Die Eurogruppe hat am Mittwoch endgültig das 130 Milliarden Euro schwere zweite Hilfsprogramm für Griechenland freigegeben. Alle notwendigen nationalen und parlamentarischen Maßnahmen seien finalisiert worden, teilte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker mit. Das Rettungspaket stelle eine "einzigartige Chance" für das hochverschuldete Griechenland dar, die "nicht verpasst werden sollte", so Juncker.
Die 17 Mitgliedsländer hätten außerdem den Euro-Rettungsschirm EFSF ermächtigt, die erste Teilzahlung in der Höhe von 39,4 Milliarden Euro freizugeben. Sie werde in mehreren Tranchen ausbezahlt, erklärte Juncker.
Griechen brauchen "starken Einsatz"
Die griechische Regierung müsste nun weiterhin "starken Einsatz" zeigen und Maßnahmen im Bereich der fiskalen Konsolidierung, der Strukturreformen sowie Privatisierungen "rigoros weiterführen". Dies solle der griechischen Wirtschaft ermöglichen, auf einen nachhaltigen Pfad zurückzufinden - dies sei im Interesse aller, betonte Juncker.
Am vergangenen Freitag hatten die Euro-Finanzminister im Rahmen einer Telefonkonferenz das zweite Hilfspaket für Griechenland bereits teilweise freigegeben. Damit standen schon 30 Milliarden Euro zur Unterstützung des Schuldenschnitts plus 5,5 Milliarden Euro für die Begleichung aufgelaufener Zinsen bereit.
(APA)
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