Was die Deutschen so groß und stark macht

16.01.2012 | 18:24 |  von Karl Gaulhofer (Die Presse)

Als einziger Schuldner mit makelloser Kreditwürdigkeit baut die Bundesrepublik Deutschland seine Dominanz in der Eurozone weiter aus. Dahinter stehen bärenstarke Wirtschaftsdaten. Ein Boom auf Kosten der anderen?

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Berlin. Wer zahlt, schafft an: Diese simple Weisheit treibt nun einen Keil in die Eurozone. Denn nach dem Rundumschlag von Standard & Poor's gibt es im Währungsraum nur mehr ein Land mit makelloser Kreditwürdigkeit samt stabilem Ausblick: Deutschland. Umso mehr steht und fällt nun die Finanzierung von Rettungsmaßnahmen in der Eurokrise mit der größten Volkswirtschaft. Diese Dominanz schafft Unmut unter den Partnern. Sie fürchten, dass ganz Europa nach der Pfeife von Kanzlerin Merkel tanzen muss. Das klingt dann so: konsequentes Sparen, ergänzt um radikale Reformen auf dem Arbeitsmarkt und bei Pensionen – alles nach dem Muster des Musterknaben.

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Dabei hüten sich die Politiker in Berlin davor, den Taktstock zu auffällig zu schwingen. Es überwiegt solidarisches Kopfschütteln über das Verdikt aus Übersee. S&P habe nicht begriffen, kritisiert Finanzminister Wolfgang Schäuble, „was wir in Europa schon auf den Weg gebracht haben“. Wir in Europa – obwohl Deutschland die anderen meilenweit überholt hat. Die Dominanz kommt aus der wirtschaftlichen Macht des Faktischen: der internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Waren.

Aber auch dieser Erfolg bleibt nicht ohne Neider. So manche Ökonomen trommeln, die Deutschen hätten sich durch „Lohndumping“, den Verzicht auf Lohnsteigerungen, einen unfairen Vorteil in ihrem Hauptexportmarkt Eurozone verschafft. Diese Argumentation hat nun das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kräftig zerpflückt. Nur in einem engen Zeit- und Raumfenster gäbe die Statistik den Kritikern recht: Von der Euroeinführung 1999 bis 2007, dem letzten Jahr vor der Krise, sanken die industriellen Lohnstückkosten in Deutschland um 16 Prozent, während sie im restlichen Euroraum um 3,5 Prozent stiegen. Die Lohnstückkosten geben das Verhältnis der Arbeitskosten zur Wertschöpfung an und sind so ein wichtiger Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.

Betrachtet man aber die Zeit von 1990 bis heute und lässt man die Welt nicht an den Grenzen Europas enden, sieht es ganz anders aus. Nach der Wiedervereinigung überschätzten die euphorischen Deutschen die Produktivität in den Betrieben der Ex-DDR und erhöhten die Löhne viel zu stark. Die Folge: Deutschland verlor zwölf Prozent Marktanteil auf seinen Exportmärkten und wurde zum „kranken Mann“ Europas.

Lohnstückkosten sind konstant

Erst im neuen Jahrtausend halfen moderate Abschlüsse und die „Agenda 2010“, Terrain zurückzugewinnen. Der Spielraum wurde in der Krise eingesetzt, um Kündigungen zu vermeiden. Der Preis: Nirgendwo anders brach die Produktivität so stark ein. Dafür konnten die Firmen, als die Nachfrage wieder anzog, mit der gewohnten Belegschaft wieder durchstarten.

Das überraschende Ergebnis: Seit der Euroeinführung blieben die deutschen Lohnstückkosten konstant. Höhere Lohnsteigerungen waren angesichts der globalen Konkurrenz auch nicht drin, erklären die IW-Forscher. So brachten die USA im letzten Jahrzehnt ihre Lohnstückkosten um elf Prozent herunter, die Japaner sogar um 32 Prozent. Deutschland hat sich also nicht besonders gut entwickelt, sondern Länder wie Frankreich, Italien und Spanien haben viel zu wenig getan, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Über den gesamten Zeitraum ab 1990 stiegen die Lohnstückkosten ähnlich stark bei den anderen Ländern der Eurozone. Das absolute Niveau bleibt hoch: Nur vier wichtige Industriennationen und EU-Länder haben höhere Lohnstückkosten. Wenn also alle Welt deutsche Waren kauft, hat das einen anderen Grund. Die Industrie besetzt Nischen statt Massenproduktion, sie punktet mit Innovation und maßgeschneiderten Lösungen. Das macht die Produkte weniger preissensibel, aber nicht immun für den Wettbewerb.

