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Bofinger: Sparen würgt griechische Wirtschaft ab

03.02.2012 | 08:56 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert das Sparprogramm für Griechenland. Die wirtschaftliche Misere sei Folge der Sparauflagen.

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Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat den Sparkurs gegenüber Griechenland scharf kritisiert. Das Programm der "Troika" aus Internationalem Währungsfonds (IWF), EU und Europäischer Zentralbank (EZB) "war von Anfang an falsch angelegt", sagte das Mitglied des Sachverständigenrates der "Frankfurter Rundschau".

Die anhaltende Misere der griechischen Wirtschaft sei eine Folge der Sparauflagen der "Troika", betonte der Würzburger Ökonom.

"Durch die Sparmaßnahmen wurde die Wirtschaft abgewürgt, dies ließ die Defizite steigen, woraufhin die Troika noch schärfere Sparanstrengungen forderte", fügte Bofinger hinzu. In diesem Kreislauf sei das System kollabiert. "Die Troika hat grundlegende Gesetze der ökonomischen Schwerkraft missachtet."

 

(APA)

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17 Kommentare
Gast: radius
05.02.2012 21:54
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Der Schröder-Bofinger schon wieder, der ohne Skrupel das Geld anderer verteilt.


Gast: Der Notar
03.02.2012 17:03
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Was uns Bofinger wirklich sagen möchte

Her mit dem Zaster, her mit der Marie. Alles für unsere sozialistischen griechischen Freunde. Ein Drittel KÜNSTLICHES Einkommen durch Schuldenfinanzierung ist doch nicht genug. Die Hälfte wäre doch viel besser. Wie sagte Mises richtig: die Keynsianer müssen sich voll ausleben. Dann wird man ihre wahre Bedeutung erkennen.

Gast: asdfsdffds
03.02.2012 16:37
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Ja genau: Dauerhaft viel mehr Geld auszugeben, als man einnimmt ist ein so richtig schlauer Plan!


Gast: hermann..
03.02.2012 11:34
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"weise" ist halt nicht immer gut durchgedacht..

hätten die griechen die vielen milliarden aus der eu, die sie jahr für jahr erhalten haben, vernünftig eingesetzt, dann wäre es nie zu dieser krise gekommen..

wer nicht frühzeitig vernünftig agiert, muss eben jetzt damit leben, dass es ihm/ihr schlecht geht..

immer nur die geldverschwender wählen, steuern hinterziehen u. dann auch noch in der krise weitere geschenke erwarten, geht eben auf dauer nicht..


Gast: 1. Parteiloser
03.02.2012 09:55
5 0

Das Problem ist nur das "einnahmenseitige Sparen"!

Griechenland zeigte die letzten 3 Jahre deutlich wie die Sanierung des Staatshaushaltes sicher nicht funktionieren wird.

Griechenlands Bemühungen waren ja zu gut 90% einnahmenseitiges Sparen. Die Staatsausgaben sind in letzten Jahre weiter erheblich gestiegen (alleine im 1. HJ 2011 um satte 5% zum Vorjahr). Griechenlands Regierung hat die riesigen geschützten Bereiche weiter geschützt und deren Kostendynamik auch nicht in den Griff bekommen. Die höheren Abgaben der Menschen aus der Realwirtschaft haben dann zu geringeren Realeinkommen führen müssen und damit die Kaufkraft stark beeinträchtigt. Das musste natürlich erhebliche Einbussen bei den wirtschaftlichen Aktivitäten nach sich ziehen.

Der Schutz der geschützten Bereiche hat die Fresser von wirtschaftlichen Leistungen weiter gefüttert und somit das Kernproblem gehalten und nicht gelöst. Die Privatisierungen war ja nicht erfolgreich, wurde ja kaum realisiert.

Ein weiterer schwerer Fehler war die fehlende rechtliche Verfolgung der Verantwortlichen und der Korrupten, bzw. auch der Steuerhinterzieher (besonders der im großen Stil). So kann die Bevölkerung eine Sanierung doch niemals akzeptieren.

Das Schuldenmachen ist ein Verb.rechen gegen die Demokratie und hat keine Legitimation durch die Demokratie!

Es sieht aber ganz so aus, also würde ganz Europa die gleichen prinzipiellen Fehler wie Griechenland machen. I, F, Ö, Esp alle gehen zum "einnahmenseitigen Sparen" und betonieren so die Fehler ein!

Antworten Gast: Halbwissen
03.02.2012 10:50
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Re: Das Problem ist nur das "einnahmenseitige Sparen"!

Wenn ausgabenseitig gespart wird, dann bedarf es Steuersenkungen damit genau so viel Geld im Umlauf ist und die Wirtschaft nicht absauft !

Sollte doch logisch sein, oder ?

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
03.02.2012 11:16
1 0

Re: Re: Das Problem ist nur das "einnahmenseitige Sparen"!

