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Moody's senkt Ausblick für Österreich auf "negativ"

14.02.2012 | 11:05 |   (DiePresse.com)

Bei der nächsten Bewertung könnte es zu einer Herabstufung kommen. Sorgen macht das Osteuropa-Geschäft heimischer Banken.

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Die Ratingagentur Moody's hat in einer Neubewertung der Bonität Österreichs das Triple-A-Rating bestätigt, gleichzeitig aber den Ausblick auf "negativ" gesenkt, wie die "Presse" berichtete. Damit könnte es bei der nächsten Bewertung zu einer Herabstufung kommen. Auch den Triple-A-Staaten Frankreich und Großbritannien stellte Moody's mit einer Senkung ihres Ausblicks den Verlust ihrer Spitzenbonitäten in Aussicht. Zudem senkte Moody's die Bewertungen für die Kreditwürdigkeit Italiens und Portugals erneut um jeweils eine Stufe sowie diejenige Spaniens um zwei Stufen, wie die Agentur in der Nacht auf Dienstag in Washington mitteilte.

Die Experten senkten die Note für Italien um einen Rang von A2 auf A3 und die Bewertung Spaniens um zwei Ränge auf A1 von A3. Auch Slowenien, die Slowakei und Malta stufte Moody's weiter herab. Als Begründung gab die Agentur an, alle neun Länder seien durch die Eurokrise erheblichen finanziellen und volkswirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Die schwachen wirtschaftlichen Aussichten bedrohten zudem die Umsetzung notwendiger Sparanstrengungen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit. Mitte Jänner hatte die US-Ratingagentur Standard & Poor's Frankreich und Österreich die Bestnote aberkannt und die Länder um eine Note herabgestuft.

Budgetdefizit geringer als erwartet

Das Finanzministerium begrüßte in einer Aussendung die Aufrechterhaltung der Spitzenbonität für Österreich. Als Begründung dafür habe Moody's unter anderem die starke, diversifizierte Wirtschaft, das Fehlen volkswirtschaftlicher Ungleichgewichte, niedrige Arbeitslosigkeit und Leistungsbilanzüberschüsse seit 2002 an sowie die Tatsache, dass das Budgetdefizit im Jahr 2011 aufgrund höherer Einnahmen und strikter Ausgabendisziplin geringer ausgefallen sei als erwartet.

Sparpaket nicht berücksichtigt

Das Ministerium bedauerte, dass der Ausblick von "stabil" auf "negativ" gesetzt wurde. Dafür seien einerseits externe Faktoren wie die internationale Schuldenkrise ausschlaggebend gewesen, auf der anderen Seite das Exposure der heimischen Banken in Osteuropa. Nicht ausreichend berücksichtigt sei, wie es in der Aussendung heißt, auch das eben beschlossene Sparpaket worden: Moody's gehe von einer steigenden Verschuldungsquote aus, während der neue Defizitpfad ab 2012 deutlich sinkende Schuldenquoten vorsehe.

Osteuropa-Engagement macht Sorgen

Moody's erklärt demnach auch, dass der negative Ausblick zu einem Downgrade werden könnte, wenn sich entweder die Krise in der Euro-Zone drastisch verschärft oder weitere wesentliche Stützungsmaßnahmen für den Bankensektor erforderlich werden sollten. Gerade das Osteuropa-Geschäft der heimischen Banken macht der Agentur Sorgen. Derzeit gibt es aber laut Finanzministerium keine Anzeichen dafür, dass solche Stützungen nötig sind: "Der österreichische Finanzsektor ist gerade dabei, mit diversen Maßnahmen seine Kapitalbasis zu stärken. Wir gehen davon aus, dass diese Stärkung von Moody's bei künftigen Bewertungen berücksichtigt wird. Moody's selbst führt an, dass eine deutliche Verbesserung der Kapitalbasis des österreichischen Finanzsektors dazu führen würde, dass der Ausblick wieder auf "stabil" gesetzt wird."

