Mehrheit der Deutschen gegen neues Athen-Paket

26.02.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Abstimmung: Bundestag entscheidet über Hilfe für Griechenland. Innenminister für Euro-Austritt.

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Berlin/Ag. Eine Mehrheit der Deutschen lehnt ein neuerliches Hilfspaket an Griechenland ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Emnid-Umfrage, die von „Bild am Sonntag“ veröffentlicht wurde. 62 Prozent sind gegen weitere Hilfen, nur 33Prozent dafür.

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Heute, Montag, wird der Bundestag über diese Frage entscheiden. In der Regierungskoalition haben bereits mehrere Abgeordnete ein Nein gegen das EU-Paket für Athen in der Höhe von 130 Milliarden Euro angekündigt.

CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich ist indessen als erster deutscher Minister für einen Austritt Griechenlands aus dem Euro eingetreten. In einem Interview mit dem „Spiegel“ erklärte er, außerhalb des Euro sei für das Land die Chance größer, sich zu regenerieren und wettbewerbsfähig zu werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mehrfach betont, sie halte an einer weiteren Teilnahme Griechenlands an der Währungsunion fest. Sie fürchtet bei einem Austritt eine Kettenreaktion auf den Finanzmärkten, die Länder wie Portugal, Spanien oder Italien treffen würden und dem europäischen Bankensystem erheblichen Schaden zuführen könnten.

Bei der Bundestagsabstimmungwird heute, Montag, mit einer Zustimmung zum neuen Athen-Paket gerechnet, obwohl Finanzminister Wolfgang Schäuble darauf hinwies, dass dies nicht das Letzte sein könnte. Auch SPD- und grüne Abgeordnete werden dafür stimmen. Die Kredite von 130Milliarden Euro an Athen werden über den Euro-Rettungschirm bereitgestellt. Noch ungeklärt ist, ob sich auch der IWF an der Hilfe beteiligt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.02.2012)

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4 Kommentare
Gast: b4b
27.02.2012 13:01
0 0

wir doch auch.

ist doch logisch.
wir sind eh mit unseren luxusbeamten schon mehr als genug gestraft, warum sollen wir die EU-banker und die heerscharen von griechischen beamten auch noch mitmästen.
die kriegen alle miteinander NIE den hals voll genug.

Re: wir doch auch.

Offensichtlich Sie auch nicht.

Gast: Adrian Ploner
26.02.2012 22:07
1 0

Statt Einführung von Drachme Einführung von Nordeuropa

Derzeit wird breit über eine Wiedereinführung der Drachme gesprochen. Da man darüber Bescheid weiß, dass auch weitere Länder wie Italien, Portugal oder Spanien auf wachelige Beinen stehen währe es aus meiner Sicht am Einfachsten den Euro in der jetzigen Form bestehen zu lassen und eine Europa Nordstaaten Währung einzuführen. somit könnte der Euro in seiner jetzigen Form abgewertet werden und man würde sich Milliardenzahlungen an marode Länder ersparen.

Das würde vermutlich auch den Frust in der Bevölkerung abschwächen.

Gast: freund?
26.02.2012 19:40
5 2

die mehrheit, in D wie in österreich,



hätte schon die ersten, 'alternativlosen' kredite
(prölls und fekters 'gutes geschäft' LOL) , nicht vergeben.

und IMMER weiter haben unsere ''''''''repräsentanten'''''''''' uns mit in die griechische misere geritten.

ich glaube, mit böser absicht.

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