Der Lohn für moderate Löhne ist die hohe Beschäftigung. Sie bringt nun auch mehr Binnenkonsum, „viel stärker als durch überzogene Lohnabschlüsse“, wie IW-Chef Michael Hüther betont. Von der neuen deutschen Kauflust und den Importen von Vorprodukten profitieren auch die anderen Euroländer – weit mehr, als wenn Deutschland immer noch der „kranke Mann Europas“ wäre.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2012)

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81 Kommentare
 
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Gast: Bonn
17.01.2012 14:31
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Macht

Die Wirtschaft hat die Macht. Die Regierung ist fast unwichtig. Heute werden Staaten mit dem Handel und nicht den Soldaten erobert. Leider hat sich diese Sichtweise in manchen Köpfen noch nicht durchgesetzt. Soldaten brauchen wir fast nicht mehr.

Re: Macht

Die Regierung setzt aber die Rahmenbedingungen und entscheidet damit, ob sich die Wirtschaft gut oder schlecht entwickeln kann.

Von Libyen über den Irak bis Pakistan braucht wirklich niemand Soldaten?

Gast: Geschichtsprofessor
17.01.2012 09:42
2

Ein Problem haben aber die Deutschen:

Sie sind äußerst unbeliebt in Europa. Es fehlen die Verbündeten/ Freunde, mit denen seriöse Politik betrieben werden kann.

Der einzige Partner, Sarkozy, wackelt. Sein Nachfolger wird in Merkel einen Gegner sehen.

Alle anderen Länder in der EU sind bestenfalls neutral. Deshalb sind die Deutschen auch gut beraten, KEINE Führungsrolle in Europa anzustreben.

Soll jemand anders die Drecksarbeit machen...

Ein Problem haben aber die Deutschen:

Die Deutschen sind heutztage natürlich das Paradebeispiel der Unbeliebtheit. Und wenn Merkel und Sarkozy gemeinsam die Weltenretter spielen, dann darf das nicht über Generationen übergreifende Animositäten zwischen beiden Völkern hinwegtäuschen, welche durch findige Kerle auch weiterhin geschürt werden.
Andererseits, man liste mal die "Freunde" Österreichs oder Italiens auf. Hat Frankreich wahre Freunde oder Griechenland ? In der EURO-Zone sind Nationen zusammen geschmiedet worden, die sich alle nicht grün sind.
(2 Staaten ausgenommen)

Antworten Antworten Gast: Geschichtsprofessor
17.01.2012 13:18
2

Und auf einmal sind wir zum Kern der Problematik vorgestoßen:

Die Länder der EU haben historisch gesehen eine blutrote Vergangenheit. Da sind Katholiken gegen Protestanten, verschiedene Herrscherhäuser gegeneinander in den Krieg gezogen.

Völker sind zwischen den Mächten wie Waren ausgetauscht worden.

Akut ist nach wie vor die Ermordung und Vertreibung von Millionen Menschen nach den beiden Weltkriegen. Vor allem die Deutschsprachigen hat man von jahrhundertealten Siedlungsgebieten vertrieben.

(Diese Gebiete waren MIT den Deutschen reich, ohne sie bitterarm!)

Gerade die Deutschen und Österreicher sind durchwegs von Staaten umgeben, an die man in den letzten hundert Jahren massiv Gebiete verloren hat.

Trotzdem haben unsere nördlichen Nachbarn viel für die EU getan, gedankt hat es ihnen niemand. Es wird im Gegenteil noch mehr erwartet, und das ohne Zugeständnisse.

Nur wird es das so nicht mehr spielen, die Deutschen spüren mittlerweile genau, was gespielt wird.

Naja, mit sprüchen wie :" ... dann kommt die Kavallerie..." gegen Kleinere macht man sich eben keine Freunde und schürt das Misstrauen.

