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Deutsche Manager fordern Euro-Austritt Griechenlands

14.02.2012 | 17:01 |  (DiePresse.com)

57 Prozent der Führungskräfte sind laut einer Umfrage für die Rückkehr zur Drachme. Auch für Bosch-Chef Fehrenbach ist Athen eine "untragbare Belastung" für die Eurozone.

Bosch-Chef Franz Fehrenbach fordert den Austritt Griechenlands aus der Europäischen Union und der Eurozone. Das griechische System sei "marode und in einer Solidargemeinschaft eine untragbare Belastung", sagte Fehrenbach dem "Manager Magazin". Falls die Griechen den Schritt nicht freiwillig gingen, müsse die Gemeinschaft ihre Gesetze ändern und das Land ausschließen. Die EU-Verträge sehen den Ausschluss eines Mitgliedslandes nicht vor.

Die Mehrheit der deutschen Führungskräfte verliert einer Umfrage des Magazins zufolge die Geduld mit Athen. Demnach wollen 57 Prozent von 300 befragten Managern, dass Griechenland die Drachme wieder einführt.

Fehrenbach sagte, einem Land wie Griechenland solle die EU den Austritt mit einer Strukturhilfe erleichtern. Nach der seiner Meinung nach fälligen Abwertung der Drachme wäre das Land vielleicht wieder wettbewerbsfähig. Derzeit habe "dieser Staat mit Phantomrentnern und reichen Nichtsteuerzahlern, ein Staat ohne funktionierende Verwaltung", in der Europäischen Union nichts zu suchen.


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