Griechen-Präsident erbost: "Wer ist Herr Schäuble?"

16.02.2012 | 09:49 |   (DiePresse.com)

Der deutsche Finanzminister Schäuble forderte einen überzeugenden Vertrauensbeweis. Sonst plädiere er für eine Verschiebung der Griechen-Hilfe.

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In Griechenland gilt Staatspräsident Karolos Papoulias als Mann des Ausgleichs, als freundlich, sachlich und zurückhaltend. Seine emotionale Attacke auf den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble, dem er vorwarf Griechenland zu "verhöhnen", lässt daher erahnen, wie tief der Frust der Griechen über die zähen Verhandlungen zur Rettung ihres Landes vor dem Staatsbankrott und die immer neuen drakonischen Sparauflagen mittlerweile sitzt.

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Der 82-Jährige hatte sich Schäuble wegen der harten Haltung Deutschlands im Kampf gegen den griechischen Schuldenberg vorgeknöpft. "Ich akzeptiere nicht, dass Herr Schäuble mein Land verhöhnt, als Grieche akzeptiere ich das nicht", sagte Papoulias am Mittwoch bei einem Besuch im Verteidigungsministerium in Athen. "Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland verhöhnt?"

Widerstand gegen Nazis

Papoulias, der selbst lange in Deutschland lebte, stammt aus Ioannina im Nordwesten Griechenlands. Als Jugendlicher schloss er sich dem Widerstand gegen die deutschen Nazi-Besatzer an. "Wir waren stets stolz nicht nur auf die Verteidigung unserer Freiheit, sondern auch auf diejenige Europas", sagte Papoulias bei seiner Schäuble-Attacke. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er Jus in Athen, München und Köln, weshalb er fließend Deutsch spricht.

Nach dem Studium arbeitete er von 1963 bis 1981 als Rechtsanwalt, von 1977 bis 2000 saß er für seine Heimatstadt Ioannina als Abgeordneter der Sozialisten im Parlament. Seine politische Karriere verdankt er nicht zuletzt seiner Freundschaft zum legendären Gründer der sozialistischen PASOK-Partei, Andreas Papandreou. Unter Papandreou, dem Vater des im November zurückgetretenen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou, war er zweimal Außenminister.

Wenig Macht

Für das Amt des Staatspräsidenten wurde er 2005 allerdings von den damals regierenden Konservativen vorgeschlagen und mit Unterstützung der sozialistischen Abgeordneten im Parlament gewählt. Bei seiner Wiederwahl im Februar 2010 stimmten für ihn nicht nur die damals regierenden Sozialisten, sondern auch die konservative Nea Dimokratia und die ultrarechte LAOS-Partei.

Als Staatspräsident hat Papoulias vorwiegend repräsentative Aufgaben und wenig direkte Macht. Aus dem in Griechenland traditionell erbittert ausgetragenen Parteienstreit hält er sich heraus. Bei seinen Landsleuten ist der weißhaarige Politiker nicht zuletzt deshalb sehr populär. Bei seiner Wiederwahl vor zwei Jahren lagen seine Zustimmungswerte bei über 80 Prozent.

Am Mittwoch machte Papoulias nicht nur mit seinem Schäuble-Angriff, sondern auch mit einer symbolischen Geste im Kampf gegen den griechischen Schuldenberg von sich reden: Er verzichtete auf sein Gehalt.

Griechen: Zorn gegen Deutsche mit ''dickem Portemonnaie''

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(APA/Ag.)

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271 Kommentare
 
1 2 3 45 6
Gast: zensuriert doch mal wen anderen
16.02.2012 13:06
9

wer ist dieser herr schäuble?

wenn der herr präsident diese frage nicht selbst beantworten kann, dann sollte er schleunigst abtreten. der herr schäuble ist der, der darüber entscheidet, ob der griechische staat demnächst noch in der lage ist, dem herrn präsidenten sowie den anderern 1 mio staatsbedienstetten ihre gage zu bezahlen. ein bisschen weniger stolz und ein wenig mehr demut wäre angebracht, herr Papoulias!

Gast: Heinz I
16.02.2012 13:02
2

Wer Herr Schäuble ist?

Vermutlich ein besserer und gescheiterer Mensch als die meisten von uns. (Ja, doch.)

