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Ökonomen-Kritik: "Griechen sparen sich tot"

20.02.2012 | 11:27 |   (DiePresse.com)

Wachstumsprogramm statt Sparpaket: Renommierte US-Ökonomen, aber auch deutsche Experten, fordern von der Eurozone einen radikalen Strategiewechsel.

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Weitere Milliarden-Hilfen und ein radikales Sparpaket sollen Griechenland vor der drohenden Staatspleite retten (mehr dazu ...). Dies ist nach Einschätzung vieler Ökonomen der falsche Weg: "Die Griechen kommen so auf keinen grünen Zweig. Sie sparen sich tot", sagte etwa der deutsche Bankenexperte Wolfgang Gerke der "Passauer Neuen Presse". Die Risiken eines Staatsbankrotts und eines Euro-Austritts dürfe man zwar nicht vernachlässigen. Aber: "Es wird noch viel schlimmer kommen, wenn man die Pleite verschiebt. Der Fall Griechenland wird immer teurer werden", so Gerke. Daher brauche Griechenland einen radikalen Schnitt und eine eigene Währung.

Auch ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hält neue milliardenschwere Unterstützung für falsch: "Der Plan, Griechenland im Euro radikal zu sanieren, ist illusionär", sagte Sinn "Spiegel Online". Vielmehr sollten die Euro-Staaten Athen das Geld geben, um den Austritt aus der Währungsunion zu erleichtern. Das Land könnte mit dem Geld die Banken verstaatlichen und den Staat vor dem Kollaps bewahren. Das Land müsse wieder wettbewerbsfähig gemacht werden. Bedingung dafür sei der Euro-Austritt. "Weil griechische Produkte schlagartig billiger würden, würde die Nachfrage umgelenkt, weg vom Import und hin zu eigenen Waren. Die Griechen würden ihre Tomaten und ihr Olivenöl dann nicht mehr aus Holland und Italien, sondern von den eigenen Bauern kaufen." Auch durch Touristen käme wieder mehr Geld ins Land.

"Die griechische Wirtschaft brauchte von Anfang an ein Wachstumsprogramm - das sie jedoch nie bekommen hat."
Dani Rodrik (Harvard University)

Nicht nur deutsche Experten, auch US-Ökonomen kritisieren die strengen Sparauflagen: "Die griechische Wirtschaft brauchte von Anfang an ein Wachstumsprogramm - das sie jedoch nie bekommen hat", sagte etwa Dani Rodrik von der Harvard University im Gespräch mit der "Financial Times Deutschland".

Besonders den Mangel an Krediten sehen Ökonomen mit Sorgen. "Zuallererst braucht es ein Programm, das Liquidität in den kollabierten Bankensektor bringt", sagte Jeffrey Sachs von der Columbia University zur FTD. "Die deutsche Regierung fokussiert bei ihren Forderungen allein auf die Haushaltspolitik - ohne zu verstehen, dass die griechische Wirtschaft derzeit zugrunde geht, aus Mangel an Krediten für kleine und mittlere Firmen."

Athen: Straßenkunst in Zeiten der Euro-Krise

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Um mehr Wachstum zu schaffen seien vor allem schnelle Verbesserungen der Rahmenbedingungen nötig. "Das Land braucht an sich nicht eine bessere Infrastruktur, vielmehr muss eine effiziente öffentliche Verwaltung aufgebaut werden", so Markus Brunnermeier, Professor in Princeton. "Was Griechenland braucht, ist eine Runderneuerung seiner institutionellen Strukturen", sagte auch Thomas Mayer, Chefökonom der Deutschen Bank, der FTD. Um kurzfristig mehr Wachstum zu schaffen, sehen andere Experten aber auch Deutschland in der Pflicht. Charles Wyplosz, Professor am Graduate Institute in Genf plädiert etwa für Konsumschecks für private Haushalte.

Griechenland befindet sich laut Regierungschef Lucas Papademos in der "schlimmsten Rezession" seiner Geschichte. Im Vorjahr sank die Wirtschaftsleistung um 5,5 Prozent. 2012 wird das fünfte Jahr in Folge sein, in dem die Wirtschaft schrumpft.

>>> PRO: Nur die Drachme rettet Griechenland

>>> CONTRA: Euro-Austritt hätte fatale Folgen

Abgewirtschaftet: 10 hässliche Fakten über Griechenland & Co.

