21.05.2013 16:04 Merkliste 0

IWF und EU: Zwist um griechische Lohnkosten

03.02.2012 | 12:25 |   (DiePresse.com)

Die griechischen Löhne sollen gesenkt werden. Doch der IWF will den griechischen Arbeitnehmern mehr Opfer abverlangen als die EU-Kommission.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die Griechen müssen sich auf weitere schmerzliche Einkommenseinbußen einstellen. Die Troika - bestehend aus Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB), der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds (IWF) - will dem Land Lohn- und Pensionskürzungen verordnen, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) mit Bezug auf EU-Diplomaten. Die Parteien seien jedoch nicht einig, in welcher Höhe die Löhne gesenkt werden sollen. Die Auseinandersetzung könnte sich über das Wochenende ziehen.

Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos habe zwar bereits zugesagt, entsprechende Gesetze noch vor der für dieses Frühjahr angesetzten Wahl durch das griechische Parlament zu bringen. Ziel sei es, die Arbeitskosten in Griechenland zu senken, um das Land international wettbewerbsfähiger zu machen.

IWF kritisiert skandalöse Zustände

Die Troika fordert Lohnkürzungen im privaten Sektor, Abschaffung des 13. und 14. Monatsgehalts und weitere Kürzungen von Renten sowie massive Entlassungen im staatlichen Sektor. Über das Ausmaß der Lohnsenkungen bestehe allerdings kein Einvernehmen, heißt es in dem Bericht. Der IWF wolle den griechischen Arbeitnehmern mehr Opfer abverlangen als die EU-Kommission, sagten EU-Diplomaten. Am Montagnachmittag kommen die Finanzminister der Euro-Zone zusammen. Spätestens dann muss die Troika das neue Reform- und Sparprogramm für Griechenland fertiggestellt haben.

Erst vor zwei Tagen hatte IWF-Delegationsleiter Poul Thomsen die hohen griechischen Mindestlöhne kritisiert, wie "DiePresse.com" berichtete. Der Mindestlohn in Griechenland sei "dramatisch höher" im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, sagte Thomsen. Es sei skandalös, dass wegen der hohen Mindestlöhne rund 40 Prozent der jungen Menschen in Griechenland arbeitslos sind.

Schuldenschnitt: Die Zeit wird knapp

Griechenland bleibt jedenfalls nur noch wenig Zeit, um eine Staatspleite abzuwenden. Eine Einigung mit den Banken auf einen Schuldenschnitt scheint greifbar nahe. Die Verhandlungen über einen Schuldenschnitt und das neue Spar- und Stabilisierungsprogramm laufen in Athen auf Hochtouren. Private Gläubiger sollen auf einen Großteil ihrer Forderungen gegenüber Athen verzichten, um dem hoch verschuldeten Euroland wieder auf die Beine zu helfen. Bankenvertreter und Griechenlands Regierung sehen die Gespräche auf der Zielgeraden.

Über Einzelheiten der Schuldenschnitt-Bedingungen und der neuen Sparmaßnahmen wolle Ministerpräsident Lucas Papademos sich noch an diesem Freitagabend oder spätestens Samstagnachmittag mit den Parteichefs beraten, die seine Regierung unterstützen, verlautete aus dem Büro des Regierungschefs.

Hoffnungsschimmer für Griechen?

Die Troika soll nach noch nicht offiziell bestätigten Informationen festgestellt haben, dass das Haushaltsdefizit 2011 doch nicht über 10 Prozent der Wirtschaftsleistung gelegen habe. Es soll vielmehr zwischen 9,2 bis 9,4 Prozent gelegen haben. Zudem soll Athen im zweiten Halbjahr 2011 keine neuen Schulden gemacht haben. Es sei unerwartet ein kleiner sogenannter "primärer Überschuss" von 190 Millionen Euro entstanden, wie die deutsche Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr. Dieses Ziel hatte sich Athen erst für 2012 gesetzt.

Donnerstagabend lobte auch EU-Währungskommissar Olli Rehn die griechischen Anstrengungen. Das Land habe schon viel unternommen und das Haushaltsdefizit gesenkt, sagte Rehn in Den Haag. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos zeigte sich vor ebenfalls zuversichtlich: "Alles wird bis Sonntagabend fertig sein."

Abgewirtschaftet: 10 hässliche Fakten über Griechenland & Co.