Das stimmt, meiner Meinung nach, so nicht!

Es ist ja keine Frage, dass das Warenangebot zur Geldmenge passen sollte um das Finanzsystem stabil zu halten. Die vielen Schulden haben doch zu einer zu großen Geldmenge in Griechenland geführt und zu nicht werthaltigen asstes. Das ist ja heute genau das Problem das Griechenland hat.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass heute die Theorie, dass eine höhere Geldmenge mehr wirtschaftliche Aktivitäten erzeugt, noch stimmt.

Die geschaffene Geldmenge wird doch vom Staatsunwesen und Finanzunwesen verbrannt und kommt nur noch zu einem kleinen Teil in der Realwirtschaft an. Das ist einer des wesentlichen Gründe warum es in Europa nicht mehr so gut läuft, weil im Staatsunwesen und Finanzunwesen meist keine brauchbare Leistung für die Gesellschaft erbracht wird. Diese Balance wurde doch schon lange verloren und es gibt auch keine Bemühungen zu den Korrekturen.

Die Gesellschaft braucht doch eine Wirtschaft für die Gesellschaft, also reale Leistungen. Das Finanzunwesen kann / will da kaum mehr das machen, das Staatsunwesen auch nicht. Das monetäre System selber bringt auch keine Leistung, die Leistungen kommen doch nur aus der Realwirtschaft. Ich halte die Geldmenge und deren Beurteilungen heute für wenig relevant, weil es nur noch zum abschöpfen realwirtschaftlicher Leistungen dient.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
03.02.2012 12:51
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Re: Re: Re: Das Problem ist nur das "einnahmenseitige Sparen"!

Ich habe aber nicht von der Geldmenge ( welche auch immer ) im Finanzsystem gesprochen, sondern vom Geld das den arbeitenden Leuten aus dem Geldbörsl genommen wird.

Keine Waren keine Nachfrage danach.
Aber ohne Geld im Börsl keine Nachfrage und dadurch auch kein Angebot.
Ein Henne Ei spiel.

Wirtschaftsweiser, Mann oh Mann ?

Daran erkennt man das wahre Problem. Die "Wirtschaftsweisen" haben keine Ahnung vom richtigen Leben, sie kennen maximal ihren Unibetrieb, wo sie ihren Unfug unter die Leute bringen. Die Meinung dieses Herren hat die Qualität von "der Strom kommt aus der Steckdose".
Klar ist es besser, jedes Jahr Milliarden in die Wirtschaft zu schütten, so entsteht Wachstum, Wohlstand und Reichtum. Die Frage ist nur: Woher sollen diese Milliarden kommen, aus der Steckdose?
Auch dieser Herr vergisst, dass man sich seinen Wohlstand jeden Tag erarbeiten muss, er glaubt wohl, dieser kommt von Investitionen.

Antworten Gast: Pedro
03.02.2012 11:33
0 0

Der IWF ist ein Krebsgeschwür

Woher dieses Geld kommen soll?

Naja von dort wo sie in eigentlich allen westlichen Staaten wie der Schweiz, England oder den USA kommt. Von der Druckerpresse der Zentralbanken.

Ein Staat ist kein Unternehmen und kann auch nicht so funktionieren. Die Interventionen aus der Vergangenheit vom IWF zeigen eindeutig, dass das Denken der Staat kann wie ein Unternehmen behandelt werden nicht funktioniert und lediglich eine Abwärtsspirale verursacht.

Bofinger hat vollkommen Recht. Griechenland kann mit Sparen nicht gerettet werden. Dieses Konzept versucht der IWF seit Jahrzehnten und ging JEDESMAL schief. Wenn der Staat Ausgaben einspart, dann sinkt Augenblicklich das BIP und damit steigen sofort die Schulden. Dadurch wird der Staat gezwungen Steuern zu erhöhen. Damit wird die Nachfrage gedämpft, damit die Produktion gedrosselt und schon wieder schrumpft das BIP. Die Folge ist, der Staat muss die Steuern noch mehr erhöhen und zusätzlich die Ausgaben noch mehr kürzen.

Eine Todesspirale setzt ein. Und genau dort ist Griechenland aktuell dank dem IWF. Diese Spirale kann es dank fixer Wechselkurse durch den Euro nicht mehr verlassen, außer es hört auf die Schulden zu bedienen oder die EZB nimmt ihre Aufgabe als Zentralbank war und beginnt die Europäischen Staaten direkt zu finanzieren.

Sparen muss der Staat im Boom, in der Krise geht das rein systembedingt gar nicht. Tja der IWF wird das nie verstehen und weiterhin jedesmal scheitern und Staaten vernichten.

"......oder die EZB nimmt ihre Aufgabe als Zentralbank war und beginnt die Europäischen Staaten direkt zu finanzieren."

