Wirtschaftsweise: Zu früh für Entwarnung in Euro-Krise

20.02.2013 | 11:53 |   (DiePresse.com)

Die Wirtschaftsweisen betonen, dass die derzeitige Ruhe rund um die Euro-Krise durch die EZB erkauft wurde.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Ungeachtet der Beruhigung an den Finanzmärkten ist Deutschlands führender Wirtschaftsweiser Wolfgang Franz gegen eine Entwarnung in der Euro-Schuldenkrise. "Es wäre riskant zu sagen, dass wir die Krise schon hinter uns haben", betonte der Chef des Mannheimer ZEW-Instituts am Mittwoch in Berlin. Die Ruhe sei weitgehend durch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB) erkauft worden, unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfenden Staaten mit Staatsanleihenkäufen unter die Arme zu greifen.

Die EZB begebe sich hier auf "einen sehr gefährlichen Weg", der sie in die Nähe der Staatsfinanzierung führe. "Sie sollte schnellstmöglich aus dieser Sache heraus", forderte der Chef der Wirtschaftsweisen.

"Vorsicht bei Italien und Zypern"

Auch mit Blick auf die vor Wahlen stehenden Euro-Staaten Italien und Zypern sei Vorsicht geboten, bereits Entwarnung in der Krise zu geben, betonte Franz. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger mahnte ebenfalls, die Krise sei in der Güterwirtschaft der Euro-Zone noch lange nicht ausgestanden. "Die harten Daten für die Realwirtschaft sehen nicht gut aus. Dort stecken wir noch mitten drin in der Krise."

 

(APA/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

11 Kommentare

Ja unter dem Misthaufen EU

brennt es noch gewaltig ,es braucht noch ein etwas mehr Wind aus Spanien und Italien damit er endlich zu Asche wird.

Eurokriese und was nun??

Es wird betrucktes WC-Papier, hin und her geschoben und man Glaubt damit die Krise zu bewältigen. Was it Geld eigentlich???:
Geld ist die Bestätigung für geleistete geistige oder manuele Arbeit. Mit diesen Leistungsscheinen, Geld genannt, kann man am Warenmarkt, nach freier Wahl Güter jeglicher Art kaufen. Alles Andere was zur Zeit mit dem Geld geschied ( Zins und Zinseszins usw.) Ist ein Betrug an der arbeitenden Menschheit. Der Mißbrauch des Geldes, ist die Ursache, der derzeitigen Ktise.

Re: Eurokriese und was nun??

Vor dem endgültigen Untergang wird noch schnell das Bargeldverbot so wie in Italien auf 500€ gesetzt wenn möglich Europaweit.
Und dann wird die Katze aus dem Sack gelassen welche Inflation heist.
Damit entschuldet sich der Staat elegant auf Kosten der Bürger die etwas Geld gespart haben.

war klar,

...als der nowotny sagte, dass die krise vorbei sei...

naja, wenn der nowotny was sagt...

Re: war klar,

Das hat ihm der H.Fischer und der Faymann verraten .

Loch-auf-Loch-zu-Politik

Wie soll es da jemals eine Entwarnung geben können?

Das sehe ich ähnlich

Zum Beispiel steigen die Aktien ohne dass sie die Werte der Unternehmen verbessern

Re: Das sehe ich ähnlich

mit anderen Worten: Betrug

Re: Re: Das sehe ich ähnlich

Eher "Blase" hätte ich gemeint.

Bei den europäischen Banken schlummern mehr als 2.000 Milliarden faule Kredite


In den "Bilanzen" der Banken, die jede Bilanzwahrheit vermissen lassen, werden nur scheibchenweise die Verluste offenbart. Die Bank"bilanzen" verdienen durchaus die Bezeichnung"Klopapier-Bilanzen"

Die Euro-Krise ist nicht nur nicht vorüber, sondern sie wird täglich größer; die Schuldenstände der Staaten zeigen dies ganz deutlich.

Re: Bei den europäischen Banken schlummern mehr als 2.000 Milliarden faule Kredite

Und jetzt auch noch das, siehe Link. Da kommt noch zusätzlich neuer Sprengstoff auch auf uns zu. http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-zur-eurokrise-neues-milliarden-euro-risiko-fuer-deutschland/7806102.html

Umfrage

AnmeldenAnmelden