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Stark: Rücktritt als Weckruf für Euro-Regierungen

23.12.2011 | 12:05 |   (DiePresse.com)

Der scheidende EZB-Ökonom ortet eine schleichende Erosion der Prinzipien der Währungsunion. Mit seinem Rückzug wollte er ein Zeichen setzen.

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Der scheidende Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, sieht seine Rücktrittsankündigung als Weckruf für die Regierungen der Euro-Zone. "Ich wollte schon ein Zeichen setzen, dass jemand, der fast ein Vierteljahrhundert für das Projekt Euro gearbeitet hat, ein großes Problem damit hat, in welche Richtung sich die Währungsunion entwickelt", sagte Stark der "Welt". Im September hatte Stark "aus persönlichen Gründen" seinen vorzeitigen Rückzug aus der EZB angekündigt.

"Meine Entscheidung ist nicht an ein singuläres Ereignis geknüpft", äußerte sich Stark nun erstmals selbst zu den Gerüchten. Die Wiederaufnahme der Aufkäufe sei "nur der Anlass für meinen Rückzug" gewesen. Die Entscheidung sei aber im Zusammenhang mit den vergangenen Jahren zu sehen, "in denen die Währungsunion auf ein schiefes Gleis geraten ist", sagte Stark der Zeitung. Konkret kritisierte er eine "schleichende Erosion" der Prinzipien der Währungsunion, wie der Haushaltsdisziplin und der Koordinierung der Wirtschaftspolitiken.

Auch die jüngsten Pläne der EU, den Internationalen Währungsfonds (IWF) mit zusätzlichen Milliarden auszustatten, um genügend Geld für Euro-Krisenländer vorzuhalten, sieht Stark kritisch: "Europa muss seine Probleme selber lösen und die Abhängigkeit von der internationalen Kapitalmärkten durch eine konsequente Fiskalpolitik reduzieren", forderte er. Die Aufstockung des IWF-Topfes sei zudem "ein Versuch, das Verbot der direkten Staatsfinanzierung durch die Notenbanken in Europa zu umgehen".

(APA/Ag.)

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3 Kommentare
Gast: commonSense
23.12.2011 20:17
3 0

Stark . . . die Aufstockung des IWF-Topfes sei zudem "ein Versuch, das Verbot der direkten Staatsfinanzierung durch die Notenbanken in Europa zu umgehen".

. . . wer wüsste schon besser um die Staatsverschuldung als Stark?
Den müssten die Medien engagieren, dass er das Bankensystem aufs Korn nimmt und die "Kompetenz" der Politier gegebenfalls in Frage stellt.

Gast: EFF EFF
23.12.2011 14:38
0 5

übermenschlich schlecht

Dann will ich Stark mal persönlich in Hartz IV sehen und hören, was er dann noch zu sagen hat.

Gast: mysterium
23.12.2011 12:28
0 0

Und der Asmussen, diese Krot, wird alles schlucken,

was zum Nachteil für die Stabilität ist.

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