In Griechenland haben sich die gewalttätigen Proteste gegen die Sparpolitik der Regierung am Sonntagabend ausgeweitet. Nach Angaben des Rettungsdienstes stieg die Zahl der Verletzten auf 80, darunter 30 Polizisten. Der Sprecher der Feuerwehr, Nikos Tsongas, sagte im Fernsehen: "Wir haben viele Brände und versuchen sie unter Kontrolle zu bringen." Mehrere Geschäfte und eine Bankfiliale standen in Flammen.
Gruppen vermummter Männer lieferten sich immer wieder Auseinandersetzungen mit der Polizei. Sie bewarfen die Sicherheitskräfte mit Steinen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein.
Die Ausschreitungen hatten am Rande von friedlichen Massenprotesten begonnen. Die Gewerkschaften sprachen von insgesamt 200.000 Demonstranten. Ein Polizeisprecher teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, etwa 55.000 Demonstranten seien auf die Straße gegangen.
Zeitgleich debattierten die Abgeordneten im Parlament über den Sparplan. Die Zustimmung ist Voraussetzung für ein zweites Hilfspaket. Ohne weitere Milliardenhilfen aus dem Ausland droht Griechenland die Staatspleite.
(Ag.)
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