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Schuldenkrise: Athen muss 150.000 Beamte einsparen

07.02.2012 | 13:26 |   (DiePresse.com)

Noch heuer sollen 15.000 Beamte entlassen werden, bis 2015 müssen 150.000 ihren Posten räumen. Geplant sind auch weitere Lohnkürzungen.

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Die griechische Regierung steht massiv unter Druck und muss an diesem Dienstag wohl weitere unpopuläre Sparmaßnahmen beschließen. Geplant sind unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor. Am Dienstagnachmittag wollen die griechischen Spitzenpolitiker unter Vorsitz von Ministerpräsident Lucas Papademos entscheiden, ob sie dem harten Sparprogramm zustimmen, damit das Land das neue Hilfspaket in der Höhe von 130 Milliarden Euro bekommt. Anderenfalls ist Griechenland bis 20. März pleite.

Die Regierung in Athen will zudem noch in diesem Jahr 15.000 Staatsbedienstete entlassen. Dies sagte der griechische Minister für Reformen, Dimitris Reppas, am Montagabend griechischen Journalisten. Den Angaben zufolge verlangen dies die Kontrollore der sogenannten "Troika" der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB). Reppas fügte hinzu, dass Athen bis 2015 insgesamt 150.000 Staatsbedienstete entlassen werde.

Verhandlungen mit privaten Gläubigern

Die griechische Regierung muss sich aber nicht nur mit den Finanzkontrolloren von EU, IWF und EZB auf weitere Einsparungen einigen. Vor allem Deutschland pocht darauf, dass die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern für den benötigten Schuldenschnitt von 100 Milliarden Euro erfolgreich zu Ende gebracht werden. Die Einigung ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche von Hilfskrediten, sonst droht die Staatspleite.

Die Zeitung "Die Welt" berichtete indes am Dienstag, dass sich an dem Schuldenschnitt neben den Banken nun offenbar auch die öffentlichen Gläubiger beteiligen sollen. Es werde darüber gesprochen, dass die Euro-Staaten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, berichtete das Blatt unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Demnach werde ein Entgegenkommen bei den bilateralen Hilfskrediten diskutiert, die die Euro-Staaten Athen gewährt haben. Zwar seien die meisten Länder nicht bereit, auf die Rückzahlung zu verzichten; dafür werde aber über eine Reduzierung der Zinsen gesprochen.

"Die Zeit drängt"

Mit deutlichen Worten hatten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Montag die griechische Regierung und alle Parteien in Athen aufgefordert, die zugesagten Reformen bedingungslos umzusetzen und Forderungen der "Troika"-Kontrollore nach weiteren Einsparungen zu erfüllen. Ansonsten blieben zusätzliche Milliarden-Hilfen weiter blockiert. "Die Zeit drängt, und deshalb muss schnell etwas geschehen", so Merkel.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung spricht die "Troika" in ihrem jüngsten Griechenland-Bericht von "katastrophalen Zuständen". Die Sparvorgaben seien deutlich verfehlt worden.

Lohnkürzungen als Knackpunkt

Knackpunkt in den Gesprächen von Papademos mit den Chefs der Sozialisten, der Konservativen und der kleinen rechtsgerichteten Laos-Partei dürften die von der "Troika" verlangten Lohnkürzungen auch im privaten Sektor sein. Papademos braucht innenpolitische Unterstützung für eine Einigung. Parallel laufen die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern - darunter Banken und Hedge-Fonds - über einen Schuldenschnitt weiter.

Die Gespräche mit dem internationalen Bankenverband IIF dauern nun bereits seit Dezember an. Mehrmals war verkündet worden, man stehe kurz vor einem Durchbruch.

(Ag./Red.)

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113 Kommentare
Gast: Gast: Leser
07.02.2012 12:13
0 0

Einsparungen?

Mir ist ja schleierhaft, wie die "Einsparungen" bei der Entlassung von 150.000 (oder auch 15.000) Beamten aussehen sollen. Es ist ja - gerade bei der derzeitigen wirtschaftlichen Situation Griechenlands - ziemlich ausgeschlossen, dass auch nur ein Bruchteil davon eine Arbeit in der Privatwirtschaft findet, d.h. sie fallen dem Staat als Arbeitslose zur Last. Natürlich ist das Arbeitslosengeld niedriger als das Beamtengehalt, doch haben sie doch vorher immerhin dafür eine Leistung erbracht, die nunmehr wegfällt. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass der Staat noch funktionieren kann, wenn so viele Beamte plötzlich weg sind - außer sie waren tatsächlich auch schon vorher allesamt überflüssig.