Akromonopolis. Game over

Griechenlands Staatspräsident Karolos Papoulias hat wohl erkannt, dass sein politisches System am Ende ist. Seine letzte Waffe ist nun den Feind im Ausland aufzubauen um von der Misere im eigenen politischen System abzulenken. Die einzige Lösung dürfte wohl die eigene Abwicklung sein. Die politische Kaste muss im gesamten erneuert werden.
Eine DDR unter Krenz hätte den Wiederaufbau wohl nicht geschaft.

Gast: smilefile
16.02.2012 12:38
8

Was fürchtet,...

Europa,..?? Wenn Griechenland aus der Europäischen Union austritt,...

Vielleicht die Einsicht seiner 350 Millionen Mitglieder, daß der Beitritt in diese Union doch nicht so günstig für die betreffenden Länder und deren Bevölkerung ausfällt. Mit den bisherigen Demokratiedefiziten,...die uns die Union im Allgmeinen und speziell im Politischen gebracht haben, wird diese "Europäische Union" in der derzeitigen Form keinen Deut' demokratiefreundlicher,...

Antworten Gast: BÜRGER DER EU
16.02.2012 12:48
0

Re: Was fürchtet,...

Die EU hat 500 Millionen Einwohner. Updaten Sie Ihre Informationen, die dürften etwas veraltet sein.
Info:
Mit dem Vertrag von Lissabon wurde die Möglichkeit der europäischen Bürgerinitiative eingerichtet um das Mitspracherecht und damit die Demokratie zu verbessern. Aber zugegeben, wenn die 27 Staats- und Regierungschefs nicht zustimmen wollen, werden sie in ihren jeweiligen Staaten Anti-EU-Politik betreiben und die Skepsis zum Erhalt ihrer eigenen Macht erhöhen. Ein Ausweg bestünde, dass direkt gewählte EU-Parlament zu stärken indem die 27 Staats- und Regierungschefs dem EU-Parlament rechenschaftspflichtig sind, wie eben in demokratischen Staaten.

Antworten Antworten Gast: smilefile
16.02.2012 14:32
0

Was fürchtet,...

Herzlichen Dank,- für Ihren Hinweis 501 Millionen Einwohner,....

Der Vertrag von Lissabon,...den Sie so schön erwähnen besteht aus nichts weiter mehr als Papier mit welchen sich die 501 Millionen Europäer ihr Mitspracherecht sowie das derzeitig
gegebene Demokratierecht kehrwendig betrachten können. Überlegen Sie einmal, nach dem Sie kurz Atem geschöpft haben, 27 Staats“chef’s“ dazugehörige Regierungsmitglieder stellen für uns Völker und „Europäer“ nicht weiter als ein Vasallenstaat dar, der genauso mit seinen Volk,- Ressourcen und Steuermitteln umgeht. Oder können Sie mir ganz einfach das Demokratierecht der 501 Millionen Einwohner erklären, wenn noch immer sämtliche Softdrinks (Coca Cola,...udgl) mit Aspartam (ein Süssungsmittel des Monsanto Konzerns) gesüsst werden obwohl schon manigfach dessen unglaubliche Schädigung nachgewiesen wurde.....

Antworten Antworten Gast: little_brother_is_watching_you_too!
16.02.2012 13:42
1

Re: Re: Was fürchtet,...

ihr kommentar hört sich wie eine bezahlte anzeige an.

Gast: BÜRGER DER EU
16.02.2012 12:37
5

ERSUCHE DIE MEDIEN UM VERÖFFENTLICHUNG

Sehr geehrter Herr Papoulias ,

ihre griechischen Minister, Spitzenpolitiker und Fraktionsvorsitzenden haben das Vertrauen der anderen Europäer verloren. Nicht nur das, Sie alle haben das griechsiche Volk belogen. Hoch anzurechnen ist Ihnen allerdings, dass Sie angesichts der schwierigen Situation auf Ihr Jahresgehalt in Höhe von 85.000.- Euro verzichten wollen. Ich hoffe nur, Ihre Handlung ist beispielgebend für alle griechischen Politiker. Auch heimische österreichische Politiker, allen voran unser Präsident mit 336.000.- Euro, unser Bundeskanzler etc. sollten Ihrem Beispiel folgen und ihren derzeit befristeten Solidarbeitrag von 1,5% auf 8 % unbefristete Lohnkürzung, wie eben unsere Soldaten und Polizisten, erhöhen. Aber dazu braucht es wohl staatsmännisches Handeln.

mit freundlichen Grüßen
ein wahlberechtigter Bürger mit der Intention eine Partei zu gründen, die Euch Politiker abwählt.