Regierung: Kein Anlass für Maßnahmen

Die Regierung sieht anlässlich des negativen Ausblicks für die Bonität Österreichs keinen Anlass für unmittelbare Maßnahmen. Das jüngst präsentierte Sparpaket sei ausreichend, sagte Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) am Dienstag vor dem Ministerrat. Er ging ebenso wie Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) und Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) davon aus, dass Moody's bei seinem Rating das Sparpaket noch nicht zur Gänze bewertet habe. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) geht indirekt davon aus, dass die jüngste Ratingentscheidung von Moody's, den Ausblick der Bonität Österreichs auf "negativ" zu senken, anders ausgefallen wäre, wenn die Ratingexperten das von der Regierung beschlossenen Sparpaket gekannt hätten.

Börsen reagieren

Euro und britisches Pfund gerieten nach den Herabstufungen in Fernost unter Druck. Die Gemeinschaftswährung rutschte kurzfristig auf bis zu 1,3145 Dollar ab, bevor sie sich wieder auf 1,3162 Dollar erholte. Dem Aktienhandel nahm die Entscheidung allen Schwung. "Den asiatischen Märkten ist klar geworden, dass es noch keine Lösung gibt, und das hat die Sorgen wegen der europäischen Probleme wiederbelebt", sagte Frances Cheung von Credit Agricole CIB in Hongkong. "Der negative Ausblick für Großbritannien hat seinen Teil dazu beigetragen. Bisher galt das Land als ziemlich immun, weil es nicht zur Euro-Zone gehört."

CDS teurer

Nach der Moody's Schelte sind am Dienstag die Kosten für die Kreditausfallversicherungen (CDS) gestiegen. So mussten für die Absicherung spanischer Anleihen im Volumen von 10 Mio. Euro für fünf Jahre 374.000 Dollar (282.179 Euro) jährlich bezahlt werden - 8000 Dollar mehr als am Vortag, wie aus den Daten des Finanzdienstleisters Markit hervorgeht. Die Kosten für italienische und österreichische CDS kletterten demzufolge um je 7.000 Dollar auf 403.000 beziehungsweise 173.000 Dollar. Auch für französische und britische CDS mussten Anleger 2000 bis 5000 Dollar mehr berappen.

(Ag. )

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258 Kommentare
 
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Gast: TT1
16.02.2012 17:02
0 0

Na Hauptsache die Fekter hat wieder den Mund aufgemacht

Was diese inkompetente Person im Laufe ihrer politischen Karriere für Schwachsinn losgelassen hat, entbehrt jeder Beschreibung. Dass diese Frau in der Früh aufstehen und sich in den Spiegel blicken kann, ohne von sich aus ihren Rücktritt einzureichen, ist mir ein Rätsel. NICHT ZUM AUSHALTEN!!!

gibt es einen grund

wieso die prognosen der staatsverschuldung für 2013 gar so drastisch von einander abweichen?

Gast: SPÖVP verschlimmern nur Teufelskreis der Verschuldung
15.02.2012 17:27
2 0

Grob fahrlässig wäre es,

die beiden wirtschaftspolitischen Analphabeten Schwindelegger und Feigmann bis 2013 weiterhin ungestört viele Milliarden Steuergelds wegen fehlender Strukturreformen sinnlos verplempernd weiterwursteln zu lassen.

Das wäre unser Ruin!

Daher NEUWAHLEN JETZT oder GENERALSTREIK, um den Staatsbankrott und unsere weitere Ausplünderung zu verhindern!

Es müssen endlich Fachleute an die Hebeln der Macht.
In Krisenzeiten sind Dilettanten an den Schalthebeln zu gefährlich.

Demontieren wir die desaströse Herrschaft der "fat cats".

Dem erbosten Wähler bleibt nur die Übermacht der Mäuse gegen die „fat cats“:

http://www.youtube.com/watch?v=nXEeF2BrBM8

Ansonsten droht uns die sukzessive Einführung von GULAG-Bedingungen, um das Schuldenjoch abzuarbeiten, während die Verursacher weiterhin ungestört abzocken.

