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Finanzminister geben nur 35,5 Mrd. Euro für Athen frei

09.03.2012 | 17:59 |   (DiePresse.com)

Die Griechen erhalten vorerst nur einen Teil des 130-Mrd.-Rettungspakets. Auch IWF beteiligt sich am zweiten Athen-Paket. Ratingagentur Fitch stuft das Land auf "beschränkter Zahlungsausfall" herab.

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Die Eurostaaten haben erste Milliardenhilfen aus dem zweiten Hilfspaket für Griechenland freigegeben. Bei einer Telefonkonferenz einigten sich die Euro-Finanzminister darauf. Das teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Freitag mit, ohne selbst konkrete Zahlen zu nennen. Nach Angaben des deutschen Finanzministeriums geht es um 30 Milliarden Euro zur Unterstützung des Schuldenschnitts plus 5,5 Milliarden Euro für die Begleichung aufgelaufener Zinsen.

Das Rettungspaket umfasst insgesamt 130 Milliarden Euro. Eine endgültige Entscheidung darüber soll dem Vernehmen nach Anfang kommender Woche in Brüssel beim regulären Treffen der europäischen Finanzminister fallen. Es stünden noch Prozeduren in Mitgliedstaaten wie parlamentarische Zustimmungen aus. Die Ressortchefs hatten den Rettungsplan bereits Ende Februar grundsätzlich gebilligt.

Für die Ratingagentur Fitch hat der Schuldenschnitt die Herabstufung Griechenlands zur Folge. Sie bewertet die Kreditwürdigkeit des Landes als "beschränkten Zahlungsausfall" (Restricted Default) bewertet. Der Bonitätswächter hatte bereits Mitte letzten Jahres angekündigt, den Schritt zu vollziehen, sobald Athens Anleihetausch mit den privaten Gläubigern abgeschlossen ist.

Athen zieht Umschuldungsklauseln

Die griechische Regierung will zögernde Privatgläubiger zu einer Beteiligung am Schuldenschnitt zwingen. Bei einer Kabinettssitzung in Athen wurde am Freitag nach Angaben aus Regierungskreisen beschlossen, dafür die erst im Februar geschaffenen neuen gesetzlichen Möglichkeiten mit verpflichtenden Umschuldungsklauseln (CAC) zu nutzen.

"Die Eurogruppe erwartet eine bedeutende Beteiligung des IWF zur Finanzierung des neuen griechischen Programms", schrieb Luxemburgs Premier Juncker. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte bei bisherigen europäischen Rettungsaktionen stets rund ein Drittel der Finanzlasten getragen.

Hohe Beteiligung "ermutigt"

Juncker erklärte, die Eurogruppe sei über die hohe Beteiligung bei dem als freiwillig bezeichneten Schuldenschnitt "ermutigt". Die Finanzchefs zeigten sich zuversichtlich, dass sich noch mehr Gläubiger als bisher an dem Angebot für Anleihen unter internationalem Recht beteiligen werden. Die Frist für diese bestimmten Anleihen war von Athen bis 23. März ausgedehnt worden.

Der Eurogruppenchef sagte zur Unterstützung für den Schuldenschnitt: "Vor diesem Hintergrund kann die Auszahlung des Beitrags der Eurozone zur Privatgläubigerbeteiligung (PSI) in der Form von EFSF-Anleihen (...) wie geplant ablaufen." Juncker erwähnte in dem Statement auch explizit die Zinshilfe.

Die Minister hatten bereits beschlossen, dass der Krisenfonds für klamme Eurostaaten (EFSF) das nötige Geld für den Schuldenschnitt auf dem Markt aufnimmt. Der EFSF soll mit Anleihen Banken, Versicherungen oder Fonds Anreize geben, ihre griechischen Staatspapiere in länger laufende Anleihen umzutauschen.

 

(APA/Ag.)

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30 Kommentare
 
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Gast: Ollek
12.03.2012 01:51
0 0

Finanzminister geben nur 35,5 Mrd. Euro für Athen

Unsere Kinder, Alten, Kranken, also die Schwächsten der Gesellschaft verlieren, damit wir sinnlos unser Geld (auf Kredit!) in ein Faß ohne Boden werfen. Die österreichischen Bürger verarmen immer mehr, unsere Gesundheit ist gefährdet (Schließung von Krankenhäusern!), da bekommt man ja direkt Zukunftsängste! Wir müssen raus aus dieser EU, bitte lest im Internet über die neue EU-austrittpartei nach. Wir können den Austritt schaffen, wenn wir alle zusammenhalten.

