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Griechen-Pensionsfonds verweigern Schuldenschnitt

07.03.2012 | 09:54 |   (DiePresse.com)

Fünf Fonds werden den freiwilligen Umtausch von Anleihen nicht mitmachen. Das nährt die Zweifel an der Realisierung des geplanten Schuldenschnitts.

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Fünf griechische Pensionsfonds, die Geld in Anleihen des Landes angelegt haben, verweigern laut Medienberichten den freiwilligen Umtausch dieser Anleihen im Rahmen des mit den Banken vereinbarten Schuldenschnitts. Die fünf Pensionsfonds hielten zur Alterssicherung von Selbstständigen, Journalisten und Polizisten griechische Anleihen im Wert von rund zwei Milliarden Euro, berichteten griechische Medien am Mittwoch.

Das sei rund ein Prozent aller Anleihen, die private Gläubiger bis Donnerstagabend freiwillig umtauschen sollen, um damit dem griechischen Staat Schulden in Höhe von insgesamt 107 Milliarden Euro zu erlassen.

Zitterpartie nimmt kein Ende

Der internationale Bankenverband IIF hat dem Schuldenschnitt zugestimmt. Etwa ein halbes Dutzend Fonds mit griechischen Anleihen im Wert von 2,7 Milliarden Euro taten dies ebenfalls, wie die griechischen Medien berichteten. Am Mittwoch sollen demnach zwei weitere Fonds entscheiden.

Die privaten Gläubiger sollen freiwillig auf etwa die Hälfte des Nennwerts ihrer griechischen Anleihen verzichten. So sollen 107 Milliarden Euro zusammenkommen. Das ist die Voraussetzung für weitere Milliardenhilfen der Eurozone für Griechenland. Scheitert der freiwillige Schuldenschnitt, will die griechische Regierung die Gläubiger dazu zwingen. In diesem Fall allerdings würden die Ratingagenturen die griechischen Anleihen auf Zahlungsausfall herabstufen.

(Ag.)

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21 Kommentare
Gast: Markus Trullus
09.03.2012 10:20
0 1

Was ist?

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir möglicherweise alle von den Griechen über den Ladentisch gezogen werden. Die wollen ihren Lebensstil, der viel mehr kostet als sie einnehmen, einfach nicht aufgeben. Aber jetzt, wo es sehr, sehr ernst wird, spielen sie bewußt auf Zorn, auf Menschenverachtung usw. Dabei waren sie s ja, die uns die Suppe eingebrockt haben. Oder seh ich das total falsch und die Griechen sind wirklich die armen Hascherln. Wenn das so ist, dann sind wir die Ar..löcher.....die zu blöd sind, solches zu erkennen

0 0

Zugriff auf die Rohstoffe Griechenlands

Jetzt ist es an der Zeit sich Rückversicherungen für die Kreditausfälle zu holen - Zugriff auf die Rohstoffe Griechenlands (Erdgas, Uran etc. ... es ist genügend vorhanden)!

Gast: Jaja
07.03.2012 18:21
0 0

Mathematik

5 Pensionsfonds....halten zwei MilliardenEuro.....Das sei rund ein Prozent aller Anleihen.....(von 107 Mrd. Euro)

Whow deren Mathematik möchte ich bei einem Hausbaukredit in Anspruch nehmen können!


Es geht in die Endrunde (Italien setzt Handel aus)

Was soll man davon halten. Selbst griechische Anleger verweigern sich dem freiwilligen Schuldenschnitt, wie soll sich da der Rest der Welt für den Hair-Cut erwärmen.

In Italien geht man scheinbar davon aus, das es ab morgen Turbulenzen in dieser Sache geben wird.

Die Mailänder Börse hat GR-Anleihen ab sofort und unbefristet vom Handel AUSGESETZT.

Das wird in der Regel nur gemacht wenn ungewöhnliche und hohe Abschläge zu erwarten sind.

Die Zeichen stehen langsam auf Sturm.

Das ist noch lange nicht die Endrunde!

Es war zu erwarten, dass der Umtausch nicht so glatt über die Bühne gehen wird ...