Antworten Gast: NORBERTL
16.02.2012 13:18
0

Mach auch mit

Bin auch dabei! Wann geht es los?

Antworten Gast: REFORM
16.02.2012 12:42
0

Re: ERSUCHE DIE MEDIEN UM VERÖFFENTLICHUNG

Sehr gute Vorschläge, bin dabei.

Mit freundlichen Grüßen
ein weiterer wahlberechtigter Bürger

Gast: Webhophes
16.02.2012 12:35
1

Lösungsvorschlag

Wir setzen die Staatsverschulding in allen EU Ländern schrittweise auf 0 zurück. Wens nicht passt der kann uns dann einfach kreuzweise.
Oder wir bleiben weiterhin Sklaven des Zins und gehen alle der Reihe nach pleite.

Ich weiss das klingt jetzt naiv aber warum eigentlich nicht...

Ich würde mich sogar mit dem Konzept politisch engagieren. Kein Witz.

Gast: BÜRGER DER EU
16.02.2012 12:29
7

Sehr geehrter Herr Präsident

Stellen Sie sich doch bitte mit ihrem Ministerpräsidenten vor unsere griechischen Mitbürger und erklären Sie, dass
- der Ankauf von U-Booten unverzüglich gestoppt wird,
- das Verteidigungsbudget von 1,9 % BIP auf 0,5 % BIP gesenkt wird,
- sämtliche griechischen Botschaften , zumindest in Europa bis auf jene in Brüssel geschlossen und eingespart werden,
- europäische Steuer- und Finanzpolizisten die griechischen wegen Ineffizienz ablösen.

Mit all diesen Einsparungen werden die Lohnkürzungen der Mittelschicht teilweise, der Armen völlig aufgehoben.

Mit freundlichen Grüßen
ein Mitbürger

Gast: Paraolympics
16.02.2012 12:28
1

"Wer ist Herr Schäuble?"

Der Rennrollstuhlfahrer aus Deutschland?

nicht schlecht !

dieser herr Papoulias
als "chef" des korruptesten landes in europa würde ich ganz schnell den mund halten und alles tun was die eu sagt...sonst befindet sich griechenland ganz schnell in der "steinzeit" wieder !

ehrlicherweise wäre das für dieses volk gar nicht schlecht...die bringen ausser olivenanbau, steuerhinterziehung und schlechten tourismus nichts zusammen !

Re: nicht schlecht !

Olivenanbau haben wir nicht, aber ansonsten können wir locker mit den Griechen mithalten.

Gast: Tschüss EU
16.02.2012 12:17
7

Was ist der Euro eigentlich? Nur eine Währung oder

eine Massenvernichtungswaffe?
Wer sich freut über Zwang und Hohn und Spott der sich über Griechenland ergießt, der sollte sich nicht zu früh freuen.
Ihr kommt auch noch alle dran!

Re: Was ist der Euro eigentlich? Nur eine Währung oder

So ist es, aber die Griechen geben halt eine tolles Opfer ab, da schreit der Mob nach Rache.

Gast: BÜRGER DER EU
16.02.2012 12:16
2

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Präsident,

ihre griechischen Minister, Spitzenpolitiker und Fraktionsvorsitzenden haben das Vertrauen der anderen Europäer verloren. Nicht nur das, Sie alle haben das griechsiche Volk belogen. Hoch anzurechnen ist Ihnen allerdings, dass Sie angesichts der schwierigen Situation aufihr Jahresgehalt von 85.000.- Euro verzichten wollen. Ich hoffe nur, Ihre Handlung ist beispielgebend für alle griechischen Politiker. Auch heimische österreichische Politiker, allen vorn unser Präsident mit 336.000.- Euro, unser Bundeskanzler etc. nehmen sich auch ein Beispiel daran und erhöhen ihren befristeten Solidarbeitrag von 1,5% und auf 8 % unbefristete Lohnkürzung, wie eben unsere Soldaten und Polizisten.

mit freundlichen Grüßen
ein wahlberechtigter Bürger

Wer

sind sie Herr Papoulias ?,außer natürlich einer der Begründer der PASOK welche mehr oder weniger für diese ganze Misswirtschaft und diesen Scherbenhaufen verantwortlich ist.

