Fitch stuft Griechenland von CCC auf C herab

22.02.2012 | 13:14 |   (DiePresse.com)

Die Ratingagentur hat griechische Anleihen auf die letzte Stufe vor Insolvenz herabgestuft. Grund dafür ist der private Schuldenschnitt.

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Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland in Reaktion auf das am Dienstag von den Euroländern beschlossene Sparpaket von CCC auf C abgestuft. Der Haircut von 53,5 Prozent kombiniert mit der Ankündigung Griechenlands, alle private Investoren durch spezielle Umschuldungsklauseln zum Mitmachen zu zwingen, führe dazu, dass der Umtausch von Griechenland-Papieren als "notleidend" einzustufen sei. Das Rating C für Griechenland, die letzte Stufe vor der Insolvenz (D), zeige an, dass eine Zahlungsunfähigkeit in naher Zukunft sehr wahrscheinlich ist, schreibt Fitch am Donnerstag in einer Aussendung.

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Der Vorschlag, die öffentliche Schuld Griechenlands über einen Schuldentausch mit privaten Geldgebern zu reduzieren, wäre eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne des Ratings und würde dazu führen, dass Griechenland auf RD (Restricted Default/begrenzte Zahlungsunfähigkeit) abgestuft wird, droht Fitch. Die Ratings für jene Anleihen, für die rückwirkend Umschuldungsklauseln eingeführt werden, würden auf D (Insolvenz) gesenkt.

Kurze Zeit nachdem der Anleihenaustausch vollendet ist, will Fitch das Rating RD aufheben und eine neue Bewertung durchführen, das von der dann vorhandenen Struktur der Wirtschaft und dem Kreditprofil abhängt.

>>> Karte: Die Bonität der EU-Länder

(APA)

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4 Kommentare
Gast: Reflector
23.02.2012 13:47
0

GR ist D


Es wurde eben nur mit C bewertet um ja nur keinen Default Trigger auszulösen (CDS Domino)

Dass aber in einer derartigen Situation überghaupt noch C vergeben werden kann, ist nur Folge der permanenten Insolvenzverschleppung durch die EU und EZB mittels Geldflutung an die Zombie Banken.

Aber wenn einjährige Anleihen bei 700% am Sekundärmarkt rentieren, dann ist das ganz klar D und alles Geld was da noch so nachgeschoben wird, weg.

Aber der offizielle D day wird auch noch kommen.

Durch ein Festhalten an einem falschen Kurs wird ein Zerbrechen des Friedensprojektes Europas sowie soziale Unruhen bewußt in Kauf genommen

Da sich Griechenland mittlerweile aufgrund der aufgezwungenen Sparmaßnahmen in einer Depression befindet und die Hilfspakete in Wahrheit nichts anderes als ein Pyramidenspiel sind (EZB gewährt Banken zu 1 %-Zinsen Geld, welches diese zum Aufkauf von Papieren der maroden Staaten verwenden) ist die Abstufung mehr als gerechtfertigt. Da letzten Endes aber irgendwann einmal auch bezahlt werden muß und somit diese von der EZB und unseren Machthabern geschaffene Blase platzen wird, werden auch die anderen europäischen Staaten, deren Banken usw. weitere Abstufungen und damit steigende Risikoaufschläge bezahlen müssen.

Zukunftskonzepte sehen anders aus, weil auch jetzt wieder ausschließlich auf Zeit gesetzt wird in der Hoffnung, daß die Konjunktur von selbst anspringt. Echte Lösungsansätze setzen an den Grundproblemen an und beinhalten auch die dringend notwendigen Wachstumsimpulse.

Gast: werbistdu
22.02.2012 17:13
0

letzte Stufe vor Isolvenz....

Welche Stufe???
Griechenland ist seit 2011 pleite, nur unsere EU-Doddeln wollen es nicht glauben

Der Schärdinger

So ist es auch. In wenigen Monaten wird sich herausstellen, dass dieses ganze auf Wunschdenken aufgebaute Gebilde nicht funktionieren wird.
Nur mit einer neuen Währung kann GR abwerten, wieder konkurrenzfähig werden, alles wieder ankurbeln und von unten aufrollen.
Mit dem Euro geht das nicht.
Wie die Währung heißt ist egal.

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