Ausserdem darf man nicht vergessen, dass Länder wie Ö. ihre Hausaufgaben VOR den Deutschen machten und demgemäss schon in einer weiteren Phase sind. Irgendwann werden auch die Wirkungen der deutschen Massnahmen nachlassen und dann ist D. genau dort wo Ö. und andere heute sind.
Richtig ist , dass der Neid eine Haupt antriebsfeder des German Bashings und der damit verbundenen Politik ist. wobei man sich nicht scheut in die Dreckkiste der Vergangenheit zu greifen und von dort aus Verpflichtungen gegen D. zu konstruieren.

Re: Naja, mit sprüchen wie :" ... dann kommt die Kavallerie..." gegen Kleinere macht man sich eben keine Freunde und schürt das Misstrauen.

Bitte um Aufklärung!

"...dass Länder wie Ö. ihre Hausaufgaben VOR den Deutschen machten und demgemäss schon in einer weiteren Phase sind."

WELCHE HAUSAUFGABEN HÄTTE ÖSTERREICH SCHON VOR DEN DEUTSCHEN GEMACHT?

Das mit der Kavallerie war Steinbrück.

Die Hausaufgaben waren einfach die Verringerung der Staatsquote, das Schrumpfen der Grossindustrie und demgemäss weniger Abhängigkeit davon.
Die Deutschen haben jetzt erst abgeschlossen was wir schon vor Euroeinführung beendet haben.
Das hat auch mit deren Wiedervereinigung zu tun.
Jedenfalls sind wir schon wieder in einer abwärtsphase die den Deutschen auch nicht erspart bleiben wird.

Re: Das mit der Kavallerie war Steinbrück.

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_136432/DE/BMF__Startseite/Publikationen/Monatsbericht__des__BMF/2011/07/statistiken-und-dokumentationen/01-finanzwirtschaftliche-entwicklung/tabellen/Tabelle__S18.html

Schauen Sie sich die Staatsquoten seit 1985 an und sagen Sie mir dann, wann Österreich seine Staatsquote auch nur annäherungsweise verringert hätte.
Auch hatten die Deutschen immer eine wesentlich niedrigere Staatsquote als Österreich! Ich wüsste nicht welche Hausaufgabe Österreich vor Deutschland gemacht hätte.

Der gleiche Unsinn wäre das "Schrumpfen der Großindustrie" wann sollte das in Österreich oder in Deutschland geschehen sein und durch was?


Siehe Voest, Steyr usw.

Kohle wird schon lange nicht mehr gefördert und der Erzberg ist auch am Ende.
Wie lange haben die Deutschen Kohle subventioniert ?
Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Re: Siehe Voest, Steyr usw.

Wenn es in Österreich keine abbaubare Kohle oder Eisenerz mehr gibt, nennen Sie das
"Hausaufgaben machen"!

Erbärmliche Argumentation !!!

Gast: Isch*ißmian
17.01.2012 08:54
2

Es ist die reinste Tragikkomödie wie versucht wird das Märchen vom "Exportwunder" in Verbindung mit der angeblichen Qualität deutscher Produkte aufrechtzuerhalten.

Deutschland hat mittlerweile eine Staatsverschuldung von 80 % des BIP; 25 % der Deutschen arbeiten in MacJobs (Tendenz steigend); es gibt Rekordzahlen an Hartzlern, Aufstockern etc.; der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer hat vom durch ihn ermöglichten Erfolg finanziell genau nichts gehabt (Reallohnzuwachs: 0,4 %).

Wo genau liegt nun der "Erfolg" des deutschen "Exportwunders". Vielleicht darin dass man ein ökonomisches Ungleichgewicht (Einigkeit in allen Theorien) von permanenten Leistungsbilanzüberschüssen durch den Euphemismus "Wunder" tarnen kann?

Wenn Deutschland die Exportmärkte in Europa wegbrechen dann werden die Deutschen sehen wie ihnen ihr "Wunder" um die Ohren fliegt.

Diese Aussage hat nichts mit Neid zu tun, es geht mir einfach auf die Nerven wenn krampfhaft versucht wird eine Lebenslüge aufrecht zu erhalten. Das "Exportwunder" Deutschlands ist so eine - erinnert mich an die österreichische "Neutralität".

