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Deutsche Hilfe für Griechenland „gescheitert“

29.02.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

Euro-Gruppen-Vorsitzender Juncker fordert einen Aufbaukommissar für das Land, aber viele griechische Stellen lehnen die Hilfe der EU-Partner bisher ab. Indessen wurden wieder neue Sparmaßnahmen beschlossen.

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Brüssel/Ag./Red. Das deutsche Wirtschaftsministerium zieht eine düstere Bilanz. Ein von der Bundesregierung im vergangenen Jahr forciertes Unterstützungsprogramm zum Aufbau der griechischen Wirtschaft sei gescheitert. Von zahlreichen Projekten sei ein einziges übrig geblieben: ein deutsches Unternehmen, dass Brennbriketts aus Olivenabfällen herstellt. Ein interner Bericht des deutschen Wirtschaftsministeriums, der von der „Süddeutschen Zeitung“ am Mittwoch veröffentlicht worden ist, kommt zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für einen Konjunkturaufschwung schlicht nicht gegeben seien. Es gebe auf griechischer Seite weder die notwendigen Zielvorstellungen noch Verantwortlichkeiten.

Weil bisher lediglich der Druck zur Durchsetzung neuer Sparmaßnahmen erfolgreich war – am gestrigen Mittwoch beschloss das griechische Parlament weitere Lohn-, Pensions- und Sozialkürzungen –, fordert der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, nun die Einsetzung eines Aufbaukommissars. „Ich wäre sehr dafür, dass ein EU-Kommissar mit dem Aufbau der griechischen Wirtschaftsstruktur beauftragt wird“, sagte er in einem „Welt“-Interview. Die griechische Regierung habe es „bisher nicht vermocht“, die wirtschaftliche Infrastruktur des Landes an EU-Standards anzupassen.

Doch in Griechenland fehlt vor allem der Wille, sich von außen helfen zu lassen. Das wird am Beispiel der Finanzverwaltung deutlich. Einige Länder, darunter auch Österreich und Deutschland, haben Experten ins Land geschickt, die das griechische Steuersystem effizienter machen sollen. Doch nun rief die Gewerkschaft Finanzminister Evangelos Venizelos auf, ein weiteres Angebot aus Deutschland abzulehnen. „Das kontinuierliche Gerede über den Einsatz fremder Steuerbeamter verursacht Verwirrung bei den hart arbeitenden Beamten“, argumentiert die Arbeitnehmervertretung.

 

ESM-Aufstockung verschoben

Einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel wurde die geplante Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ESM auf Ende März verschoben. Das Thema soll bei einem eigenen Euro-Gipfel beraten werden. Widerstand gegen die Aufstockung kommt nach wie vor aus Deutschland. CSU-Chef Horst Seehofer hat sogar mit einem Sonderparteitag gedroht, sollte die Haftung aufgestockt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.03.2012)

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7 Kommentare
Gast: JaJa
01.03.2012 18:41
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Deutsche Fahne?

Warum verbrennen die nicht die EU Fahne wenn sie schon provozieren wollen ?

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Ein Aufbaukommissar

Hach wie originell. Kommt der dann mit einem Fünf-Jahresplan? So ein von oben verordneter Aufbau hat ja schon in der UdSSR toll funktioniert, warum soll er also für die EUdSSR schlecht sein, denkt man sich in Brüssel.

Lasst Griechenland endlich pleite gehen und schmeißt es aus dem Euro. Nur so wird man diese verkrusteten Strukturen endlich aufbrechen können. Oder falls nicht (denn Griechenland war ja seit Staatsgründung schon mehrmals pleite und an den Strukturen hat sich trotzdem nichts geändert.) so müssen wir für das griechische Fass ohne Boden wenigstens dann nicht mehr zahlen.

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Re: Ein Aufbaukommissar

Deutschland war mehrmals pleite Als griechenland aber dazu sollte man geschichtsbuecher aufschlagen statt die bildzeitung mein lieber

Die Griechen brauchen nur weiter die Nazi Keule zu schwingen

und die Gelder fließen auch ohne lästige Kontrollen immer weiter! Die neue Regierung kippt ohnehin alle Zugeständnisse. Unsere Solidarität wird weiter grenzenlos sein. Denn es ist alternativlos, warum auch immer! mfg

Gast: Hubertus
29.02.2012 19:37
0 0

Ist doch klar

Wir verstehen das. Die griechischen Steuerbeamten wollen weiter Schmiergelder kassieren. Da ist eine Geschäftsstörung durch deutsche und österr. Finanzbeamte nicht förderlich. "Hart arbeitende" Beamte. Der Witz ist gut. Ein weiterer Beweis dafür,daß Griechenland eine Bananenrepublik ist, die keine aber auch gar keine Solidarität verdient geschweige denn geld aus europ. Töpfen. Sie gehören schlicht und einfach aus dem Klub der EuroLänder hinausgeworfen. Wer hat denn gerne betrüger unter Clubmitgliedern.

Gast: Pensador
29.02.2012 19:11
2 0

Ende des Jammerspiels!

Wann ist das Jammerspiel endlich aus?
Raus aus der Währungsunion und zwar sofort, bevor das Krebsgeschwür alles ansteckt.

Gast: africano
29.02.2012 17:27
1 0

Jetzt stimmen wir doch das Lied an:oh du lieber Augustin alles ist hin


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