Sie haben keine Ahnung von den Aufgaben der EZB, und was sie beschreiben ist es definitiv nicht. Wäre es so dann könnte man den Staaten das Gelddrucken überlassen, und dann wird derjenige Bundeskanzler, der mehr druckt und verteilt. Der 51%-Wähler ist nicht gebildet genug, um die Auswirkungen solcher Versprechen zu verstehen.

Es gibt einen guten Grund, warum die EZB von der Politik unabhängig sein soll (leider ist sie es ja nicht), und das liegt in der hauptsächlichen Aufgabe einer Zentralbank begründet, nämlich für Geldwertstabilität zu sorgen (Gott sein Dank).

Natürlich wird Griechenland nicht von heute auf morgen gerettet, wenn man Ausgaben kürzt und spart, aber auch nicht, wenn die EZB 200 Milliarden druckt und dorthin verschiebt. Dann hat Griechenland übermorgen das gleiche Problem in höherem Ausmaß. Es gibt keine Rettung, irgendwer wird für die Fehler der Vergangenheit bezahlen und Griechenland wird sich damit abfinden müssen, dass sie auf absehbare Zeit nicht nur ihren Wohlstand nicht erhalten werden, sondern auch Armut einkehren wird. Das sind die Fakten, ob sie wollen oder nicht, und nun können sie weiter herumtheoretisieren.

Man kann weder einen Staat noch eine Firma gesundsparen!

Sanierung kann nur durch Wachstum erreicht werden!
Aber freilich müssen ineffiziente Strukturen beseitigt werden.
Aber, und da ist Griechenland ähnlich den anderen EU-Staaten, die Betroffenen wehren sich heftig gegen ihre Ent-Privilegisierung.
Ob es Taxiunternehmer sind oder Apotheker - niemand will mehr Wettbewerb.
Und auch Finanzbeamte wollen nicht mehr arbeiten.
Ergo bleiben die Strukturen gleich und die Verhältnisse schlimmer. Ein Spiel mit dem Feuer!

Gast: wd
03.02.2012 09:45
1 0

würgt irtschaft ab.

Dann also alles so lassen wie bisher: die Reichen zahlen weiterhin keine Steuern, die Toten und die unverheirateten Töchter bekommen weiter ihre Rente, die Staatsbahnen dürfen mehr Verlust als Umsatz machen ec. ec. Athen gibt Brüssel (Berlin) bekannt wieviel Geld benötigt wird, dieses wird sofort überwiesen und die Krise ist überwunden.Hätte man ja gleich machen können.

Die Troika hat grundlegende Gesetze der ökonomischen Schwerkraft missachtet.

Völlig richtig. Und trotzdem ein wunderbares Beispiel für einseitige Betrachtungsweise.

Das Getriebe ist kaputt weil bei voller Fahrt der Rückwärtsgang eingelegt wurde. Aber ist das selbst wiederum nicht nur eine Folge davon, dass vorher niemand gebremst hat? Warum hat man die Karre so schnell werden lassen?

Hr. Bofinger setzt (für ihn ideologisch nachvollziehbar) zu spät in der Geschichte an. Und da er die Bremse als mögliche Lösung (zumindest für andere Staaten) gar nicht erst anspricht, ist die Aussage "Sparen = Abwürgen" gefährlich und für sich betrachtet auch unrichtig.

Gast: Halbwissen
03.02.2012 09:35
2 0

Eilmeldung: neue Erkenntnisse der Experten

wenn man nix ausgibt, gibt´s ka Gschäft

Anmerkung: je grösser die Staatsquote ( in Österreich extrem mit 50%+ ) desto grösser die Absturzgefahr

Welche Drogen nimmt denn der ???

In der Ease to do Business Liste (Wertung von wirtschaftfreundlichen Rahmenbedingungen) der Weltbank liegt Griechenland auf Platz 100. Hinter Vietnam und Jemen, vor Papua-Neuguinea (101), Paraguay (102) und zB Pakistan (105). In anderen Statistiken kommen die Griechen noch viel schlechter weg. Im BIP pro Kopf bringen es die Griechen aber immerhin auf Rang 26 mit 30.000$ p.a. Paraguay kommt auf 2.300$ p.a. Das wird so nicht funktionieren. Entweder die Beamtenburgen sprengen, 3/4 der Beamten abbauen, dem Rest die Hälfte zahlen und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen ohne Korruption mit funktionierender Verwaltung (auch Steuereintreibung) herstellen, dann kann auch eine gesunde Wirtschaft entstehen oder halt zum 3. Welt Land mutieren. In Papua Neuguinea fahren sie auch nicht BMW.

Re: Welche Drogen nimmt denn der ???

100% richtig.

Was Griechenland braucht (und der Rest der Welt auch):
*freie Märkte
*Minimalstaat
*Steuersenkungen
und ein Wirtschaftsboom wird folgen

Was sie machen:
*Steuern erhöhen, weiterwursteln....
Folge: Totalcrash

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