.2013 15:17
9

Was für Griechenland Recht ist, sollte für Spanien billig sein....

Spanien spart sich zu Tode und zahlt sogar noch für die Griechen mit...... Das nennt man gelebe Solidarität.
Es lebe das Friedensprojekt namens EU!!!!!

HaBeclin
17.02.2013 14:02
6

Neuer Schuldenschnitt für Athen möglich

schneidet mal wieder.
Die Griechen wandern alle aus. Übrigbleibt das Parlament und die korrupten Beamten und alte Leute und die Kranken.
Die Bauern verschenken ihre Produkte an die hungernde Bevölkerung.
Ersparnisse der Bevölkerung gibt es keine mehr. Die Lebensmittel kann sich keiner mehr leisten.
Politiker reden vom Schuldenschnitt.
Es gibt ein großes Problem. Nämlich die alte Nomenklatura die für das verantwortlich ist wie es derzeit dort ausschaut.
Niemand kann sich das richtig vorstellen. Nicht nach dem Krieg haben wir so gehungert wie es dort der Fall ist.
Das hat nichts mehr mit sparen zu tun. Sparen heißt sich trotzdem das Notwendigste zum Leben noch leisten zu können.
Dieser Punkt ist dort schon längst überschritten.

Antworten Füchslein
17.02.2013 17:50
6

Re: Neuer Schuldenschnitt für Athen möglich

Mit Sparen hat das wahrlich nichts zu tun. Sparen heißt, sich etwas für schwere Zeiten auf die Seite legen. Aber die Griechen denken nicht ans Sparen. Seit Jahren leben sie von dem was andere erspart haben.

 
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