Gesucht: Über 100 Milliarden Euro bis 2015

06.12.2011 | 18:27 |  von Karl Gaulhofer und Jakob Zirm (Die Presse)

Bei einem Verlust der Top-Bonität wird die Refinanzierung der Staatsanleihen auch für Österreich zur Schicksalsfrage. S&P erntet für seine Drohung an die Eurozone heftige Kritik und wehrt sich.

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Ängstliches Zittern vor der nächsten Anleihenauktion, ein kollektives Stöhnen über den hohen Zinssatz, der dort ausgehandelt wird, und schiere Verzweiflung, wenn sich zu wenige Käufer finden: Was in den südeuropäischen Olivenstaaten längst zum politischen Alltag gehört, könnte bald auch Österreich blühen. Dann nämlich, wenn die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) ihre Drohung von Montag Nacht wahrmacht und den sechs verbliebenen Topschuldnern der Eurozone ihr TripleA entzieht.

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Österreichs Staatsschulden sind kein unveränderlicher Block. Jedes Jahr laufen Anleihen aus (die durchschnittliche Laufzeit liegt bei acht Jahren) und sind durch neue Fremdmittel zu ersetzen. Jedes Jahr gibt es auch eine Neuverschuldung. Es muss also finanziert und refinanziert werden. Für heuer ruht der Hammer, die nächste Auktion findet erst im Jänner statt.

Die Bundesfinanzierungsagentur hatte es 2011 relativ leicht: Sie musste nur 21 Milliarden einsammeln, deutlich weniger als in den Vorjahren. Nächstes Jahr werden 30 Prozent mehr gebraucht. Eine Herausforderung dürfte das Jahr 2014 werden, in dem besonders viele Anleihen zu tilgen sind. In Summe muss die Schuldenagentur der Regierung bis 2015 nach freundlicher Schätzung 105 Mrd. Euro auftreiben – freundlich deshalb, weil die Defizitannahmen auf den Versprechen der Regierung beruhen.

 

Mehr Schulden im Ausland

Wer aber sind die Käufer der heimischen Anleihen? Die Schuldenagentur umwirbt große Pensionsfonds, Versicherer, Zentralbanken, Geschäftsbanken und Vermögensverwalter. Die meisten sitzen im Ausland. Die Primärbanken, die als Erste die Schuldscheine übernehmen, sind sogar zu über 95 Prozent in nicht österreichischer Hand. Entscheidend aber ist, wer dann auf dem Sekundärmarkt kauft. Nach Angaben der Finanzierungsagentur gehen 15 Prozent nach Übersee, 80 Prozent verbleiben in der Eurozone, mit Deutschen und Franzosen als wichtigsten ausländischen Gläubigern. Und die Österreicher selbst? Laut Staatsschuldenausschuss halten heimische Gläubiger nur mehr ein Viertel des Volumens, weit weniger als noch vor einigen Jahren. Damit steigt das Risiko: Die Politiker in Wien können nicht wie ihre Kollegen in Rom oder Tokio darauf vertrauen, dass ihnen das eigene Volk als Gläubiger schon aus patriotischen Gründen die Treue hält.

Welche Zinsen die fremden Bondkäufer fordern werden, wenn sich das Rating Österreichs verschlechtert, steht in den Sternen. Auf die S&P-Drohung haben die Märkte jedenfalls erstaunlich gelassen reagiert. Offenbar haben die Investoren schon erwartet, dass die eine oder andere Ratingagentur den zaudernden Entscheidern in der Eurozone die Rute ins Fenster stellt – oder sogar schon eine Rückstufung eingepreist haben.

(c) DiePresse

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„Durchgeknallte“ Ratingagentur

Umso heftiger fielen manche verbalen Reaktionen auf den Rundumschlag von S&P aus – in Österreich vor allem von Bankenvertretern. Erste-Chefanalyst Fritz Mostböck ärgerte sich über eine „unprofessionelle Drohgebärde“: „Die Ratingagenturen sind jetzt offensichtlich vollkommen durchgeknallt.“ Raiffeisen-Oberösterreich-Chef Ludwig Scharinger ereiferte sich über ein „angloamerikanisches, imperialistisches“ Vorgehen.

