26.05.2012 18:18 | Meine Presse Merkliste 0

Rezession in Eurozone: BIP 2012 sinkt um 0,3 Prozent

23.02.2012 | 11:27 |   (DiePresse.com)

Laut EU-Währungskommissar Olli Rehn fällt die Eurozone im laufenden Jahr in eine "milde Rezession". Die Inflation soll bei 2,3 Prozent liegen.

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Die Abschwächung der Wirtschaft in Europa schlägt sich voll in der am Donnerstag von EU-Währungskommissar Olli Rehn präsentierten Zwischenprognose der Konjunktur für das laufende Jahr nieder. Rehn spricht von einer "milden Rezession". Die EU-Kommission geht für die Euro-Zone von einem Minuswachstum von 0,3 Prozent für 2012 aus, in der Herbstprognose vergangenen Jahres war noch ein Anstieg von 0,5 Prozent vorausgesagt worden.

Für die gesamte EU-27 prophezeit die Kommission einen Stillstand. Statt des im Herbst angenommenen Plus von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bleibt die Lage nun unverändert. Für Österreich geht der Zwischenbericht - der üblicherweise nur für die sieben größten Volkswirtschaften der EU ausgewiesen wird, angesichts der schlechteren Wirtschaftsdaten aber kurzfristig auf alle 27 EU-Länder ausgedehnt wurde - von einem Wachstum von lediglich 0,7 Prozent für das laufende Jahr aus. In der Herbstprognose waren es noch 0,9 Prozent gewesen.

Die Inflation in der Eurozone wird im laufenden Jahr bei 2,3 Prozent erwartet. In der Zwischenprognose wird für alle 27 Staaten der Europäischen Union ein Wert von 2,1 Prozent vorausgesagt. Österreich liegt mit 2,4 Prozent knapp über dem Euro-Durchschnitt.

"Zeichen der Stabilisierung"

Rehn erklärte, obwohl das Wirtschaftswachstum zum Stillstand gekommen sei, "sehen wir Zeichen der Stabilisierung in der europäischen Wirtschaft". Die Wirtschaftsaussichten seien weiterhin auf einem niedrigen Stand, aber es gebe Erleichterung in den Finanzmärkten. Mit entschiedenen Aktionen "können wir den Umschwung schaffen und von Stabilisierung zu Wachstum und Beschäftigung gelangen".

Österreich ist bei der Vorschau auf das Wirtschaftswachstum 2012 unter den 27 EU-Staaten bei der jüngsten Prognose der Kommission mit einem Plus von 0,7 Prozent an elfter Stelle. Allerdings hat sich der Wert gegenüber der Herbstprognose 2011 für das laufende Jahr von 0,9 Prozent diesmal leicht verschlechtert. Das stärkste Wachstum weist nach der Zwischenprognose Polen mit 2,5 Prozent auf. Schlusslicht ist Griechenland, für das ein Einbruch von 4,4 Prozent vorausgesagt wird.

Prognose in allen Ländern revidiert

In praktisch allen 27 EU-Ländern wurde die Prognose nach unten revidiert. Gleich bleib sie in Polen und Großbritannien. Wurden in der EU-Herbstprognose noch 24 Ländern ein positives Wachstum vorausgesagt, einem keine Veränderung und nur zwei ein Minuswachstum, verschlechterte sich die Lage nun zusehends. Die Zwischenkonjunkturprognose prophezeit nur mehr für 17 EU-Länder ein Plus, eines bleibt unverändert, und für neun wird ein Minus vorausgesagt. Dabei befinden sich gleich fünf Nicht-Euro-Länder - Polen, Litauen, Lettland, Rumänein und Bulgarien - an der Spitze des Wachstums. Estland und die Slowakei als erste Euro-Länder kommen erst an sechster und siebenter Stelle. Österreich belegt innerhalb der Eurozone hinter Estland, der Slowakei, Malta und Finnland Rang fünf.