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(Ag./Red.)

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110 Kommentare
 
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Re: Re: unzurechnungsfähigkeit

tut mir leid, das ist wirtschafts- und gelsellschaftspolitisch selten hohl!

wenn ich mir geld ausborge, habe ich dafür sorge zu tragen, dass es richtig veranlagt wird! wenn nicht, ist es fahrlässig!

natürlich borge ich kein geld her ohne etwas dafür zu verlangen, ich bin ja nicht mutter theresa!

Gast: Blankenstein Husar
20.02.2012 13:29
11 3

Schön langsam erwacht auch der letzte Ökonom.

Was H.W. Sinn und Kollegen schon vor Jahren gepredigt haben, scheint sich nun durchzusetzen.

Der Euro ist nicht die Lösung,

sonder das Problem selbst.

Re: Schön langsam erwacht auch der letzte Ökonom.

denke nicht, dass der EUR schuld ist, der EUR offenbart nur strukturelle schwächen! auch für österreich gilt dies, die parteibuchwirtschaft und freunderlpolitik ist ein krebs, die unternehmen müssen sich international behaupten!

Gast: 1. Parteiloser
20.02.2012 13:09
9 0

Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

Seit 3 Jahren wird in Griechenland nur über Sparen und die Sparprogramme gesprochen. Die Bevölkerung hatte in weiten Bereichen auch schon ordentliche Korrekturen zu schlucken und sind mit einem Einkommensverlust konfrontiert!

Tatsächlich war es aber so, dass die Staatsausgaben trotzdem weiter gestiegen sind und nicht, wie notwendig, gefallen sind. Im 1. Halbjahr 2011 waren die Staatsausgaben wieder im satte 5% zum Vorjahr gestiegen. Da waren doch keine brauchbaren Sparbemühungen, nur kranke Bemühungen einnahmenseitig zu Sparen.

Das konnte doch nicht gut gehen. Griechenlands Kernproblem sind die sehr uneffizienten und teuren geschützten Bereiche. Dieses Kernproblem wurde noch überhaupt nicht angegangen, 3 Jahre nicht angegangen!

Nur die Menschen der Realwirtschaft hatten erhebliche Einbußen zu verzeichnen und kaum eine Chance etwas besser zu machen. Der produktive Bereich, also der Bereich zur Versorgung der Gesellschaft, wurde kaputt gemacht, der unproduktive Bereich weiter mit Massen an Mitteln versorgt!

Es ist also falsch von Kaputtsparen zu sprechen, weil eben nicht wirklich gespart worden ist. Es ist auch so, dass mit den Maßnahmen in den letzten Jahren die Leistungserbringung (wegen nicht sparen!) reduziert worden ist, die kranken Bereiche aber bis heute gut existieren.

Es braucht mehr Privat (ungeschützt und nicht nach dem EU Kommunismus) und weniger Staat. Das gilt für die gesamte EU!

Planwirtschaft = Mangelwirtschaft!

Re: Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

"Nur die Menschen der Realwirtschaft hatten erhebliche Einbußen zu verzeichnen..."

ein bekannter in griechenland ist beamter in einer kommune.
er ist akademiker, arbeitet im straßenbau-referat, ~20 dienstjahre. er verdiente vor der krise 2100 netto.
heute hat er eine gehaltskürzung hinter sich, überstunden wurden verboten, zulagen gestrichen. er arbeitet nun für ~1200 euro netto.

einbußen hat in GR fast jeder von den kleinen erlitten, auch und besonders selbständige.
über einbußen der oberen schichten ist mir hingegen nichts gravierendes bejannt.

in europa liegt/steht angeblich fast eine billiarde € an guthaben und immobilien von griechen herum. allein in der schweiz sollen es +300 milliarden sein.
es wäre doch das naheliegendste, der griechischen finanz eine 'europa-CD' zukommen zu lassen und sie mit tausenden finanzermittlern zu unterstützen. damit sie reguläres vermögen von hinterzogenem unterscheiden und entsprechend sich selbst sanieren zu können!

doch ich habe noch keinen mucks in diese richtung vernommen.
warum wohl?

der kleine grieche ist ein einfacheres opfer...