Traurig, daß wir US-Ratingagenturen brauchen, um zur ökonomischen und politischen Vernunft zurückzukehren.


Antworten Gast: Evolution
15.02.2012 21:02
1 0

Re: Grob fahrlässig wäre es. Es müssen endlich Fachleute an die Hebeln der Macht.

Tut mir Leid was besseres haben eure österreichischen Gene anscheinend noch nicht hervorgebracht.
Betreff ihres Vorschlages:
Warum sollte man träge Gäule
durch bockige Esel ersetzten?

1 0

Re: Grob fahrlässig wäre es,

"Daher NEUWAHLEN JETZT oder GENERALSTREIK, um den Staatsbankrott und unsere weitere Ausplünderung zu verhindern!"

Stimme Ihnen zu!

Gast: xefo
15.02.2012 16:33
3 0

Erschreckend

Österreich ist unreformierbar. Erst wenn wir auf BB+ sind, in Wien Straßenschlachten toben weil das neue, chancenlose Subproletariat den Aufstand probt, im AKH regelmäßig Patienten wegen Kleinigkeiten krepieren, dieFPÖ an der 50% Marke kratzt, - erst dann kommt eine Verwaltungsreform, erst dann werden die Bundesländer und die Pragmatisierung abgeschafft, werden die Beamten zusammengestutzt, usw.

Vorher nicht.

Gast: iGermane
15.02.2012 16:06
2 0

Moody's is in a bad mood.

Moody's is in a bad mood. But not the austrian governmental parties. They have party until our last cent is wasted.

Gast: Petrus 101
15.02.2012 13:50
2 0

laissez-faire

Österreich's Politik sollte sich nicht in die Wirtschaft einmischen, dafür fehlt ihnen das Verständnis (von ganz links bis ganz rechts).

Man sehe nur die Monopolverwaltung: Tabak, Glücksspiel, Linienverkehr... (und das soll "Freie Marktwirtschaft" sein?) Allein wenn man die Monopolverwaltung einsparen könnte und dazu noch den Wettbewerb fördern würde, wären die Staatskassen um einiges voller ohne neue Steuern und Einsprungen.


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Will Moody's nicht kuscheln

Die Regierung verliert nicht nur das AAA, sondern auch die Achtung – zumindest bei denen die nicht kuscheln (die Kuschler haben ihre Achtung bereits verkauft).

Gast: G. Schütze
15.02.2012 12:55
3 0

Moody's widerspricht der Regierung

Is jo net so schlimm, unsere Finanzministerin widerspricht sich ja auch immer öfters selbst.

Gast: Analyst 829
15.02.2012 12:45
6 0

Driple A und Herabstufung ist Folge, dessen das SPÖVP-Regierung völliges volkswirtschaftliches Unverständnis zeigt

Österreichs Triple A wurde nun vorerst mal zum Driple A - das weiche D bedeutet, dass es weicher ist und Richtung D-Rating abgestuft werden wird.

Ratigagagenten bekommen beim Anblick des SPÖVP-Mogelpackets leicht einen Lachanfall. Allein schon hineinzurechnen, dass die Schweiz locker 1,2 - 1,5 Mrd. Österreich spenden werde,da Österreicher Geld in der Schweiz geparkt haben, ist lächerlich. Kopfschütteln, Lachanfälle, Schenkelklopfen und die Einstufung des Verständnises der SPÖVP-Regeten von volkswirtschaftlichen Fragen auf Vorschulniveau - einem Kindergartenkind ist z. B. klar, dass es vom Zuckerlgeschäft im Nachbarhaus auf Dauer nichts geschenkt bekommt - löst aber beispielsweise das Einrechnen von Einnahmen aus einer Finanztransaktionssteuer, die Österreich offensichtlich im Alleingang der SPÖVP-Regierung einführen will, aus.

