Wirtschaft in Europa bleibt am Boden

03.05.2013 | 16:57 |   (Die Presse)

Frühestens im zweiten Halbjahr 2014 dürfe die EU-Konjunktur wieder anziehen, verkündete EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Freitag bei der Präsentation der Frühjahrsprognose.

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Brüssel/AUER. Für heuer kann Europas Wirtschaft das Kapitel Wachstum wohl endgültig abhaken. Die seit dem Vorjahr andauernde Rezession werde frühestens in der zweiten Hälfte 2014 wieder in Wachstum umschlagen, verkündete EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Freitag bei der Präsentation der Frühjahrsprognose.
Für heuer rechnet die Kommission mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung der 27 EU-Mitgliedsländer um 0,1 Prozent. Und das, obwohl die EU bereits eine Stabilisierung der Konjunktur ab Jahresmitte eingerechnet hat. Im Folgejahr hoffen die Prognostiker auf ein Plus von 1,4 Prozent.

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Wachstum „freischalten“

Vorrangiges Thema war die in weiten Teilen des Kontinents grassierende Arbeitslosigkeit (siehe Grafik). Rehn kündigte an, „alles“ tun zu wollen, um dagegen anzukämpfen. Realpolitisch läuft das auf eine weitere Aufweichung des Konsolidierungskurses hin, den vor allem Deutschland fordert. Die Konsolidierung werde fortgesetzt, versicherte der EU-Beamte. „Aber die Geschwindigkeit nimmt ab.“ Die Politik müsse auch Wachstum in Europa „freischalten“.

Tatsächlich entwickeln sich die Budgetdefizits der 27 EU-Länder langsam zum Besseren. Die Staatsschulden in der EU nehmen unterdessen weiter zu. 2014 sollen sie erstmals 90 Prozent der Wirtschaftsleistung übersteigen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.05.2013)

 
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42 Kommentare
 
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Weinknecht59
06.05.2013 17:13
2

Wo eskaliert die EU Diktatur zuerst ????

Arbeitsplätze wird es bei uns in naher und auch ferner Zukunft immer weniger geben.
Gründe: 1.) Fertigungsstraßen werden in Billiglohnländer wie etwa China verlagert.
2.) Mit dem PC lassen sich mit immer weniger Zeitaufwand immer mehr Aufgaben bewältigen.
Es herrscht also ein Arbeitskräfteüberschuss.
Derzeit suchen über 400 000 Menschen einen Arbeitsplatz. Seit Ende der 90 iger Jahre liegt die Anzahl der offenen Stellen bei lediglich rund 20 000. Es ist also nur eine Frage der Zeit wann diese Situation eskaliert. Ich glaube, dass es in den derzeit am stärksten betroffenen Ländern wie Spanien oder Griechenland als erstes zum Bürgerkrieg kommen könnte.
Bei uns sind 74000 Menschen in AMS Deppen-Kursen geparkt. Dies neolieberale Hundskopfregierung muss abgewählt werden!!!

Iason
04.05.2013 08:41
1

In den USA geht es angeblich wieder aufwärts,

zumindest wenn man den Prognosen von Goldman Sachs Glauben schenken darf.

Ich würde das besser nicht tun.

Europa ist in einer Abwärtsspirale gefangen, aber die deutschen Aktien (DAX) feierten gestern ein neues Allzeithoch. Was Gelddrucken nicht alles bewirken kann?

Nur Arbeitsplätze und Wohlstand für das Volk kann das Gelddrucken niemals schaffen. Aber das ist auch keine besondere Überraschung.

zwergerlschneuzer
03.05.2013 18:32
9

Pleiten, Rekordarbeitslosigkeiten, Rezessionen...

Demnächst Streiks, Aufmärsche, Gewalt, Bürgerkriege.

Das ist halt die EU.


DerGerät
03.05.2013 17:13
3

bleibts daham

verdients möglichst wenig, dann is des Ganze schneller vorbei.

und geniessts die einfachen Dinge des Lebens....
di Sunn, schnackseln, Laufen, Schach spün...

Stellt euch vor es ist künstliche Wirtschaft die uns mehr schadet als dient und keiner geht hin.

http://www.youtube.com/watch?v=75XPkZWPr4I

seltenlacher
03.05.2013 16:39
13

die üblichen Durchhalteparolen

Der mündige Europäer merkt selber dass die Arbeiten bei gleicher Bezahlung jedes Jahr stressiger wird ("Steigerung der Produktivität") und gleichzeitig nach jedem Einkauf weniger in der Geldtasche ist.