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Konsequenzen

Hat schon jemand die griechischen Gewerkschaften gefragt, wie sie sich etwa die Sanierung vorstellen?

Wenn sie die EU-Maßnahmen nicht wollen, bitte. Aber dann auch kein Geld mehr aus der EU. Mittlerweile ist der Karren doch schon so verfahren, dass selbst ein Austritt von Griechenland aus der Eurozone und der dann unvermeidbare Staatsbankrott für die EU-Staaten vermutlich das geringere Übel wäre.

Gast: Blankenstein Husar
07.02.2012 11:58
4 1

Aha, haben sich unsere "Superexperten" schon einmal gefragt,

was denn aus den 150.000 arbeitslosen Beamten dann werden soll?
Werden die dann mit EU-Care Paketen versorgt oder nach Madagaskar ausgeschifft?

Wäre es nicht weitaus besser, die Griechen wieder Griechen sein zu lassen

und dafür die ganzen EU-Beamten einzusparen?

Antworten Gast: sdfhsdfgdgdg
07.02.2012 13:13
0 0

Re: Aha, haben sich unsere "Superexperten" schon einmal gefragt,

Das sind die Feinheiten der VWL bei denen es (nicht nur ihnen) mangelt.

Re: Aha, haben sich unsere "Superexperten" schon einmal gefragt,

LOL, in der EU gibt es keine 50.000 Beamte :-)

Antworten Antworten Gast: fi ha
07.02.2012 13:57
0 1

Re: Re: Aha, haben sich unsere "Superexperten" schon einmal gefragt,

nein, eh viel mehr.
schon allein im eu-außenamt sind es 45.000.

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Das Bild durch das Zeitfenster

gewinnt langsam an Dramatik.

Als Ergebnis sehen wir eine Bevölkerung, welche von der Politik Jahrzehnte im Glauben gehalten wurde, sich selbst ein hohes (soziales) Niveau erarbeitet zu haben, während dieses in Wahrheit immer mehr nur einer weiter steigendet Verschuldung des Staates (alle gemeinsam) zu verdanken war.

Während jedoch die Nutznießer dieses (politischen) Systems, welches ja offensichtlich auch alle Merkmale der auch bei uns grassierenden Freunderlwirtschaft und Realitätsverweigerung aufwies, ihre Schäfchen längst im trockenen haben, treibt man jetzt die "Wahlschafe", welche dieses System immer wieder gewählt haben, nun zur Schlachtbank.

Unter Mißachtung der Verträge von Maastricht dürfen sich, unter dem Titel Solidarität und "gute Geschäfte", zudem auch die Steuerzahler anderer Länder probeweise daran beteiligen.

Antworten Gast: zensuriert doch mal wen anderen
07.02.2012 12:19
0 0

Re: Das Bild durch das Zeitfenster

sprechen Sie von Griechenland oder von Österreich?

Re: Re: sprechen Sie von Griechenland oder von Österreich?

Ich sehe zwischen GR und Österreich, bedauerlicherweise, eher mehr zeitliche als qualitätsmäßige Unterschiede. Es ist natürlich nicht "1:1", aber gewisse (prinzipielle) Ähnlichkeiten gibt es doch.

Es ist daher sicher nicht gänzlich falsch, GR als "Zeitfenster" für eine mögliche(!) Zukunft Österreichs und auch anderer Staaten zu betrachten.

Re: Warum wird immer nur die Politik beschuldigt?

Sie reden von dem Wählern, als wenn man diesen das Denken untersagen würde!

Einseitige Schuldzuweisungen sind eigentlich im öffentlichen Sektor nur sehr begrenzt möglich, da die Fakten und Zahlen normaler Weise öffentlich zugängig sind.


Re: Re: Warum wird immer nur die Politik beschuldigt?

Wenn auch die Hauptschuld eher bei den Systemgestaltern liegt, so tragen aber die Wähler trotzdem eine Mitschuld daran, ein solches System am Leben erhalten zu haben.