 

 

(APA)

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28 Kommentare
 
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Gast: Hardliner 1
23.02.2012 19:52
1 0

Flaggschiff mit Zloty

Schon seltsam: dem hochgelobten Euro-Land geht es schlechter als den EU-Ländern ohne Euro. Dass die Zloty-Nation einmal das Flaggschiff des Wirtschaftswachstums werden könnte, habe ich für unmöglich gehalten. Inzwischen ist mir klar, dass die permanenten Rettungsversuche für Griechenland und die Euro-Zone dem Wirtschaftswachstum abträglich sind, zumal viele Staaten ihren Gürtel enger schnallen müssen und bei den Investitionen auf die Bremse treten.
Ich fürchte, dass in nicht allzuferner Zukunft folgender Slogan zu hören und zu lesen sein wird: "Euroland ist abgebrannt".

0 0

Re: Flaggschiff mit Zloty

"...einmal das Flaggschiff des Wirtschaftswachstums werden könnte, habe ich für unmöglich gehalten. "

dann haben sie eine grundregel der prozentrechnung nicht verstanden: ein land mit einem niedrigen ausgangslevel hat nahezu IMMER höhere prozentuelle zuwächse als ein land mit höherer basis!

noch ein irrtum ihrerseits: die wachstumsdelle hat nichts mit RETTUNGSVERSUCHEN für die piigs-staaten zu tun. kein unternehmen zahlt. doch viele unternehmen VERKAUFEN weniger.

Gast: ehschowurscht
23.02.2012 18:43
1 0

Rezession

Revolution wurde im 15. Jahrhundert aus dem spätlateinischen revolutio („das Zurückwälzen, die Umdrehung“) entlehnt und zunächst als Fachwort in der Astronomie für den Umlauf der Himmelskörper verwendet.

Ich wüsste soviele "Himmelskörper" die in die ewige Umlaufbahn geschossen gehören!

Umdrehen hilft aber nicht mehr, sondern nur die tolale Schubumkehr dieser Politik, international und besonders national!

Sonst wirds für die Menschen (damit meine ich nicht die "ausserirdischen" Politkerdarsteller) mehr als astronomisch werden!

Gast: Zoneninsasse
23.02.2012 18:43
2 0

Rezession? in der Zone?

Ja mei, dann basteln wir uns einfach viele bunte neue Papiereuronen, gell?

Gast: Halbwissen
23.02.2012 18:09
1 1

Samma froh !

Sonst wäre der Ölpreis schon bei 500 Euro !

Aber ohne Wachstum geht Europa pleite !

Klassische Zwickmühle !!!!

Pilatus
23.02.2012 18:07
2 0

"Eine milde Rezession"

Das kennen wir schon. Ist ja nichts Neues, was dieser Herr wieder einmal von sich gibt. Würde er die Wahrheit sagen, gäbe es eine Revolution und der Run auf die Banken wäre dann die Folge. Also muss man die Fakten scheibchenweise auftischen, so nach dem Muster Griechenland. Da wusste man schon 2008, dass das Land keine Zukunft im Euro hat, gab es aber erst 2011 zu, als es keinen Ausweg mehr gab. Die Brüsseler Chaoten werden uns nie reinen Wein einschenken und unsere Regierung auch nicht.

Gast: africano
23.02.2012 17:53
3 0

Ohne 10% Inflation; GEHT GAR NICHTS MEHR:

Die Zeichen stehen auf Sturm.

Brandgalf
23.02.2012 17:53
0 0

JAWOLL

Gut so

Gast: Hans Berger
23.02.2012 17:04
4 0

Und wie will man damit eine "Nulllohnrunde" für Beamte und Pensionisten finanzieren, welche tatsächlich den Pensionisten plus 2% und den Beamten plus 1,8% bringen soll?

Auf gehts zur letzten Runde Steuererhöhungen, um damit den Bonzen- und Gerontokratenstaat noch ein weiteres Jahr am Laufen zu halten.

Spätestens 2013 kracht es gewaltig! Die Schma und rotzer finden einfach nicht mehr genügend Wirte.

Gast: unbeteiligter
23.02.2012 15:42
3 1

2012 wird das Jahr, in dem das Volk die ....

Eu wegfegen wird und das ist gut so .