Pensionen? Bitte selber vorsorgen. Aber nicht sparen da gibt's keine Zinsen, Sparen ist böse. Irgendwelche schwindligen halbstaatlichen Pensionsvorsorgen: leider kein Ertrag in den letzten 10 Jahren ...

Noch irgendeine Europäische Bank retten die sich mit schwindligen Papieren ruiniert hat - gerne!

Der Wohlstand in Europa wird nach unten nivelliert und alle schauen zu.

Antworten achill
03.05.2013 20:11
2

Re: die üblichen Durchhalteparolen

He Freund - von welchem Wohlstand faselst DU? vielleicht von dem der Polit-Parasiten?

gregor127
03.05.2013 16:25
7

Die Weisen

Hoffentlich hält sich die Wirtschaft auch daran was diese Weisen Menschen da sagen. Die Wahrheit ist leider ganz eine andere. Die Rezession hält so lange an, so lange die Banken kaum etwas finanzieren. Die Bedingungen für Kredite werden immer härter, die Banken bekommen umbegrenzt Geld und können es nicht weiter geben als Kredit weil Basel 3 als Latte zu hoch ist. Was machen die Banken also?? Weiterhin riskante Papier Geschäfte und Handel mit "Derivaten", sprich: konstruierte Luftgeschäfte. "Die Märkte" bringen die wirklichen Märkte um.

Antworten Iason
04.05.2013 08:46
0

Re: Die Weisen

Die Bankenrettung hat nicht dem Volk gedient, so wie es politisch verkauft wurde, sondern hat den Finanzsektor noch weiter aufgeblasen und noch mehr Banker steinreich gemacht.

Goldman Sachs regiert die Welt!


Walter2
03.05.2013 16:12
1

Die Kunde hör ich wohl,

allein mir fehlt der Glaube.

Man könnte meinen, der gute Mann (von dem dieses Zitat stammt) war nicht nur ein großer Meister seines Fachs, sondern auch noch Hellseher.

Niceday
03.05.2013 15:55
1

Ich finde das immer sehr lustig, wenn von der "EU" die Rede ist.

Die EU ist eine Versammlung von 27, zumeist schwachmatigen Regierungschefs die für die Politik innerhalb der "EU" verantwortlich zeichnen.

Leider ist, wie man ganz deutlich in Österreich sieht, für diese Art der "Volksvertreter" weit und breit keine wirkliche Alternative in Sicht.

Wenn heuer in Österreich wieder SVPÖ nach den Wahlen eine Regierung bilden, ist an einen Aufschwung erst wieder 2018 zu denken.

WyattEarp
03.05.2013 15:36
15

Aha

Wachstum EU-27: -0,1
Wachstum Eurozone: -0,4

Das heißt: die Nichteuroländer wachsen, die Euroländer schrumpfen. Gibt es einen besseren Beweis für den Schwachsinn genannt Euro ?

Freies Österreich
03.05.2013 15:21
13

1000 Experten bauten die Titanic, ein Laie die Arche Noah!

Jedes Land mit der Euro-Währung wird mehr und mehr Probleme bekommen, ähnliches gilt für die EU als Ganzes. Jede Währungsunion und jedes Großreich ist früher oder später gescheitert. Je früher das Experiment endet, deto besser. Raus aus ESM, Euro und EU, bevor es zu Unruhen, Aufständen oder Ähnlichem kommt. Daher: EU-Austrittsvolksbegehren unterschreiben, bei den Bürger-Demos für einen EU-Austritt am 26. jedes Monats mitmachen.


Antworten raeter
03.05.2013 16:44
1

diesen Spruch muss ich mir merken!


Antworten Zenius
03.05.2013 15:31
3

Re: 1000 Experten bauten die Titanic, ein Laie die Arche Noah!

Meine Arche Noah heißt: (Physisches) Edelmetall.

Antworten Antworten Iason
04.05.2013 08:51
1

Re: Re: 1000 Experten bauten die Titanic, ein Laie die Arche Noah!

Die 1000 Experten von Goldman Sachs sind aber dagegen.

Die wollen ihre Titanic mit voller Kraft voraus laufen lassen. Und die sind mächtig.

Zenius
03.05.2013 15:00
9

Hurra! Ab 2014 geht's wieder aufwärts!

Ein weiterer "Beweis" dafür, mit welch Geschick uns unsere Staatsmänner (und Kleptokraten) durch eine Krise manövrieren. An vorderster Front der Krisenbewältiger Faymann! Tolle Typen und die Österreicher schimpfen nur.

