Die Taxifahrer in Italien revoltieren gegen die Liberalisierungspläne der Regierung Monti. Wütende Taxifahrer legten am Freitag in Rom die Arbeit nieder. Vor dem römischen Flughafen Fiumicino und dem Hauptbahnhof Termini waren keine Taxis zu finden, was zu erheblichen Problemen für Reisende führte. Die Demonstranten skandierten Proteste gegen das parteiunabhängige Kabinett, das eine Lockerung der Regelungen für die Vergabe von Lizenzen im Taxigewerbe plant.
In Neapel verbrachten die Taxifahrer zur zweiten Nacht infolge die Nacht auf der zentralen Piazza del Plebiscito. In der Vesuvstadt sind am Donnerstag die Taxifahrer in einen Dauerstreik gegen die Regierung Monti getreten. Zu Protestaktionen kam es auch in Mailand und Bologna.
Marktöffnung soll Taxis billiger machen
Künftig sollen die Gemeinden frei über die Vergabe von Taxi-Lizenzen verfügen können und diese auch vermehren dürfen. Der Markt soll dadurch geöffnet werden, was für die Konsumenten erhebliche Einsparungen bedeuten würde. Die Taxifahrer, die zu den bestorganisierten und kämpferischsten Lobbys in Italien zählen, befürchten, dadurch ihre Machtposition zu verlieren. Mehrere von ihnen haben hohe Summen für die teuren Lizenzen gezahlt, die in Großstädten bis zu 250.000 Euro kosten können. Mit einer Marktöffnung fürchten sie, dass ihre teuer erworbenen Lizenzen stark an Wert einbüßen. Am 23. Jänner planen die Fahrer einen landesweiten Streik, der das Taxigewerbe vollständig lahm legen soll.
(APA)

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