Eine Finanztransaktionssteuer wäre durchaus sinnvoll um Ineffizienz zu verhindern. Es macht beispielsweise Sinn, wenn sich ein Müller gegen einen hohen Weizenpreis mit Hilfe eines Calls auf Weizen absichert, da er nur so Supermakrtketten fixe Preise anbieten kann und nur so überhaupt ins Regal kommt. Auch der Bauer, der sich bei Weizenpreis mit Puts absichert hat Vorteile, da er dann bei Banken weniger Zinsen zahlen muss, wenn seine Einnahmen sicher sind (Hagel u. s. w. wird wegversichert).

Selbst europaweit wäre eine Finanztransaktionssteuer kein Erfolg. Man würde nur London und Frankfurt ruinieren, da der Handel sich nach Tokio und N. Y. verlagerte

Antworten Gast: Analyst 829
15.02.2012 15:31
1 0

Re: Driple A und Herabstufung ist Folge, dessen das SPÖVP-Regierung völliges volkswirtschaftliches Unverständnis zeigt

Nur noch damit man versteht, warum spekulativ hohe Marktpreise für Unternehmen ebenfalls ruinös werden.

Ein Goldschmied verkauft bei einem Goldpreis von 300 Euro pro Unze pro Woche 7 Schmuckstücke aus Gold und schlägt dabei jeweils 300 Euro für seine Arbeit auf. Pro Schmuckstück braucht er eine halbe Unze Gold.

Materialpreis 150 plus Arbeitszeit 300 macht einen Verkaufspreis von 450 plus 20 % Ust. also 540.

Nun steigt der Goldpreis spekulativ auf 1.300. Der Goldschmied hat dadurch, da er ein paar Unzen Gold immer lagernd hat einen Spekulationsgewinn, den er versteuern muss.

Für den Goldschmied ist das aber nur ein Scheingewinn, da er eben Goldvorräte braucht um arbeiten zu können.

Nun kaufen aber weniger Menschen Goldschmuck, wenn der Goldpreis hoch ist. Daher verkauft der Goldschmied nur noch 1 Stück pro Woche und verdient plötzlich so gut wie nichts mehr obwohl die Preise für seine Produkte sich wesentlich erhöhen.

Der Preis schnellt von 150 für die halbe Unze auf 650 und damit der Endpreis auf 1050 plus USt also satte 1.260,-

Dazu kommt ein weiteres Problem. Ist der Preis spekulativ überzogen - ist bei Gold mit Sicherheit der Fall, da die Produktionskosten für Gold wie bei allen Industrieprodukten (Stahl, Alu, u. s. w. deto) laufend fallen und die Produktionsmenge allein bis 2015 gemessen an heute mindestens verdoppelt wird; siehe Geschäftsberichte von Minen - schwappt Altware auf den Markt zurück und das führt schlussendlich zum Bankrott des Goldschmieds.

Antworten Gast: Analyst 829
15.02.2012 15:16
1 0

Re: Driple A und Herabstufung ist Folge, dessen das SPÖVP-Regierung völliges volkswirtschaftliches Unverständnis zeigt

Warum eine Finanztransaktionssteuer sinnvoll ist:

Der Sinn ergibt sich aus der Einsparung von Ineffizienz bei Börsengeschäften, denen keinerlei echter Handel zu Grunde liegt.

Es stört bespielsweise keineswegs, wenn die Schiffsladung während der Überfahrt 50 mal den Besitzer wechselt, da so das Risiko verteilt wird. Was die Märkte gefährdet und GENAU darauf sollte eine Transaktionssteuer gelegt werden, sind Käufe von Puts und Calls ohne, dass ein Kauf oder Verkauf geplant ist.

Wenn sich eben der Müller gegen hoche Weizenpreise absichert, indem er einen Call auf Weizen kauft, dann ist das sehr sinnvoll, da er so eine fixe Kalkulationsbasis hat und eben nur so überhaupt in die Regale von Supermärkten mit seinen Waren kommen kann.