Beides zusammen ergibt eben eine Art "unheilige Allianz", in welcher alle (zu Lasten Dritter) zu profitieren hoffen.

Und lange Zeit hat's ja funktioniert. Nur irgendwann kommt für jedes "Schieflagensystem" der Zahltag. Und wie praktisch immer, trifft es dann mehr die kleinen "Mitläufer" und weniger die großen Spieler.

2 1

Re: Re: Warum wird immer nur die Politik beschuldigt?

Schauen Sie doch die österreichischen Wähler an. Glauben Sie, da schaut sich auch nur jeder Zehnte wirklich Zahlen und Fakten an wenn die Krone nett vorgekaute Häppchen serviert, die manchmal mehr, manchmal weniger zutreffen?

Wähler sind Stimmvieh, und die breite Masse ist leider wirklich dämlich genug, um auf die immer gleichen Maschen hereinzufallen.

Re: Re: Re: Warum wird immer nur die Politik beschuldigt?

Damit erweitern sie den Täterkreis berechtigter Weise auch noch um die Medien.

Was mich aufregt an der Sache ist, dass alle Politiker pauschal verurteilt werden und somit der ganze Stand in den Dreck gezogen wird. Somit minimiert sich die Chancen immer mehr, dass anständige und fähige Leute diesen Job ergreifen wollen ...

Re: Re: Re: Re: Warum wird immer nur die Politik beschuldigt?

Pauschalverurteilungen sind leider schon lange ein "Modetrend", siehe "eat the rich", die "Zocker", etc.

Ich fürchte nur, die "Gefahr" das anständige und fähige Leute Politiker werden wollen hält sich in engen Grenzen.

Neben der, sicher nicht unberechtigten, aktuell gegebenen negativen Wertschätzung für diesen "Beruf", wird ein solcher Mensch es zudem sehr schwer haben, in den gegebenen Parteinstrukturen, oder besser Beharrungsstrukturen, irgendeine Chance auf einen entscheidenden Posten in der Hierachie zu erhalten.

Wir sollten hier nämlich auch nicht vergessen, dass wir nicht Politiker wählen, sondern (eingespielte) Parteiapparate. Und diese Kommandozentralen, inkl. Unterstützer wie z.B. AK, sind in der Hand einiger, weniger Gleichgesinnter.

Zahlen!

Griechenland hatte 768000 Beamte bei 11 Mio Einwohnern - Österreich 612000 bei 8 Mio. 150000 abzubauen ist daher kein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, wie hier einige minen, sondern wirklich ein nennenswerter Kraftakt. Wie würde wohl Herr Neugebauer auf Ähnliches in unserem Lande reagieren?

150.000 Jobs zu verlieren würde auch die BRD schmerzen ...

auf einen 8 Millionen Markt hat es sicher katastrophale Auswirkungen.

Tatsächlich kommt es mir so vor, dass die Troika die Forderungen immer weiter in die Höhe treibt, dass diese unter keinen Umständen von GR erfüllbar sind und man sich somit ein Ausstiegszenario schafft bei dem Merkel & Co. das Gesicht wahren können.

Antworten Antworten Gast: omega5
07.02.2012 12:52
0 1

Re: 150.000 Jobs zu verlieren würde auch die BRD schmerzen ...

Es kommt nicht darauf an, wieviele Mitarbeiter im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Es kommt darauf an, wie effektiv diese arbeiten. Schauen sie sich die skandianvischen Länder an. Die haben eine wesentlich höhere Quote von Beschäftigten im öffentlichen Dienst und denen geht es sehr gut. Es spielt z.B. keine Rolle, ob Müllabfuhr, Verkehrsbetriebe, Schulen, Kindergärten, von öffentlichen Beschäftigten oder privat Beschäftigten betrieben werden. Letztendlich muß es der Bürger oder Konsument bezahlen, direkt über die Preise oder über Steuern und Abgaben. Das Geschäftsmodell Griechenland ist einfach nicht wirtschaftlich genug. Ein in Griechenland produzierter Stuhl kostet eben immer noch mehr als ein Stuhl aus Deutschland, obwohl die Löhne inDeutschland höher sind. An dieser Produktivität muß man arbeiten. Das geht nicht von heute auf morgen. Solange man sich diese Produktivität nicht erarbeitet hat, müssen eben die Löhen runter.

