Anleger sollen für Bankpleiten zahlen

28.03.2013 | 18:13 |   (Die Presse)

Die EU-Kommission will noch vor dem Sommer einen Entwurf vorlegen.

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Brüssel/Apa. Die EU will Großanleger für die Sanierung und Abwicklung von Banken zur Kasse bitten. EU-Kommissar Michel Barnier sagte, ein Gesetzentwurf zur Bankenabwicklung solle noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Dieser sehe vor, „dass vorrangige Gläubiger und nicht abgesicherte Einleger an den Kosten einer geordneten Insolvenz beteiligt werden können, wenn es nicht anders geht“.

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Geschützt seien nur Sparkonten bis 100.000 Euro. Dann gibt es laut Barnier „klare Spielregeln für alle, die ihr Geld in Banken investieren“.

Die neuen EU-Richtlinien sollten zudem sicherstellen, dass Finanzinstitute in allen EU-Staaten nationale Fonds für die Abwicklung sowie die Einlagensicherung schaffen. In der Debatte um die Zypern-Rettung bestätigte der EU-Kommissar damit indirekt Äußerungen von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, der den Fall Zypern als Modell für die künftige Krisenbewältigung in der Eurozone bezeichnet hatte. Barnier sagte dazu im „Handelsblatt“: „Mir liegt es fern, Herrn Dijsselbloem zu widersprechen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.03.2013)

 
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3 Kommentare
Boris
04.04.2013 02:21
1

Die EU definiert die Begriffe "Treu und Glauben" sowie "Rechtststaat" neu

Ab sofort kann auch der belämmertste Tölpel nachher nicht behaupten, von nichts gewusst zu haben.

Die EU hat ihren eigenen Selbstzerstörungsmechanismus schon lange gezündet - damit beschleunigen Sie jetzt die Zündungszeit. Denn das jetzt massiv Finanzmittel aus dem gesamten EU Raum abfließen werden ist logisch.

cannery row
29.03.2013 15:40
1

schneller..

könnte man die eu nicht kaputtmachen. danke, ich war eh immer skeptisch.

SoStehtEs
29.03.2013 00:29
3

Und wieder ein Argument mehr ...

... für Schwarzgeld und Gold.

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