Die Ratingagentur Standard & Poor's hat nach den USA auch Österreich und Frankreich das "AAA" aberkannt. Aktuell sind nur mehr 16 Länder, darunter 10 europäische Staaten, im "Triple-A-Club". Analysten sehen die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass noch weitere Staaten herabgestuft werden. "DiePresse.com" zeigt, welche Länder sich noch im immer kleiner werdenden Triple-A-Club befinden.
Für Investoren ist das Land insbesondere wegen der stabilen politischen Situation beliebt. Zur Attraktivität tragen auch die gut ausgebildete Bevölkerung und der Reichtum an Rohstoffen bei.
Das karibische Urlaubsparadies zieht nicht nur Sonnenanbeter an sondern ist auch begehrtes Domizil für "Briefkastenfirmen". Trotz einer Wirtschaftskrise wird die Inselgruppe mit der Bestnote bewertet.
Von den am besten eingestuften europäischen Staaten war Dänemark mit am härtesten von der Finanzkrise betroffen. Vor allem der Bankensektor geriet kräftig ins Schleudern.
Der Wirtschaftsmotor der EU und Export- Vizeweltmeister wird weiterhin von den Ratingagenturen mit einem Triple- A eingestuft. Im ersten Halbjahr stieg die Exportrate um 15,7 Prozent.
Die Rezession aufgrund der Finanzkrise traf die Finnen hart. Mit einem Minus von acht Prozent in der Wirtschaftsleistung war der nordische Staat der am schwersten gebeutelte der Euro-Zone.
Ein schwaches Wirtschaftswachstum und eine hohe Inflation – unter den "AAA"-Staaten ist das Vereinigte Königreich der Staat, der am tiefsten in der Krise steckt und bangen muss, das Top-Rating nicht zu verlieren.
Der "Duftende Hafen" ist immer noch eines der wichtigsten Finanzzentren der Welt. Die liberalste Marktwirtschaft der Welt ist Sinnbild für den wirtschaftlichen Aufschwung im Reich der Mitte.
Die in der irischen See befindliche Insel ist direkt der britischen Krone unterstellt, doch ein unabhängiger Inselstaat. Die Isle of Man ist bekannt als Steueroase und Sitz von Offshore-Unternehmen und wird ebenfalls mit der Bestnote bewertet.
Der nördliche Nachbar der USA glänzt durch eine geringe Verschuldung und eine robuste Wirtschaft. Von der Finanzkrise war das Ahornland wesentlich weniger betroffen als viele andere Industriestaaten. Der Staat profitiert vor allem von seinen zahlreichen Rohstoffen.
Das zwischen Österreich und der Schweiz eingeklemmte Fürstentum ist vor allem als Finanzstandort bekannt. Die Wirtschaft im Zwergstaat konzentriert sich vorwiegend auf den Dienstleistungssektor.
Das Großherzogtum ist einer der wichtigsten Standorte für die europäische Finanzindustrie. Daher könnte das Land mit seiner hohen Bankendichte eine Finanzkrise schwer treffen.
Das Land mit den größten Hafen Europas in Rotterdam ist drittgrößter Exporteur von landwirtschaftlichen Produkten. Besonders gefragt sind die Milcherzeugnisse.
Das Land mit dem höchsten BIP der Welt profitiert von seinem Rohstoffreichtum. Aufgrund der großen Mengen Öl vor der Küste sind die Haushaltsdefizite sehr gering.
Das stark auf Finanzdienstleistungen und Handel ausgerichtete Land hat heftig unter der Finanzkrise gelitten, sich aber schnell wieder erholt. Genauso wie Hongkong profitiert der kleine Staat von dem wachsenden Wohlstand Asiens.
Das skandinavische Musterland hat sich am besten von der Wirtschaftskrise erholt. Als größte Gefahr bezeichnet der IWF die Langzeit- und Jugendarbeitslosigkeit.
Bekannt ist das Land als Standort der Pharma- und Chemieindustrie sowie für seine Banken. Doch gerade diese machten dem Staat in den vergangenen Jahren kräftig zu schaffen. Vor allem die Großbank UBS stand im Visier der Steuerbehörden.