Verfizer
03.05.2013 14:50
5

Jaja

die Berufshellseher wissen schon, wann der Goldesel wieder zu schei....en beginnt. Mich erinnert es an frühere Zeiten, da wurde auch für die Sommerfrischler immer schönes Wetter vorhergesagt. Ich bezeichne diese Personen als gut bezahlte Feinde, da Sie im Dienst unserer Unfähigkeitspolitiker stehen und wir nur hingehalten werden sollen. Diese Versager haben nur Angst, daß die Leute ihr Erspartes abheben und nichts mehr für die Betrügereien und Plünderungen unserer Sparbücher vorhanden ist. Deshalb brauchen Sie ja auch unsere Bankdaten. Die Agenten von Goldmann Sachs lassen grüßen.

diabolo
03.05.2013 14:29
1

So kann ich in Ruhe meinen Kredit zurückzahlen bei den Zinsen!


TheDalien
03.05.2013 14:10
0

UPOB - Wir regieren die Welt

UPOB
http://youtu.be/qnQSfdE5ifg

Visionaer
03.05.2013 14:08
7

und 2014 lesen wir das gleiche

...., bis Mitte 2015 bleibt die Rezession.

Ich meine, bitte einmal wach werden......., was soll den wachsen....

Ein Wirtschaftswachstum wie in den späten 1990ern wird es nie, nie wieder geben..... -

Das System baut auf dem falschen Prinzip auf - Vorteil verschaffen, den anderen aushebeln, Geiz, Gier, mangelnde Bereitschaft etwas zu ändern - weil "man kann ja eh nix ändern"...., PolitikerInnen die nie in der Wirtschaft gearbeitet haben, Interessenvereinigungen die nur die eigene Klientel schützen wollen, vor Arbeit und vor Veränderung (ÖGB und ÖAAB)..

Die Einkommen steigen nicht, die Preise steigen überall, die Leute können sich weniger leisten, der Staat wirft Geld für Prestigeobjekt raus - (Tunnel bauten für Bahn), dafür sind die Straßen wie in einem Entwicklungsland....., und solange bei den ÖBB der Dienstleistungsgedanke nicht ankommt, nutzt das alles nix.

Dabei stünden die Chancen gar net schlecht - wenn nicht immer die Parteien gewinnen würden, die die höchsten Schulden für die Zukunft versprechen und das Wahlvolk jubelt über 3 Euro mehr im Monat anstatt das Schulden, Systemfehler und Defizite beseitigt würden um Zukunftsfit zu werden.

Unser "angeblicher "Wohlstand ist auf Schulden aufgebaut und zerrinnt von Jahr zu Jahr mehr....

Altenpflege, Gesundheit-, Wellness, erneuerbare Energie sind sicher Zukunftsmärkte

Novak Herbert
03.05.2013 14:07
6

Kein Wunder

wenn EU und Österreich von den ahnungslosen Führungseliten geleitet werden. Es wird noch lange kein Ende der ökonomischen Irrfahrt zu sehen.

alleswirdguthihi
03.05.2013 14:02
2

eher

bis 2041 wenn so weiter gemacht wird :)

Pips
03.05.2013 14:00
11

Der

nächste Schwachsinn! Da waren wieder die "Experten" tätig. Es wird weder 2014 oder 15,16,17.... einen massgeblichen Aufschwung geben. Woher sollte der kommen? Das Gegenteil ist der Fall. Europa sackt gegen Asien weiter ab. ( Wie anders sollte es kommen?) Die Defizite schrumpfen-HaHa! Nur weil díe Bevölkerungen enteignet werden, das ist der Grund warum man Banken künstlich am leben erhält. Sie übernehmen die Enteignung im Auftrag der Regierungen.

Antworten Iason
04.05.2013 08:54
0

Re: Der

Der Trick der Zentralbanker ist, zwischendurch immer wieder Phasen mit nominalem "Wachstum" zu haben, das natürlich nur wegen der massiven Geldentwertung wie Wachstum aussieht. Davon profitieren außerdem nur Konzerne und Banker!

Antworten myschkin
03.05.2013 15:24
0

Re: Der

der Herrscher meinten sie wohl

Aurel2
03.05.2013 13:49
4

Mehr als 80% der Bevölkerung erhoffen eine Lösung von den Regierungen.

Aber die sind die Ursache der Katastrophe.

Nicht die EU, auf die viele Leute zeigen.

Nicht die Wirtschaft, auf die der Staatsapparat zeigt.

 
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