Gast: Nordlicht
10.03.2012 11:57
0 1

Finanzminister geben nur 35,5 Mrd. Euro für Athen frei

Kann mir jemand sagen auf welches Schwezer Konto dieses Geld überwiesen wird? Welche griechischen Politiker werden damit gerettet?

Ins Irrenhaus!

Am Montag, dem 12. 03. treffen sich die Finanzminister der Eurogruppe in Brüssel um zu entscheiden, ob sie die nächste Rate in Höhe von 5 Milliarden Euro aus dem 1. Hilfspaket freigeben sollen, in dem noch 34.4 Milliarden Euro vorhanden sind. Die Auszahlungen waren ursprünglich an Bedingungen geknüpft, die GR nie erfüllt hat.

Die Finanzminister werden auch beschließen, wie und nach welchem Zeitplan das 2. Hilfspaket von 135 Milliarden Euro und die restlichen 34.4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Zusammen mit den 107 Milliarden, auf welche die Privatgläubiger verzichten müssen, belaufen sich die Hilfspakete bereits auf 350 Milliarden Euro(!). Jetzt zeichnet sich bereits ein 3. Hilfspaket ab.

Alle Hilfspakete haben nichts gebracht und werden auch Zukunft nichts bringen. GR ist pleite.Jeder Euro, der noch nach GR fließt, ist verloren. Die Pleite wurd jetzt auch noch mit dem offiziellen Stempel der ISDA versehen.

Die nachträgliche Änderung von Anleihebedingungen zerstört jedes Vertrauen in GR und den Euro. Treu und Glauben, ein Grundprinzip der europäischen Rechtskultur, wird mit Füßen getreten. Der Schuldner verändert nachträglich und einseitig die Bedingungen aufgenommener Kredite zu Lasten des Gläubigers! Und das unter dem Beifall des EU-Währungskommissars Rehn und einiger Regierungen, darunter auch die österreichische. Sind wir noch ganz bei Trost?! Wer jetzt noch Geld der Steuerzahler nach GR schickt, gehört ins Irrenhaus, Frau Fekter!

Ist den der Steuerzahler hypnotisiert?

Dass was hier abgeht ist unter aller Kanone!
Die EU ist eine Sekte die auf der Stelle verboten werden muss. Aber wir haben niemanden der dass noch realisiert. Die die es noch raffen sind gelähmt oder haben einen Jop in diesem EU Büro. Arme Kinder die diese elende Fehlplanung ausbaden müssen. Nötigung der Güteklasse A. ist die einzige Auszeichnung die es da zu vergeben gibt.

0 1

Re: Ist den der Steuerzahler hypnotisiert?

Man braucht die EU nicht verbieten. Es genügt, wenn Österreich aus der EU austritt. Nicht alle sind "gelähmt". Im Sept 2011 wurde die EU-Austrittspartei gegründet. (Fast) alle können am EU-Austritt mitmachen, damit die nächste Nationalratswahl die Erlösung vom EU-Schuldenfaß bringt.

1 0

Ein Teufelskreis ....

Ein Schuldenschnitt trifft die Banken und Versicherungen, die griechische Staatsanleihen gezeichnet haben. Diese stellen sich wieder beim Steuerzahler ihres Heimatlandes um Hilfspakete an. Der wiederum mit einem Sparpaket kräftig zur Kasse gebeten wird.

Heisst auf gut deutsch: Wir stehern gerade für die Verluste der Banken und garantieren ihnen so ihre Gewinne. Danke liebe Bundesregierung !

zerohedge

für alle, die interesse an wirklich tiefgreifenden und fundierten informationen zu themen wie griechenland, finanz- und geldpolitik sowie wirtschaft haben:

www.zerohedge.com

ein großartiger finanzblog! das geschwafel in den mainstreammedien wird einem nach regelmäßiger lektüre der kommentare der dort schreibenden brillanten (und anonymen) wirklichen experten zunehmend ein ärgernis.

Re: zerohedge

Ich gebe ihnen Recht. Was die Mainstream-Medien (incl. PRESSE) so von sich geben, ist oft haarsträubend. Hier kann man nachlesen, was da so plötzlich alles auftaucht, worüber die Mainstream-Medien (mit Absicht?) nicht informieren: www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/39386
"Plötzlich wieder 30 Milliarden Risiko"!