Was glaubt dieser Mensch überhaupt wieviele europäische Steuerzahler durch die Misswirtschaft der PASOK beleidigt wurden ?


Der Herr Präsident verwechselt die Europäischen Steuerzahler offenbar mit einem Sozialamt.

Ausnehmen kann er seine Großmutter.
Wenn ich meinen Steuerbescheid sehe, geht mir angesichts dieses Typen der Hut hoch.
Und auf den Stolz der Griechen und den von Papoulias gibts von mir persönlich das, was er wert ist. Einen Krapfen.

Korruption ausräuchern

Parallel zur Wirtschaft ist das politische System von Grund auf zu reformeiren.
Korrupte Politiker dürfen bei den nächsten wahlen nicht mehr antreten, Wirtschaftsexperten der EU sind hier machtlos. Das müssen die Griechen selbst besorgen.

Griechen was wollt ihr.....


.....den Euro oder Demokratie???

Beides verträgt sich nicht.

Antworten Gast: Frontschwein (pic)
16.02.2012 11:55
1

Demokratie in Griechenland

Wer hat ihnen diese Ammenmärchen erzählt?

Gast: Klingone
16.02.2012 11:40
15

Wer ist Schäuble?

Wer sind die Deutschen? Wer sind die Finnen?

Ganz einfach, Herr Minister: diejenigen, die euch seit Jahren am Leben erhalten.

Gast: 0815
16.02.2012 11:34
1

nicht schlecht, ...

... die griechen vertrauen schon auf die stärke ihres militärs. na prost mahlzeit europa. ich denke es wird wirklich zeit die koffer zu packen ...

Re: nicht schlecht, ...

Sind schon ganz andere Armeen vor Hunger eingegangen.

Was ist mit Spanien, Italien und Portugal?

Liegen diese Laender in Europa? Bis Sommer werden sie auch Gelder fordern! Bis dahin könnte sich die Europakarte veraendern!

Re: Was ist mit Spanien, Italien und Portugal?

Da muss der Kontinentaldrift aber Gas geben. ;-)

Gegenfrage

Wer ist Herr Papoulias, dass er seine Kreditgeber kränkt?

Es wurde kaum etwas vom ersten Hilfspaket umgesetzt, warum sollten die Geberländer auch so dämlich sein und den selben Fehler ein zweites Mal zu machen, ohne Garantien zu verlangen?

Gast: Seeadler
16.02.2012 11:20
5

Friedensprojekt Euro

So wurde uns die Enteignung verkauft. Bisher allerorten Verlierer. Nur die Hochfinanz und Bürokratie haben profitiert.

Mit Freiheit hat es auch nichts zu tun, unterschiedlichste Charaktere in einen winzigen Raum zu sperren.

Der Euro ist bereits tot, wann schaltet man die Beatmungsmaschine endlich ab?

Gast: geniesser
16.02.2012 11:12
4

leicht oder stark vergreist?

der schäuble zahlt seit 2 jahren dein gehalt, stolzer grieche, weil deine landsleute, steuerhinterzieher aus tradition, nix brennen.

also wennst gerne auf schäuble, die deutschen und deren geld verzichten willst, die werden dir nicht böse sein,.....wenns nimmer für dein futter zahlen müssen

dann sei eben ein stolzer greiser grieche, und nage am hungertuch, dann musst dich nicht mit deinem sponsor auseinandersetzen.

so a dodl

Antworten Gast: Nachrechner
16.02.2012 11:54
1

ποιός είναι ο Παπούλιας;

Der Kerl nagt nicht am Hungertuch! Er ist seit Februar 2005 GR Präsident und erhielt jedes Monat € 23.200,-. Das macht 1,94 Millionen Euro!
Das ist ein Linkspopulist (PASOK), der vor der Wahl schnell noch ein wenig Popularität heischt.