S&P verteidigt den Schuss vor den Bug kurz vor dem EU-Gipfel: „Das ist unsere Art zu sagen, dass der Vertrauensverlust der Märkte in die europäische Politik enorm ist, und es jetzt entschlossene Handlungen braucht“, erklärte Europa-Chefanalyst Moritz Kraemer in einer Telefonkonferenz. Wie diese Handlungen aussehen sollen, könne er allerdings nicht beantworten. „Wir sind eine Ratingagentur und nicht Politikberater.“ S&P werde daher auch weniger die konkreten Schritte der EU-Politiker bewerten, sondern eher, ob dadurch das Vertrauen der Investoren wiederhergestellt werden kann. „Brüssel muss sich zurzeit vielleicht mehr mit Psychologie als mit harten Wirtschaftsfakten beschäftigen. More of the same wird aber sicher nicht mehr reichen“, meint Kraemer. Es gehe auch nicht mehr darum, „ob das Pensionsantrittsalter in einigen Ländern um ein oder zwei Jahre angehoben wird“, sondern um eine „Vertrauenskrise der gesamten EU-Politik“. Welche der am Tisch liegenden Maßnahmen wie etwa Eurobonds oder das Anwerfen der EZB-Druckerpresse die beste wäre, um das verlorene Vertrauen zurückzuholen, müsse die Politik jedoch selbst entscheiden.

 

S&P plant zeitgleiches Urteil

Ob aus dem negativen Ausblick auch ein wirkliches „Downgrade“ wird, will S&P so schnell wie möglich nach dem EU-Gipfel am Donnerstag entscheiden. Längstens hat die Ratingagentur dafür laut internen Regeln 90 Tage Zeit. Um Spekulationen zu vermeiden, soll das Ergebnis auch für alle 15 betroffenen Länder gleichzeitig bekannt gegeben werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.12.2011)

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453 Kommentare
 
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Gast: Plach2
13.12.2011 13:35
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Beamtenquote:

30.11.2011: Beamtenquote in Österreich ist sogar höher als in Griechenland .... Allerdings betrug der Anteil der öffentlich Bediensteten an der Gesamtbeschäftigung laut OECD- Studie 2009 noch 12,9 Prozent – der Griechenlands 12,6 Prozent.
Claus Pándi, Kronen Zeitung


Gast: Baur4
13.12.2011 13:33
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"Durchgeknallte Ratingargenturen" und nicht die Politiker!

(Die diesen Staat so hoch vershculdet haben)

4.12.2011: Die Regierung macht bis 2015
53 Mrd. neue, noch höhere Schulden (Rechnungshofpräsident Moser in der ORF Pressestunde)

VP-Finanzministerin Fekter wendet sich vehement gegen neue Steuern. Der Staat greife den Österreichern ohnehin "schon sehr tief in die Geldbörsen". Das Problem sei nicht, dass es zu wenig Steuern gebe, sondern "dass wir zu viel ausgeben". Der Staat greife den Österreichern - mit einer Steuerquote von 42,8 Prozent - "schon sehr tief in die Geldbörsen". Unser AAA ist nichtgefährdet (Parlament)

Die Mrd. für Griechenland sind für Österreich ein gutes Geschäft (Fekter ans Parlament)

Dann müsste man halt doch einmal die Schwarzgeldmilliarden

angreifen - aber diese werden ja von der Politik geschützt.

Antworten Gast: Plach2
13.12.2011 13:34
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Re: Dann müsste man halt doch einmal die Schwarzgeldmilliarden

Vielleicht bekommen sie von dort einige Parteispenden? Wer weiß?

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eine Vision

Was ist wenn Österreich eine Bewertung hat wie z.B. Griechenland!

Dann können keine neuen Schulden mehr gemacht werden, weil das zu teuer käme und uns auch keiner mehr hilft (das ist keine Vision, das wäre Realität). Das heißt dann aber auch die Schuldenbremse wird automatisch aktiviert!

Ich weiß schon das schreibt sich so leicht und bedeutet großes Elend! Aber hat die Regierung wenigstens für so einen Fall schon Vorsorge getroffen? So wie ich die kenne, haben sie nicht! Da stellt sich aber dann die Frage, warum arbeiten sie geradewegs auf diesen Zustand hin?

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über 100 milliarden gesucht ?

