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Fekter: 750 Milliarden Euro für Rettungsschirm denkbar

24.01.2012 | 15:31 |   (DiePresse.com)

Finanzministerin Maria Fekter hat erst gestern eine Aufstockung des Rettungsschirms ESM abgelehnt. Heute ist sie dafür.

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Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) kann sich vorstellen, dass der künftige permanente Euro-Rettungsschirm ESM bei einer Zusammenlegung ab Juli dieses Jahres mit dem laufenden Rettungsschirm EFSF eine Größenordnung von 750 Milliarden Euro aufweisen könnte. Erst gestern sprach sie sich gegen eine finanzielle Aufstockung der Mittel aus.

Vor Beginn der Sitzung der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel sagte Fekter auf die Frage, ob eine Zusammenlegung der aus der EFSF übrig gebliebenen 250 Milliarden Euro mit den 500 Milliarden Euro, die für den ESM geplant sind, denkbar wäre und man damit auf eine Summe von 750 Milliarden Euro kommen könnte: "Ich glaube, das ist konsensfähig".

Fekter sieht durch eine Überführung der restlichen Gelder aus der EFSF in den ESM keine zusätzlichen Belastungen für Österreich entstehen. "Wir gehen von den vereinbarten Volumina aus. Die EFSF soll dann mit seinen Volumina in den ESM überführt werden. Wir wissen nicht, wieviel Volumina diesbezüglich übrig bleiben werden," sagte die Finanzministerin.

Auch Faymann für Ausweitung

"Wir sind davon ausgegangen, dass die EFSF anschließend nicht mehr in dem Ausmaß operativ tätig wird, weil da der ESM den dauerhaften Mechanismus übernimmt. Das ist gut so. Da wird man dann auch Portugal und Irland mitbetreuen. Und ich hoffe, Griechenland kann dann auch eine Nachhaltigkeit zeigen, auch wenn es länger dauert, wenn Athen wieder auf die Beine kommt", sagt Fekter.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat sich für die Idee ausgesprochen, den künftigen permanenten Euro-Rettungsschirm ESM auf 750 Milliarden Euro auszuweiten. "Das unterstütze ich", sagte der Regierungschef am Dienstag nach dem Ministerrat in Wien. Es gehe darum, gemeinsam eine Basis dafür zu schaffen, die Risiken zu minimieren, so der SPÖ-Chef. FPÖ und BZÖ bleiben entschieden gegen die Aufstockung des Euro-Schutzschirms.

 

(APA)

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61 Kommentare
 
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Gast: stop!
28.01.2012 19:30
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"Stoppt den ESM"

Etwas zu ändern - wird wohl nicht ausbleiben weil uns sonst alles um die Ohren fliegt, aber man muss nicht den PAKT mit dem Teufel unterschreiben !
der ESM ist laut Vertrag (wenn der unterschrieben wird) absoolut unantastbar , Gerichtlich unbelangbar inkl. deren Mitarbeiter und der Betrag der eingezahlt wurde nicht ein Kredit sondern ist dann das Budget das die ESM besitzt und dass ihr nicht mehr weggenommen werden kann...

facebook gruppe "Stoppt den ESM" beitreten denn wir wollen keine Diktatur in Europa von denen die unser Geld besitzen !

ausweiten, mehr zahlen

unsere politruks wissen nicht was sie tun !
haben keine eigene meinung - reden nur nach dem mund der entscheider in d und f !
da wärs doch besser wir treten d bei und ersparen uns diese politruks und haben obendrein dann eine meinung

0 0

... reden nur nach den Mund von D & F ...

In diesem Falle nicht:
Die Ausweitung des ESM von 500- auf 750 Milliarden Euro ist von den Verantwortlichen (in D, Merkel) zunächst abgelehnt worden. Vermutlich ist die Opposition in D da anderer Meinung aber bis März gilt das ...