Gast: perikles der jüngere
16.02.2012 11:07
4

Da gibts nur ein Rezept:

Raus aus dem EURO, ihr stoltse Grichen!

Gast: Waschmachine69
16.02.2012 10:56
8

"Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt? Wer sind die Niederländer? Wer sind die Finnen?"

Das sind die Leute die euch noch alles zahlen… und hoffentlich hört dieses ganze Drama auf und die Griechen dürfen pleite gehen nur dadurch wird sich etwas ändern (hätte 2009 schon passieren sollen)

Gast: Kleines Würstchen
16.02.2012 10:38
13

Man beißt nicht die Hand die einen füttert

Schäuble ist die Hand die euch füttert, lieber Papoulias.

Die Griechen befinden sich schon längst im Wahlkampf. Sie lassen keinen Zweifel über, dass sie so weitermachen wollen wie bisher und das sie nicht die geringste Absicht haben sich auch nur im entferntesten irgendwie dreinreden zu lassen. Schließlich haben sie auch ihren Stolz. Sie wollen jetzt nur noch absahnen so gut es geht und tragen Sorge dafür, dass die ganze Schuld bei Schäuble & Co liegt. Für die Griechen sind die Nordeuropäer immer noch die Barbaren auf die sie hinunterschauen. Sie bringen ihre Verachtung durch nicht-kennen zum Ausdruck.
Geld verdienen können die anderen. Für die Griechen ist das unter ihrer Würde.

Warum erinnert mich die griechische Führung so sehr an die türkische?

Antworten Gast: schlÄchter
16.02.2012 11:28
6

Re: Man beißt nicht die Hand die einen füttert

sges kleines würstchen!
"Warum erinnert mich die griechische Führung so sehr an die türkische?"
interessante frage-zwar nicht unbedingt im zusammenhang mit dem eigentlichen thema-rettungspaket für GR aber historisch:

die antiken griechen haben mit den jetzigen recht wenig zu tun.
im 7/8 jhd kam es zu einer masseneionwanderung von slawen in bisher grichisches kernland (inkl. pellopones) und nach der türkischen eroberung im 14/15 jhd auch zu einer einwanderung von ethnischen türken. schon während byzantinischer zeit wurden armenier, kurden und andere vöklkerschaften dort angesiedelt und gräzisierten sich, das gleiche gilt für die osmanische zeit und auch anatolien (dort waren galater-eigentlich kelten, armenier, griechen udn die nachkommen der ur-bevölkerung kleinasiens, kurden und andere - hethiternachkommen usw. ansässig und vermischten sich mit den türkischen einwanderern).
in ihrer ethnischen vielfältigkeit und vermischung war nur die religion bzw konfession und die annahme der sprache ein/das entscheidende unterscheidungsmerkmal)
heutige griechen und türken sind sich nicht nur abstammungsmäßig sondern auch mentalitätsmäßig näher als sie sich eingestehen oder von außen die wahrnehmung ist.
eine bewußte rückbesinnung auf das antike grichentum und byzanz erfolgte erst im 19 jhd im zusammenhang mit den unabhängigkeitsbestrebungen der osthodox-griechischsprechenden "neo-griechen".

mfg
s.

Re: Man beißt nicht die Hand die einen füttert

Warum erinnert mich die griechische Führung so sehr an die türkische?

ganz einfach:

Griechen sind Türken, die sich für Italiener halten.

Antworten Gast: peekmen31
16.02.2012 11:08
1

Re: Man beißt nicht die Hand die einen füttert

...mit dem kleinen aber feinen Unterschied daß die Türkei keinen Senf zu dieser Krise der Griechen beiträgt UND keine von Schäuble fordert...Erdogan hat zudem in immer recht und würde nie so reden wäre er in so einer Situation, das ist der Unterschied!

Gast: jawiesodennnicht
16.02.2012 10:38
13

also ...

... ich fühl mich durch herrn schäuble und die deutsche politik bestens vertreten. bin österreicher, lebe in österreich und, ob der unsäglichen unfähigkeit der österreichischen politik(er), heilfroh, dass wir ösis im politischen und wirtschaftlichen windschatten der deutschen ein gutes auskommen finden. wie lange das noch gut geht werden wir sehen ...

Re: also ...

Vorweg: Ein Österreicher der seine Landsleute als "Ösis" bezeichnet ist mir generell suspekt.