Es ist kein Witz

In einigen Gemeinden in Ostdeutschland wurden bereits Strassenlaternen wegen Geldmangels abgeklemmt. Eingaben der Bürger wurden abgeschmettert.

Re: Es ist die reinste Tragikkomödie wie versucht wird das Märchen vom "Exportwunder" in Verbindung mit der angeblichen Qualität deutscher Produkte aufrechtzuerhalten.

Wenn einer Volkswirtschaft die Märkte (Binnen- oder Exportmärkte) wegbrechen, dann fliegt jedem Teilnehmer an dieser Volkswirtschaft die "Wunder um die Ohren"!

Das was Sie hier als "Lebenslüge" bezeichnen, ist normales Risiko aller Marktteilnehmer!

Man sollte nicht dauernd auf den irreführenden Lohnstückkosten herumreiten!

Die Lohnstückkkosten sind ja kein direktes Maß für die Lohnhöhe, sondern sie "geben das Verhältnis der Arbeitskosten zur Wertschöpfung an".

Hohe Lohnstückkosten kann ein hoch industrialisiertes Land haben, weil es hohe Löhne zahlt. Rückständige Länder haben viel Handarbeit und deshalb bei Hungerlöhnen genau so hohe Lohnkosten!

Hier in der Presse-Graphik sieht man z. B., dass die hoch entwickelten Niederlande - denen das AAA jetzt auch entzogen wurde - die gleichen Lohnstückkosten haben wie der arme Pleitestaat Griechenland!

Deshalb sagen Lohnstückkosten allein gar nichts, man muss auch wissen, wie sie zustande gekommen sind!

Re: Man sollte nicht dauernd auf den irreführenden Lohnstückkosten herumreiten!

Natürlich sagen uns die Lohnstückkosten einiges! Um bei Ihrem Beispiel Niederlande und Griechenland zu bleiben:
Die Lohnstückkosten in Griechenland sind eben viel zu hoch!
Deshalb ist Griechenland bankrott und die Niederlande haben immer noch AAA.

(AAA wurde den Niederlanden NICHT entzogen!)

Re: Re: Man sollte nicht dauernd auf den irreführenden Lohnstückkosten herumreiten!

Das Problem ist aber, dass die meisten Menschen - bis hinauf zu französischen Politikern - Lohnstückkosten und Löhne nicht auseinanderhalten können!
So haben z. B. die Griechen gar keine hohen Löhne, wie man glauben könnte, sondern eine zu geringe Produktivität!

Gast: Gast 8
17.01.2012 07:24
0

Wie die DDR Rettung

Genau so hastig wie bei der Wiedervereinigung wird jetzt gehandelt, um den EURO zu retten. Das hat alles politische Gründe. Deutschland war schon vor dem Euro stark. Es wird aber so verkauft als könne Deutschland ohne Griechenland und co nicht existieren. Das Geld ist weg, ob wir es direkt den Banken geben oder ob sie verzichten. Europa ist gespalten, Frankreich und die Pleitestaaten wollten lauf Prof. Sinn England nicht.

Die Macht des Faktischen

Auch wenn es die meisten deutschen Politiker selber lieber nicht wahrhaben wollen: Deutschland ist Wirtschaftsmacht Nr 1 in Europa und sollte schleunigst seiner Verpflichtung zur Führung nachkommen. Die Dominanz der "gleichberechtigten" Partner, die nichts wesentliches zum Euro beitragen konnten (da der Zahler Deutschland/Österreich/Benelux ist), erhält auf Dauer keinen stabilen Wirtschaftsraum.

Gast: UKW
16.01.2012 21:02
2

Ich möchte nur darauf hinweisen, dass obiger Text politisch nicht mehr zeitgemäß ist

Warum wird Deutschland als "Musterknabe" bezeichnet (=männlich und positiv besetzt), während "die" (!) Griechen ständig als Schuldenkaiser in Europa bezeichnet werden? Ich finde hier sollte unsere Frauenministerin wie immer streng durchgreifen.

Gast: hubert252
16.01.2012 20:11
2

So super stehen die Deutschen auch wieder nicht da!

