Griechenland beugt sich Forderung nach einem „Sperrkonto“

16.02.2012 | 18:21 |   (Die Presse)

Die Regierung in Athen hofft auf Freigabe des Hilfspakets am Montag. Mit dem Inkrafttreten des zweiten Hilfsprogramms soll wenigstens ein Teil der griechischen Staatseinnahmen auf das Sonderkonto fließen.

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Athen/Brüssel/Ag/Red. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Seit Wochen arbeiten die griechischen Parteichefs den Forderungskatalog der internationalen Geldgeber ab, um endlich die Freigabe für das zweite, dringend benötigte Hilfspaket im Umfang von 130 Milliarden Euro zu erhalten. Nun ist die Regierung in Athen laut Diplomaten sogar zur Einrichtung eines Sperrkontos bereit, wie es die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy vorschlagen.

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Die Idee dahinter: Mit dem Inkrafttreten des zweiten Hilfsprogramms soll wenigstens ein Teil der griechischen Staatseinnahmen auf das Sonderkonto fließen und zur Rückzahlung von Schulden eingesetzt werden. Damit wäre eine strengere Überwachung der Regierung bei der Umsetzung der vereinbarten Sparmaßnahmen sichergestellt.

 

„Wer ist Herr Schäuble?“

Kommenden Montag wollen die Eurostaaten nach monatelangem Gezerre endlich den Weg für das zweite Hilfspaket freimachen, wie der Chef der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, in der Nacht auf Donnerstag nach einer Telefonkonferenz der Euro-Finanzminister verkündete. Zuvor hatte es geheißen, die Entscheidung über ein zweites Hilfsprogramm könnte womöglich auf die Zeit nach den griechischen Parlamentswahlen im April verschoben werden. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte Bedenken geäußert, ob die Parteichefs ihre Reformzusagen auch nach dem Urnengang einhalten werden. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias reagierte erbost: „Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt?“, fragte er.

Bei dem Treffen der Euro-Gruppe Anfang nächster Woche wollen die Finanzminister auch grünes Licht für den Schuldenschnitt mit den Privatgläubigern geben, die auf 70 Prozent ihrer Forderungen verzichten sollen. Athen könnte dann am 22. Februar ein Angebot an seine Gläubiger zum Anleihetausch abgeben. Diese wiederum müssten ihr Einverständnis dazu bis zum 9. März erklären.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.02.2012)

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271 Kommentare
 
1 2 3 4 5 6
Antworten Gast: superklatscher
16.02.2012 08:29
9

tuts weh?

ist es sehr arg? tut es sehr weh? weil mit so einem klatscher kann man normalerweise nicht mehr durch die gegend laufen!

ja, die Linke...

ein schönes Psychogramm, dass du uns hier gibst.

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Das "Europäische Friedensprojekt"

scheint die finale Phase erreicht zu haben - jetzt gibt's bald Kleinholz. Ein gewisser Trost bleibt: mit dem Zusammenbruch der Euro-Zone werden sich hoffentlich auch Typen wie Swoboda oder Cohn-Bendit verabschieden.

12

Generell zu Griechenland und den Grünen...


Die Griechen und die Grünen (siehe Artikel gestern) pochen nun auf Solidarität mit den Griechen...man (die Deutschen und deren Sateliten) sollen doch gefälligst zahlen...

Jedoch kann man unter dem Deckmantel des Wortes "Solidarität" viel verbergen... auch die größten Ungerechtigkeiten können ihre Legitimation unter solchen Worten entfalten...

So wird für eine Militärdiktatur auch oft das Wort "Friedenssicherung" als Synonym verwendet...

Unter dem Wort Solidarität kann man im Fall Griechenland auch "Erpressung" herleiten...

Die Menschen (die Grünen) sind jedoch zu dumm um die Veränderung der Wortbedeutung zu durchschauen...

Re: Generell zu Griechenland und den Grünen...

GriechInnen und GrünInnen bitte. Unbedingt gendern.

19

so ist das halt herr präsident!

wer sein vertrauen in der vergangenheit verspielt hat, darf hinterher, wenn er auf die hilfe anderer angewiesen ist, sich nicht beleidigt zeigen, wenn das vertrauen BEGRÜNDETER WEISE weg ist....

und wenn sie sagen "Wer ist Herr Schäuble, dass er Griechenland kränkt? Wer sind die Niederländer? Wer sind die Finnen?"
- sie sollten von niemandem geld borgen, den sie nicht kennen ;-)

Gast: denker!!!
16.02.2012 07:42
4

und; Wenn die Deutschen nicht mehr in Griechenland urlauben?

alleine aus Österreich fahren Jahr für Jahr hundertausende nach Griechenland.