Alle 10 Bilder der Galerie »

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

18 Kommentare

Ziele der EU

An anderer Stelle habe ich die Ziele der EU genannt. Das hier ist ein Paradebeispiel für Punkt 2:

- Ausboten der Arbeitnehmer

Bringt die Drachme zurück und wertet sie ab dann betrifft es die ganze griechische Gesellschaft gleichermassen, so wie es hier gemacht wird, wird alles am Rücken der Arbeitnehmer abgeladen.

Gast: Hans Berger
03.02.2012 12:58
3 0

Surprise, surprise! Der mittels Gesetze beschlossene Wohlstand und hohe Löhne für Alle funktiuoniert also nicht?

Das war jetzt aber wirklich nicht vorhersehbar. Laut Sozialisten muss man ja nur die Kaufkraft erhöhen und alles andere läuft dann von selbst.

Wo sind denn jetzt die Traumtänzer wie Stefan Schulmeister und Attac-Felber? Solche Leute dürfen an österreichischen Unis und Staatsmedien ihr ökonomisches Unwesen verbreiten!

Gast: podiru
03.02.2012 12:18
1 0

eu

die herren politker in brüssel und sonst wo sollten aufpassen ein ganzes volk aushungern zu wollen.den auch das restliche europa spezielldie politiker und banker sind mitschuld an der griechischen tragödie.hier wird hass gesät!den bald ganz europa spüren wird.aber bestimmt wieder nicht dei nadelstreifverbrecher!

Gast: Giftspritzer
03.02.2012 12:13
0 0

Ich kann nur immer wieder betonen..

..lest "Confessions of an Economic Hitman"!

Die Europaer haben hunderttausend Ausreden,

warum sie pleite gegangen sind. Nur ein Argument zur Rettung der EU würde schon ausreichen!

Re: Die Europaer haben hunderttausend Ausreden,

Solidarität?

Gast: sinnhatrecht
03.02.2012 11:15
5 1

http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

schuld war - auch - der Euro, der es den EU-Südländern erlaubte, viel Geldbillig aufzunehmen (in der stillen, aber jetzt sich real erweisenden Erwartung, dass "andre" später die zeche zahlen werden...).

Er erklärt auch eindrucksvoll, dass die EU-Nettozahler, vorrangig Deutschland, sich die "Exporterfolge" selber finanziert haben.

Deutschland hat allein seit der EURO-Einführung 1000 Milliarden EURO (!!) an Kapital Richtung Süden "exportiert"!
Es hat somit die Exporte in die wirtschaftlich schwachen PIIGS selber finanziert!

Das sagt ja keiner dazu, kein Politiker, in den Medien liest man das auch nur sehr selten!

Problem ist jetzt folgendes:
Während Russland etwa rel. rasch die importierten Waren aus D/AUT, usw. bezahlt - etwa mit Gaslieferungen - bekam Deutschland für seine nach GR gelieferten Güter nur Ansprühce an das EZB-System (Die deutsche Bank, die Teil des EZB-Systems ist, vergab ja die vielen Milliarden an Krediten nach GR,SP,P, usw.!).

SO - jetzt hat man Trilliarden-ansprüche Deutschlands, Österreichs an das EZB-System!

Frage ist: Können/Werden die belieferten EU-Südländer ihre Schulden bezahlen?

Er - und fakt. alle Ökonomen - beantworten die Frage mit NEIN!

Somit können wir uns die Exporterlöse in die EU-Südländer in die Haare schmieren...

WIr müssen ja heute schon (über EFSF, Rettungsschirmen, EU-Förderungen) dafür sorgen, dass das Leben in GR, SP, etc. nicht zusammenbricht - die können ja nichtmal ihre täglichen Ausgaben selber finanzieren...

Antworten Gast: xefo
03.02.2012 12:40
0 2

Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

In Ihrer Analyse steckt, ohne von Ihnen bemerkt, eine wunderbare Zukunftsperspektive für Deutschland (und das deutsche Anhängsel Österreich): RUSSLAND. - Die haben Rohstoffe en masse, Menschenmassen und ein riesiges Atombombenarsenal.

Deutschland muss sich endlich aus der Umklammerung durch die EU-"Freunde" herauslösen und sich nach Russland orientieren. Wirtschaftlich und militärisch.

Das ist ja der Grund warum es die EU überhaupt gibt: Damit D nicht diesem Schrei der Natur folgt und sich nach Osten orientiert. Die ganze EU dient nur dazu, im Auftrag der USA Deutschland ökonomisch zu fesseln.

Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Unwahrschein, welchen Unsinn Sie von sich geben: Die Produktivität ist in Deutchland stärker als in anderen europäischen Landern gewachsen - dadurch kam es zu dazu, dass Länder wie etwa Griechenland nicht mehr wettbewerbsfähig waren . dadurch floß über viele Jahre mehr Geld von Griechenland nach Deutschland als umgekehrt. Es gibt auch nicht die "Südländer" und wer bitte sind ihre "Ökonomen"? talien ist immer noch die schstgrößte Wirtschaft der Welt und nebst der drittgrößte Nettozahler der EU. Österreich rangiert bei den Nettozahlern an vorletzter Stelle!
Bitte vorher nachlesen oder nachdenken - so dies möglich ist - bevor derartiger Unsinn in die Welt gesetzt wird.

Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Ein kurzer, zugegeben etwas oberflächlicher Blick in die Geschichte, relativiert jedoch trotzdem Ihre "Korrekturen":

Die wirtschaftliche (Export-) Leistungsfähigkeit Deutschlands ist u.a. auf seine, im letzten Jahrzehnt sehr modaraten Lohnsteigerungen zurück zu führen. Detto auf (damit im Land verbleibene) internationale Großkonzerne (Siemens, Autoindustrie, ...) und Premium-Produkte.

Die Südländer hatten jedoch in diesem Jahrzehnt, im Vergleich extrem höher steigende Lohnkosten und sonstige Ausgaben, welche aber weniger durch Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit bezahlt wurden, sondern durch höhere Kreditaufnahmen, begünstigt und gefördert durch niedrigere Zinsen (auf ehemaligem DEM-Niveau).

Das Problem? Bis auf wenige Rufer in der Wüste dachten alle, dass ist der Stein der Weisen und geht jetzt einfach immer so weiter.

1 0

Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Sie schreiben aber auch einen gehörigen Topfen zusammen. Eine Verbesserung der Produktivität Deutschlands führt doch nicht zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Produktivität Griechenlands. Jedes Euroland kann doch seinerseits Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung setzen und sollte das auch tun, denn wir stehen heute in einem globalen Wettbewerb. Wenn Deutschland also seine Produktivität senken und damit seine Produkte verteuern würde, so würden nicht die unproduktiven Südländer davon profitieren sondern am ehesten Chinesen, Koreaner, Inder und alle jene Staaten die noch verstehen was wirtschaftlicher Wettbewerb bedeutet und nicht der vertrottelten EU-Linie folgen wonach die produktiven Deutschen schuld daran sind, dass die unproduktiven und verschwenderischen Griechen pleite sind.

Re: Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Ein Missverständnis! Natürlich ist es gut, dass die Produktivität Deutschlands steigt - früher konnten schwäche Staaten diese Schwankungen durch Abwärtung ausgleichen - nunmehr nicht mehr und das führt zu Verwerfungen. Innerhalb der Eurozone brucht es daher ein Ausgleichsystem - ähnlich jenem in den USA oder wie wir es früher innerhalb der Nationalstaaten hatten.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: sinnhatrecht
03.02.2012 13:18
0 1

Re: Re: Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Dass ein "Ausgleichssystem" im EZB-System NICHT kommen wird - dafür sorgt die ARchitektur des EZB-Systems.

Die EZB wurde ja nicht von einer zentralen kontrollierenden Macht geschaffen, wie die FED in den USA - wo sich die Filialen der Bundesstaaten unterzuordnen haben.

Sondern es basiert auf "demokratischen Grundlagen".

Das Stimmrecht entscheidet.

Und - warum um gotteswillen sollen die Nettoempfänger sich selber von ihren Geldgebern im Norden abkapseln?

Die Nettoempfänger im Süden haben doch ein Stimmenübergewicht, die Nettozahler (Deutschland) können garnix allein bestimmen im EZB.

Sie könn(t)en nur die Zahlungen einstellen, sich diesem EZB-Direktorium nicht mehr unterwerfen.

Das würde aber die Explosion der EU bedeuten...

Es ist alles falscherum konstruiert beim EURO!!

Was es braucht weiss eh jeder, das verflixte ist nur die reale Verfassung.