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.02.2012 17:37
0 0

Re: Re: Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

Das Einzelbeispiel, welches Sie genannt haben, das mag schon stimmen. Es stellt sich nur die Frage was die Parteibonzen der Regierung dann mit den Geldern wirklich gemacht haben?

Wenn es im großen Stiel zu einer Abwanderung von Korruptions- und Schwarzgeldern gekommen ist, viele Indizien deuten in diese Richtung, dann muss selbstverständlich hingegriffen werden und die Verantwortlichen auch ordentlich belangt werden. Nur, die Griechische Justiz (also Beamte!) versagen in dieser Frage genauso wie auch die Ö Justiz!

Das mit der CD ist doch auch ein Blödsinn, das Behörden- und Gesetzgebungsversagen muss endlich, im Sinne der Menschenrechte (Gleichheit, Freiheit!) beendet werden.

Sicher ist, dass eine gewaltige Summe an Geldern seit Jahren in, und um, Griechenland gewälzt werden, welche aber den Menschen nicht zu Gute kommt. Das geht alles in die Monster Finanzunwesen und Staatsunwesen.

Es wird höchste Zeit wieder in Leistung und Werten (nutzbar für die Gesellschaft) zu denken und Geld als Schlüssel zur Verteilung wieder in Funktion zu setzen.

Das Problem für die Bevölkerung ist doch das Parteienwahlrecht im Zusammenhang mit dem grausigen Angebot. Die Parteien verstehen regieren doch nur noch als Abkassieren, die Verantwortung gegenüber dem Land und der Bevölkerung, diese Verantwortung wird nicht einmal mehr ignoriert.

Auch Ö hat einen korrupten Inseratenkanzler, Vorbestraft bei der Gesetzgebung, Verzocken ohne Konsequenzen im öff. Bereich (Soberl, Braunerl!). Das kann niemals Gut gehen.


Re: Re: Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

na warm schaut wohl keiner nach in der Schweiz???

Weil es die sozialistischen Politiker aller Parteien sind, die dort ihr (Schmier)Geld lagern.

Re: Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

@ die
"uneffizienten und teuren geschützten Bereiche"

würde es ein patentrezept geben
wohin man die gehaltsempfänger auslagern könnte

ohne gehalt zu beziehen (ohne gleichzeitigen suizid o.ä.)

so ist anzunehmen
dass die griechen das getan hätten.

-

was tut eigentlich die deutsche arbeitsagentur

*** mit des nachweislich kriminellen
und dermassen verurteilen http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/peter-hartz-vor-gericht-geld-macht-sex-1407618.html
nach des -bezeichnenderweise- infamen namen

noch immer die hIV-verdammten zum perpetuum mobile in arbeits/erwerbslosigkeit befindlichen ***

oder die in fataler "sartre"scher hoffnungslosigkeit in €1-jobs [!!!] rein betoniert werden

zur bzw besser:
__zwecks__ verschleierung
dass in de. arbeit nicht angemessen bezahlt wird (werden soll?)

wohin schlittert europa mit seinen arbeitnehmern?

die piigs-staaten sind doch bloss
test-areale. macht euch nur bloss nix vor.
als nächste sind wir alle dran:

das ist nicht zweckpessimismus.

das ist pure realität - herrschaften.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
20.02.2012 17:38
0 0

Re: Re: Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

Die Überzahlung der vielen Bediensteten und Ruhegenießer mit Extrembeispielen zu erklären, das kann doch niemals ein brauchbarer Lösungsansatz sein. Auch das Suizidbeispiel ist doch nur eine Extremargumentation.

Ich habe die 1.- Euro Jobs auch schon immer als schwer krank angesehen und für vollkommen falsch betrachtet.

Die Lösung liegt wohl in einem Umdenken, welches die Leistungen für die Gesellschaft, nützliche Leistungen, auch ordentlich honoriert. Alle anderen Einkommen, auch Pensionen ohne Eigendeckung, die müssen auf jeden Fall unter die Realeinkommen der Menschen, welche die Gesellschaft versorgen, zu liegen kommen.

Griechenland hat fast nur geschützte Bereiche, auch wo der Staat keine direkten Beteiligungen hat. Das muss aufgebrochen werden, wenn die Gesellschaft wieder eine brauchbare Leistung bekommen soll.