Gast: b754
09.03.2012 17:14
2 0

diese verbrecher sollen endlich aufhören uns zu erzählen dass die gläubiger auf etwas verzichten

denn zahlen müssen es am ende wir alle ausser den superreichen denn die lachen sich ins fäustchen

und wieder wurde eine gelegenheit versäumt,

wie griechenland sich völlig ohne fremde finanzhilfe und geschenke rausziehen könnte:

alles was die griechen brauchen, ist eine 'steuer-CD' der europ. staaten und ein bisserl knowhow im verfolgen von steuerhinterziehern.

130 milliarden hilfspaket?
oder fast 1000 milliarden, die auf europ. bankkonten liegen, griech. kontobesitzer, und großteils nicht versteuert wurden?

europa hat gesprochen: lieber zahlen wir, als guthaben bei unseren banken anzuzapfen.

Antworten Gast: EFF EFF
09.03.2012 17:21
4 0

Re: und wieder wurde eine gelegenheit versäumt,

Alles was Griechenland braucht, ist der Abschied von der korrupten Politkaste und dem Euro.

Gast: Valery
09.03.2012 16:33
6 0

OK, das geht in Ordnung

Man muss dem Land auf die Beine helfen. Vielen Griechen geht es derzeit sehr schlecht!
Es gab keinen Kieg, es gab kein Erdbeben, es gab einfasch miese und kriminelle Politiker.
Diese sollten nun zur Verantwortung gezogen werden, damit nicht nur das einfache Volk leidet.

Das Schicksal dieses Landes sollte uns eine Warnung sein, bessser zu wirtschaften, nur haben das usnerer Politiker noch nicht wirklich verstanden.

Re: OK, das geht in Ordnung

"es gab einfasch miese und kriminelle Politiker."

sie machen es sich sehr einfach, indem sie dem trend zum täglichen politiker-bashing nachkommen.

sehen wir die sache nüchtern: wie überall sonst auch sind in griechenland die politiker jene, die ihr gesicht hinhalten. die auch gelegentlich konsequenzen ziehen müssen.

doch 'die macht' ist nicht bei ihnen.
'die macht' liegt bei einer elite, die sich nie wählen lassen muss. bei leuten, die den meisten ihrer mitbürger gar nicht bekannt sind.
politiker kommen und gehen, sie werden angepatzt und sie stopfen sich manchmal die taschen. doch sie sind die kleinen lichter.
das große geld kassieren andere, die macht üben andere aus!

Re: Re: OK, das geht in Ordnung

Um über andere Macht ausüben zu können, müssen zuerst einige Bedingungen erfüllt sein. Wie z.B. Abhängigkeit, Unverständnis seitens der Gesteuerten, oder diese sind käuflich, etc.

Und das sind auch jene Punkte, welche bei Politikern kritisiert werden, wobei sich die Abhängigkeiten (z.B. mittels immer höher werdenen Staatsschulden) laufend erhöhen. Gleichzeitig wird man dafür belohnt, Wahlgeschenke sichern die Wiederwahl, Aufsichtsratsposten, etc. und darf sich auch staatliche Institutionen (z.B. ORF) unter den Nagel reißen.

Also, selbst bei Ihrer Sichtweise spielen sich hier 2 gegenseitig in die Hände. Aber nur 1 Seite (Politk) hätte die Aufgabe und den Auftrag das zu ändern.

Antworten Antworten Gast: EFF EFF
09.03.2012 17:28
1 0

Re: Re: OK, das geht in Ordnung

Die fünf grössten Gläubiger Griechenlands dürften es als hinreichende Genugtuung empfinden, dass nicht das griechische Parlament sondern eben diese Finanzjongleure per Abstimmung über die Collactive Action Clause entscheiden, bzw. entschieden haben.

Staaten haben sich historisch betrachtet immer wieder vereinzelt von ihren Gläubigern erpressen lassen. Neu ist dass sich ein ganzer Staatenbund in dieser misslichen Lage befindet.

US-Wirtschaft: Der Aufschwung gewinnt an Breite

Die langsam wieder Tritt fassende US-Wirtschaft bringt immer mehr Amerikaner zurück in Lohn und Brot:

http://bit.ly/xlcDHo

Gast: freund?
09.03.2012 15:58
1 0

um UNSER geld ist nichts



zu teuer !

Gast: Alexis Servas
09.03.2012 15:25
4 0

Heute Abend in Athen

Bouzouki, Bifteki, Suflaki, Rertsina, Sirtaki!

Die nächste Tranche kommt bestimmt!

35,5 Mrd. zu viel freigegeben...