Zum Restlichen sei gesagt: Ja Österreichs wirtschaftliche Interessen sind sehr eng mit den deutschen verbunden, weshalb eine Zusammenarbeit bzgl. dieses Eurodesasters auch Sinn macht.

Aber (!) "sehr eng" bedeutet eben nicht "ident". ;-)

Antworten Antworten Gast: jawiesodennnicht
16.02.2012 12:59
2

Re: Re: also ...

kaunst ma scho glau'm dass i a östreicha bin :o) (mostschädel um genau zu sein). hab den begriff ösis im zusammenhang des von mir gesagten nicht so unangebracht gefunden ...

hab ja nicht gesagt dass unsere interessen mit jenen der deutschen ident sind. was ich sage: mich beruhigt die nähe und verbundenheit mit den germanen, da ich in den letzten jahren den glauben an unsere politik und institutionen teilweise verloren haben. siehe beispielsweise die treibende kraft der deutschen justiz beim hypo aa desaster (auch wenn mittlerweile der drive etwas abgeklungen scheint)

In dem Falle:...

...es sei mir verziehen. :-)

Antworten Antworten Gast: sid
16.02.2012 11:58
3

Re: Re: also ...

..ein Mensch der sich selbst auf´s Korn nimmt ist MIR keineswegs suspekt, sonder generell sympathisch.

..und was hats mit ihrem nic auf sich?


Re: Re: Re: also ...

Mein Nick sollte eigentlich selbsterklärend sein. Wenn nicht, Google hilft da sicher. ^^

Re: Re: Re: also ...

ich finde die sache mit diesem nic als gute idee - man ist sofort über die geistigen mängel des verfassers informiert,

Gast: sid
16.02.2012 10:36
10

Papoulias riskiert damit bewusst, dass noch mehr Leute auf Griechenland Stassen sterben.

ER hat ja nichts zu befürchten, ER muss keinesfalls auf die Strasse.

Ein Präsident sollte kein Öl ins Feuer giessen...schon gar nicht wenn sein eigener Hut brennt.

Für mich ist das Verrat am Vaterland und am Hausverstand.

Re: Papoulias riskiert damit bewusst, dass noch mehr Leute auf Griechenland Stassen sterben.

"Für mich ist das Verrat am Vaterland und am Hausverstand."

Das betreiben unsere Politiker aber ebenfalls bestens!

Gast: jessasna 11
16.02.2012 10:26
9

Die haben den Ernst der Lage noch nicht begriffen.

Bald gibts griechische Billiggastarbeiter in der Westtürkei.
Dort steht die Wirtschaft ohnehin wesentlich besser da als die griechische.

Gast: smilefile
16.02.2012 10:20
6

Dr. Maria Fekter,.... zum Griechenlandkredit,....

"Wir kriegen länger Zinsen. Wir haben ja das Geld verliehen bzw. Haftungen übernommen und dafür kriegen wir Zinsen, das heißt also Österreich hat also bisher überhaupt keinen Nachteil erlitten, sondern für das geborgte Geld bekommen wir Zinsen und daher sind wir so erpicht darauf, dass dieses Geld, das wir hergeborgt haben, wieder zurückkommt und nicht einer Entschuldung oder einem Schulderlass zum Opfer fällt. Ich schließe aus, dass wir unser Geld nicht zurückbekommen. Ich werde dafür kämpfen, dass Österreich das geborgte Geld mit Zins und Zinseszinsen zurückbekommt......"

(Übrigens wird diskutiert, ob auch Staaten auf Teile ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten müssen!!,...)

Antworten Gast: Kleines Würstchen
16.02.2012 10:45
8

Re: Dr. Maria Fekter,.... zum Griechenlandkredit,....

Was mich sehr interessieren würde, ob Fekter das damals wirklich geglaubt hat, oder ob sie nur ihr dummes Völkchen beruhigen wollte.

Antworten Gast: Kleines Würstchen
16.02.2012 10:41
5

Re: Dr. Maria Fekter,.... zum Griechenlandkredit,....

Ich denke, es wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben als zu verzichten. Ich glaube nicht, dass wir uns die Inseln gewaltsam holen können. Freiwillig geben die Griechen keine müde Drachme her.

 
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