Problematisch ist aber der zig fach höhere spekulative Kauf von Call- und Putoptionen (letzer wäre in dem Fall für den Bauern sinnvoll, da er so seinen Weizen zu einem Fixpreis verkaufen kann und somit Zinsen bei Krediten spart, da Banken eben höhere Sicherheit haben und eine fixe Kalkulationsbasis) bzw. anderen Formen von Termingeschäften, denen keinerlei realer Hintergrund gegenüber steht.

Dadurch werden Preise künstlich verschoben und das wiederum führt zu Firmenpleiten, von Firmen, die an sich gesund sind, aber eben durch Parasitenbefall gegen den sie machtlos sind, ruiniert werden, da ihre Produkte wegen spekulativer hoher Preise durch Substitutionsgüter real verdrängt bzw. der Preis ruinös nieder durch Spekulation in die Gegenrichtung wird.

Re: Driple A und Herabstufung ist Folge, dessen das SPÖVP-Regierung völliges volkswirtschaftliches Unverständnis zeigt

Bitte bei unseren Politikern kein Verständnis wirtschaftlicher Vorgänge voarussetzen. Spätestens bei den durch politische Entscheidungen angeregten Wechselwirkungen wird's blitzschnell "dunkelschwarz".

Sie sind, wenn ich diesen Vergleich bringen darf, auf dem Niveau von (wirtschaftlichen) Schachspielern, welche nicht in der Lage sind, mögliche Gegenzüge ihres Spielpartners auch nur zu erahnen.

Chimäre

Das österreichische Sparpaket ist eine Chimäre. Die Hacklerregelung bleibt unangetastet. Refomen werden großteils ausgespart. Die steuerlichen Maßnahmen gleichen einem Wunschkatalog ans Christkinderl, von dem man nicht weiß, ob es existiert. Die neue Immobilienbesteuerung verwaschen und im Hinblick auf den Gleichheitsgrundsatz höchst fragwürdig, weil warum wird nicht für jede Art von Vermögenshandel ein Inflationsabschlag verrechnet? Zum Beispiel hinkünftig beim Verkauf von längere Zeit gehaltenem Betriebsvermögen? Die Einschränkung der Gruppenbesteuerung ein schlechter Scherz. Aber was durfte man von DIESER Regierung anderes erwarten?

Die Schlechterbenotung von Österreich erfolgt völlig zu recht. Gott sei's gedankt, dass es Ratingagenturen gibt, die den Regierenden den Spiegel ihres Versagens vorhalten.

Antworten Gast: Analyst 829
15.02.2012 12:59
4 0

Auch die Sekundärmarktrendite beweist, die Politik der SPÖVP ist einfach schlecht, der Markt will Strukturreformen und nicht das Einbetonieren von Abzockrechten der SPÖVP-Bonzen auf Kosten der Stabilität der Staatsfinanzen

Sie haben schon recht, aber wir müssen hoffen, dass Österreich bis 2013 nicht sehr tief herabgestuft wird, da die FPÖ dann mühsam von ganz Unten anfangen muss.

Mühsam wurde die Staatsverschuldung unter Blau-Schwarz und dann weniger ambitioniert unter Schwarz-Blau immer weiter Richtung Maastrichgrenze von 60 % Staatsverschuldung gemessen am BIP gedrückt und diese letztendlich sogar unterschirtten.

Binnen weniger Jahre hat die SPÖVP-Dodelregierung diesen Vorteil verschenkt. Ja verschenkt! 80 % Staatsverschuldung (Moody's rechnet damit sogar sehr vorsichtig die zu erwartenden Aufwändungen für Garantien für Griechenland als Schulden der Republik schon jetzt dazu, vermutlich wird es durch die Ostrisiken noch viel schimmer und damit wäre die Staatsverschuldung schnell sogar höher als jene Italiens, die erstaunlich stabil ist und unter Berlusconi nicht zulegte obwohl Italien genauso die Bankenkrise durchmachen musste wie Österreich, aber Schweden, Deuschland u. s. w. haben schlicht und einfach - Moody's sagt es durch die Blume etwas anders - weniger unfähige Regierungen, wodurch man sicherer ist, dass geborgtes Geld auch zurückgezahlt werden kann.