Es bleibt nicht nur bei Griechenland

Das nächste Desaster steht schon ante portas und trägt den Namen "Portugal". Siehe Bericht auf www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/39258
Quo vadis EU? Und wir mit dir?

Re: Es bleibt nicht nur bei Griechenland

Ja das wird so kommen.

Aber warum hackt man sooo auf GR rum und von Protugal und Spanien ist nichts zu hören.

Nun das soll im Schatten von GR ablaufen, damit der Bürger so wenig wie möglich davon mitkriegt.

Ist ja auch schick, alle hauen auf die Griechen ein, eine Schlagzeile nach der anderen in den Zeitung und Portugal und Spanien sind so aus der Schusslinie und man kann alles im "Stillen Kämmerlein" austüfteln.
Der Bürger erfährt es erst wenn es gar nicht mehr anders geht und schon alles und Dach und Fach ist und es kein ZURÜCK mehr gibt.

Schäuble wurde doch auf dem Gipfel gefilmt als er Portugals Verantwortlichen zusicherte das Portugal auf den "Bail-Out" vertrauen kann. Ist sogar in You-Tube abrufbar.

Warum wohl war Barroso wohl in Wien?


Egal was jetzt mit Griechenland passiert...


.....es wird immer Sieger geben. Entweder die auf den Konkurs gesetzt haben oder nicht.

Wie im Casino: rouge oder noir.

Wem wundert´s dann, daß die Reichen immer reicher werden.

Re: Egal was jetzt mit Griechenland passiert...

Ist doch ein "perfektes" System für die Oberreichen.

wer über genug Geld verfügt KANN gar nicht ärmer werden.

Hälfte auf schwarz, Hälfte auf rot und mit den beliebten Hebeln dazu kann nur ein Gewinn bleiben.

Nun wird's ja langsam auch offiziell,

nämlich das zu den "geldgierigen Abzockern der Krise" tatsächlich auch Pensionsfonds, mit dem Geld von Dir und mir, gehören. Detto (normale) Banken, ebenfalls mit dem Geld von Dir und mir.

Aber, "alternativlos" gibt es heute, nach Jahren und hunderten Milliarden, noch immer keinen Plan "B" für eine geordnete Staatsinsolvenz innerhalb der EU, und innerhalb der EUR-Länder.

Und das ist der eigentliche Skandal. Denn die immens teuer erkaufte Zusatzzeit hat man ungenützt verstreichen lassen.

Antworten Gast: Markus Trullus
09.03.2012 10:35
0 0

Re: Nun wird's ja langsam auch offiziell,

Vielleicht sollte ergänzt werden, dass Pensionsfonds, Versicherungen mit unseren Versicherungen, Banken mit unserem Spareinlagen 80%!!! der Veranlagungen ausmachen; nicht die pösen Reichen (Nach A.Rise etwa 20%)!!! Wir, liebe Freunde, jeder von uns!!! Das macht die Sache erst wirklich pikant! Oder glaubt ihr wirklich, das hindreschen auf die Reichen-die ihr Geld in Arbeitsplätze investeiert haben, macht Sinn? das soll von dieser Tatsache nur ablenken!

Re: Nun wird's ja langsam auch offiziell,

Schon mal überlegt wie ein Insolvenzrecht für Staaten aussehen könnte?

Die Infrastruktur könnens nicht hergeben, denn die ist die einzige Möglichkeit einen Weg aus dem Dilemma zu finden und der Rest wurde sowieso schon wertlos oder veräußert ...

Re: Re: Schon mal überlegt wie ein Insolvenzrecht für Staaten aussehen könnte?

Ja, schon. Nur unabhängig von meinen persönlichen Überlegungen, sogar "irgendwelche" Regeln wären besser als derzeit gar keine.

Zusatz: Staaten, Länder, Gemeinden können sehr wohl Infrastruktur "hergeben". Manche, auch in Österreich, taten das sogar bereits aus eigenem Antrieb.

Wie z.B. die Gem. Wien mittels "Sale and Leasing (back)" Aktionen. Womit man sich zwar "gute Geschäfte" versprochen hat, aber mangels Verständnis des Kleingedruckten in englischer Sprache, nun die Mehrkosten still unter den Teppich kehrt.