Gast: mysterium
16.02.2012 07:41
7

Dämmerts endlich, warum Griechenland stark aufrüstet

und anstatt europäische amerikanische U-Boote orderte?
Das sagte dieser Herr Papou... irgendwas zu Militärvertretern und Verteidungsminister. Venezeilos, der jetzige Finanzminister, war Verteidigungsminister.

Gast: Balkanbeobachter
16.02.2012 04:06
9

Am Balkan sind viele Reiche zerbrochen

Auch die EU wird dort zerbrechen. Balkan & Hindukush, beide Gebirgsketten fuehren zum Untergang der Imperien.

Re: Am Balkan sind viele Reiche zerbrochen

Ja, auch das Osmanische Reich, die Donaumonarchie, das Deutsche Reich und nun auch die Bundesrepublik Deutschland.

Re: Am Balkan sind viele Reiche zerbrochen

Hoffentlich!

Gast: Ich und du
16.02.2012 01:49
2

Griechenland

Die Wiege der europäischen Kultur

Antworten Gast: nestbeschmutzer
16.02.2012 08:17
1

Re: Griechenland

OK, ihre Alternativen? Klein- klein Republiken, hoffnungslos den Giga Konzernen erpresserisch ausgelifert? das wollen sie? Viel Spass dabei...

Finde ich gut,

dass die Kelten das Orakel von Delphi zerstört haben ...

Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

Noch eins muß man den „Anti-Griechen-Helden“ ins Stammbuch schreiben.

Wenn die EU schon meint, die Griechen müssen noch mehr tun, bitte schön, warum nicht. Was ich hier beanstande ist die Vorgangsweise und die ist erbärmlich.

Da werden erst einmal Forderungen erhoben und ausführlich mit den Griechen diskutiert. Zähnknirschend nehmen die Griechen die gestellten Bedingungen an. Nächster Schritt, die Griechen bringen das durch das Parlament und noch dazu mit ansehnlicher Mehrheit – 199 von 278 Stimmen.

Vor dem Parlamentsbeschluß erklärt die EU, wenn das durch das Parlament ist, dann fließt Geld.

Kaum ist der Beschluß gefaßt, kommt die EU und verlangt weitere Beweise, daß man die Bedingungen auch erfüllen wird.

Das ist erbärmlich! So geht das nicht!

Wenn ein möglicher Vertragspartner mir einen Vertrag mit Bedingungen vorlegt, ich diesen annehme und unterschreibe, werde ich ihn hochkant hinauswerfen, wenn er danach mit weiteren Vertragsforderungen kommt.

Griechenlands Präsident ist völlig im Recht, hierüber erbost zu sein.

Während der Parlamentssitzung gab es massive Krawalle in Athen. Der ORF-Korrespondent berichtete aber, es handle sich um rund 500 Chaoten, welche sich die Straßenschlacht mit der Polizei lieferten und mit Molotow-Cocktails vorgingen mit entsprechendem Effekt.

Nur 20.000 friedliche Demonstranten in einer Großstadt wie Athen zeigen, die Griechen wissen, daß die fetten Jahre restlos vorbei sind.

Bislang haben die Griechen alle Bedingungen auch erfüllt. Also was jetzt?

Antworten Gast: daswars
16.02.2012 10:07
1

Re: Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

Ganz im Gegenteil!

Die Griechen haben leider die Bedingungen bestenfalls nur auf dem Papier erfuellt.
In der Praxis wurde nur der Part erfuellt, der sich auf die horizontale Minderung der Gehaelter und Pensionen des kleinen Mannes bezieht.
Reformen wurden nicht durchgefuehrt. Und wenn die Verschwendung der oeffentl Gelder, die Steuerhinterziehung, die ausgeuferte Korruption und vieles andere Negative nicht ausgeputzt werden, hat das Land keine Chance.

23.000 Organisationen soll es geben, wo der Staat beteiligt ist. Viele davon voellig unnuetz und nur geschaffen, damit ein oder mehrere Freunderl gute, hoch bezahlte Posten bekommen. 14.000 bereits Gestorbene bekommen weiterhin die Pension ausbezahlt - es gibt so Vieles, wo kostenlos Milliarden gespart werden koennten! Wann kuemmert sich jemand darum?

Und es ist auch nicht moeglich und aeusserst kontrproduktiv wenn z.B. der Vorstand der Konservativen zwar den Bestaetigungsbrief in letzter Minute abschickt, gleichzeitig aber im Fernsehen betont, dass er nach den Wahlen wieder Verhandlungen anstreben wird.