Weiters sehen sich Ratingagenturen die Sekundärmarktrenditen an und die stiegen enorm unter Rot-Schwarz. So lag die Sekundärmarktrendite unter Blau-Schwarz und Schwarz-Blau auf Grund kluger Politik der FPÖ, die bis zum Verkauf von der Hypo-Alpe-Adria gegen den Willen der SPÖ-Bonzen an die Bayern ging, zeitweise unter der Deutschlands!

Gast: Hohlköpfe an der Spitze ruinieren das Land
15.02.2012 11:45
5 0

Solange wir Bürger uns diese Mißwirtschaft ökonomischer Dilettanten aufokroyieren lassen, sind wir selbst schuld an der Misere und der Ebbe in unseren Börsen

Für jeden Job braucht man eine adäquate Qualifikation,
nur nicht als Politiker,
auch keinerlei Leistungsnachweis,
Sanktionen für Mißwirtschaft fehlen detto.

Selber schuld, wenn wir uns solche Frechheiten gefallen lassen!

Gast: Feuern wir endlich die Märchenerzähler, Schmarotzer, Diebe!
15.02.2012 11:38
4 0

Pharisäer in Politik, BMF & Banken treiben uns in den Ruin

Als Betriebswirt mit Knowhow hinsichtlich der Evaluation von Länderrisiken kann ich Moody's faktenorientierter Einschätzung der finanziellen Stabilität Österreichs nur zustimmen.

Die zum Selbstschutz geschönten Sonntagspredigten unserer in ökonomischen Belangen analphabetischen Politiker werden von niemandem mit einigermaßen Hausverstand mehr ernstgenommen. Hätten sie ein Mindestmaß an Verantwortungsbewußtsein, würden sie schleunigst Österreich effizienzorientiert reorganisieren, um das Land einigermaßen krisenresistent und wettbewerbsfähig zu machen, sowie um nicht weiterhin milliardenweise kostbares Steuergeld sinnlos zu vergeuden.

Eines der großen, bisher unerwähnt gebliebenen Notstandsgebiete ist das antiquierte Finanzmanagement des Staates, das nichteinmal über eine Kostenrechnung (!) verfügt und keine realistischen Prognosen im Detail zuläßt (!), was jedoch den parteipolitisch bestellten Kapazundern an den Schalthebeln des Finanzministeriums noch gar nicht aufgefallen ist. Schieder & Konsorten schröpfen stattdessen lieber ideologisch verblendet ihren Klassenfeind produktiver Mittelstand, womit sie dessen Motivation & Ressourcen zur Wohlstandsmehrung reduzieren, was sie als Parasiten nicht schert.

Da Länderrisikoevaluation hier bislang nicht exisiert, weil der manipulierte Steuerzahler von den Bankstern als ihre Risikoversicherung betrachtet wird, wird dieser Umstand frech als Freibrief für weitere Risikoakkumulation bei gleichzeitiger Selbstbereicherung benützt.

Wenn man nur mehr Triple A....


..bekommt, wenn man Systeme einführt ( wie z.B
Deutschland) daß ausschließlich zulasten der Arbeitnehmer und Rentner basiert,
aber Vermögen und Kapital verschont, ja dann weiß man, wieviel es geschlagen hat.

Die neue Doktrin lautet Arbeitnehmer und Rentner auszuplündern, das Kapital und den Staatsapperat zu schonen und mit Ratingagenturen zu drohen.

Hier wird eine menschenverachtende Politik mit sehr perfiden Mitteln betrieben.

Aber was soll´s, solange es sich die Bürger gefallen lassen, ist eh alles Paletti.