Re: Re: Re: Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Ich bleibe bei "Unsinn"! Sagen Sie, wie kommt es Ihrer geschätzten Meinung das die "Nettoempfänger" pleite gehen während die "Nettozahler" toll florieren (Das mit Itaklin habe ich ja schon geschrieben etc.)
Glauben Sie nicht, dass Ihnen nur das Schauferl für Ihre süße Sandburgwelt fehlt?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: sinnhatrecht
03.02.2012 16:37
1 0

Sagen Sie, wie kommt es Ihrer geschätzten Meinung das die "Nettoempfänger" pleite gehen während die "Nettozahler" toll florieren (Das mit Itaklin habe ich ja schon geschrieben etc.)

Weil die nettoempfänger massive Handelsbilanzdefizite aufbauten.

DIese konnten sie aber v.a. nur aufgrund ihrer EU-Mitgliedschaft und des EURO aufbauen!

OHNE dieses Teufelszeug hätten sie NIEMALS soviel Geld von den "Märkten" bekommen.

http://www.youtube.com/watch?v=guSvFbF7rrE

http://www.youtube.com/watch?v=vnsR1lLWBNY&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=rrG_F1qsjtQ&feature=related

usw.!

Die "Nettoempfänger" im EURO-land haben ihren massiven Schulden, ihrem grossen Konsumausgaben wenig entgegenzusetzen.

Wollen SIE etwa ein griechisches Auto fahren?
Wollen SIE mit einem griechsichen Zahnarztwerkzeug behandelt werden?
Wollen SIE in ein Flugzeug aus griechischer Produktion steigen?

Spanien, Griechenladn und Portugal haben ein kumuliertes Handelsdefizit seit dem EURO-Beitritt von weit über 1000 Milliarden EURO!

Und das Defizit stammt nicht nur ausImporten innerhalb der EU, sondern immermehr ausserhalb (v.a. China, aber auch Rohstoffimporte).

Die - realen - Förderungen, Ausgleichszahlungen der EU sind ein Klacks im Vergleich zu den Schulden, die aufgrund unnatürlich niedriger Zinssätze der PIIGS angehäuft wurden.

Der jetzige Versuch, die Schulden tlw. auf Deutschland und die anderen Nettozahler abzuwälzen - mittels EFSF und anderen Konstrukten ist auch nur ein untauglicher Versuch "zu beruhigen".

Grundlegend ändert das aber garnix am bestehenden strukturellen Problem, verlagert den entscheidenden showdown nur in die Zukunft...

Antworten Gast: Noldi
03.02.2012 11:25
3 4

Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Naja ganz so schlimm ist es nicht. Klar wurde das ganze erst in Gang gesetzt und in Gang gehalten durch Kredite vom Norden an den Süden. Aber dadurch wurden ja auch Werte im Süden geschaffen, Arbeitsplätze im Norden etc. Die Summe die herauskam war ja viel höher als die hergeliehene Summe.

Von daher wo ist das Problem?

Dass das Geld dass so manchem geliehen wurde futsch ist, na und, es geht darum wie es insgesammt bilanziert und da sind wie weit im positiven.

Ein Staat ist kein Unternehmen. Europa muss endlich anfange sich so zu finanzieren wie das nunmal Staaten tun. Über die EZB. Es ist doch absurd dass man gegen den Euro wetten kann, weil man weiß dass die EZB den Euro nicht retten wird weil sie das nicht darf. Der Dollar, der Pfund oder de Schweizer Franken sind deswegen nicht wirklich angreifbar, weil deren Nationalbanken den Staat finanzieren.

In Europa verhindert Deutschland effektiv dass Europa endlich als Staat funktioniert. Die D. verwechseln immer noch den Staat mit einem Unternehmen und das kann nicht funktionieren und hat es auch noch nie.

Antworten Antworten Gast: sinnhatrecht
03.02.2012 13:12
0 0

Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Sinn hat - auch - zum EZB-System eine sinnvolle ANtwort:

"Im EZB-Rat haben Malta, Griechenland und Zypern fast jeweils dasselbe Stimmrecht wie Deutschland".

Was nichts anderes heisst, als das jede so aufgestellte EZB zum Scheitern verurteilt ist!

Die FED in den USA wird extrem zentral kontrolliert, die FED-Filialen der US-Bundesstaaten sind das was sie heissen - Filialen!

alifornia, Utah oder Vermont können sich eben nicht auf kosten der "Zentrale" verschulden, sokndern sind weitgehend selber für ihre Finanzen verantwortlich.

Im EZB-System können aber Zypern+Griechenland Die Deutschen locker überstimmen.