Die Eu -Fanaten werden sich dann ganz warm anziehen müssen denn der Volkszorn wird auch diese treffen.

Tod der EU

Gast: freund?
23.02.2012 15:31
3 0

der liiiebe teuro....



frieden und wohlstand für alle ! mhm.

Gast: HB4242
23.02.2012 14:57
2 0

BIP 2012 sinkt um 0,3 Prozent ....,

Ich weiß nicht, warum da immer so "beschönigt" wird.

Wenn die Inflation um "manipulierte" 2,3% steigt und das BIP um 0,3% fällt, heißt das für den normalen Bürger nichts anderes:

ca. 10% von Eurem Ersparten sind in diesem Jahr weg !!

Antworten Brandgalf
23.02.2012 17:55
0 0

Re: BIP 2012 sinkt um 0,3 Prozent ....,

Nochmals Alles richtig,gut so

Gast: Arturo Merzario
23.02.2012 14:37
3 0

Wenn man die europäischen Zahlen

mit jenen der asiatischen Schwellenländer vergleicht, dann weiss man, wo Europa in nicht allzu ferner Zukunft stehn wird. Hurra Ditte Welt wir kommen.

Antworten Brandgalf
23.02.2012 17:56
0 0

Re: Wenn man die europäischen Zahlen

Ich glaube die warten schon auf uns

Gast: Reflector
23.02.2012 13:35
6 0

Ollis milde Rezession


Ein abeghalfterter Bürokrat spricht von etwas wovon er absolut keine Ahnung hat.

Dass die vorigen Prognosen viel zu optimistisch waren konnte jeder klar erkennen der sich nur halbwegs informiert.

Dazu kommt:
1.) Die ausgewiesenen amtlichen Preissteigerungszahlen (vulgo Inflation) sind mittels Schönrechnungsmethoden (Stichwörter: hedonisch, Treibstoff, Miniwarenkorb) nicht aussagekräftig - d.h. die realen Preissteigerungen sind um ca. 5% höher als ausgewiesen.
2.) Die BIP Steigerungen mit Wirtschaftswachstum gleichzusetzen ist vollkommener Unsinn. Z.b. wird bei jeder Steuer- und Abgabenerhöhung, Kreditaufnahme durch den Staat auch das BIP erhöht. D. h. besonders die letzten Jahre stieg das BIP vornehmlich deswegen.

Aus 1.) und 2.) alleine ergibt sich, dass die EU Länder schon länger in einer Rezession sind, zumindest aber seit 2008.

Aber dass sicht trotz dieser enormen Mogeleien die fallende Tendenz nicht verschleiern läßt, zeigt nur, dass es jetzt halt noch stärker abwärts geht. Und wenn man etwas die Zusammenhänge kennt, weiss man auch, dass ein Abfall niemals linear ist, also sich die Tendenz verstärken wird.

Für jedes 1/10% niedrigeres BIP sollte Olli am Ende 2012 eine Ordentliche bekommen. Vielleicht hält er dann wenigstens 2013 seinen Mund.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.02.2012 18:55
1 1

Sie haben Recht!

Auch das früher gemeldete Wirtschaftswachstum war ja real nicht wirklich vorhanden. Das BIP Wachstum war immer nur ein reines Kostenwachstum, welches von den Kosten der öff. Dienstleistungen (Dienst Haha, Leistung Haha) getrieben war.

Es gibt auch gute Daten, welche das Versager der EU Kommunisten, welche in allen Farben schillern, deutlich aufzeigen.

Industrieproduktion in der Gesamtindustrie ohne Baugewerbe im Euro-Raum (saisonbereinigt, reale Werte).

Basis 2005 = 100%
2001: 96,3%
2002: 96,1%
2003: 96,4%
2004: 98,5%
2005: 100%
2006: 104,2%
2007: 108,3%
2008: 106,5%
2009: 90,8%
2010: 97,5%
2011: 101,2% (11 Monate)

Es wurde also ein bereinigtes Wachstum in 10 Jahren von gerade einmal 5,4% geschaffen. Wenn man sich klar macht, dass die 2011 noch eine Hochkonjunktur war, und das Bevölkerungswachstum auch berücksichtigt, dann ist auch sichtbar, dass es eben kein wirkliches Wachstum gab!