Außer, dass die Deutschen nicht so fatale W/Bankerfiguren wie Randa, Treichl, Konrad oder Konsorten durchfüttern bzw deren Ost-Fehler ausmerzen müssen, stehen die Deutschen um nichts besser da als wir. Haben sogar eine höhere Staatsschuldenquote. Wettbewerbsfähig sind wir genauso wie sie. In Wahrheit wird übersehen, wie wacklig selbst die Deutschen auf den Beinen stehen. Bloß nicht genau hinsehen, denken sie sich.

Antworten Gast: Holtadiepolta
17.01.2012 22:37
1

Re: So super stehen die Deutschen auch wieder nicht da!

Deutschland steht tatsächlich nicht unbedingt besser da als z.B. Österreich oder die Niederlande, auch wenn die Ratings das sagen.
Es geht hier in erster Linie auch um den politischen Einfluss, und da ist DE nunmal seit dem 2.Weltkrieg (Ironie der Geschichte), der Garant für Stabilität in Europa.
Länder wie Österreich haben nunmal aufgrund ihrer Größe nichts zu sagen und profitieren zumal von der deutschen Politik.
Oder um es genauer zu sagen , auch wenn es irgendwie grosskotzig klingt, aber ehrlich nicht so gemeint ist:...Deutschland ist der Grund warum Europa in der Welt noch einigermaßen Bedeutung hat.

Antworten Gast: Gast 8
17.01.2012 07:34
0

Re: wir haben viele Probleme

Wir sind von ihnen abhängig (so wie schon vor de EU Beitritt) das das Ostabenteuer ziemlich schief gegangen ist.
Eigentlich ist das Problem der westlichen Welt, das es zu wenig Ressourcen und Energie gibt. Um das zu kompensieren müssen sie exportieren. Stattdessen wurde versucht, mit neuen Produkten zu punkten, die China gnadenlos kopiert. Unsere Arbeitsplätze sind aber viel zu teuer.Geld wurde in Spekulation investiert statt in Industrie. Die Zukunft heißt Alternativenergien. Den Euro brauchen wir nicht, er ist auch nur eine Geldumschichtung.

Re: Re: wir haben viele Probleme

"Den Euro brauchen wir nicht, er ist auch nur eine Geldumschichtung."

Da wir nur eine sehr kleine und relativ unbedeutende Währung hatten würden Sie es vorziehen, wenn unsere Wirtschaft in den letzten 10 EURO-Jahren lieber 0,5 % unseres BIP an sinnlosen Wechsel- , Kurssicherungs- und Transaktionskosten geblecht hätte.
Im Jahr 2010 wären das so unbedeutende Kosten in der Höhe von ca 160 Millionen EURO gewesen!

Das wäre natürlich keine "Geldumschichtung" gewesen!

Antworten Gast: xefo
16.01.2012 20:21
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Re: So super stehen die Deutschen auch wieder nicht da!

Aber sie haben Industrie und geniale Ingenieure. Ich habe mich öfters in der deutschen Pharmaindustrie beworben, war in Frankfurt, Ulm, Mannheim sogar im ehemaligen Osten. Pharmabetriebe mit 4000, 5000, 7000 Mitarbeitern sind dort der Regelfall, in Österreich gibt es in DER Branche gerade einmal 3 Betriebe mit 1000 Mitarbeitern (Davon ist einer eine deutsche FIrma!). Von Maschinenbau rede ich gar nicht.

Antworten Antworten Gast: hubert252
16.01.2012 22:27
0

Re: Re: So super stehen die Deutschen auch wieder nicht da!

Eine größere Volkswirtschaft hat höhere Austragungsmengen und daher im Durchschnitt größere Betriebe gehabt, als sich die EU-Pforten öffneten, die dann den Binnenmarkt zur Folge hatten. Österreich hatte kleinere Pharmabetriebe, die dann u.a. von Schweizern und Deutschen gekauft wurden. Wie die deutschen Autobetriebe groß wurden, wissen wir alle. Und Österreicher waren dabei in mehrfacher Hinsicht (also auf Unternehmer- und Politikseite) mitbeteiligt.

Auch die Deutschen kochen nur mit Wasser.

Übrigens: die haben dort 12 Monatsgehälter, wir 14 -- daher immer Jahresgehälter vergleichen, nicht Monatsgehälter. Aber das ist ohnedies bekannt.

 
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