Österreich konnte den Zinsabstand bei Staatsanleihen zu Marktführer Deutschland am Mittwoch im Sekundärmarkthandel wieder unter ein Prozent drücken. Die Rendite für österreichische Zehn-Jahresanleihen betrug 2,951 Prozent, jene für deutsche Papiere notierte bei 1,990 Prozent. Die Differenz betrug damit nur mehr 0,961 Prozentpunkte. Vor einem Monat hatte der Abstand noch 1,569 Prozentpunkte betragen, vor 2009 war der Abstand jahrelang zwischen 30 und 40 Basispunkten gelegen.
Auch italienische und belgische Zinsen erholten sich weiter. Die italienischen Renditen betrugen nur mehr 5,515 Prozent - vor einem Monat waren es 7,106 Prozent. Belgische sanken auf einen neuen Tiefstwert von 3,531 Prozent.
Rückgang bei griechischen Anleihen
Offenbar von den Erwartungen einer baldigen Einigung auf das zweite Griechenland-Rettungspaket und auf einen Schuldenschnitt der privaten Gläubiger profitierten auch die Zinsen für 10-Jahresanleihen in Athen. Mit 33,088 Prozent wurde ein deutlicher Rückgang verzeichnet - am Vortag waren es 34,574 Prozent gewesen. Allerdings ist dieser Satz noch atemberaubend hoch.
Dagegen könnten Probleme beim kriselnden Handybauer Nokia kurzfristig die finnischen Anleihezinsen nach oben gedrückt haben. Zuletzt notierten sie bei 2,409 Prozent - seit Jahresbeginn waren sie durchwegs unter 2,3 Prozent gelegen. Die zehn Jahre laufenden niederländischen Bonds zogen am Mittwoch um 7,1 Prozent an.
(APA)
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