Krankmacher Eurokrise: EU leugnet Sparpolitik-Folgen

27.03.2013 | 10:53 |   (DiePresse.com)

In Europa können sich immer weniger Menschen einen Arztbesuch leisten, zeigt eine Studie. Die EU ignoriere das Problem, lautet der Vorwurf.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Gesundheitsexperten haben den Politikern in Europa vorgeworfen, die Folgen der jüngsten Sparprogramme auf die Gesundheit ihrer Bürger zu leugnen. Die tiefen Haushaltseinschnitte und steigende Arbeitslosigkeit führten unter anderem zu fallenden Einkommen, weswegen weniger Menschen zum Arzt gingen oder sich Medikamente kauften, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". Als Folge davon habe sich seit 2007 der langfristige Rückgang bei Selbstmorden umgekehrt.

Besonders in Griechenland sei es zu besorgniserregenden Ausbrüchen von Krankheiten wie Aids und sogar Malaria gekommen. Die gestiegene Zahl an HIV-Neuinfektionen unter Drogenabhängigen ist eine direkte Folge des Stopps des staatlichen Programms, das Drogenkonsumenten mit sterilen Injektionsnadeln versorgt. Die griechischen Krankenhäuser kämpfen laut Studie darum, die medizinischen Mindeststandards zu halten. Die Zahl der Selbsttötungen war 2011 laut Regierungsangaben im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen.

Gesundheitsvorbild Island

Es gebe ganz klar das Problem, dass die Folgen der Sparprogramme für die Gesundheit geleugnet würden, erklärte der Leiter der Untersuchung Martin McKee von der European Observatory on Health Systems and Policies. "Die Europäische Kommission ist per Abkommen dazu verpflichtet, die Auswirkungen ihrer Politik auf die Gesundheit zu prüfen", sagte er. Bisher sei dies bei den Sparprogrammen jedoch nicht geschehen. McKee verglich das Verhalten der Kommission und der einzelnen EU-Staaten mit Verschleierungstaktiken der Tabak-Industrie.

In der Studie wird das Vorgehen Islands als Alternative bezeichnet. Dort hätten die Bürger in einem Referendum harte Einschnitte abgelehnt. Es sei weiter in staatliche Dienste investiert worden. Entsprechend hätten in der Studie keine negativen Folgen der Krise für die Gesundheit nachgewiesen werden können.

Die Studie wurde unter anderem vom Europäischen Observatorium für Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik, einem Partner der Weltgesundheitsorganisation, erstellt.

(APA/Reuters)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

185 Kommentare
 
12 3 4 5

Die EU bräuchte noch in allen anderen sozialen Bereichen Studien

damit auch sie begreift dass so die EU bald zerfallen wird - wenn es keine Union der BürgerInnen ist.

Der Euro und zwar vor allem dieser Euro mit den nicht in den Euroraum passenden Ländern,

ist an vielem Schuld, jedoch die Situation in Zypern, ist ähnlich wie die in Spanien, vor allem eine Bankenkrise.

Korrupte, unfähige und höchstwahrscheinlich auch kriminelle zypriotische Banker (derzeit laufen schon Untersuchungen) haben, selbst dann als klar war, dass Griechische Anleihen nicht mehr bedient werden können, massenweise griechische Schrottpapiere von deutschen, englischen und französischen Banken aufgekauft. Wen wundert es, dass sie jetzt pleite sind.

Eine Frechheit ist es allerdings, dass auch wir Steuerzahler über die EZB- Hilfen indirekt wieder dafür mitbelastet werden.

Re: Der Euro und zwar vor allem dieser Euro mit den nicht in den Euroraum passenden Ländern,

warn in spanien und irland vorrangig deutsche investoren!

und in der freien Marktwirtschaft geht man pleite!

Wer hier eingreift zerstört die freie Marktwirtschaft.

EU = EUSSR !


Re: EU = EUSSR !

Jetzt weiss der Westeuropäer bald wie es im Ostblock zuging..