Gast: saubersagich
24.01.2012 16:24
1 0

und morgen , wenns ie zu hause ist, ist sie wieder dagegen

Dr. Jekyll und Mr. Hyde lassen grüßen

Es gehe darum, gemeinsam eine Basis dafür zu schaffen, die Risiken zu minimieren

750Mrd. nicht existierende Euros auszuborgen minimiert Risiko? Welches genau?
Hier kann nur der Zusammenbruch unserer Währung gemeint sein. "Minimal"ist hier leider nur dieser ohnehin schon horrende Betrag im Verhältnis zum mittelfristigen Refinanzierungsbedarf der Eurozone.
Hier wird versucht, Feuer mit Benzin zu löschen.

Gast: Wirtschaftler
24.01.2012 15:23
1 0

Klarer Kommentar:

Sie wissen nicht mehr, was sie tun !
Ob es jetzt Billionen, Milliarden oder sonst irgendwelche Fantasiezahlen sind-- bezahlen kann das keine Generation mehr. Aber scheinbar ist das bereits schon alles für die Wurscht !!

Gast: kurtb
24.01.2012 15:01
0 0

vom Finanzmarkt getriebene Politik..

gibt es wirklich keine reapolitische Themen mehr als die vom Finanzmarkt getriebene Politik??
Der Finanzmarkt gehört runtergeschraubt auf die in der Realwirtschaft vorhandenen Werte und Geldmittel! -> back to the roots...

Re: vom Finanzmarkt getriebene Politik..

Einverstanden. Provokante Frage: Wie? Darauf haben mir leider noch nichtmal die am weitesten links stehenden Ökonomen eine schlüssige Antwort geben können.
Let´s face it: Die weltweit verwalteten Zahlen ("Werte" sind es, wie Sie richtig bemerken, keine) übersteigen die tatsächlich vorhandenen Werte um ein Vielfaches. Wieder dasselbe Niveau herzustellen bedeutet: Weltweiter Schuldenschnitt (aber richtig) mit damit einhergehendem Vermögensverfall (wobei eben ein Grossteil des Vermögens nur aus Zahlen besteht).
Das wäre also eine weltweite Währungsreform (kann man auch einen Crash nennen). Und für (zumindest) den "kapitalstärkeren" Teil der Welt unvorteilhaft. Dabei hätte sogar der ärmste Österreicher noch was zu verlieren.

Gegenvorschlag: Das Beispiel SWE zeigt, dass weitgehender Konsens über die negativen Auswirkungen der Abhängigkeit durch Schulden zum Umdenken führen kann. Ganz ohne radikale Umstösse. Und mit der Aufrechterhaltung eines durchaus anerkannten Sozialsystems.

5 0

Warum denn "nur" 750 Milliarden?

Hängen wir doch noch ein oder zwei Nuller hinten dran, dann geht es sich sicher aus. 7,5 oder gar 75 Billionen Euro was ist das schon? Sind ja schließlich nur Haftungserklärungen die eh nie schlagend werden und ist außerdem ein Supergeschäft (wie Fekter im Fall Griechenlands erklärt hat).

So oder so ähnlich scheinen unsere Politiker anscheinend mittlerweile zu denken. Da braucht man eigentlich an ihre Vernunft nicht mehr appellieren, solche Leute gehören besachwaltert. Leider ist aber weit und breit niemand in Sicht, der diesen Irrsinn aufhalten könnte...

Gast: blackwhite
24.01.2012 14:49
1 0

AK fordert „Liste der Schande“?

http://salzburg.orf.at/news/stories/2518289/
" target="_blank">http://salzburg.orf.at/news/stories/2518289/


was machen die, wenn sie sich in den ersten fünf plätzen d(ihr-)er datei wiederfinden?

holt man dann den karibischen streikfond für die gewerkschaft wieder?

das ist österreich!

Gast: Attilas Yalcin Tülü
24.01.2012 14:35
1 0

"Ich werde mich nicht wundern, wenn Frau Fiona Grasser eines Tages Finanzministerin wird ! "


Gast: Lauter Rettungsschirme!
24.01.2012 14:35
5 0

Finanzministerin Maria Fekter hat erst gestern eine Aufstockung des Rettungsschirms ESM abgelehnt. Heute ist sie dafür.

Wie wäre es mit einer Volksabstimmung?

Also ich bin dagegen!


Antworten Gast: kurtb
24.01.2012 14:54
4 0

Re: Finanzministerin Maria Fekter hat erst gestern eine Aufstockung des Rettungsschirms ESM abgelehnt. Heute ist sie dafür.

