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Rehn stimmt Euro-Länder auf höhere Griechen-Hilfen ein

26.01.2012 | 15:40 |   (DiePresse.com)

Privater Schuldenschnitt und 130 Mrd. Euro an Hilfen reichen wohl nicht aus: Währungskommissar Rehn deutete an, dass Athen noch mehr Geld benötigt.

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Für die Rettung Griechenlands sind nach Erkenntnissen von EU-Währungskommissar Olli Rehn weitere staatliche Hilfen zwingend. Um wie geplant die Schuldenlast des Eurostaates bis 2020 auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von derzeit gut 160 Prozent zu senken, werde der derzeit verhandelte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger nicht ausreichen, sagte Rehn der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in Davos. Diese Lücke müssten die Eurostaaten und die EU-Institutionen füllen. Eine Einigung auf das zweite Rettungspaket stehe kurz bevor.

Bis vor kurzem war nicht von einer Restrukturierung der Griechenland-Forderungen der Eurostaaten, der Europäischen Zentralbank oder des IWF die Rede gewesen.

"Nichts Dramatisches"

"Wir bereiten ein Paket vor, das den Weg für eine nachhaltige Lösung freimacht", sagte der finnische EU-Kommissar auf dem Weltwirtschaftsforum in den Schweizer Alpen. "Es wird dabei wahrscheinlich einen höheren Bedarf an öffentlicher Finanzierung geben, aber nichts Dramatisches."

Die Verhandlungen der privaten Gläubiger mit Griechenland über einen Schuldenschnitt befinden sich augenscheinlich in der Endphase. Der Chefunterhändler des Internationalen Bankenverbandes IIF, Charles Dallara, wollte am Donnerstagabend in Athen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Lukas Papademos zusammenkommen (mehr dazu ...).

Zweites Rettungspaket
Im Sommer 2011 wurde ein Rettungspaket geschnürt, das Staatshilfen von 130 Milliarden Euro für Griechenland vorsieht. Bedingung dafür ist allerdings ein freiwilliger Forderungsverzicht der privaten Gläubiger, der Griechenlands Schulden um rund 100 Milliarden Euro drücken soll.

Institut: EZB kann ohne Verluste helfen

Wie eine Einbeziehung der EZB funktionieren könnte, hat indes das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vorgeschlagen. Die EZB könnte griechische Staatsanleihen, die sie am Finanzmarkt mit einem Abschlag angekauft hat, zunächst zu diesem niedrigen Preis an den Rettungsfonds EFSF veräußern. Der Fonds solle dann den Differenzbetrag zwischen diesem Preis und dem Ursprungswert der Anleihen zum Schuldenerlass beisteuern. Der EFSF würde demnach die Bonds bis zum Ende der Laufzeit halten und dann den vollen Betrag zurückbekommen.

"Auf diese Weise würden Griechenlands Schulden weiter sinken", heißt es in dem IW-Papier. Die EZB werde damit nicht belastet und ihre Unabhängigkeit nicht in Zweifel gezogen. Auch der Steuerzahler bleibe von diesen Kosten verschont. "Allerdings würden die verfügbaren Hilfsmittel des Euro-Rettungsschirms dadurch etwas geschmälert", formulierte das Institut. Die EZB hält derzeit griechische Staatsanleihen im Umfang von rund 40 Milliarden Euro.

(APA)

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35 Kommentare
 
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"Wir bereiten ein Paket vor, das den Weg für eine nachhaltige Lösung freimacht"

Oje. Bisher war das immer die Umschreibung für
- kostet Unsummen
- löst das Problem nicht sondern
- verschärft es, da sich die Fallhöhe vergrössert

Aber diesmal ist´s anders. Ganz sicher. Der Mann mag fantasielos sein. Aber er ist zäh.

Wäre der Währungskommissar auch nur ansatzweise durch irgendeinen demokratischen Prozess legitimiert - ich würde ihn glatt zur Wiederwahl vorschlagen.

Gast: Na und?
27.01.2012 13:48
0 0

Lieber Hr. Rehn!

Ich habe Sie nicht gewählt, also was erzählen Sie mir?

Abgesehen davon will ich mein Steuergeld NUR in Österreich verwendet sehen. Für obskure und halbkriminelle "Rettungs"aktionen haben ich und ein paar Millionen anderer Leute kein Verständnis.