Re: Re: Re: Schon mal überlegt wie ein Insolvenzrecht für Staaten aussehen könnte?

Eigentumsrechte an infrastrukturellen Einrichtungen sind schon etwas Besonderes, denn diese garantieren der arbeitsteiligen Welt deren Funktion. D.h., sollte im Extremfall der Eigentümer dem Volk den Zugang zu dieser verwehren, würde er diesem die Existentzgrundlage entziehen, was kein Staats zulassen kann ...

Re: Re: Re: Re: Schon mal überlegt wie ein Insolvenzrecht für Staaten aussehen könnte?

Ändert nichts daran, dass z.B. Wien schon viele dieser Inrastrukturen seit langem verkauft hat.

5 0

Nun Denn

Es ist Zeit die Hilfzsahlungen für Griechenland und die Banken einzustellen. Diese zwei Akteure haben ja schlieslich dieses Schlamassel zu verantworten.

Das geht doch nicht an, dass der österreichische Steuerzahler für diesen Schlendrian weiter unbegrenzt in Haft genommen wird. Ich bin mir auch nicht sicher, wie weit die österreichische Bevölkerung über den ESM aufgeklärt ist oder wurde. Dieser Hilfsfond kann eigenmächtig die Hilfsgelder aufstocken, die Akteure haften aber in keinster Weise dafür.

Schaut man die Gesamtlage der europäischen Länder an, kommt man nur noch ins Schwitzen. Vor allem die Target 2 Forderungen gegebüber den jeweiligen Länder der Zentralbanken, lässt einem gewaltig erschauern. Alleine Deutschland haftet bis jetzt für ca. 600 Milliarden! Weiter wurden und werden die südlichen Schuldenstaaten heimlich von der EZB finanziert. Die Banken leihen sich bekannterweise das Geld bei der EZB. Die wiederum verlangt Sicheheiten in Form von Staatsanleihen der verschuldeten Länder.

In diesem Währungraum geht es drunter und drüber. Niemand weiss mehr so recht was da eigentlich vor sich geht. Nur eines ist sicher. Die Verschuldungen nehmen stetig und dauerhaft zu, der finale Kollaps wird kommen.

Es wird vor allem die unteresten Einkommenssstufen treffen und all diejenigen die ihr Geld in Euro halten. Wir müssen wirklich diese Projekt Euro beenden. Es wird uns viel kosten und noch viel Kopfweh bereiten. Doch dieser Cut ist unausweichlich. Je eher desto besser.

Re: Nun Denn

Stimme Ihnen zu. Es gibt zwischen Deutschland und Österreich große Unterschiede bezüglich Information über den ESM und all die anderen "Institutionen", die unser Geld verschwenden. In Deutschland sagt man offen was Fakt ist und informiert die Bürger zumindest mittels Fernsehen (Bundestags-Debatten und Abstimmungen) und in seriösen Zeitungen. In Österreich hingegen traut sich kein Medium offen darüber zu berichten, was uns der ganze Kram kosten wird. Die "Informationen" in den österreichischen Medien, falls man das überhaupt Informationen nennen kann, werden zur Farce.

Re: Re: Nun Denn

Yepp!
unsere Medien sind eine einzige Farce
mußte heute den Proletenschlauch (U6) benutzen, auf jedem 2ten Sitzplatz lag "Österreich", das Spö Propagandablattl. Wie sich das finanziert (Werbung?) entzieht sich meiner Kenntnis.
Im Endeffekt scheiden Österreichs Medien das aus, was im Staatsfernsehen an "Informationen" vorgekaut wird.
Die "Presse" gehört leider genauso dazu

Re: Re: Re: Nun Denn

Die Österreich ist doch nicht das Parteiblatt der SPÖ. Das ist die Krone + Anhang Heute.

Die Österreich hat z.B. deutlich mehr über den AKH Korruptionsstadl berichtet als es hier oder in der Heute der Fall war.

Qualität ist trotzdem mies.

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