... 100 milliarden gefunden...
endlich eine verwaltungsreform durchführen;pensionsantrittalter erhöhen, für alle; gehaltssprünge für politiker und staatsbeamte radikal kürzen bzw. einfrieren; transaktionssteuer ab sofort; zahlungen an die EU kürzen; usw.
und vom weiteren staatsschulden anhäufen ganz zu schweigen...
was ist denn dabei nicht zu verstehen??

Gast: ifrogamoi
07.12.2011 17:30
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Haben die Reichen wieder ihre Steuern nicht bezahlt!?

Scheint bei denen normal zu sein!

Gast: Gofyximamus
07.12.2011 17:27
0 3

Würden sich die Gstopften angemessene Steuern zahlen, wären wir das Problem längst los!

Aber der Reichenschutzbund blockiert!
Macht der auch noch was anderes ?

Re: Würden sich die Gstopften angemessene Steuern zahlen, wären wir das Problem längst los!

Wer sind denn für Sie die "Gstopften"?? Der klassische Mittelstand mit Einkommen von ca. 3000 bis 6000 Euro monatlich wird ohnehin schon geschröpft bis zum Gehtnimmer! Das sind die Leistungsträger des Landes, die letztlich das gesamte System erhalten!
Fast 3 Mio. Österreicher (!) zahlen jetzt schon überhaupt keine Einkommensteuer oder Lohnsteuer und sind daher die Profiteure des Systems! Und die wirklich Reichen wird man mit den immer wieder geforderten Steuererhöhungen kaum "erwischen", denn die verschieben ihr Geld schneller als man schauen kann - und dann fallen wir in Ö ganz um deren Steuern um!
Leider regiert bei den meisten vorgebrachten Vorschlägen der billigste Populismus - und Sachverstand ist meist kaum vorhanden.
Daher: Bevor wir neues Geld in das marode System hineinzuschütten versuchen (und damit vergeuden!), sollten wir zuerst einmal die Löcher stopfen!

Gast: Governed by Idiots
07.12.2011 17:20
0 0

Gefunden: > 100 Milliarden bei den Gstopften!

Da fällt man fast drüber! Alle blind?

Gast: Milliärdchen
07.12.2011 17:10
2 0

Einige Miliärdchen gesucht?

Zahlungen nach Brüssel einstellen...

Die Bewertung der Sklaventreiberagenturen ...

... sollten uns leidlich wurscht sein. Es geht nämlich ohnehin um etwas anderes, als dem einen Prozent der mächtigen Bankster, Waffenproduzenten- und Händler, religiöse Kriegstreiber, Mörder und betrüger das Geld in den Hintern zu schieben. Nämlich: um ökologisches Wirtschaften und Abkehr von Verschwendung unserer Ressourcen, und ich sage "unserer", auch wenn wir sie uns, der Allgemeinheit, zurückerobern müssen. Denn eines sollte uns klar sein, dass Wirtschaftswachstum passè sein muss, alleine, weil sich das mit er Bevölkerungszahl ganz und gar nicht ausgeht. Was also hat die "Krise" zu bedeuten: die Herrschenden und ihre Militärs zwingen uns kontolliert in die Armut. Ohne Alternative, die in Forschung, Aufklärung und Bildung zu finden wäre. Unsere Arbeit, die sich in unseren Steuern wiederfindet, wird abgezogen und von den Bonzen und Politikern
für deren Absicherung "verwendet". Und das alles geschieht langsam, damit es von der Mehrheit der Menschen nicht bemerkt wird. Wir müssen uns einschränken und Selbstversorgung anstreben. Wer braucht denn das Klumpert, das unsere Welt verpestet? Kein Mensch. Tauschhandel, Regionalwährungen, Rückholung von Kirchenbesitz, Landwirtschaft, Freiwilligkeit, Gegenseitigkeit, gerechte Verteilung, Toleranz und Mut gegen die politischen Erpresser sind das einzige Mittel, dem Elend zu entgehen, das Gelddrucker, Banken und Kriegstreiber für uns planen!

ja was ist denn so kompliziert

Na das wäre doch eine gute Gelegenheit, das Pensionsalter anzuheben, ein wenig die Verwaltung umzukrempeln (9 Bundesländer + Landtage + Rattenschwanz sind ca. 9 zu viel), und was der Rechnungshof sonst noch so vorschlägt. Eigentlich muss man ja nicht ein Mal besonders kreativ sein, man müsste nur den Bericht Punkt für Punkt durchgehen.

