"Schlechte Witze": Griechen-Botschafter kritisiert Leitl

21.02.2012 | 10:54 |   (DiePresse.com)

Athen soll laut Wirtschaftskammerpräsident Leitl seine Inseln zu Geld machen. Der griechische Botschafter ist "tief verstimmt".

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Der griechische Botschafter in Wien, Themistoklis Dimidis, ist "tief verstimmt" über die Vorschläge des Wirtschaftskammer-Präsidenten Christoph Leitl. Dieser hatte vorgeschlagen, Griechenland solle zur Budgetsanierung Inseln verkaufen - an die Türkei. Für Dimidis sind Leitls Vorschläge jedoch "Witze schlechter Qualität", Griechenland habe nie auf Staatsterritorium verzichtet und habe auch nicht die Absicht, das zu tun.

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"Ein Unternehmen mit einem Land zu vergleichen, stellt eine äußerst gefährliche Vereinfachung dar", erklärte Dimidis in einer Aussendung vom Dienstag. Er erwarte sich von "wichtigen, wirtschaftlichen Entscheidungsträgern ein größeres Verantwortungsbewusstsein" bei öffentlichen Äußerungen. Dimidis betonte jedoch auch, von der österreichischen Bundesregierung und dem österreichischen Volk Solidarität gegenüber Griechenland festgestellt zu haben. "Ich bin sicher, dass Stimmen, wie die von Herrn Leitl, immer nur eine Kakophonie darstellen werden", erklärte Dimidis.

Leitl hatte vergangene Woche vorgeschlagen, Griechenland solle "abgelegene, unbewohnte" Inseln zur Budgetsanierung verkaufen (mehr dazu ...).

(APA)

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21 Kommentare
Gast: perikles d.j.
24.02.2012 15:42
0

Hier irrt Themistokles

Exzellenz leiden unter Halluzinationen! Weit und breit KEIN Verständnis für stoltse Griechenland.

selber schuld...

... wenn sie einen politiker wie leitl und dessen "vorschläge" ueberhaupt ernst nehmen

die griechen verkaufen ihre inseln

wir unsere berge und seen.

Gast: Peter Langhammer
21.02.2012 18:26
2

der leitl hat einen dachschaden ...

seit er für seinen freund maculan millionenklage gegen mayr-melnhof einbrachte gilt er für mich als unzurechnungsfähig.

die neuerliche fehlleistung bestätigt nun totalen geistigen verfall dieses mannes. vielleicht sollte man für politiker und interessenvertreter die vorzeitige frühpension zur pflicht machen.

Gast: e.e.
21.02.2012 18:26
0

Grundbucheintrag

Meine Bank will auch ins Grundbuch, wenn ich einen Kredit bei ihr nehme! Warum soll das nicht auch bei Staaten gelten?
Oder geht unsere Regierung davon aus, dass der Kredit sowieso nicht einbringbar ist?

Gast: L.W.
21.02.2012 17:42
2

Dimidis betonte jedoch auch, von ... dem österreichischen Volk Solidarität gegenüber Griechenland festgestellt zu haben.


Ach ja ? Wo hat er denn die festgestellt ? Beim 5. Uzo im Orpheus ?

Wenn man nämlich, im Gegensatz zum Herrn Botschafter, mit normalen Durchschnittsbürgern spricht, merkt man wenig bis gar nichts von Solidarität, im Gegenteil, die Menschen sind alle schon ziemlich angefressen ob der andauernden Präpotenz der gr. Politiker.

Ich hatte das Vergnügen ein Jahr in Athen zu leben. Die erste Frage die sich mir stellte war, wie sich ein Grieche in einem Durschschnittsbeisel (aka Musikkneipe) ein Krügerl um sage und schreibe € 6,50 leisten kann und konnte (2007!).

Nach einiger Zeit hatte ich den Schmäh durchschaut. Die ersten drei Biere hat man bezahlt, dann kamen nochmals 3 "to spiti" (= aufs Haus) und so ging das den ganzen Abend. --> Der normale Unwissende löhnt das doppelte eines Einheimischen (wobei das trotzdem noch viel zu viel ist).