Und wer sagt ueberhaupt, dass seine Partei gewinnen wird? In Umfragen haben die Kommunisten bereits 50%. Gott sei Dank sind es 3 verschieden Parteien.

Re: Re: Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

diese Bedingungen sind in etwa der Qualität erfüllt wie die Griechenlands beim Beitritt zum Euro. Also nicht. Für Bürokraten aber voll und ganz. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden. Das Internet ist eine Quelle.

Re: Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

Sie schreiben 'Bislang haben die Griechen alle Bedingungen auch erfüllt.'
Das ist leider unwahr. Die Griechen haben bislang noch keine einzige Bedingung für die Hilfszahlungen erfüllt wie das die Troika zum wiederholten Male feststellen musste. Nicht einmal die Bedingungen für die erste Zahlung sind bis heute erfüllt worden. Das Geld hingegen wurde jedesmal pünktlich überwiesen.

Die Griechen müssen nur die goldene Regel lernen!

Nämlich, wer das Gold hat macht die Regel!

Antworten Gast: nestbeschmutzer
16.02.2012 08:21
4

Re: Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

Wenn sie genauer hinschauen würden, könnten sie entdecken: sie haben es leider nicht erfüllt. Schöne Worte ohne wirklichen Taten. Leider.... Genau wie beim Eintritt in die EU (da sagt man dann.. levantinische Schlauheit..dazu.)

Antworten Gast: Gast yxyx
16.02.2012 07:38
13

Re: Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

Welche Bedingungen haben die Griechen erfüllt? Sie sind mit Schwindel und Betrug in die EU gekommen, sie haben sich mit Milliardenbeträgen von Steuergeldern der EU-Bürger füttern lassen - und jetzt beschimpft der Präsident noch die Geldgeber?!
Frechheit!!!

Antworten Gast: darauf antworte ich
16.02.2012 04:34
14

Re: Was müssen die Griechen noch tun, kann man ihnen das nicht vorher sagen und nicht erst nach dem Parlamentsbeschluß?

wenn ich mit ihnen einen vertrag schliesse, ihnen geld zu geben, weil sie sonst in konkurs gehen und ich zur bedingung mache, ihren lebensstil ihrem einkommen anzupassen, sie das versprechen und dann kaufen sie sich ein mordsteures auto, dann gebe ich ihnen beim nächsten mal auch kein geld mehr.

welche bedingungen hat griechenland erfüllt? was ist mit dem versprechen, beamte abzubauen und kaum war das erste geld da, wurden 15.000 neu aufgenommen.

ich glaube, der historische cicero hätte das ähnlich wie ich gesehen, der hat auch immer von seiner frau geld borgen müssen :))

Gast: keterum kenseo
15.02.2012 23:38
12

Schon wieder

ein stolzer , dauerbeleidigter (Klein-) Türke!

wird zeit dass man diesen ueberheblichen kotzbrocken den geldhahn abdreht


Re: wird zeit dass man diesen ueberheblichen kotzbrocken den geldhahn abdreht

Na servas , diese Töne ! Viva EU ( Viva Europas Untergang ).

Gast: Frank Oberhauser
15.02.2012 23:01
15

Und Österreich kriecht ...

schaut so aus. Ist ja nur des Steuerzahlers Geld.

Re: Und Österreich kriecht ...

Österreicher plündern uns österreichische Steuerzahler aus:
Eurofighter, Buwog, Hypo Alpe Adria, Telekom etc, etc.

Gast: guy fawkesII
15.02.2012 22:54
32

antwort

herr schäuble ist einer der wichtigsten geldgeber. geld, das griechenland nicht bräuchte wenn alles mit rechten dingen zugegangen wäre. herr schäuble ist jener herr der dieses geld gegen den willen seiner wähler bereitstellt, was angesichts von nazivergleichen nicht leichter wird.

salami-taktik hin oder her, auch egal ob die troika griechenland erpresst oder es anders besser wäre - nach einem jahr sinnlosem verhandeln, gebrochenen versprechen und getürkten zahlen kann es niemanden wundern das kein vertrauen mehr in die griechen da ist. und es kann auch niemand bestreiten dass sie nicht genug zeit gehabt hätten die sache selbst zu lösen.

meine wut ist mittlerweile gross genug dass ich lieber griechenland aus dem euro austreten sehe als mit meinem steuergeld jene zu unterstützen die die nazikeule schwingen

Re: antwort - "meine wut ist mittlerweile gross genug"?