Re: ein Ausstiegszenario schafft bei dem Merkel & Co. das Gesicht wahren können

Das ist sicher nicht die Absicht, am allerwenigsten nicht beim "Co" Sarkozy.

Dem geht's um die Kredite der franz. Banken in GR und sonstigem Südeuropa. Und da gibt's keinen Platz für ein irgendein Szenario, welches diese Banken in Schieflage bringen könnte.

Daher gibt's bis dato auch keinen Plan "B", weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Re: Re: ein Ausstiegszenario schafft bei dem Merkel & Co. das Gesicht wahren können

Dann ist aber die Zerstörung des Marktes in Griechenland durch Kündigungen, Senkung der Einkommen und Ausgabenreduktionen des Staates komplett kontraproduktiv, das fährt nämlich die Wirtschaft komplett gegen die Wand

Re: Re: Re: das fährt nämlich die Wirtschaft komplett gegen die Wand

Es gibt leider kein faserschmeichelndes Programm für eine Korrektur, welches niemand weh tun würde.

Die Auseinandersetzungen gehen daher in der Praxis hauptsächlich eher darum, wem wird es weniger weh tun. Und da gibt es viele Beteiligte / Interessenten.

Die normalen, griechischen Arbeitnehmer werden dabei auf der Rangliste aber eher ziemlich weit unten stehen. Auch wenn von allen Interessensvertretern und (sozialistischen) Gutmenschen konstant das Gegenteil behauptet wird.

Gast: k. Onassis
07.02.2012 11:10
2 5

Warum sperrt man Griechenland gleich zu?

oder wir geben Griechenland an die Türkei zurück!
Ist billiger für alle und die Griechen lernen endlich wie man türkischen Kaffee richtig kocht und was Gastfreundschaft heisst.

Gast: Sparmeister
07.02.2012 10:50
5 2

Die linken Gewerkschaften versuchen nun einen Staat in den Ruin zu treiben

nachdem sie das bei unzähligen Betrieben (Konsum, Bawag usw.) bereits erfolgreich geschafft haben ist nun Griechenland an der Reihe.
Weiteres Geld wird man einem Schuldner, der unwillig und unfähig ist seine vereinbarten Verpflichtungen einzuhalten, nur schwer borgen können.

Antworten Gast: daswars
07.02.2012 11:19
2 2

Re: Die linken Gewerkschaften versuchen nun einen Staat in den Ruin zu treiben

Leider arbeiten die Gewerkschaften in Griechenland bereits seit Jahrzehnten an dem Ruin der Wirtschaft.

Dieses linke Gedankengut hat das Land in den Abgrund gefuehrt. Und heute sind sie in den Umfragen unglaublich hoch. Denn die Leute sehen keinen Zusammenhang zwischen dem aufgeblaehten, verschwenderischen Staat und der Misere der Realwirtschaft. Sie wollen nicht verstehen, dass ein Kuchen nur einmal gegessen werden kann. Wenn gleichzeitig nicht gebacken wird, ist bald der Ofen aus.

Gast: morquin
07.02.2012 10:49
1 1

ich sehe das so

Eher sollte man die hohen Gehälter auf max. 3000 € netto herabsetzen.
Im Staats- und Privatsektor - ausnahmslos!

Antworten Gast: daswars
07.02.2012 11:20
0 0

Re: ich sehe das so

Das waere dem Mitso Normalbuerger recht!
3000 Euro? Ein Traum!!

2 0

Ein Exempel statuieren - eine Zeit lang zumindest.


Pragmatisch gesehen, soll sich die Bevölkerung an diejenigen halten, die das Land ausgesaugt haben, auch an die Politiker, die, um Nutznießer des Systems zu bleiben, immer weitergewurschtelt haben. Was bitte hat der österr. Steuezahler mit diesen Betrügern zu tun?

Die Argumentation funktioniert leider nicht in der Praxis, denn in GR bricht dann alles zusammen und wir könnten uns auf eine Völkerwanderung gefasst machen, fells es nicht weitere Finanzspritzen gibt.

Und genau das wissen auch die GR-Politiker - die EU sitzt nämlich schlicht und ergreifend in Geiselhaft: Gerechtigkeit oder soziales Gewissen.
Ich pers. wäre einmal dafür, den Geldhahn zugedreht zu lassen - eine Zeit lang zumindest.