Die Daten zum Baugewerbe:

Basis 2005 = 100%
2001: 95,7%
2002: 96,4%
2003: 97,4%
2004: 97,6%
2005: 100%
2006: 103,4%
2007: 105,1%
2008: 99,7%
2009: 91,9%
2010: 84,5%
2011: 83,3% (10 Monate)

Auf die Bevölkerungszahl gerechnet noch viel dramatischer, weil es ja ein Bevölkerungswachstum gegeben hat!

Datenquelle:
http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/download/konindikat/ki05.xls

Die EU Planwirtschaft, samt Förderwahnsinn, zeigt doch schon länger die Symptome der Mangelwirtschaft eines kommunistischen Landes!

0 0

"Das BIP Wachstum war immer nur ein reines Kostenwachstum, welches von den Kosten der öff. Dienstleistungen (Dienst Haha, Leistung Haha) getrieben war."

ich finde es immer höchst amüsant, wie sie sich in fanatischer verfolgung ihrer these selbst widersprechen!

sie behaupten, der öffentl. dienst wäre dank seiner kostensteigerung der motor des wachstums.
wenn also das wachstum einbricht, dann konsequenterweise doch deshalb, weil die kostensteigerungen ausgelassen haben, oder?
der einbruch erfolgte ab 2008.

seltsam: mir sind gehaltskürzungen oder massiver personalabbau in diesen jahren nicht bekannt.

vermutlich ist eine 'schwäbische hausfrau' wie sie besser informiert...

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.02.2012 12:44
0 0

Re: "Das BIP Wachstum war immer nur ein reines Kostenwachstum, welches von den Kosten der öff. Dienstleistungen (Dienst Haha, Leistung Haha) getrieben war."

Hr. Oberst,

es war doch kein reales Wachstum, es war nur die Zahl des BIPs, welche gestiegen ist. Genau das habe ich auch dargestellt.

Ihre Schlussfolgerung, dass der öff. Dienst, wegen der laufenden überproportionalen Kostensteigerung, ein Motor eines Wachstums war, die ist doch niemals haltbar.

Es war auch, nach dem BIP, kein wirklicher Einbruch 2008, in Mrd.
BIP 2007: 274,02
BIP 2008: 282,75
BIP 2009: 274,82
BIP 2010: 286,20

Die Delle 2009, sehr heftig in der Realwirtschaft, die wurde durch Staatsausgaben kompensiert. Dieses BIP ist eine reine Rechengröße, welche nicht wirklich eine Aussagekraft zur nützlichen volkswirtschaftlichen Leistung eines Landes hat.

Wie krank das BIP ist, das zeigt doch auch, dass es nominell schon über 80.000.- Euro pro Haushalt ist, die Haushalte aber kaum einen Nutzen davon haben. Es ist heute doch ein rein fiktive Kennzahl, welche mit nutzbarer Leistung überhaupt nichts zu tun hat.

Wie das nominelle BIP von den Staatsausgaben gezogen wurde, das kann man auch der Entwicklung des BIPs und der Staatsausgaben erkennen. Dass es überhaupt so lange funktioniert hat, das war nur dem gewaltigen Anstieg der Staatsschulden zu "verdanken" und auch der immer höheren Belastung der Unternehmen (AG+AN) durch Zwangsabgaben. Die real erbrachten Leistungen der Menschen wurden immer belastet und in Kosten für die BIP Beschönigung verwandelt.

A bissl Rechnen wie eine solide schwäbische Hausfrau, das würde Ihnen sicher nicht schaden!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.02.2012 13:02
0 0

Wenn Sie wollen, dann können Sie das auch an folgenden Zahlenreihen erkennen!