Was wollen Sie denn noch um Ihr Geld fürchten, "der Schäuble" hat's gerichtet: "schäuble ist einer der wichtigsten geldgeber."
.
Er steht als Synonym für "Schaufel, Schofel, so viel, so viel wie, soviel wie, Spiel, Spiele, Spule, Spüle, Söffel" und das zeigt die Gefährlichkeit dieses "Nomen est omen"!.

Re: Re: antwort - "meine wut ist mittlerweile gross genug"?

Hahaha, einmalig . Super . Gelungen .

Gast: Kyros
15.02.2012 22:51
24

Wer sind...

Wenn die drei genannten ihre Zahlungen einstellen und die stolzen Hellenen auf den Lebensstandard von 1950 zurückfallen werden sie es wissen!

Re: Wer sind...

Ja, schön wärs. Aber das machen die ja nicht, weil sie so brav sind und wollen, dass das EU Schinackl weitergeht, weil viel zu viele Lobbyisten supi davon leben. Um die Bürger geht es der EU seit Maastricht/Lissabon usw schon lange nicht mehr. Wir wandeln uns eben zu einer Wirtschaftsdiktatur, schauen sie sich bloß mal alle neuen Dinge an, die man uns heutzutage so verkaufen darf. Alles Verschlechterungen für die Konsumenten und wir können nix dagegen tun, weil jetzt müssten wir eine Million Leute zusammenbringen, und wir schaffen doch nicht mal eine echte Demonstration im kleinen Ö. Wir sind verkauft und zu Sklaven degradiert. Das wird noch schlimmer für uns werden.

Antworten Antworten Gast: pk2
16.02.2012 08:45
1

Re: Re: Wer sind...

Österreichs Probleme sind hausgemacht. KHG, Telekom, der ganze Sumpf, die Gemeinde Wien, überflüssige politische Ebenen, was hat das mit EU zu tun? Im gegenteil die EU hat uns sogar weitere absurde Steuern zur Finnazierung unserer Verwaltung erspart - wie die Handymaststeuer des großen Denkers Erwin Pröll.

Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Wie GeraldC richtig sagt, die müssen von ihrem hohen Ross herunter!

Aber nicht die Griechen, sondern die Deutschen!

Es ist ein erbärmliches Schauspiel, das hier ständig gespielt wird.

Eines vorweg, das ist klar, sonnenklar. Die Griechen haben sich selbst in die Misere hineinmanövriert, sie müssen selbst auch wieder heraus.

Aber es kann nicht sein, daß die EU immer dann, wenn die Griechen die jüngsten Forderungen wunschgemäß durch ihr Parlament bringen, es wieder und wieder die Deutschen, und in ihrem Schlepptau die Franzosen, sind, welche eine weitere Scheibe Salami nachfordern. Auf diese Weise wird das ein Schrecken ohne Ende.

Wieso machen sich die Deutschen nicht innerhalb der EU dafür stark, den Griechen ein komplettes und sicher auch kompaktes Paket an Forderungen aufzuhalsen, den Griechen dann aber auch die Möglichkeit und die Zeit zu geben, das zielführend umzusetzen. Die Salami-Taktik bringt überhaupt nichts.

Bei aller Einsicht, daß die Griechen selbst schuld sind, sie haben das zwischenzeitlich doch wohl auch eingesehen, aber ihnen die notwendige Zeit zu verweigern ist nicht erfolgversprechend. Außerdem kann auch der „kleine Mann Griechenlands“ nicht unbegrenzt belastbar sein, sei es auch noch so notwendig.

Und völlig überflüssig ist das ständige Krankreden Griechenlands durch die Medien.

Keinem seriösen Sanierer einer insolventen Firma wird es einfallen, frisches Geld für die Sanierung bereitzustellen, gleichzeitig aber die Pleite der Firma in Erwägung zu ziehen.

Antworten Gast: daswars
16.02.2012 10:58
2

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Leider haben Sie in keinem der angefuehrten Punkten recht.

Ich will mal ausser Acht lassen, wer hier auf dem hohen Ross sitzt. Aber, sind Sie wirklich der Meinung, dass es genuegt, ein Gesetz zu beschliessen/ Muessen dann nicht auch die Durchfuehrungsbedingungen beschlossen werden? Glauben Sie, dass ein Lippenbekanntnis ausreicht, wenn man weiss, dass alle vorherigen Versicherungen nicht eingehalten wurden?

Und woran kranken denn die beschlossenen Gesetze und die Versicherungen der letzten 2 Jahre? Richtig - daran, dass sie gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil durchgefuehrt wurden.