Ich sehe das für Österreich (EU) auch so, geschützte Bereiche müssen minimiert werden, Förderwahnsinn abgebaut werden, unsinnige Sozialleistungen unter Kontrolle gebracht werden. Wenn das nicht geschafft wird, und es sieht nicht so aus, dann wird die Zukunft sehr dunkel.

Planwirtschaft kann die Gesellschaft niemals versorgen, nur die freie (soziale) Marktwirtschaft kann das schaffen. Als Sozialleistungen brauchen wir nur 1 Mindestsicherung (ohne weitere Zuckerl!) und ein Pensionssystem zum Überleben (nicht bereichern!), mit Pensionen welche unter dem Mindesteinkommen liegen müssen.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
20.02.2012 14:36
0 1

Re: Re: Die Griechen (die Regierung!) sparen doch gar nicht, also kann es auch kein Kaputtsparen geben!

Sie haben da etwas falsch verstanden !

Oben wird abkassiert, nicht unten !
Und mit oben sind nicht ein paar Politiker, sondern die halbe Beamtenschaft und die halbstaatlichen Unternehmen gemeint.
Ohne diese Gruppen hätten die "unteren" kein Problem am Arbeitsmarkt.

10 0

Was tun?

Zu jeder Meinung gibt es nicht einen, sondern mehrere Experten mit Professorentitel die vehement behaupten nur so geht es und alles andere endet in der Katastrophe.
Und jeder der Experten schart eine Schar von Jüngern um sich, die diese Meinung dann vieltausendfach in Foren und Blogs, Zeitungsartikeln und TV-Diskussionen als die alleinseligmachende Lösung präsentieren.
Was aber den Damenherren vielleicht schon etwas komisch vorkommen könnte ist, dass man unter all den verschiedenen Ideen und Lösungen ausgerechnet jene tatsächlich anwendet, die schon in den 30er Jahren zur Katastrophe geführt haben.
Ist das noch Dummheit oder ist es schon Niedertracht?

Re: Was tun?

das motto hat gelautet "frauen und kinder zuerst!"

wichtig und teuer war es, zuerst mal das moneybiz von bord und ans rettende ufer zu bringen (mittlerweile herrscht in dieser branche keine angst mehr: egal was in GR noch passiert, wir haben unser schäfchen weitgehend im trockenen!).
die rettungsboote sind weg, die griechen sind noch an bord.

also hinterhältig + schlau eingefädelt.

am Rande bemerkt:

eine nicht sehr glänzende Rolle in diesem wie auch anderen Problemfällen haben die Medien
gespielt.
Es wurde schon vor Jahren immer wieder
geschrieben, gesagt, dass Griechenland in
einer Krise wäre. Aber nie genau warum.
Ein sehr wesentliches Problem für Griechenland war das wachsende Handelsdefizit.
Zahlen und Fakten fehlten ganz einfach, wiewohl das Handelsbilanzdefizit wie auch andere Probleme anhand einer Tabelle eigentlich sehr einfach zu zeigen wäre.

Oder in Sachen Italien. Da gab es immer wieder Entrüstung über die Sexaffären von
Berlusconi (nein, ich befürworte diese deswegen nicht) während die eigentlichen
wirtschaftlichen Probleme, ebenfalls Zahlen
und Fakten, erst gar nicht zur Rede kamen.
Eine ordentliche Darstellung gibt es wohl
erst in gut geschriebenen Geschichtsbüchern,
mit Tabellen. ausführlicher, anhand deren dann
nachvollzogen kann, was da eigentlich lief.

Im übrigen gibt es eine ordentliche Medienkrise in Griechenland.

http://www.thejakartaglobe.com/international/greek-media-hit-by-financial-crisis/495097

Re: am Rande bemerkt:

"dass Griechenland in
einer Krise wäre. Aber nie genau warum."

es ist e s s e n t i e l l
dass man nicht bloss in angestammten "lieblings"medien liest (oder vor sich hin sumpert...)

sondern auch in anderen (sogar in yp) gräbt und stochert.

na und selbst-ver-natürlich!

wurde in _guten_ nicht-mainstream-medien beschrieben
was sich nun
aus welchen gründen!!
auswirkte:

vor langen __zwei__jahren schon!!!!!

bitteschön. bittesehr:
lohndumping...
getitelt "am deutschen wesen
kann europa nicht genesen"
http://www.heise.de/tp/artikel/32/32266/1.html

wenn man solche ausser acht lässt
gilt leider nur:

sskm ;-)


Gast: Till aus dem Haus der Freude
20.02.2012 12:41
4 5

Hä?