Entwicklung der Staatsausgaben:
2011: 152.091 = 404 %
2005: 121.934 = 321 %
2000: 107.830 = 284 %
1995: 98.188 = 259 %
1990: 70.139 = 185 %
1985: 54.848 = 145 %
1980: 37.905 = 100 %
Daten des BMF

Entwicklung des BIP:
2011: 292 = 379 %
2005: 245 = 318 %
2000: 208 = 270 %
1995: 175 = 227 %
1990: 136 = 176%
1985: 103 = 133 %
1980: 77 = 100 %
Daten des BMF

Entwicklung VPI, Verbraucherpreisindex
2011:......214 %
2005:......196 %
2000:......178 %
1995:......166 %
1990:......141 %
1985:......127 %
1980:......100 %
Daten der Statistik Austria

Das BIP wird ganz eindeutig von den Staatsausgaben gezogen. Leider Staatsausgaben mit immer weniger Nutzen für die Österreicher. Es sind Kosten welche das BIP nach oben getrieben haben, niemals aber Leistungen.

Dass das BIP, und auch die irren Staatsausgaben, für die Masse der Menschen in Österreich nicht nutzbar war, das zeigen doch auch die Meldungen zu den Realeinkommen in Österreich. Es geht doch immer mehr Richtung Massenarmut, wie auch die Armutsberichte deutlich aufzeigen.

Das Problem in Österreich:
Das BIP Wachstum wurde durch ein Kostenwachstum der öff. Dienstleistungen, ohne nutzbare Leistungen für die Gesellschaft, verursacht. Wenn Sie so wollen, so wurde das BIP Wachstum also durchaus vom öff. Dienst (samt angeschlossener Korruption) verursacht. Weil dieses BIP aber keinen Leistung für die Gesellschaft war, so gingen große Teile der Gesellschaft schon in die Armutsgefährdung.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.02.2012 18:27
1 0

Sie haben Unrecht!

Auch wenn wir erst am Jahresanfang 2012 sind, so kann man aus der Sicht der Realwirtschaft schon erkennen, dass auch 2012 ein sehr gutes Jahr wird. Das gilt wenigstens für das 1. Halbjahr, welches man schon ganz gut überblicken kann (Auftragseingänge).

Im eigene Unternehmen haben meine Mitarbeiter (gegen meine Vorsicht) ein Umsatz- und Volumenwachstum von 15% geplant. Es sieht heute eher danach aus, dass wir es übererfüllen können. Unsere Abnehmer sehen die Geschäftslage auch durchwegs erfreulich. Große Händler von Verbrauchsmaterialien und Werkzeugen, welche praktisch überall gebraucht werden, die berichten von überraschend starken Geschäften in Europa (die Eurozone wird nicht separat ausgewiesen).

Vielleicht ist ein fallendes BIP nur ein Zeichen, dass die Disbalancen zwischen Privat (Versorgung der Gesellschaft und produktiv) und Staat (reine Nehmerorganisation mit immer schwächeren Leistungen) wieder etwas abgebaut werden?

Antworten Antworten Gast: Reflector
24.02.2012 15:56
0 0

Re: Sie haben Unrecht!

Die relativ gute Auftragslage in der Produktion in der ersten Hälfte 2012 ist vorhanden und kann bestätigt werden.

Es könnte sich hier zumindest teilweise schon um einen Primary Crack Up handeln, d. h. einige Verarbeitende und Konsumenten trauen der Werthaltigkeit der Währungen (€, USD) nicht mehr und beginnen Investitionen vorzuziehen die werthaltig sind. (Qualitäts)Werkzeug ist da ein typischer Bereich.

Dennoch, oder gerade durch das Auftreten einer derartigen Entwicklung, wird die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Absturzes immer größer. Die Indikatoren weisen es als Vorläufer (BDI) teilweise schon aus bzw. zeigen eine gewaltige Stagflation an (Öl, Kupfer - hohe Preise bei stagnierender Wirtschaftsleistung).

Aber anders als in den Siebzigern ist eine Zinserhöhung zur Eindämmung diesmal nicht mehr möglich aufgrund der Überschuldung, also bleibt lediglich der Ausweg des Druckens und wohin dieser dann führt sollte bekannt sein.