Und im Nu wäre AAA gerettet und vielleicht würd sich auch noch eine Steuerentlastung ausgehen. Oder der Bedarf an Refinanzierungen sinken.

Aber warum machts denn keiner??

Re: ja was ist denn so kompliziert

weil ein paar politiker, die keiner braucht, dagegen sind. was würde z.b. ein platter dann machen? hausdiener vom van staa??

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Re: Re: ja was ist denn so kompliziert

Na in Innsbruck wird er ja noch Strafzettel verteilen können, oder reicht es dazu bei dem auch nicht?

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„Die Ratingagenturen sind jetzt offensichtlich vollkommen durchgeknallt.“

durchgeknallt ist die at politik und dies schon seit jahrzehnten.
Immer noch mehr schulden zu lasten unserer zukunft und vor allem der unserer kinder einzig um wahlzuckerln fuer die naechste wahl zu produzieren und dadurch vermeintlich dier macht zu erhalten. vermeintlich weil die schwachkoepfe von spoevp nicht einmal merken dass sie nur noch knapp die haelfte der oesterreicher representieren.

Die Politiker in Wien können nicht wie ihre Kollegen in Rom oder Tokio darauf vertrauen, dass ihnen das eigene Volk als Gläubiger schon aus patriotischen Gründen die Treue hält.

halt. hier kann man nicht vom "eigenen volk" sprechen!
diesem gehört zwar das geld, doch es hat keinerlei mitspracherecht, was damit geschieht.

darüber entscheiden die banker, bei denen die oma ihr sparbuch hat und die versicherungsveranlager, bei denen lebensversicherungen abgeschlossen wurden, bzw bei denen die abfertigungsgelder liegen.

leider kümmert sich der österreicher nicht darum, was mit seinem geld geschieht. die verwalter tun zwar so, als würden sie in seinem sinn handeln. doch mehr als ein paar promille unterschied bei der rendite macht dieses "kümmern" nicht aus, doch dem einen oder anderen KUNDEN kostet es dafür in extremis den arbeitsplatz.

Gast: Rating Agent 007
07.12.2011 13:10
1 1

Die Finanztransaktionssteuer löst dieses Problem

in Minuten. Sie wird EU-weit eingeführt werden. GB und die USA werden folgen.

Gast: Analyst 829
07.12.2011 11:18
2 0

Gesucht sind Sicherheiten im Wert von 200 Mrd. um 100 Mrd. borgen zu können

Die Lage ist etwas dramatischer als im Bericht geschildert, wenngleich nicht wirklich problematisch oder schwer lösbar.

Damit der Staat 100 Mrd. borgen kann, will der Markt heutzutage Sicherheiten in Höhe von 200 Mrd. sehen. Würde der Staat künftige Steuereinnahmen in Höhe von 200 Mrd. Euro also verpfänden, so bekäme er weiterhin problemlos 100 Mrd. Kredit.

Die Forderung der Märkte und Basel II bzw. Basel III Notenbanken nach Hinterlegung von Sicherheiten auch von Staaten - siehe Eurorettungsfonds, wo sich eben vor allem Deutschland verpfänden musste an die EZB, damit diese dem Fonds Geld gibt, damit er Anleihen am Markt aufkauft und diese ZUSÄTZLICH an die EZB verpfändet - in mindestens DOPPELTER Höhe der Kreditsumme, führt wenigstens zu mehr Transparenz. Den Bürgern wird so eher klar, dass eine Regierung, die STRUKTURELLE Defizite baut, auf Dauer untragbar ist. Für gewisse staatliche Projekte, wie z. B. Bildung unter der Bedingung, dass der/die Studierende NICHT nach dem Studium auswandert - ist z. B. in Kuwait so - kann der Staat durchaus Geld in die Hand nehmen.

Momentan buttert der Staat in Studenten, deren Eltern sich ein Studium nie leisten könnten, viel Geld bedingungslos und gerade diese Gruppe wandert MEHRHEITLICH zu weit über 50 % nach dem Studium auf Nimmerwiedersehen (dar vom Staat aufgebaute Vermögenswert geht) aus. Es ist wichtig, dass Menschen wie früher Kapital im INLAND bilden können, da sie so an die "Scholle" gebunden werden und eher nicht auswandern.