Griechenlands Wirtschaft hat ein Wachstumsprogramm nie bekommen??
...und das Geld, unser Geld bitteschön, was ist das?!
Bakschisch?!
Körberlgeld?!

Auch Dreistigkeit stoßt mal an ihre Grenzen.
Spätestens 2013.

P.S: Vielleicht sollten die p.t. Griechen einmal eine für sie ganz neue Strategie anwenden: nennt sich Arbeit.

Antworten Gast: xom
20.02.2012 14:07
0 0

Re: Hä?

das ist "des pudels kern"! "die griechen" haben das geld nämlich nie erhalten... (wohin es geflossen ist, lässt sich mittlerweile überall nachlesen).

Gast: wer wenn nicht er
20.02.2012 12:37
7 0

Wurden die Strukturreformen denn nicht von IWF & Co eingefordert?

Was ist mit dem Aufbau eines Grundbuchs, damit endlich Investitionssicherheit für Käufer von Land herrscht (etwa um eine Hotelanlage zu bauen)?

Was ist mit der Abschaffung der vielen staatlichen Monopole, von E-Wirtschaft bis zum Kohlehandel? In Griechenland DARF man z.B. kein Kraftwerk bauen (nur der Staatsbetrieb darf das).

Es sollte alles privatisiert werden um der Politik den inkompetenten Zugriff auf die Wirtschaft zu entziehen: Post, Bahn, Häfen, Banken, Land usw.

Die geschützten Gewerbe (Frächter, Taxis etc.) müssen ebenso weg (zum Teil schon umgesetzt).

Annahme von Bestechungsgeld sollte zu sofortiger Entlassung aus dem Staatsdienst führen. Finanzfander sollten Hinweisen strengstens nachgehen.

Lohnbezogene Steuern müssen runter, Konsumbezogene Steuern rauf (damit werden eigene Produkte billiger, Importe teurer).

Die griechischen Milliarden liegen in der Schweiz -

aber das kümmte die EU-Elite nicht im mindesten?
Warum spielt die EU dieses Spiel?

Re: Die griechischen Milliarden liegen in der Schweiz -

sofern das

a) nachweislich
illegales geld ist - konfiszieren.

b) nach geltenden rechtsgrundsätzen
legal erworbenes geldvermögen... tja:

kalt enteignen?

würden sie sich das gern gefallen lassen?

c) jedes ding hat 2 seiten.

d) griechenland steht unterm fokus
des facettenauges :-\
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,816291,00.html

Im Prinzip eine Wiederholung dessen,

was schon seit langer Zeit gefordert wird, nämlich ein (kurzes) Ende mit Schrecken, ist besser als ein (langer) Schrecken ohne Ende.

Leider setzen jedoch ALLE EUR-Politiker, samt einigen "Hilfswilligen" mit diversen Ablenkungstheorien, auf "Spar- und Sanierungsprogramme", welche im Prinzip jedoch nichts an den grundlegenden Problemen ändern.

Eine (noch) verkleinerte Kopie solcher Vorgangsweisen sehen wir leider auch am "Sparpaket" der österr. Regierung. Reformunwilligkeit plus Klientelwirtschaft, interpretiert als selbstbeweihräucherte Lösungskompetenz.

geht es um griechenlands bürger?

es geht um b a n k e n.
es geht um eu-rettung der gemeinsamen €-währung.

sehr gut beschrieben in allem -leider- zynismus
die auswirkungen des negativen [x] dilemmas
akut griechischer prägung:

http://www.profil.at/articles/1205/560/318314/triple-a-das-kettensaegen-moussaka

[x] und ja. es gibt auch
positives dilemma. -


Antworten Gast: soooo
20.02.2012 12:40
0 0

Re: geht es um griechenlands bürger?

Gehts nicht eher DARUM den Russen Griechenland nicht abtreten zu wollen?
Schon mal drüber nachgedacht?

Re: Re: geht es um griechenlands bürger?

die russen scheinen mir
zu weit her geholt zu sein.

schon geopolitisch sind dazwischen länder wie
*ukraine
*moldawien
*rumänien
*bulgarien
und mit dem dzt leider desolaten zipfel der zersplitterten halbinsel gr. handeln sie sich an der flanke der tr. bloss probs ein.

dazu ist also gr. zu unwichtig und zu
ungewichtig. rein meine meinung eben.