Oder mit anderen Worten, die ZBs haben begonnen die abolute MassenGeldVermögensVernichtungsMaschine zu starten (Inflation) was Preissteigerungen nach sich zieht. Das beinhaltet auch oftmals, dass es volle Auftragsbücher und hohe Aktienindexe gibt, aber dieser Schein eines intakten Zustandes ist sehr trügerisch.

Das Verhältnis des BIP Wachstums zwischen Abgabeninduziertem und Wertschöpfenden Anteil ist sicherlich extrem verzerrt gewesen, dadurch ist es wahrscheinlich, dass es eine harsche Korrektur auf niedrigem Gesamtniveau wird.

Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.02.2012 17:19
0 0

Re: Re: Sie haben Unrecht!

Tatsächlich ist es sehr schwer abschätzbar wohin der Zug fährt.

Ich beobachte den Auftragseingang und die Produktion in der Eurozone. Die Daten, verfügbar bis Nov. 2011, zeigen nur eine leichte Abkühlung und sind auf einem brauchbaren Niveau. Ich würde auch meinen, dass die EUR Abschwächung der Eurozone etwas helfen wird, auch heute schon unterstützt.

Eher bedenklich ist der Baltic Dry Index, welchem eine Vorlaufzeit von 6-9 Monaten zugesprochen wird.

O- Ton:
"Allein seit Mitte Dezember, dem Beginn des jüngsten Abwärtstrends, habe sich der Index gedrittelt. Zum einen sei dies auf kurzfristige Faktoren wie dem chinesischen Neujahrsfest - in diesem Zeitraum seien weniger Rohmaterialien nachgefragt worden - zurückzuführen, zum anderen hätten schlechte Wetterbedingungen ...."

Diese Entwicklung, wenn weniger durch Feiertage und Wetter beeinflusst, die scheint wirklich bedenklich zu sein und auf einen erheblichen Abschwung zur Jahresmittel deuten.

Ich würde meinen, dass das Vertrauen der Menschen in Währungen schon vor 2 Jahren gekippt ist. Da wird nicht mehr sehr viel kommen.

Ich würde auch meinen, dass sich Unternehmen der Realwirtschaft auf die Möglichkeit eines Einbruchs der allgemeinen Geschäftstätigkeit um bis zu 50% vorbereiten sollten (wie in den 30ern?). Viel mehr wird eher nicht kommen, weil es immer ein Versorgung der Gesellschaft geben muss.

Die Gesellschaft braucht Korrekturen, so oder so!

Bei dem Regierungsversagen (EU) wird es hart werden!

wolf61
23.02.2012 13:27
6 0

was sieht der?

Im Herbst wurde noch Wachstum vorhergesagt, jetzt ist es eine Minirezession und in einem weiteren halben Jahr?
Was wird da wohl kommen, angesichts dessen, das viele Sparprogramme erst im anrollen bzw. noch gar nicht umgesetzt wurden?
Und eines ist klar:
Mit einer verarmenden Bevölkerung kann man keine Wirtschaft ankurbeln.
Aber vielleicht machen das die wenigen Reichen oder die Krisengewinner. Vielleicht kaufen`s die dann zB. noch ein, zwei Auto`s oder noch einige Fernseher, oder essen für drei.. usw.

starshaper
23.02.2012 13:14
1 0

Mit Olli geht's bergauf ...

mit der Ausbeutung der Europäer ...

Gast: verwendbarergastname
23.02.2012 13:09
1 0

mehr Infos & Details bitte?

die Prognose behandelt zB auch die Kreditvergabe der EU-Banken an die EU-Wirtschaft. Die Banken bekamen von der EZB Geld nachgeschmissen, womit sie aber der unterfinanzierten Wirtschaft keine Kredite geben wollen. Mit dem Geld spekuliert man lieber mit Staatsanleihen. (Diese sind ja mit den "Risikozuschlägen" sehr profitabel [weil ja gegen eine schnelle Schuldenlösung gemauert wird {welche entstanden ist, weil zB GoldmanSachs Griechenland geholfen hat die EuroStat-Schuldenerhebung zu bemogeln}])

 
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