11

Zuerst nimmt man den Staaten die schützende Staatgrenze, dann

die Währung und zum Schluss die Freiheit - und dann wundert man sich.............

ja-die bankenlobbyEU leugnet die echten anliegen der bürger u. völker europas.

ohne wiederherstellung eines gerechten steuer- u.finanzsystems wird die EU den bach runtergehen. zu mächtig schon sind der IWF, die banken- u.börsenmärkte. die abermrd. gewinn-u. vermögenszuwächse der reichen u.eliten wurden den steuerzahlern u.arbeitenden völkern nun als schulden aufgebürdet u.nun wollen diese finanzmärkte u. casinobanken diese zum volk umverteilten schulden ein zweitesmal beim volk eintreiben. mittels sozialabbau u.einschnitten bei den arbeitnehmern u.asvgpensionen-ein hinterlistiges umverteilungs-u. schuldensystem. die schulden u.steuern werden den arbeitenden völkern u.sozialstaaten aufgehalst u.die gewinne u. profite werden nach oben zu den eliten umverteilt. trotz höchster effizienz-,produktivitätssteigerungen u. gewinnzuwächse für die eliten-gibts nur mehr einen sozialabbau bei de arbeitnehmern u. asvgpensionen. während die spekulanten u.geldeliten immer vermögender werden, müssen die arbeitnehmer u asvg pensionisten immer mehr massive einkommensverluste u einschnitte hinnehmen sowie die steuerlast beinahe alleine schultern. die eu/europolitik hat diese unsoziale fehlentwicklung gefördert. immer mehr altersarmut, keine asvg pensionen nach 40 gesamtversicherungsjahren,u.immer mehr sozialabbau. Aber die euroländer subventionieren weiter mit abermrd.von steuergeldern eine scheinwelt der hochfinanz u.banken. u.die leidtragenden u. opfer dieser geldumverteilung sind die familien,arbeitnehmer,der mittelstand,die zukünftigen asvg pensionisten,sowie die jungen

Der Schärdinger

Es ist nunmal Tatsache, dass Länder marode sind
aufgrund dieser verfehlten Politik der EU, aber nicht einige, sondern fast alle.
Es wird getrixt, ausgelagert und schöngeredet.
Einige verdienen durch diese Machenschaften, viele verlieren dadurch. Die sozialen Unruhen, die dadurch kommen werden, werden wir aber alle zu spüren bekommen.

Island ist aber nicht in der EU

Warum konnte Island die Krise so schnell überstehen? Weil sie NICHT den Euro hatten und auch NICHT EU-Mitglied waren und sind. Die Isländer werteten die Krone ab, waren dadurch gleich wieder konkurrenzfähig, ließen die Banken krachen, verhafteten Banker und Politiker und stehen heute wieder gut da.

Gäbe es den Euro nicht, ginge es allen heutigen Euro-Mitgliedsstaaten weit besser, auch wenn die Mainstreammedien und alle anderen EU-Profiteure weiter an ihrer widersinnigen gegenteiligen Propaganda festhalten.

Es gibt in der Geschichte der vergangenen Jahrhunderte (und wahrscheinlich noch länger) keine Währungsunion, die die erste gröbere Krise überstanden hätte - siehe Skandinavische Währungsunion oder Lateinische Münzunion.

Soll es eine gedeihliche Zukunft für Österreich geben, müssen wir raus aus ESM, Euro und EU! Dasselbe gilt für alle anderen betroffenen Länder auch.

Rassisten werden verstaerkt Zulauf haben!

Die Krise in Europa wird nicht ohne weiteres wegziehen. Sie wird immer intensiver und das Lebenstandard wirt weiter sinken und Migranten werden als Sündenboch herhalten!

Re: Rassisten werden verstaerkt Zulauf haben!

Diesmal werden die anderen EU Mitglieder das Sündenbock sein. Man hat uns gegeneinander gut ausgespielt. Wie immer, von denen die nie bestraft werden.

Diese EU ist ein Kriegs- und kein Friedensprojekt.

Diese EU/Euro und Bankenmafia treibt uns dank Geld und Zuwanderungspolitik in einen furchtbaren Krieg.

In Europa können sich immer weniger Menschen einen Arztbesuch leisten, zeigt eine Studie. Die EU ignoriere das Problem, lautet der Vorwurf.