Vor allem sollten Sie sich ins Gedächtnis rufen, daß Griechenland korrupt bis dort hinaus ist. Das Land hätte NIE den EUR bekommen dürfen, ist aber dank Ihnen und Ihren Freunden bei der Währungsunion dabei.

Wenn Sie also Geld für Griechenland wollen, besorgen Sie es ich woanders und nicht beim Steuerzahler (also bei mir). Ich bin es leid, als Zahler gut genug zu sein und als Bürger wie ein Idiot hingestellt zu werden (der die "höheren" Zusammenhänge nicht versteht)!

Re: Lieber Hr. Rehn!

Ich interpretiere in Ihren Beitrag ein gewisses Missfallen hinein.
Was die "paar Millionen anderen Leute" betrifft, so sehe ich das anders. Die Masse denkt (noch) nicht wirklich so, da sie sich mit dem Thema nicht befasst. Jedenfalls nicht über das "Die Politika san hoit amoi deppat"-Stadium hinaus.
Wird sich aber ändern. Und was dann passiert, passiert sehr schnell.

Was

sagt eigentlich unser, ach so beliebter, Volkskanzler dazu?

Antworten Gast: Braunschweiger
27.01.2012 12:34
1 0

Re: Was

In Ewigkeit Amen

Gast: sadfsdf
27.01.2012 10:18
2 0

Wie oft werden wir noch angelogen?

Wie oft haben wir schon gehört, das eine Paket noch, dann wär`s genug und dann wurden wird doch wieder beraubt?

Gast: Braunschweiger
27.01.2012 09:52
1 0

Deutschland Geberland Nr. 1

Dieser ganze EU Blödsinn hat doch nix.
Die Deutschen haben den größten teil des EU Rettungsschirm zu tragen.
Dabei werden wir Arbeitnehmer schön kurz gehalten, und bekommen Minilohnerhöhungen seit Jahren. Diese werden dann durch versteckte Steuererhöhungen sofort wieder elemeniert.
Deutschland kotzt mich an.

1 0

JP Morgan die Samariter sozial und menschlich

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/37000/

Gast: Reitschulgasse
26.01.2012 20:43
5 0

Rehn stimmt Euro-Länder auf höhere Griechen-Hilfen ein

Keine Sorge, unsere Fr. Dr. Fekter erarbeitet gerade wieder ein legendäres Gschichterl
zu ihrem guten Geschäft.

Re: Rehn stimmt Euro-Länder auf höhere Griechen-Hilfen ein

warten sie erst mal was der Faymann-Darsteller sagt!

Gast: Vogel Strauss
26.01.2012 20:27
3 0

Ein Ring, sie zu knechten ...

Frei zitiert nach Tolkiens 'Herr der Ringe':

... sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

Das fällt mir immer ein, wenn ich wieder so eine verblendete Aussage von einem Großkopferten aus Brüssel höre. Die haben dort wohl den EINEN Ring!!

2 0

Re: Ein Ring, sie zu knechten ...

Sauron war irgendwie cool.
Rehn ist unzweifelhaft uncool.

ES REICHT!!!!


8 0

Sehr geehrter Herr Rehn!

Als europäischer Steuerzahler bin ich nicht länger bereit, mit meinem Steuergeld immer neue "Hilfspakete" zu finanzieren. In Griechenland kümmert sich niemand um die Sanierung des Landes. Wozu auch, wenn die dummen Europäer alles zahlen?

Werfen Sie endlich dieses total verkorxte Land aus der EU.

Kein Geld mehr für Griechenland!
Verar***en kann ich mich selbst viel billiger!

ADAXL (steuerpflichtige Eidechse)

GENUG GEZAHLT

Milliardenversenker und alle Möchtegernretter, wann hört Ihr endlich auf.
Wie lange will sich die Bevölkerung von den bestellten Witzblatt figuren eigentlich noch einschüchtern lassen?
Am Ende können alle Beteiligten sicher sein: Sie brauchen nur die Hand aufzuhalten, und mit den Schrecken der Apokalypse drohen, dann können sie weitermachen wie bisher.Und unsere Bundesregierung wird uns Steuerzahler wieder einreden,wie wichtig die Griechenland Rettung für uns alle ist.

..und jeder Euro ist in diesem Steuerhinterziehungsland

supergut angelegt - sagen unsere Klugen.