Re: Ein Exempel statuieren - eine Zeit lang zumindest.

Genau das wäre es: Ein Exempel, ein Beispiel.
Finanzmärkte sind nicht ganz so kompliziert, wie man gerne annehmen möchte. Ein Anleger sieht das so: Geldhahn zu => GR pleite => höhere Zinsen vom nächsten Wackelkandidaten verlangen (s. "Beispiel") => auch Pleite.
Parallel dazu: Hand auf, da systemrelevant. Bürge kann sich´s eigentlich nicht leisten => Höherverschuldung => nächster Kandidat etc. etc.

Ihre Lösung ist keine, da sie das System unangetastet lässt. Sagt inzwischen schon einer, der (auch) von diesem System lebt.

ca. 3 MIo

Beamte bei der Einwohnerzahl ist schon ein starkes stück !

die griechen wissen ja gar nicht zu schätzen das der rest von europa dieses verlo***** so lange aushält !

Hören wir doch auf ...

... uns aufzuregen.
Die Deutschen werden das zahlen. Diese Spielchen sind doch nur
in Deutschland: Beruhigungspillen für die Steuerzahler.
in Griechenland: Stimmenfang für die anstehende Wahl.
Wir können doch nicht den Politikern vorwerfen, dass sie unintelligent sind, wenn wir wir ihnen ihre Spielchen glauben.
Nochmals: Die Krise wird benutzt, um den EU-Eineheitsstaat zu errichen, in dem die Einkommen von Nord nach Süd umverteilt werden (Einkommensgerechtigkeit innerhalb der EU hat das Barroso genannt - erinnert sich denn niemand mehr daran?)

Gast: Der HättiWari
07.02.2012 10:13
3 0

Griechenland spart Beamte ein, ...


Griechenland privatisiert um 50 Milliarden, Griechenland treibt die Steuern ein, Griechenland ... blablabla. Lauter HättiWari-Gschichterln.

Einzige TATSACHE in dem ganzen HättiWari: die Finanzministerin der Republik Österreich überweist das Geld der österreichischen Steuerzahler nach Athen!

Gast: Der Troll
07.02.2012 09:58
3 0

Die Versklavung beginnt

Zuerst:
Die Griechen haben sicherlich durch sehr kreative Steuern sehr viel zu ihrer momentanen Situation beigetragen.
Aber wenn jetzt schon Verbrecher der Finanzmafia ungestraft einen Mindestlohn von 750 Euro verteufeln dürfen, kann man nur sagen zur Hölle mit diesen Typen.
Hängt sie. Sonst sind wir in 10 Jahren beim BIP von Haiti. Und diese Verbrecher schreien dann noch immer " Mindestlohn von 1 € ist zu viel.

Re: Die Versklavung beginnt

und wird nicht bei den Griechen enden.

Warum werden wir von unseren Politikern an die Finanzmafia verkauft?

Und was machen die 150.000 Beamten dann?

Arbeitslos sein? kriegen Sie AL-Unterstützung? Gibt es für sie einen Arbeitsmarkt? Müssen sie betteln gehen? Hat man eigentlich nicht schon früher gewußt, wie es um dieses Land steht? Bevor man sie in die Eurozone aufgenommen hat? Und heißt das in letzter konsequenz, dass wir das alles auf Dauer über ein Belastungs- Sozialsystemradikalrundumschlagspaket (vulgo "Sparpaket") bis in alle Zukunft werden bezahlen müssen? Die Frage, ob man in der politik nicht schon gewisse Dinge hätte früher wissen müssen ist eine rhetorische; man wusste ja auch vor zwei Jahren noch nicht, dass die halbe Lehrerschaft in Alters(!)pension gehen wird....

6 3

Re: Und was machen die 150.000 Beamten dann?

das was sie in ihrer sogenannten aktiven Tätigkeit getan haben - sie machen nichts.
Nur das eben unbezahlt.
Beamtenposten werden in Griechenland verschachert da sie ein garantiertes Einkommen ohne Arbeit darstelle. Der Unterschied zur Österreich liegt nur darin, das bei uns eine virile Privatwirtschaft, der (noch) gigantische Steuerleistungen abgepresst werden können, die Adipositas in der Verwaltung zwangs-finanziert. Dieser Göd fehlt in Griechenland.