Dafür werden die Schuss und Stichwunden unserer Importkriminellen bestens behandelz!

Re: In Europa können sich immer weniger Menschen einen Arztbesuch leisten, zeigt eine Studie. Die EU ignoriere das Problem, lautet der Vorwurf.

Schuss,- und Stichwunden, die du ihnen zugefügt hast...

Re: In Europa können sich immer weniger Menschen einen Arztbesuch leisten, zeigt eine Studie. Die EU ignoriere das Problem, lautet der Vorwurf.

Woher wissen Sie das? Erfahrungen? Oder einmal mehr populistische Mutmassungen, weils so gut zur eigenen Denke passt?

13

Interessant...

dass sogar die Presse, die von Anfang an den neoliberalen Spar-Wahnsinn unterstützte und sogar noch schärfere Sparmaßnahmen forderte, jetzt plötzlich selbst sieht (und sogar darüber berichtet), dass hirnloses Sparen die Situation nur verschlechtert hat, anstatt irgendetwas zu verbessern.

Re: Interessant...

Was verstehen Sie unter hirnloses sparen?

Ist hirnloses Gelddrucken nicht noch gefährlicher?

Schon Kennedy wusste, dass Steuersenkungen zu Mehreinnahmen führen.

Fekter ist also geistig noch nicht mal in den 60ern angelangt.

Krankmacher Eurokrise

Die EU und die Nationalstaaten müssen endlich ihren überbordenden Verwaltungs- und Politikerapparat reduzieren und in Österreich muss es ein generelles Pensionssystem nach ASVG und zwar für alle geben. Wir generieren alleine durch Rationalisierungen und ergo Erhöhung der Produktivität immer mehr Arbeitslose (30 % in Spanien und Griechenland ist erst der Anfang), die weder Lohn-Steuern, noch in die Krankenkassen einzahlen können. Eine hausgemachte jahrzehntelange Krise tut dann nur ihr Übriges bzw. ist das Tüpfchen am "i". Folgt keine wirtschaftliche Absicherung der Nicht-Lohnsklaven (was aber nur durch eine sog. Maschinensteuer machbar ist), folgt unweigerlich (m.E. geht es genau in diese Richtung) ein (Sozial)Krieg.

Leute, die glauben, sie werden immer älter, da das sehr aktiv in den Medien dem Volk suggeriert wird, irren sich gewaltig, denn die Eurokrise und die daraus folgenden Sozialkrisen werfen ihre langen Schatten woraus, was sich unweigerlich auf unser aller Gesundheit und damit Lebenserwartung niederschlägt. Kein Arzt/medizinisches Pesonal glaubt heute noch die Lüge vom höheren Lebensalter.

Leider kommt es immer wieder auf das gleiche Problem hinaus: Der Mensch hat sich zuviel vermehrt und die Ressourcen in unserer Mitwelt werden immer knapper und die bezahlte Arbeit wird immer weniger resp. sind derzeit keine neuen Innovationen, die Jobs schaffen könnten, in Sicht. Was tun, wie schaffen einfach eine Krise nach der anderen....

Re: Krankmacher Eurokrise

Jeder Österreicher MUSS das Recht haben, sich privat zu versichern und nicht die Misswirtschaft der öffentlichen Einrichtungen und deren Faulenzer zu finanzieren.

Re: Krankmacher Eurokrise

Vollkommen richtig, wären die Ressourcen allerdings gerecht verteilt, könnten alle gar nicht so schlecht davon leben. Es wird keine große Anzahl neuer Jobs geben, wie auch? Unternehmen rationalisieren und optimieren seit Jahren. Wie soll dann beispielsweise ein Produktionsbetrieb der es in den vergangenen 10 Jahren schaffte mit 25% der Mitarbeiter die 6-fache Menge zu produizieren, neue Jobs schaffen. Die Realität ist Effizienz und Steigerung der Produkivität verringert die Anzahl der Jobs...

Das die Eurozone schon länger in einer Krise steckt und somit auch die EU sollte eigentlich jedem klar sein.

Um so unverfrorener die Reaktion einiger Politiker. Die uns, den Wählern gegenüber, so tun als wäre alles in Ordnung.