ICH AUCH!!

Gast: unbeteiligter
24.01.2012 14:33
1 0

Haben SIE von der Schottermizzi......

was andres erwartet?

Gast: Vogel Strauss
24.01.2012 14:26
0 0

PS: Super-Bild mal wieder!!

Es fehlen nur noch die Hörndln am Kopf, dann ist der Krampus fertig ...

Gast: Vogel Strauss
24.01.2012 14:25
2 0

Gestern abgelehnt - heute dafür ...

Dazwischen liegt eine Nacht Verhandlungen mit dem 'Ober-Gehirnwäscher' der Euro-Gruppe Jean-Claude Juncker. Der hat noch jeden unserer Finanzminister eingeseift und gehört endlich in Pension geschickt. Und wir benötigen dringend kompetente Politiker!

Gast: 1. Parteiloser
24.01.2012 14:11
3 0

Die 750 Mrd. werden die Eurozone niemals retten können!

Wenn man sich einmal bewusst gemacht hat, dass die offiziellen Schulden der Länder der Eurozone um die 10.000 Mrd. Euro betragen, dann ist auch klar, dass 750 Mrd. kaum was helfen können, weil es nur 7,5% der gesamten Schulden sind.

In nächsten Jahren reifen erhebliche Summe an Staatsanleihen ab, welche die Länder nicht bezahlen können, also eine Refinanzierung brauchen. Für wesentliche Teil davon können keine privaten Geldgeber mehr gefunden werden, weil die Risiken einfach viel zu hoch geworden sind. Da müsste dann der ESM einspringen um diese Refinanzierungen machen zu können. Die 750 Mrd. können dafür nicht reichen.

Auch ist der Schuldenanstieg der Länder der Eurozone noch immer ungebremst. Da geht es um einen Anstieg von etwa 500 Mrd. Euro pro Jahr. Würde man den ESM nur dafür verwenden den Schuldenanstieg zu finanzieren, dann würde der auch nur 1,5 Jahre leben und dann das Limit erreicht sein. Das Problem der Refinanzierung würde dann aber bleiben.

Die Planwirtschaftler in der EU, egal in welchen Farben die auch immer schillern, die kämpfen seit Jahren nur darum den Schuldenstand irgendwie noch erhöhen zu können. Dass der Finanzbedarf so irre ist, das kommt wohl daher, dass Planwirtschaft immer eine Mangelwirtschaft ist. Diese Kommunisten können das eigene Versagen nicht mehr finanzieren.

Die Lösung wäre doch 3 Jahre keine Budgetdefizite. Das schaffen die Gierigen aber nicht, weil dann die Selbstbedienung einbremst wäre!

3 0

Eine Erklärung

Gibt es von Prof.Sinn schon am 14.07.2011
der Link ist hier von der Presse unerwünscht.
Wer mag sucht auf youtube dort sehen die Argumente anders aus wie bei unseren Seifensiedern.

Antworten Gast: Gartena
24.01.2012 16:30
0 0

Re: Eine Erklärung

ein aktuelleres Video von ihm zu diesem Thema gibt es vom 17.1.2012. Auch davon wird der link hier trotz mehrfacher Versuche beharrlich nicht veröffentlicht. Googlen nach "Gefangen in der Euro-Rettung". Da wird Klartext gesprochen und besonders spannend ist es ab ca 15 Minuten!

Gast: Gast:Gast
24.01.2012 13:52
2 0

Unglaublich

Diese Frau hat nicht von ungefähr den Beinamen "Schotter-Mitzi" - aber es ist unser Geld und nicht ihr Schotter.

Gast: Voll der Meinung
24.01.2012 12:49
4 0

warum nur 750 Mrd?

damit kommen die Banken mit Sicherheit nicht aus, die sind ja erstens der Markt und zweitens ihren Versprechungen verplichtet!

Ich denke, dass es oberste Bürgerpflicht ist, dass man hier nicht kleinlich ist, denn sonst sind die Märkte voll beleidigt. Und das wollen wir ja alle nicht, oder?

