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"Österreich holt 'AAA' erst in einigen Jahren zurück"

22.02.2012 | 15:13 |   (DiePresse.com)

Deka-Ökonom Kater hält langfristige, volkswirtschaftliche Belastungen aus Pensions-und Gesundheitssystemen in den Ratings für zu wenig berücksichtigt.

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Österreich dürfte erst in vier bis fünf Jahren wieder sein bei der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) im Jänner verlorenes Triple-A zurückgewinnen. So lange dürfte sich die Ratingagentur schon alleine deswegen Zeit lassen, um nicht ihr Gesicht zu verlieren. Bedingung für eine Rückgewinnung wäre aber auch, dass die Staatsschuldenquote unter 90 Prozent liegt und die Republik resistent gegen Schocks ist, die vor allem aus dem osteuropäischen Bankensystem oder aus der konjunkturellen Entwicklung kommen könnten, sagte der Chefökonom der deutschen Dekabank, Ulrich Kater, am Mittwoch in Wien.

Italien mit geringster Staatsverschuldung

Generell sieht Kater bei der Bonitätsbewertung von Volkswirtschaften die langfristigen Belastungen zu wenig berücksichtigt, die etwa aus dem Pensions-, Pflege- oder Gesundheitssystem erwachsen werden. Inklusive dieser impliziten Staatsschulden würde die Schuldenquote für Österreich bei 297,7 Prozent liegen. Österreich läge unter den zwölf Eurogründungsländern damit an guter vierter Stelle. Die Schlusslichter Luxemburg, Griechenland und Irland kämen demnach schon auf 1000 bis 1500 Prozent. Vor Österreich würden nur Finnland mit 195,2 Prozent, Deutschland mit 192,6 Prozent sowie - mit der geringsten nachhaltigen Verschuldung - Italien mit nur 146 Prozent liegen. Italien profitiere von der Rentenreform. Kater berief sich dabei auf eine aktuelle Studie der deutschen Stiftung Marktwirtschaft.

Die Zukunft der Währungsunion werde sich in Spanien und Italien entscheiden. Griechenland und Portugal seien Sonderfälle, die noch subventioniert werden könnten, bei Spanien oder Italien wäre dies aber nicht mehr möglich. "Wenn Italien es schafft, dann ist der Euro durch", sagte Kater "Dann hat man es dem Markt gezeigt." Sichtbare Erfolge seien frühestens in ein bis zwei Jahren zu erwarten.

Angelsächsische Anleger könnten es nicht verstehen, dass der Euro kein ökonomisches, sondern ein politisches Projekt sei. Und dieser politische Wille, der auch von der Mehrheit der Wahlbürger mitgetragen werde, sei unterschätzt worden. Deshalb seien bisher auch alle Prognosen, die Eurozone werde demnächst auseinanderfallen, nicht eingetroffen.

Kater: Entschuldung nicht über Inflation

Kater geht nicht davon aus, dass es in der Eurozone zu einer Entschuldungsstrategie über Inflation kommen wird. Stattdessen geht er auch für die Zukunft von stark schwankenden, risikoreichen Märkte aus. Für Anleger werde daher die Risikokontrolle "sehr, sehr wichtig" werden. Kater empfiehlt in diesem Zusammenhang "eng an der Wirtschaft zu investieren", zum Beispiel in Sachwerte wie Aktien, Immobilien oder Unternehmensanleihen. Daneben sollten "Regulierungen" beachtet werden. Insgesamt sei man durch die Krise mehr zur Realität zurückgekommen.

(APA)

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13 Kommentare
Gast: Träumerle
22.02.2012 19:53
0 1

AAA erst in einigen Jahren

Träumen Sie weiter.

Alpha17
22.02.2012 19:39
0 0

Da sind ja die Schwarzgeldmilliarden aus der

Schweiz früher zurück!

Gast: Rating Agent 007
22.02.2012 19:37
0 0

Der Grund für die Herabstufung war die Einsicht

dass die österreichische Industrie durch und durch korrupt ist.

Es wird nicht Jahre dauern, es wird Jahrzehnte dauern.

Gast: Realistische Analysen sind im elitenhuldigenden Österreich verpönt
22.02.2012 19:17
0 0

Solange Treichl und Stepic persönlich profitieren,

wird auf Steuerzahlerkosten hasardiert werden. Außer wir raffen uns zu Massenprotesten auf, um dem bösen Spiel endlich ein Ende zu bereiten. Dann erst könnte Österreich wieder wettbewerbsfähig gemacht werden.

Antworten Gast: Polarluft
22.02.2012 19:41
0 0

Re: Solange Treichl und Stepic persönlich profitieren,

so einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen: plötzlich sind die Gagen der Bankmanager der Rettungsanker für verschuldete Staaten?
Wien hat es denn angefangen?
Ein Staat sagt, ich brauche Geld, dann kommen die Anbieter (Banken, Fonds etc..) und sagen "von uns kannst du Geld haben"!
Dann werden die Bedingungen ausgehandelt (Zinsen, Laufzeit etc...) und die Verträge abgeschlossen.
Und dann, wenn der Vertrag zu erfüllen ist (Rückzahlungsdatum) sind plötzlich die Chefs der Geldlicher schuldig dass die Schuldner sich über alle Maßen verschuldet haben?
Die Banken machen ihre Geschäfte und das ist ihr Auftrag.
Wenn dann Gemeinden wie Linz, Wien, Mattsee oder Länder wie NÖ mit öffentlichen Geldern zu spekulieren beginnen, dann verlieren, muss man die Spekulanten einsperren und nicht die Börsen!

