Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat vor einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale in der Eurozone gewarnt. "Das größte Risiko für den Euroraum ist, dass wir eine Abwärtsspirale der Wirtschaftsentwicklung erleben können", sagte Bofinger. Die Prognosen für Spanien oder Italien würden bereits immer weiter nach unten revidiert: In beiden Staaten sei in diesem Jahr mit einem Rückgang des BIP von etwa zwei Prozent zu rechnen. "Wenn wir diese Abwärtsspirale haben, dann wird es nahezu unmöglich, die Schulden zu stabilisieren."
Bofinger verwies auf die Entwicklung in Griechenland als Beispiel für die Gefahren der gegenwärtigen Strategie der immer neuen Sparprogramme im Kampf gegen die Schuldenkrise. "Das Land ist jetzt im freien Fall", sagte er. Nun müsse vermieden werden, dass es in Portugal, Irland, Spanien oder Italien zu einer ähnlichen Entwicklung kommt.
(APA)

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