Antworten Gast: Hans im Glück
07.02.2012 09:58
2 0

Re: Und was machen die 150.000 Beamten dann?

Machen sie sich keine Sorgen um die Beamten. Sie werden das gleiche machen wie alle anderen Arbeitslose.

Hoffentlich wachen einige von Ihnen auf und bringen ein griechisches Wirtschaftswunder auf die Beine.

Gast: Kipferl
07.02.2012 09:34
1 0

Über die Farbe wird noch diskutiert


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Selbst das ist völlig sinnlos

denn wenn ich weder Industrie, Landwirtschaft noch Fischerei habe die das eigene Land ernähren kann, keine Autarkie und meine gesamte staatliche Struktur nur und ausschließlich durch EU Transferzahlungen und geborgtem Geld (das ich erschwindeln konnte) bestritten hab, bin ich in einem kapitalistischen System schlicht nicht lebensunfähig - so oder so.
Wie ein Goldfisch den ich aus dem Aquarium nehme und auf den Boden lege. Griechenland ist wie ein verzogener kleiner Fratz den der Papa bis ins Erwachsenenalter finanziert hat und jetzt ist der Papa weg.
Finito...

8 1

Kasperltheater

Was schon jeder wußte wird jetzt offiziell. Ich frage mich welche Berater in Brüssel arbeiten, wenn sie anscheinend weniger Sachverstand haben als jeder Stammtisch?

Antworten Gast: daswars
07.02.2012 11:03
0 0

Re: Kasperltheater

Es gibt da so eine Reihe von Fotografien, die die Europaabgeordneten bei der "Arbeit" zeigt. Vielleicht sendet Ihnen ja Einer diesen Satz. Aeusserst aufschlussreich.

10 1

Nur 5% der Staatsbediensteten!

Bei 3 Millionen Beamten sind 5% weniger nicht ausreichend! So eine ähnliche Ankündigung hatten wir schon vor 8 Monaten bekommen - und passiert ist gar nichts!
Solange die anderen (Nord-) EU Staaten die greichischen Beamten und Pensionisten bezahlen ändert sich in diesem korrupten Staat gar nichts - außer dass wir uns dafür immer rmehr verschulden (Feymann: das sind ja nur Bürgschaften für soziales). Der Euro Umverteilungswahn geht weiter - der Zahltag kommt, dann sind auch wir dran!

Antworten Gast: daswars
07.02.2012 11:13
0 0

Re: Nur 5% der Staatsbediensteten!

Die 3 Millionen sind sicher nicht wahr. Ca 700.000 sollen es sein.
Aber natuerlich sind auch das viel zu viel.

Die ganze Situation krankt sehr daran, dass bisher kein wirklicher Wille zu sehen ist, den aufgeblaehten Staatsapparat gesundzuschrumpfen, und die Verschwendung der oeffentl. Gelder einzuschraenken.

Bisher wurde nur bei den Privaten und den Rentnern kraeftig gespart, und dadurch zur Strangalierung der wirklichen Wirtschaft beigetragen.

Es ist aber auch schwer durchzublicken, da die Gehaelter zu einem Grossteil aus Zulagen bestehen. So kann der Basisgehalt kraeftig gekuerzt werden, und trotzdem ist der Gesamtverlust des Einkommens gering.

Deswegen brauchte wohl auch die Troika und die Wirtschaftsexperten der EU sehr lange, bis ihnen ein paar Gluehbirnen aufgingen was und wie "gespielt" wurde und wird.

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Re: Nur 5% der Staatsbediensteten!

Wie stellen Sie sich das praktisch vor? Wollen Sie die Leute jetzt alle auf die Straße setzen und verhungern lassen?

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Re: Re: Nur 5% der Staatsbediensteten!

Die könnten das machen was alle anderen in so einer Situation machen. Sich selbständig oder aufhängen. Ich hab in einer ähnlichen Situation, als mein Unternehmen geschlossen wurde, das erstere gewählt.
Das den griechischen Beamten, an Nichtstun gewöhnt, mangels Überlebenswillen und Idee der Antrieb dazu fehlt ist bedauerlich. Aber nicht zu ändern.
Das ist der Lauf der Evolution.

Re: Nur 5% der Staatsbediensteten!