Antworten Antworten Gast: Tuns nicht ablenken
22.02.2012 20:20
0 0

Re: Re: Solange Treichl und Stepic persönlich profitieren,

Ihr gezieltes Mißverstehen ist bezeichnend für die Moral der Bankster.

Gast: Seltener Gast
22.02.2012 19:13
0 0

Dann hat das Kabinett Faymann/Spindelegger ...

wenigstens irgendwas langfristiges geschafft.

Gast: tom green
22.02.2012 18:49
0 1

ehrlich, mir ist...

ehrlich, mir ist ob des geschwafels im obigen artikel kater carlo lieber als kater ulrich.

Gast: 1. Parteiloser
22.02.2012 16:49
1 1

Es gibt auch noch andere Berechnungen!

Quellen: EU-Kommission (Schuldenquotenprognose 2010 vom April 2010), Jagadeesh Gokhale, SG Cross Asset Research; Stand 30. September 2010

http://www.wiwo.de/bilder/schuldenkrise-staatsverschuldung-in-europa/4725424.html

"Nicht nur die Schulden in den Staatshaushalten sind alarmierend. Viele Regierungen stellen ihren Bürgern auch ungedeckte Schecks aus. Denn zu den offiziellen staatlichen Schulden kommen auf die Haushalte zudem hohe Belastungen aus Pensions- und Rentenansprüchen von Staatsbediensteten zu. Addiert man diese zu den offiziellen Schulden und setzt sie ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, beträgt die Schuldenquote schnell ein Vielfaches der amtlichen Zahl".

Für Österreich wurden damals 410% des BIPs genannt. Das waren dann etwa 1.100 Mrd. Euro, also mehr als 300.000.- Euro pro Haushalt.

Diese 300.000.- Euro pro Haushalt wird den Österreichern auch abgepresst werden, es geht um die Einhaltung gesetzlich festgelegter Regelung. Der kranke Vertrauensschutz, welcher der VfGH geschaffen hat, der garantiert den Beamtenmisthaufen das volle Abkassieren bis über das Jahr 2050 hinaus.

Es ist ein Verb.rechen an den Menschengrundrechten, welche die Gesetzgebung in ganz Europa (in eigener Sache!) begangen hat.

Die Eurozone wird zerbrechen, weil die Europäer gegen dieses grausige System irgendwann rebellieren werden und die Grausigen hinwegfegen werden. Ist doch eine reine Zeitfrage!

Antworten Gast: Der Troll
22.02.2012 20:54
0 0

Re: Es gibt auch noch andere Berechnungen!

Wird das nicht öde immer die gleichen Texte zu posten. Und immer in den schönsten Nachmittagsstunden. Würde es mal mit Arbeit versuchen. Das entspannt.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.02.2012 13:25
0 0

Re: Re: Es gibt auch noch andere Berechnungen!

Was hat Ihr Kommentar mit dem Thema zu tun?

Schaffen Sie nichts zum Thema und zeigt das nicht Ihre Fähigkeiten deutlich auf?

Hat sich Wesentliches an den Daten geändert, welches eine neue Beurteilung der kommenden wirtschaftlichen Lage Österreichs erwarten lässt?

Was hat meine Arbeit mit der Bonitätsbeurteilung von Österreich zu tun?

Ich kann Ihnen aber auch gerne Auskunft über meinen gestrigen Tag geben:
Langsam und genussvoll aufgestanden. Am späten Vormittag dann beim Tennisspielen gewesen. Nachher nette Plaudereien mit Freunden. Das herrliche Wetter, samt den Schneemassen dann auch noch im Freien genossen, der Frühling war schon zu riechen. Nach einem kurzen Nickerchen, dann ab 16.30 einige Kommentare verfasst. Der Abend war dann auch sehr gemütlich.

diabolo
22.02.2012 16:30
1 1

die müssen froh sein das nicht noch einige A`s verlieren!


cerberus
22.02.2012 15:37
2 1

eh klar

aber erst nach der Währungsreform.
Vorher werden wir noch ein AA in den Bewertungen erleben - vor allem Dank Treichl und Stepic. Hauptsache wir pulvern weitere sinnlose Milliarden in den nun erweiterten Rettungsschirm - am besten gleich mit einem Einziehungauftrag - damit diese Herrschaften weiter am Millionenbonitopf partizipieren können. Ergebnisverantwortung gilt für diese Herrschaften nicht. Die Rechnung dafür zahlen die Pensionisten und die Jugend, für die keine Reserben mehr vorhanden sein werden, wenn sie benötigt werden.

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