Gast: Massenmedien
26.01.2012 19:03
3 0

Die Massenmedien

Die Massenmedien sind von den Banken gekaufte Sprachrohre denen Minderpriviligierte glauben Schenken ....
Außer den Banken will niemand gerettet werden,
Die angeblichen Hilfszahlungen sind nichts weiter als Direktzahlungen an die Banken die das eingegangene Risiko sich von den Massen bezahlen lassen .

Je größer die Krise umso Banaler die Ablenkung !

3 0

Die österreichischen Beamten ...

finanzieren im Endeffekt die griechischen Beamten ...

Antworten Gast: Vogel Strauss
26.01.2012 20:22
3 0

Re: Die österreichischen Beamten ...

Wenns doch nur die Beamten wären, leider gehören zu den Steuerzahlern noch viel mehr unschuldige Bürger ...

Neue info aus Ungarn

Die Region Nord-Balaton druckt eigenes "Geld", die Balaton-Krone.
http://www.napi.hu/magyar_gazdasag/uj_penzt_nyomtatnak.508831.html

Seit April 2010 existiert in Sopron bereits der "Blaue Frank" .
Natürlich ist das kein richtiges Geld, sondern so etwas wie Wertmarken. Kennen wir ja auch noch aus unserer Vergangenheit.
Warum ich das hier schreibe ? Unter anderem, weil Ungarn seit der Riesendemonstration pro Orban aus den Medien verschwunden ist. Es betrifft aber auch etwas den Olli Rehn

Olli Rehn

"Rehn studierte ab 1982 Volkswirtschaftslehre, Internationale Beziehungen und Journalismus, zunächst am Macalester College in St. Paul, Minnesota, USA, dann an der Universität Helsinki, wo er 1989 mit einem Master in Politikwissenschaften abschloss. 1996 legte er eine Promotion zum Dr. phil. an der Universität Oxford, Fachbereich Internationale politische Ökonomie vor, seine Doktorarbeit trug den Titel: Corporatism and Industrial Competitiveness in Small European States." (wikipedia)

Antworten Gast: Vogel Strauss
26.01.2012 20:23
1 0

Re: Olli Rehn

Echt? Der hat in Oxford studiert? Mit dem grässlichen Englisch? Hat wohl ein Ghostwriter geschrieben, die Doktorarbeit ...

Gast: pächter der wahrheit
26.01.2012 18:12
11 0

lieber Oli

dann erklär uns Proleten (die wir das Ganze finanzieren) wie die Griechen das Geld wieder zurückzahlen werden?

- Werden die Griechen mit dem Geld Ihre Wirtschaft um 200% explodieren lassen?
- Oder werden die Griechen mit den Milliarden nach Gold schürfen und Erdöl bohren und dann die Schulden mit Rohstoffen zurückzahlen?

Ich vermute ja vielmehr dass alle massgeblichen EU- und Nationalpolitiker durch die Finanzlobby unter Dauerbeschuss (in Österreich nicht notwendig, da sitzt diese eh gleich im Parlament)

Aber ich bin ja auch kein Finanzexperte, ich hab ja bloss Wirtschaft studiert und nicht Finanzalchemie wie Du.

Gast: Gast 8
26.01.2012 18:07
5 0

Schluß mit Lustig

Spätestens jetzt hoffe ich daß Fekter ein Stopschild hochhält. Es hört nicht mehr auf. Nur mit Austritt Griechenlands.
Nur weil sie Angst haben, daß Europa nicht mehr ernst genommen wird! Erst jetzt nicht wenn die EU pleite ist!
Eigentlich dürfte das letzte Paket nicht ausgezahlt werden weil die Reformen nicht vorangehen.

Demokratie?

Mit Demokratie hat das ganze leider nichts mehr zu tun. Aber Artikel wie dieser machen Hoffnung, dass sich das Blatt wendet:

http://the-babyshambler.com/2012/01/26/demokratisiert-euch/

9 0

Ein Fass ohne Boden

Und keiner der österreichischen Politiker traut sich gegen diesen Wahnsinn aufzumucken.

Im Gegenteil: man sehnt den ESM regelrecht herbei, einen Knebelungsvertrag ohne Möglichkeit, jemals wieder etwas zu ändern.

Aber Hauptsache, uns wird ein Sparpaket nach dem anderen auf's Auge gedrückt.

 
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