2 Beispiele für viele. Wobei diese Beiden besonders unangenehm damit auffallen, in dem sie die Krise einfach in ihrer politischen Arbeit ignorieren.

Karas, Eu-Abgeordneter zieht durch Wien und jammert in seinem Wohnbezirk Döbling besonders, aber auch anderwo darüber, was für eine Frechheit es von seiner Partei wäre, wenn er nach der nächsten EU-Wahl nicht mehr Delegationsleiter werden würde.
Also die EU-Krise spielt sich bei ihm vor allem dann ab, wenn er "nur" mehr einfacher EU-Abgeordneter sein könnte.Einsatz für andere? Keine Zeit, weil primärm mit sich selber beschäftigt.

Die zweite Zumutung für alle, die ihren job aufopfern machen, ist Fayman.
Keine Möglichkeit lässt er aus, wenn es darum geht mit viel Werbung aus Steuergeldern Werbung für sich zu machen. Was aber war seine Leistung? In der Krise und bisher? Gar keine. Er taucht lieber unter. leaderhip? Annähern gleich null. Einfach nicht mit derKrise in Verbindung gebracht zu werden, ist sein Motto. Hofft er, die krone wird es schon für ihn richten?

Kein Wunder dass es mit der EU immer schnelle bergab geht. Bei dem Personal.

Der gute Othmar ist ein Ignorant und Propagandist für die EU ohne wenn und aber.

Wird Kritik geäußert ist er sauer. Der typische Berufspolitiker dem das Hemd (die eigenen Bezüge in seiner Funktion) um vieles näher ist, als der Rock der Bürger, auch jener die ihn gewählt haben.
Weg mit ihm.

Re: Das die Eurozone schon länger in einer Krise steckt und somit auch die EU sollte eigentlich jedem klar sein.


Also die größte Krise ist zweifellos ihr Geisteszustand.

Re: Re: Das die Eurozone schon länger in einer Krise steckt und somit auch die EU sollte eigentlich jedem klar sein.

Müssen wir nun anfangen Listen zu führen über die ganzen Parteideppen, die hier besorgte Bürger beschimpfen?

Das die Eurozone schon länger in einer Krise steckt und somit auch die EU sollte eigentlich jedem klar sein.

Um so unverfrorener die Reaktion einiger Politiker. Die uns, den Wählern gegenüber, so tun als wäre alles in Ordnung.

2 Beispiele für viele. Wobei diese Beiden besonders unangenehm damit auffallen, in dem sie die Krise einfach in ihrer politischen Arbeit ignorieren.

Karas, Eu-Abgeordneter zieht durch Wien und jammert in seinem Wohnbezirk Döbling besonders, aber auch anderwo darüber, was für eine Frechheit es von seiner Partei wäre, wenn er nach der nächsten EU-Wahl nicht mehr Delegationsleiter werden würde.
Also die EU-Krise spielt sich bei ihm vor allem dann ab, wenn er "nur" mehr einfacher EU-Abgeordneter sein könnte.Einsatz für andere? Keine Zeit, weil primärm mit sich selber beschäftigt.

Die zweite Zumutung für alle, die ihren job aufopfern machen, ist Fayman.
Keine Möglichkeit lässt er aus, wenn es darum geht mit viel Werbung aus Steuergeldern Werbung für sich zu machen. Was aber war seine Leistung? In der Krise und bisher? Gar keine. Er taucht lieber unter. leaderhip? Annähern gleich null. Einfach nicht mit derKrise in Verbindung gebracht zu werden, ist sein Motto. Hofft er, die krone wird es schon für ihn richten?

Kein Wunder dass es mit der EU immer schnelle bergab geht. Bei dem Personal.

Re: Und gleich ein zweites Mal ...


Ihr Unsinn ist unerträglich. Absolut tiefstes Krone-Leserbriefniveau.

 
12 3 4 5

Umfrage

  • Sollen in Wien Tourismuszonen für den Handel eingerichtet werden?
  • Ja
  • Nein
  • Ist mir egal

» Jetzt unter mehr als 6.000 Jobs
die perfekte Stelle finden.

AnmeldenAnmelden