Gast: badbankeranderamacht
20.02.2012 11:54
8 1

das ganze eu und euro spektakel ist ein reines banken-u.finanzmarktsubventionsprogramm- und dies wird von der politik den medien unter dem titel länderhilfen verkauft. "sozialabbau und steuern fürs arbeitnehmer/pensionistenvolk- dafür gibts billionen für die reichen eliten.

der IWF, die weltbank,dieEU u.die börsenfinanzmärkte lassen nichts mehr anderes in europa zu- der massive sozialabbau in den eu ländern wird verstärkt.50 jahre aufbauarbeit u.der erreichte soziale wohlstand wird nun in ein paar jahren kaputt gemacht. zuerst holte man sich jahrzehnte lang die billionen von den volkswirtschaften u.den steuerzahlern sowie arbeitnehmern. während die verursacher u. gewinner der finanzblasen ihre billionen in steueroasen abgesichert haben, werden die schulden wieder nur den arbeitnehmern u. pensionisten überlassen. diese finanzmärkte u.eliten wollen nun noch mehr u.schneller geld machen. soziale unruhen wie in GR sind erst der anfang. der soziale ausgleich zwischen arm u.reich hat keinen stellenwert mehr. die finanzmärkte u.banken machen weiter u zocken wie bisher. leider haben sie auch viele politiker in ihrer hand u. leider verstehen viele politiker nicht mehr, dass die finanzmärkte u.börsenzocker wahrlich keine guten absichten mit den völkern und freien ländern haben- die verkaufen alles u.jeden für ihre schnellen profite- aber die politik, wie man auch an der SPÖ und faymann sieht- orientiert sich nur mehr an solche finanzmärkte u. geldeliten. daher wird der sozialabbau bei den asvg pensionen u. asvg arbeitnehmern weiter zunehmen. die finanzeliten haben in den letzten 30 jahren die gesetze u. strukturen zu ihren gunsten umbauen lassen u.jetzt ernten sie die früchte-billionen v.volksvermögen werden so nach oben u.in die steueroasen umverteilt.

Sinn hat auch erkannt, dass

" Es geht hier gar nicht so sehr um das Land. Die Griechen werden von den Banken und Finanzinstituten von der Wall Street, aus London und Paris als Geisel genommen, damit das Geld aus den Rettungspaketen weiter fließt - nicht nach Griechenland, sondern in ihre eigenen Taschen."

Und wer für weitere Milliarden für Griechenland stimmt, welche doch nur in dunklen Kanälen verschwinden, der ist demnach ein Knecht der Geldinstitute.

Die EU hats vorgeschlagen

Man darf nicht vergessen, dass die Idee zum Todsparen von der EU aus Brüssel kommt. Nicht von den Griechen wie der Artikeltitel vermuten lassen könnte.

Es ist das Ergebnis einer völlig vergeigten Krisenbewältigung. Die EU hat eben ihre Kompetenzen bei Gurken und Leuchtmitteln.

Die Börsen sind noch im Hoffnungsmodus:
http://www.start-trading.de/blog/2012/02/20/maerkte-hoffen-auf-130-milliarden-euro/

Griechenland wurde in all den Jahren nicht gerettet und wird auch jetzt nicht gerettet werden.

Antworten Gast: Halbwissen
20.02.2012 11:42
3 2

Re: Die EU hats vorgeschlagen

Nur darf man nicht vergessen das Griechenland durch Bilanzfälschung nichts anderes verdient hat !

Andere Länder die auch betrügen werden hoffentlich auch abgestraft.


Antworten Antworten Gast: glühender Europäer
20.02.2012 13:37
0 0

Opfer für den heiligen Sternchenkranz

Erst hat die - - notwendige und alternativlose, ich lass sie mir nicht kaputtreden, Auflösung steht nicht zur Debatte und würde uns Milliarden und das AAA-Rating kosten - - EU die mit ihr kollaborierende korrupte Klasse Griechenlands fett und fetter gemacht. Nachdem letztere aber alles und noch viel mehr verfressen hat, muss sie jetzt ihre Leibeigenen stellen, damit die Oberpriesterin Merkel sie unter dem Applaus der "Märkte" auf dem Altar der glorreichen Erfolgsgeschichte opfern möge.