Gast: Geld istweg!
07.12.2011 10:48
5 1

Die Ratingagenturen sind zwar tatsächlich ein fixer Bestandteil

eines, für die meisten undurchschaubaren Spiels der Finanzoligarchie, die sich auf unsere Kosten bereichert; das ist keine Verschwörungstheorie, sondern die nackte Wahrheit.

Aber möglich gemacht haben dies erst unsere unfähigen Politiker, die es europaweit nicht schaffen, weniger auszugeben als einzunehmen. Damit haben Spekulanten tatsächlich ein leichtes Spiel.

Wir brauchen wieder fleissige, kreative, intelligente und mutige Politiker, wo sind diese? Es ist zum Heulen, mit welchen Typen unser Land bzw. Europa regiert wird.

Unsere Politiker sind Monopolyspieler

und Hasardeure, nichts Bodenständiges mehr.

Gast: Erschreckend
07.12.2011 10:21
10 0

Schulden für Schulden

Wir haben die klassische "Loch auf - Loch zu" Strategie was die Bedienung unserer Schulden angeht. Wir nehmen als Kredite auf (= Anleihen begeben), damit wir Kredite bezahlen können. Gleichzeitig nehmen wir aufgrund unseres jährlichen Defizites noch mehr Schulden auf, die wir dann in den durchschnittlichen 8 Jahren wiederum über Kredite "bezahlen".

Das ist unsere Politik. Wir zahlen bereits 8mrd eur jährlich nur für Zinsen ... Rückzahlen haben wir ja offenbar sowieso nicht vor und klagen, dass uns das Geld fehlt. Zudem beklagen wir, dass Ratingagenturen meinen, dass dieser Weg in den Untergang führen wird und wir daher immer weniger Investoren finden werden, welche uns Kredite geben wollen.

Der typische Österreicher begreift offenbar nicht, dass wir längst abhängig sind. Was passiert denn, wenn wir nicht die 105mrd refinanzieren können? Wir müßten unsere Guthaben plündern und die Kreditgeber bezahlen oder wir gelten als Ausfall. Die Kosten für die restlichen Kredite wären dann sofort exorbitant, denn bei AAA rechnet man nicht mit einem Zahlungsausfall. Sofort würden wir enorme Aufschläge zahlen müssen ... wenn wir können.

Entweder wir sparen, führen damit unsere Schulden zurück und bilanzieren fortan leicht positv (außer vielleicht für echt harte Zeiten) oder wir gehen unter. Schluss mit dem Politikgeplänkel und runter mit den Verwaltungskosten a la Schweiz. Dort funktioniert es besser und kostet einen Bruchteil.

Beruhigend

Wenn ein souveräner Staat sagt, er ist pleite, dann ist er halt pleite. Da geschieht gar nichts, außer dass andere herkommen werden und uns retten wollen.

BZÖ als Alternative ?

Retten wir unser Geld vor SPÖ, ÖVP und den EU-Bossen!
Der Bucher-Plan: Neugründung der EU
Retten wir unser Geld vor Banken und Spekulanten!
Der Bucher-Plan: Neue Regeln für die Finanzmärkte
Retten wir unser Geld vor der ÖVP-Finanzministerin!
Der Bucher-Plan: Steuergerechtigkeit für den Mittelstand
Retten wir unser Geld vor rot-schwarzen Schuldenmachern!
Der Bucher-Plan: Reformen und Schuldenbrems
Mann sollte ernsthaft überlegen ob das BZÖ nicht eine Alternative währe.

Re: BZÖ als Alternative ?

ja, ich sah sie heut dort nebeneinander aufgereiht stehem im plenum:
den westenthaler, den petzner, den scheibner.

3 echte haider-kinder.
deren papa wusste auch, wie man mit schönen worten den mund voll nimmt (besser: heisse luft in schöne worte umformen) und gleichzeitig mit beiden händen die leute aussackelt wie kein anderer es jemals zustande brächte.

nein, diese post-haider-partei ist keine alternative!

Wo bleiben die Bankpleiten in Südeuropa?

Wenn in Südeuropa die Banken trotz Abzugs von reichlich Kapital in den Norden immer noch nicht pleite sind, dann sehe ich keinerlei Gefahr. Jegliche Katastrophendiskussion ist damit hinfällig, wenn bis jetzt dort noch gar nichts zusammengebrochen ist.

 
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