Gast: HansC
24.01.2012 12:46
1 0

... nachfrageorientierte Ökonomie des P.Bofinger ...

ZITAT: "... seltsam, wenn die "schwäbische Hausfrau" (c by peter bofinger) glaubt, ..."

H.Bofinger ist unter den Ökonomen Eures Nachbarlandes D mit seiner "nachfrageorientierten" Ökonomie in der Minderheit.
Nachfrageorientierung, das ist in etwa das was Griechenland in den letzten Jahrzehnten zur Perfektion betrieben hat: Viele Beamte mit hohen Gehältern, Zünfte (ist das ein in A bekannte Wort?) mit Einkommenspfründen für betimmte Gruppen (Taxifahrer, ...), mangelnder Steuereintreibung, ..., das bringt "Nachfrage".
Es bedeutet etwa das Gegenteil davon, sich an den Realitäten des Machbaren zu orientieren, sondern halt an der "Nachfrage", den Wünschen ...

Gast: Gartena
24.01.2012 12:19
11 0

wir werden aus

statt das Geld in Österreich zu investieren wird unserer Steuergeld in sinnlosen "Rettungsschirmen" versenkt, die absolut wirkungslos sind wie ein großes Schwarzes Loch alles verschlingen. Uns werden Sparpakete aufgebürdet und wir müssen den ganzen Wahnsinn blechen. Und wofür? Wer hat etwas davon? Die "Märkte"´. Sicher nicht die Steuerzahler, Rentner und Sparer auf deren Rücken das ganze abgewälzt wird. Wir sind die Dummen, die am Ende alles bezahlen müssen. Nein danke! Raus aus dem EURO! Raus aus der EU!

Antworten Gast: Hella Ranter
24.01.2012 12:55
5 0

Re: wir werden aus

Schließe mich voll und ganz Ihrer Meinung an!

die mehrzahl der kommentare zählt zur kategorie

"denn sie wissen nicht, wovon sie schreiben!"

es ist keine schande, bei diesem thema nicht alle auswirkungen von folgeereignissen bewerten zu können. egal welche maßnahmen nun erfolgen sollten.

doch ich finde es höchst seltsam, wenn die "schwäbische hausfrau" (c by peter bofinger) glaubt, ihre haushaltsführung sei das musterbeispiel für den staat in einer globalisierten welt.

unwissenheit + überheblichkeit ist allerdings schon eine schande!

Re: die mehrzahl der kommentare zählt zur kategorie

Da haben Sie schon nicht ganz unrecht, übersehen jedoch ein wesentliches Detail:
Das hier diskutierte Thema stellt ein Problem dar, das nicht durch Meinung oder Glauben lösbar ist. Es ist ein mathematisches Problem.
Sie und der Rest der Steuerzahler stellen Banken via OeNB => EZB Geld zu 1% Zinsen (Leitzins) zur Verfügung und borgen es sich wiederum über Staatsanleihen (langfristig) um 3,5% aus.
Die Zinsdifferenz muss mit inflationsbereinigtem Wirtschaftswachstum (das wären also langfristig 2,5% p.a.) ausgeglichen werden. Dies ist schon in unserem privilegierten Land illusorisch. Bei den Anleihenkupons anderer Euroländer sieht das Missverhältnis noch viel schlimmer aus. Jedes Minus in der Rechnung müsste sich damit direkt auf Wohlstandsverlust auswirken, welchen wir (alle) aber nicht akzeptieren wollen. Hinzu kommt übrigens noch der Zinseszinseffekt (Exponentialfunktion).
Die Rechnung kann also grundsätzlich nicht aufgehen.
Die unterschiedlichen Meinungen dazu (die ja ebenso unterschiedlichen Weltanschauungen entspringen) stellen also nur verschiedene Modalitäten des Scheiterns zur Diskussion (wieviel Zeit lässt sich kaufen?). Dieses Scheitern selbst ist eine mathematische Tatsache, solange die o.a. Kette nicht unterbrochen wird. Dafür wiederum gibt es nicht den geringsten Hinweis. Meinungen - egal ob die der Hausfrau, des Hrn. Bofinger, Ihre oder meine - haben daher bestenfalls Unterhaltungswert.


 
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