Gast: 1. Parteiloser
09.03.2012 15:16
2 1

10.000.- Euro pro Haushalt sollten für 1 Jahr reichen!

A bissl was werden die Griechen selber ja auch schaffen und damit gut leben können. Die Agrarförderungen, die Strukturförderungen der EU kommen ja auch noch dazu. Zusammen müssten die Griechen dann ja um die 20.000.- Euro pro Haushalt schaffen. Damit sollten die doch gut leben können, oder?

Geht es vielleicht gar nicht um die Griechen als Menschen?

Geht es gar nicht darum den Menschen zu helfen?

Um was geht es in diesem Theater?

Re: 10.000.- Euro pro Haushalt sollten für 1 Jahr reichen!

Da habe ich andere Berichte gesehen und gelesen. Von wegen 20.000 Euro pro Haushalt. Viele, sehr viele Haushalte haben nicht einmal mehr 10.000 Euro pro Jahr. Frauen müssen ihre Kinder in Kinderdörfern unterbringen, da sie die Kleinen nicht mehr ernähren können. Jobverlust oder Kürzung des Einkommens (auch in der Privatwirtschaft!) um bis zu 50%. Die Krankenhäuser sind pleite und können OPs nicht mehr durchführen und in den Suppenküchen steigt der Andrang auf eine bisher nicht gekannte Höhe. Jetzt kommen auch Akademiker und gekündigte Angestellte und betteln um ein warmes Essen. Die Hälfte aller Geschäfte ist geschlossen, die Leute wurden entlassen und das Heer der Obdachlosen nimmt zu. Der Schuldenschnitt rettet die Banken, aber er bürdet den Menschen noch mehr Einschnitte auf und sie werden auf diese Weise in die Arme der politisch Radikalen getrieben. Einige (seriöse) Medien warnen schon vor einem Bürgerkrieg, aber das sieht und liest man nicht in Zeitungen wie der PRESSE.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
10.03.2012 08:32
0 0

Re: Re: 10.000.- Euro pro Haushalt sollten für 1 Jahr reichen!

Jetzt muss ich die Fragen meines ersten Kommentars wiederholen. Sie dürften diese überlesen haben.

Geht es vielleicht gar nicht um die Griechen als Menschen?

Geht es gar nicht darum den Menschen zu helfen?

Um was geht es in diesem Theater?

Gast: gertrudenora
09.03.2012 15:09
4 0

Hurra, Kreditbefreiung, neuer Kredit!

Heut früh hat Griechenland seinen Gläubigern mehr als 100 Mrd. Euro abgenommen, heute nachmittags erhalten sie das nächste Kreditpaket, nur zu besseren Konditionen! Die Griechen hatten ganz Recht, ihre trukturprobleme nicht zu lösen, wenn wir dafür doch wie die Deppen zahlen!

Am lustigsten sind übrigens die Kommentare der Schweizer (www.nzz.ch) dazu, die lachen sich krumm und dämlich über diese für sie (und viele von uns) unvorstellbaren Ereignisse!

Antworten Gast: EFF EFF
09.03.2012 17:17
1 0

Re: Hurra, Kreditbefreiung, neuer Kredit!

Diese 35 Milliarden sind explizit für die griechischen Banken vorgesehen und zusätzlich auf das 2. Notkreditprogramm aufgesetzt. 35 Milliarden für Banken, die gerade noch 6 Milliarden wert sind.

Das 2. Notkreditprogramm ist implizit für die griechischen und europäischen Finanzdienstleister vorgesehen. Immerhin werden auch einige Pensionsfonds gestützt.

Die EFSF leiht sich Geld bei den Banken, die mit dem gleichen Geld gerettet werden. Zusätzlich werden Gebühren und Beratermandate an beteiligte Banken in Milliardenhöhe fällig, so zum Beipiel für das Privatisierungsprogramm über 50 Milliarden, während die 50 grössten griechischen Unternehmen gerade mal etwas über 20 Milliarden Marktwert besitzen. Statt marode Banken in den Konkurs zu schicken und das Finanzsystem neu aufzubauen sollen staatliche Banken, bzw. staatliche Beteiligungen an Banken zum 20-fachen ihres Marktwertes verkauft werden.

Tut's weh?

Gast: Pensador
09.03.2012 14:49
3 0

Geldfreigabe

Die geben also wieder einmal "Geld frei", nämlich unseres.

Gast: Hudriwudri
09.03.2012 14:45
3 3

Oberfreimaurer Juncker verschiebt 35 Mrd. an seine Freunde

Das reicht ja auch fuers Wochenende.

 
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