Re: Re: Die EU hats vorgeschlagen

"Andere Länder die auch betrügen werden hoffentlich auch abgestraft."

finanzmarkt und ehrlichkeit
ist
oxymoron.

die "geheiligten" exporte (worin de. 2011 exportweltmeister...) waren schon im vorfeld hinterfragenswert.

am 16.3.2010 - und ergo vor ~2 jahren -
in heise telepolis:

cit.
"Zwei Drittel aller deutschen Exporte gehen nämlich in die EU, fast jeder zweite Euro, den Deutschland mit dem Export verdient, stammt aus den Ländern der Eurozone.

Der "Sündenbock" Griechenland importiert pro Jahr Waren im Wert von rund 8,3 Milliarden Euro aus Deutschland,
exportiert aber lediglich Waren im Wert von rund 1,9 Milliarden Euro nach Deutschland.

Der deutsche Handelsbilanzüberschuss mit den sechs Eurozonenländern Belgien, Griechenland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien betrug allein im letzen Jahr 367 Milliarden Euro. Hätten diese Staaten die deutsche Niedriglohnpolitik kopiert, würde der deutsche Export nicht derart florieren. Die Menschen in den betreffenden Ländern wären ärmer und würden allgemein weniger Güter nachfragen und aufgrund ihrer geringeren Löhne auch günstiger produzieren.

Der deutsche Export boomt, weil andere Staaten eine nachfrageorientierte Politik betreiben." cit\

daraus ergeben sich /zumindest/ 2 fragen nach ursache und wirkung (nicht umgekehrt...)

a) wer trieb andere vor sich her?

b) wer auf wessen buckel zuvor?


Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
20.02.2012 13:05
0 1

Re: Re: Re: Die EU hats vorgeschlagen

Wer beim Betrug erwischt wird, soll und muß abgestraft werden !
Wer gut oder mit Glück betrügt dem ist nichts vorzuwerfen ( was auch weiss ja keiner ).

Das Glück oder die Probleme der Deutschen sind ein anderes Kapitel !
Niemand wird gezwungen einen Porsche zu kaufen.

Das griechische Volk oder besser alle Völker sind aufgerufen, das sie ein System installieren, in dem ihre Anführer sich verantworten müssen !
Ist dies nicht möglich so muss sich der Einzelne vom System unabhängig machen und Wiederstand leisten.

Re: Re: Re: Re: Die EU hats vorgeschlagen

es freut mich für sie aufrichtig
dass sie denken

[all-]gemeine griechen seien ein volk
von porsche-luxus-kfz-fahrern...
/presse planet of the apes?/
und dazu immerzu hinein hämmernd

"muss sich der Einzelne vom System unabhängig machen und

Wiederstand leisten"

nope.
ich stehe dem __wieder__
nicht entgegen contra jede
widrigkeit :-D weil pur fassungslos ob so simpel vereinfachten eindimensionalen
weltbildern... ;-p


Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
20.02.2012 14:51
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Die EU hats vorgeschlagen

Abgesehen davon das in Athen die größte Dichte an Porsche Geländewagen auf der Welt herrscht(e?).

Soll ich schreiben Miele-Waschmaschine und Braun-Rasierer ?

Das e habe ich extra für Sie reingehämmert !

Und bei entsprechenden Grundsätzen ist die Welt wirklich einfach.
Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht !


Re: Re: Re: Die EU hats vorgeschlagen

for the sake of good order.

nachliefere link:
http://www.heise.de/tp/artikel/32/32266/1.html

bitte um pardon :-)

Die EU hats vorgeschlagen

Griechenland (!), das sind in erster Linie die Menschen. Und die werden genau so dumm gehalten und manipuliert und verführt wie die meisten in Europa. Ein paar wenige profitieren von den EU-Milliarden - und die muss man abkassieren. Vor allem muss der Abfluss des Geldes ins Ausland gestoppt werden.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
20.02.2012 13:08
0 0

Re: Die EU hats vorgeschlagen

Die Menschen sind Wähler und haben dafür zu sorgen das Betrug an ihnen nicht möglich ist !

Wenn dies nicht möglich ist muss jeder Einzelne sich vom System unabhängig machen und Wiederstand leisten.

 
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