Somit bestimmen die Schuldner und die Südstaaten, Deutschland kann/könnte nur zahlen...

DAss die deutsche Poliitk sowas auf Dauer ihrer Bevölkerung nicht als das gelbe vom Ei verkaufen können ist selbstredend!

Die Löcher im Süden müssen geschlossen werden.

Aber so wie es jetzt ist, dass im EZB-System "demokratisch" abgestimmt wird, zahlen dürfen aber nur die Nettozahler - na, sowas KANN nicht funktioniern.

Ich weise nur auf das Scheitern Yugoslaviens hin;
dort sass die Macht auch "im Süden", in Serbien;
dort wurde bestimmt was mit dem Geld passiert, das v.a. in Slowenien und Kroatien erwirtschaftet wurde.

Es ging solange gut, solange die YU-Nordstaaten mitspielten.

Erst die Zahlungsverweigerung wurde - richtig - von der Zentrale in Beograd als "Kriegserklärung" betrachtet.

Somit begann der Zerfall, inkl. Bürgerkrieg...

Antworten Antworten Gast: sinnhatrecht
03.02.2012 11:42
2 1

Re: Re: http://www.youtube.com/watch?v=OK2FWvnewJk

Naja, Deutschland die Schuld dafür zu geben, dass sich Griechenland, Spanien oder Portugal massiv verschuldet haben, obwohl sie keinerlei wettbewerbsfähige Wirtschaft selber besitzen, ist schon abenteuerlich.

Nein, Deutschland ist - im EURO-System - genauso gefangen wie die anderen.

arum wirft man den Deutschen das vor, was sie können:
Waren herzustellen, eine leistungsfähige INdustrie zu haben?

Tatsache ist auch, dass die dt. BEvölkerung, durhc Verarmung, Verhartzung auch die ZEche für die imperialen Träume von Kohl und Konsorten bezahlen!

Denn - die reale VErarmung in Deutschland, wo grosse Teile der Bevölkerung einen geringeren Lebensstandard haben als die Bevölkerung der PIGS - ist Tatsache!

Problem iust die Schieflage, weil durch das EZB-System die marktwirtschaftsgesetze ausser Kraft gesetzt wurden;
durch den Versuch, den EURO als "DM-2" anzubieten.

Ja, Griechenland hatte eine Zeitlang eine "D-Mark" - was solange gut ging, bis durch die Krise dieser SChwindel aufflog (und die Aasgeier aus Angloamerika sich begierig auf das weidwunde Opfer stürzten).

Es war also leichtsinnig und undurchdacht, den EURO einzuführen, mit den Gesetzen und Regeln wie wir heute haben!

Und - der Weg in die Transferunion wurde durchd den Rettungsschirm eröffnet;
das kommt einer Teil-enteignung der Bevöklerung der Nettozahlerstaaten gleich.

Man hat aber niemals vorher der BEvölkerung gesagt, dass der Weg in die Transferunion erfolgt!

Man hat sie reingeschwindelt!

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

    Hebel für EFSF Wie man aus sehr viel Geld noch viel mehr Geld macht. mehr ...

    EFSM Der Mechanismus für Finanzstabilisierung und seine Aufgaben mehr...

    ESM Der Europäische Stabilitätsmechanismus soll 2013 den EFSF-Fonds ablösen. mehr ...

    Eurobonds Was gemeinsame EU-Anleihen bezwecken und wie sie funktionieren sollen. mehr ...

    EZB Die EZB ist Hüterin des Euro und soll eine geringe Inflation garantieren. Zumindest bis jetzt. mehr ...

    Waffen der EZB Was die "Bazooka" ist und welche anderen Waffen die Zentralbank hat. mehr ...

    IWF Der IWF ist die Finanzfeuerwehr der Vereinten Nationen und massiv an den Hilfsaktionen in Europa beteiligt. mehr ...

    Ratingagenturen Die wichtigsten Agenturen und deren Bewertungen. mehr ...

    SPIV Das Special Purpose Investment Vehicle soll die Finanzierung in Euroländern erleichtern. mehr ...

    Troika Die Troika ist eine Gruppe von Experten von EZB, IWF und EU-Kommission. mehr ...

    G20 Die 20 größten Wirtschaftsmächte repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung. mehr ...

    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

    CDS Kreditausfallsversicherungen werden unter anderem dann fällig, wenn ein Land pleite ist. mehr ...

    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...