Und das gilt für alle Bereiche, von Mieten, Hotels, Dienstgewerbe über Handwerker etc., es sei denn, man spricht so gut griechisch, um entsprechend authentisch zu wirken, dann gehts halbwegs.

Fazit: reine Abzocker. Wenn Sie das Gefühl haben es geht rein, wird man eiskalt betrogen.

Von den Behörden will ich gar nicht reden, das sprengte den Rahmen. So nett die Leute dort alle sind, bei Geld gibts keinerlei Pardon.

Sorry Herr Botschafter, so bitte nicht, wobei Sie in der Sache recht haben, die Leitlsprüche sind mehr als entbehrlich.

Gast: zmayer
21.02.2012 15:53
6

noch ein witz

Der Bürgermeister einer griechischen Stadt besuchte eine italienische Stadt und dinierte im Haus des dortigen Bürgermeisters
Der Grieche war sehr erstaunt über das prachtvolle Haus, das der italienische Kollege besaß und fragte, wie er sich so ein Haus habe leisten können von seinem Gehalt. Der Italiener zeigte aus dem Fenster, und sagte: "Siehst Du die Brücke da
drüben? Die EU hat Geld für eine zweispurige Brücke gegeben. Wir haben die auf eine Bahn verengt und eine Ampel dazu gebaut. Damit konnte ich mir das Haus leisten."
Im folgenden Jahr besuchte der Italiener den Griechen und staunte nicht schlecht über sein Landhaus mit goldenen Wasserhähnen und Marmorböden . Natürlich stellte der italienische Kollege die Frage: "Wie hast Du denn das geschafft?" Der Grieche zeigte aus dem Fenster und sagte:
"Siehst Du die Brücke da drüben?"

"nein.."

Gast: BÜRGER DER EU
21.02.2012 14:53
2

Botschafter DIMIDIS

Botschafter DIMIDIS sollte nach ATHEN gehen und sich dort mit weiteren Sparvorschlägen nützlich machen.
Unsere griechischen Mitbürger sind hervorragend integriert, da sie unsere europäiscdhen Brüder sind. Griechische Köche und Künstler sind bessere Botschafter als beamtete Botschafter a la DIMIDIS. Mit den griechischen Bürgern (Mittelschicht, Verarmte und Arme) sind wir solidarisch. Mit den griechischen Politikern inkl. ihrer Klientel, die unseren griechischen Schwestern und Brüdern diese bittere Suppe eingebrockt haben, sind wir nicht SOLIDARISCH.

Gast: BÜRGER DER EU
21.02.2012 14:47
2

Einsparung

Während andere bereits hungern, lebt der griechische Botschafter lebt, wie viele Botschafter anderer EU-Staaten, wie eine Made im Speck. Greichenland un die anderen EU-Staaten sollten aber einmal überlegen, ob es denn notwendig ist innerhalb der EU noch nationale Botschaften, die ein Vermögen kosten aufrecht zu erhalten. Es werden ohnehin in Brüssel die Enstcheidungen getroffen, die EU hat mit Ratsbeschluß durch die Staats- und Regierungschefs ohnehin den Aufbau eines diplomatischen Korps der EU beschlossen. Wir, Steuerzahler brauchen zu den in Aufbau begriffenen EU-Botschaften sicherlich keine NATIONALEN BOTSCHAFTEN nur um Diplomaten versorgen zu können.

Die Griechen könnten gleich einmal beginnen, anstelle bei der Mitelschicht und den Armen zu sparen, bei den Politikern, Botschaftern und deren Klientel zu sparen. Die Griechen könnte gleich einmal die griechische Botshcaft in WIEN schließen. Politik wird in Brüssel gemacht - weshalb pilgern den ständig alle Finanzminister nach Brüssel. Was hat den der griechische Botschafter für Aufgaben in WIEN?

Statt Zeitung zu lesen wären Sie gut beraten ihrer Steuer einzutreiben!