Natuerlich waren die Pakete vollstaendig - auf der einen Seite Einsparungen bei den Ausgaben, auf der anderen Seite Reformen. Das Dilemma der Einsparungen wurde dadurch geloest, dass man einfach die Gehaelter und Pensionen- hauptsaechlich im privaten Bereich- horizontal kuerzte. Bis hin zu den Mindestempfaengern und den Arbeitslosengeldern. Bei den Reformen - Nichts, nada.

Man sollte mehr Zeit geben, meinen Sie? Sind nicht mehr als 2 Jahre Zeit genug, etwas zu aendern? Zumindest im Ansatz?

Wo sind die Reformen?? Fuer die Korruption, die Steuerhinterziehung, die Schwarzarbeit usw?

Und die Griechen haben nur als Lippenbekenntnis eingesehen, dass sich was im korrupten Staat aendern muss. Generell heisst es leider aber: mir san mir und stoert unsere Kreise nicht.

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

etwas durch das Parlament zu bringen ist eine Sache, es umzusetzen eine andere. Hier sollte mE das Erstere nicht reichen. Wenigstens irgendwelche Ansätze einer ernsthaften Umsetzung sollten zu erkennen sein!
Man könnte vielleicht auch damit beginnen, jüngere Staatführer zu suchen. Die sehen die Dinge dann zeitgemäßer, vielleicht.

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

"Wieso machen sich die Deutschen nicht innerhalb der EU dafür stark, den Griechen ein komplettes und sicher auch kompaktes Paket an Forderungen aufzuhalsen, den Griechen dann aber auch die Möglichkeit und die Zeit zu geben, das zielführend umzusetzen."

weil es politisch vielleicht gar nicht gewollt ist.

ausserdem bekommen die ganzen zahlungen die deutschen und französischen banken, welche gr. staatsanleihen haben.
somit werden die zahlungen zugunsten der banken europäisiert zm schaden der bürger europas.

Antworten Gast: minos3
15.02.2012 23:31
10

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Genau!
Bei einer Insolvenz gibt es 2 Möglichkeiten.
Entweder einigt man sich auf einen Vergleich mit den Gläubigern, oder geht in Konkurs und zahlt danach keinen Groschen.

Das hätte aber vor 2 Jahren passieren sollen, weil jeder Tag der Konkursverschleppung immens ins Geld geht.

Inzwischen hat man vielleicht 100-200 Milliarden gutes Geld dem schlechten nach geworfen um letzten Endes die Griechen doch noch in die Pleite zu schicken.

Blöder, kostspieliger und unehrenhafter kann man es nicht machen.

Antworten Gast: werbistdu
15.02.2012 23:04
3

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Das Problem liegt darin, daß viele deutsche Politiker heimlich die Hoffnung für Griechenland aufgegeben haben.
Die deutschen sehen, daß die Milliarden Hilfsgelder nichts mehr bewirken.
Das Mißtrauen der Griechen gegenüber ist mehr als berechtigt.

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Die Deutschen sind noch viel zu sanftmütig im Umgang mit jenen Herrschaften, die zehn Jahre lang meinten alle anderen veranusen zu dürfen.

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Danke für Ihren Kommentar, Sie geben die Meinung vieler wieder. Jetzt wird ohne Zweifel überzogen.

Antworten Gast: Hans im Glück
15.02.2012 22:30
5

Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Man will Griechenland nicht mehr im EUR dabei haben.

Griechenland wird bald den EUR verlassen oder die beschriebene Salamitaktik wird weiter gespielt.

Finito.

Antworten Antworten Gast: e basta!
15.02.2012 23:05
2

Re: Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Ich bin dafür, dass die Deutschen die EU verlassen. Dann ist Ruhe.

Re: Re: Re: Wer sitzt auf dem hohen Ross?

Nettozahler rauswerfen ist sicher die allerbeste Lösung. ; )

Gast: pk2
15.02.2012 22:06
8

wenn er übers geld reden will,

wird er wohl an schäuble nicht vorbeikommen. Die Frage stellt sich natürlich, auf welcher rangstufe der präsident eines bankrotten landes steht. Gottähnlich?
Wir hatten einmal einen BK, den Vrantz, der hat auch geglaubt, dass er das so etwas wie ein deutscher BK, ein englischer PM ist. Alle haben sich totgelacht über den guten, alten Vrantz.

Keinen Cent mehr nach GR!!!!

Dann kommen die schon von ihrem hohen Ross herunter.

 
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