Antworten Gast: Martin_S
15.02.2012 12:46
1 0

Re: Wenn man nur mehr Triple A....

"Menschenverachtend" (Das Unwort des Jahrhunderts) ist höchstens ihre völlige Unkenntnis !

Re: Wenn man nur mehr Triple A....

Sie sollten einen Grundkurs in Nationalökonomie belegen. Sozialkonsum ist nun einmal eine schlechte Verwendung von Geld. Investitionen sind gefragt. Und hierfür dürfen natürlich auch Schulden aufgenommen werden. Wenn eine Regierung jedoch darin fortfährt, eine aberwitzige Hacklerregelung und eine hohe Zahl von Frühpensionisten und Sozialhilfebezieher auf Kredit zu finanzieren, dann ist das die denkbar schlechteste Politik für das Land.

Gast: DI
15.02.2012 11:24
11 1

Rating: Moody's widerspricht der Regierung

Im Gegensatz zum österreichischen Volk hat Moody die Vorgangsweise unserer Regierung erkannt. Realität verweigern, lügen, schön reden, sich selbst über den Klee loben, nichts auf den Weg bringen, dem Kind den falschen Namen geben (Sparpaket anstelle Belastungspaket) usw.

9 1

Rating: Moody's widerspricht der Regierung

völlig zurecht, denn was man hier als Spar(Konsolidierungs)paket bezeichnet, ist in Wahrheit eine schwammige Absichtserklärung in der Hoffnung, die Märkte und Ratingagenturen besänftigen zu wollen.

Es gibt weiterhin KEINE längst nötigen Reformen in der Bildung, Verwaltung, FÖrderungen,.... dafür aber erneute Einschneidungen der Bürger.


Gast: mag. franz bitner
15.02.2012 11:12
2 1

Neuwahlen jetzt bitte schnellstmöglich !!!

Wie lange sollen wir uns dieses traurige Regierungsspektakel noch mit ansehen müssen ? Wirklich noch bis 2013, wenn wir dank FeySpi und Co. noch mehr im Dreck zu liegen kommen ?

Nur aus Protest die FPÖ wählen...


....wird den Karren auch nicht aus dem Dreck ziehen.

Die FPÖ muß in wirtschaftspolitischen Fragen fachliche und personelle Kompetenz vorweisen. Diesen Beweis ist sie bis heute schuldig geblieben.

Somit wird 2013 weiter rot/schwarz, vielleicht mit grün die Regierung bilden.

Der Leidensdruck der Ö ist auch nicht so groß, oder haben sie schon jemand auf der Straße protestieren gesehen?


Einmal belogen ...

... sind nun die Konsequenzen klar.

Wieso soll eine Agentur einer Regierung noch glauben, die vor wenigen Monaten noch die Schuldenbremse im Verfassungsrang versprochen hat.

Es ist wohltuend, wie inzwischen ausländische, und damit objektivere Bewertungen, nun auch in Österreich kommuniziert werden. Dieses Sparpaket ist aufgrund der vielen Sandkastenmodelle das Papier nicht wert auf dem es ausgeführt ist.

Die Regierung hat wieder einmal nach dem sehr einfachen Ansatz gehandelt:

"Ich brauche ein Rechenmodell, welches meine Meinung und Auffassung untermauert. Mir ist sch...egal, ob das Modell der Realität entspricht oder nicht!"

Es wäre an der Zeit dieses Sparpaket in 1-2 Jahren zum Anlass zu nehmen,. mit einer Amtshaftungsklage gegen die zuständigen Politiker (Parlament mit eingeschlossen!) bei Nichterreichung der ausgabenseitigen Sparpotentiale vorzugehen.

Angesichts der Vielzahl an Aussagen, welche zusätzliche Haftungen Geschäftsführung und Aufsichtsrat hinsichtlich der jeweiligen Firma übernehmen müssen, wäre dies ein guter Ansatz, die Diskussion auch auf die Politiker umzulegen.

 
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