Bringen Sie ihr Land in Ordnung. Die Idee war blöd aber Sie haben auch keine Bessere!

Der griechische Botschafter

braucht sich nicht ärgern. Wer ist Herr Leitl? Herr Leitl ist jener Herr, der schon oft einen Unsinn daher geredet hat und den man nicht so ernst nehmen sollte. Der Inselverkauf ist auch so eine Schnappsidee, eine von vielen.

Gast: Be-obachter
21.02.2012 12:57
5

Warum an die Türkei???

Die Staaten, welche unwiederbringlich Geld nach Griechenland gepumpt haben, sollen aliqout nach Anteil und mit Kostenausgleich anrecht auf Inseln haben (auch auf bewohnte Inseln), sowie die Verwaltungshoheit.

Wenn ein Hausbesitzer seine Schulden nicht zurückzahlt, wird er ja auch gepfändet...

Antworten Gast: denker!!!
21.02.2012 14:21
1

Re: Warum an die Türkei???

Warum die Türkei,

die Türken haben schon einmal, nach dem griechischen Staatsbankrott von 1898 in Griechenland wieder alles in Ordnung gebracht.

die Türken sollen es dieses mal wieder richten, zum Dank dafür dürfen sie in die EU - wenn sie dann noch wollen!

Gast: happypepi
21.02.2012 12:19
2

Leitl

Sorry, aber das Photo sagt ja schon alles aus, wie dieser Kasperle denkt.

Aber:

Wer ist Leitl eigentlich?
Viel Ahnung dürfte der aber nicht haben.
Warum ist der dann aber WK-Prä. wenn er einen Staat mit einem Unternehmen vergleicht??

Ausserdem sollte dann Ö Tirol and ie Italierner verkaufen, dann haben wir auch keine Schulden mehr.

Allerdings haben die Italos kein Geld, aber eh wurscht, die EU wird diesen Kauif schon über die Bühne bringen !!2mk

Gast: sepperldepperl
21.02.2012 12:15
6

peinlich für Österreich

Zu Leitl gibt es nicht viel zu sagen:

Wer ihn kennt, der weiss es.

Es ist nur peinlich, dass eine angebliche österreichische Wirtschaftsgröße so einen Vorschlag macht.

Und sowas ist WK-Präsident ?!?!?!!?

Geld und Steuerverschwendung

Gast: Der Notar
21.02.2012 12:08
1

Alternativlose Solidarität

nun ich bin auf Basis der Reziprozität alternativlos solidarisch mit den Griechen.

Gast: Leitls Betreuer
21.02.2012 11:52
8

Eine gut formulierte Zurechtweisung!

Die Wortmeldung des WKO-Kasperls war ausgesprochen dumm und einfühlungslos, aber so tickt er halt unser Sozialpartnerfilz und mit ihm die Merkel-EU, auch wenn nicht alle Beteiligten so redselig wie Herr Leitl sind.

Inseln

Da hat Leitl wirklich und hoffentlich nur gedankenlos seinen zwanghaften Beitrag geleistet.
Die erwähnten Inseln liegen auf dem ägäischen Schelf, der zu Griechenland gehört. Irgendwelche "Ansprüche" der Türken sind international niemals anerkannt worden.

Christoph Leitl hat keine Ahnung!

Die Eigentumverhaeltnisse dieser Inseln sind überwiegend strittig! Die Türkei hat Anspruıch auf viele Inseln. Die Türken würden wohl keine Insel kaufen, auf die sie Ansprüche geltend machen!

Antworten Gast: Be-obachter
21.02.2012 12:58
2

Re: Christoph Leitl hat keine Ahnung!

Das stimmt überhaupt nicht!
Die Türkei hat sogar Zypern widerrechtlich besetzt.

Kein schlechter Witz

Leitls Idee ist gut. Der schlechte Witz liegt darin, dass jeder europäische Steuerzahler von seinem Staat bis zum Gehtnichtmehr ausgesackelt wird (Was haben Sie und wann können wir es abholen?), damit Griechenland unbenötigte Inseln nicht verkaufen muss.

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