Die Zahlen sind der reine Unsinn. Griechenland hat etwas mehr als 10 Mio Einwohner und 12,6% Beamte (Österreiche ebenfalls rund 12,4%). Der griechische Staat gab pro Jahr zuletzt etwa 20 Mrd Euro mehr aus als er einnahm - soweit ist der österreichische Staat davon auch nicht mehr entfernt. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund für kindlichen Chauvinismus.

Gast: Alan
07.02.2012 09:11
15 0

Griechen wollen 150.000 Beamte streichen

In welcher Farbe?

Antworten Gast: kalimera
07.02.2012 12:16
0 0

Re: Griechen wollen 150.000 Beamte streichen

blau-weiß gestreift natürlich. was sonst.

Gast: athene9
07.02.2012 09:05
1 1

irgendwer muß ja für die banken- und rüstungsindustrie bezahlen. wenn nicht die arbeitnehmer u.pensionisten, wer denn sonst? war immer so.

die gelieferten und bestellten englischen, deutschen und französischen kriegsschiffe, uboote, panzer, und kampfflugzeuge müssen ja bezahlt werden.
die mächtigen und eliten lassen für ihre machterhaltung- das arbeitende und steuerzahlende volk zahlen

15000 Entlassungen?

Das ist etwa die Zahl der Beschäftigten, die in diesem Jahr in Pension gehen. D.h., daß die Griechen versprechen (!), die durch Pensionierungen freigewordenen Stellen nicht erneut zu besetzen. D.h. auch noch mehr, daß sie bis dato niemanden entlassen haben, sie haben die Hilfe bekommen, ohne irgendeine Gegenleistung zu erbringen. Und wenn man noch den Ruf nach einem Sperrkonto noch dazu nimmt, dann weiß man auch, daß die bisher überwiesene sog. Hilfe (Milliarden), von den Griechen geklaut wurde.
Selig, der den Griechen glaubt.

Gast: hellasruft
07.02.2012 08:58
3 4

dieser völlig außer kontrolle geratene u. subventionierte digitale börsenzockerkapitalismus wird nicht nur das griechische volk hart treffen- auch in österreich plant man richtige hämmer für die asvg arbeitnehmer u.asvg pensionen

merkozy u.co.,die banken u.finanzeliten werden ganz europa mit einem sozialabbau für die bevölkerung zudecken. billionen gibts nur mehr für die finanzeliten- u.schulden, steuern u.hackeln bis zum umfallen gibts für die bürger u.hackler.
auch in österreich plant die SPÖ ein megasozialabbauprogramm nur bei den asvg pensionen u.asvg angestellten. vielen politikern fällt nichts mehr anderes ein- die zügellosen u. deregulierten banken u.finanzmärkte brauchen immer mehr frisches steuergeld um die weltweiten finanzblase weiter aufzublähen.die aberbillionen buchgelder-die in den virtuellen und perversen geldspekulationsgeschäften drinstehen,haben ja nichts mehr mit der realität zu tun u.die realen volkswirtschaften werden ja mit solchen irren finanz- und bankenprodukten zerstört. ein jeder ehrlicher unternehmer u. jede seriöse firma muß sich ja fragen -was hat da die politik auf die völker und volkswirtschaften losgelassen. diese von grund auf manipulierten und kriminellen spekulationsblasen sind ja an perversion kaum mehr zu übertreffen. und in diese geldgeschäfte steckt man noch immer hart erarbeitete steuergelder- das wird in den märkten nur noch verbrannt und vernichtet. bsp GR! in wahrheit finanziert man nur die banken unter dem dem "feigenblatt staatshilfe"- u.die reichen griechischen eliten haben schon ca. 280 mrd. euro in der schweiz liegen, so die presse. die arbeitnehmer, familien u.pensionisten u.der soziale frieden sind wiedermal das opfer der casinobankenlobbypolitik.

Polit-Marketing für die Dummen

Das hört sich wieder mal nach Polit-Marketing für die Dummen an, einen großen Schnitt für die Zukunft anzukündigen und einen kleineren für die nächste Zeit. Ich glaub, das werden denen weder die Nehmer noch die Geber abkaufen.

Gast: Nadesha
07.02.2012 08:49
5 2

wäre auch in österreich

eine gute idee, würde kein mensch was davon merken. insbesondere die hochbezahlten hofräte oder wie all die veralteten k und k dienstbezeichungen heißen.

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