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Deutschland: Diskussion über Mehrheit für ESM

26.03.2012 | 07:35 |   (DiePresse.com)

Ein Gutachten sieht durch die Einrichtung des dauerhaften Rettungsschirms die Budgetverantwortung auf Dauer berührt. Die Regierung sagt, eine einfache Mehrheit reiche.

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Die deutsche Regierung benötigt zur Einrichtung des dauerhaften Europäischen Rettungsschirms (ESM) laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" offenbar eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat. Wie die Zeitung berichtet, geht dies aus einem Gutachten des Freiburger Centrums für Europäische Politik (CEP) hervor. Die Gutachter halten demnach eine Zweidrittelmehrheit für unverzichtbar, da der ESM "eine Systemverschiebung der Währungsverfassung" bringe, die nach Artikel 23 des deutschen Grundgesetzes nur mit verfassungsändernden Mehrheiten erfolgen dürfe.

Der ESM-Vertrag binde die nationale Budgetpolitik dauerhaft in das System einer EU-nahen internationalen Finanzorganisation, den ESM, ein, heißt es in dem Gutachten. "Hierdurch ist die Budgetverantwortung des Deutschen Bundestages strukturell und auf Dauer berührt." Der Bundestag sehe sich dauerhaft Hilfsansinnen verschuldeter Euro-Staaten ausgesetzt, denen er politisch nur schwer entrinnen könne, "selbst wenn er juristisch die Hoheit über die Bewilligung jedes einzelnen Hilfsprogramms behalten sollte", heißt es in dem Gutachten demnach weiter.

Widerspruch zu dieser Meinung kommt von der deutschen Regierung. Für die Verabschiedung des ESM reicht die einfache Mehrheit in beiden Parlamentskammern. An dieser Rechtsauffassung habe sich nichts geändert, sagten Regierungssprecher Steffen Seibert und ein Sprecher des Finanzministeriums. Sie widersprachen damit dem CEP-Gutachten.

Mehrheit für Aufstockung

Die Eurozone ist bereits einen Schritt weiter und beschäftigt sich mit der Aufstockung des ESM auf 700 Milliarden Euro von derzeit 500 Milliarden. Nach Einschätzung von EZB-Führungsmitglied Jörg Asmussen wird die Zone in dieser Woche eine Einigung zur Aufstockung des ESM erzielen. Er gehe davon aus, dass sich die Finanzminister bei ihrem Treffen Ende der Wochen in Kopenhagen zu einem Kompromiss durchringen, sagte Asmussen in einem am Samstag geführten und am Montag veröffentlichten Interview mit der finnischen Zeitung "Helsingin Sanomat".

Die Europäische Zentralbank (EZB) sei für eine Aufstockung und betrachte diese zudem als Bedingung für die Verbesserung globaler Krisenmechanismen wie etwa die Finanzausstattung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Fast alle Länder der Euro-Zone wollen den dauerhaften ESM aufstocken, um die Ansteckungsgefahr in der Schuldenkrise zu bannen - Deutschland und Finnland haben sich bisher jedoch dagegen ausgesprochen. Zuletzt deutete sich aber auch bei diesen beiden Ländern Kompromissbereitschaft an.

(APA)

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17 Kommentare
Gast: freund?
29.03.2012 19:33
0 0

AABER murxel keine angst



die abnicker im bundestag werden ihres amtes walten, und deutschland vernichten.

nicht GANZ im sinne des amtseides, aber ,naja.

Gast: unbeteiligter
27.03.2012 16:20
0 0

Letztlich wird sich nach dem ....

sicheren Zusammenbruch der Eurozone immer ein Tribunal finden, dass diese Verfassungsbrecher aburteilt.....

Das ist auch schon der einzige Trost !


Gast: Silverager
26.03.2012 15:32
0 0

Zweidrittelmehrheit sicher

Ob eine einfache oder eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig ist, ist doch letztlich sch....egal.
Der CDUCSUFDPGRÜNE-Block stimmt sowieso geschlossen.
Die Blockflöten sind schon gestimmt.

Und was der Wähler in seiner unendlichen Dummheit will, wen interessiert's?

Gast: Bonn
26.03.2012 14:33
0 0

Rettung von Betrügern

Ich kann nicht die Währung retten wenn Fördergelder veruntreut werden. In Maribor werden Gelder für ein Puppentheater ausgegeben. Das Geld muß zusammengehalten werden.

1 0

besser wäre eine Volksabstimmung darüber auch bei uns !

da WIR das Volk diese Summen bereitstellen und auch bezahlen werden müssen !

Aber noch besser wäre, man würde diesen Saftladen endlich wieder abschaffen damit den fleissigen Ländern gerechterweise auch etwas zum Leben bleibt, statt deren Gelder weiterhin in den gulli zu schmeissen.

Wofür haften wir eigentlich?


2 0

Re: Wofür haften wir eigentlich?

für alles, was unsere Volksverträter deren Obrigkeit versprechen und abnicken.

Mit dem EFSM allerdings auf Dauer für alles was Banken halt weiterhin so anstellen dürfen, egal ob dann das eigene Land vor die Hunde gehen wird.

Gast: steuerbürge11
26.03.2012 10:36
5 0

ESM gleicht FED

und
stellt eine vollständige Entmündigung hinsichtlich weiterer Geldforderungen dar, denen binnen 7 Tagen ohne wenn und ABER ZU ENTSPRECHEN IST

Re: ESM gleicht FED

Mit dem ESM wird die deutsche Bevölkerung finanziell und demokratiepolitisch versklavt.

Von den lustigen österreichischen Abgeordneten will ich gar nicht schreiben. Die verstecken sich sowieso hinter ihrem Clubzwang und den üppigen Gehältern.

4 0

Re: ESM gleicht FED

Sie haben vollkommen recht! Hier zuzustimmen ist schlicht Wahnsinn!

Das bedeutet, daß die Länder, die nur halbwegs ihr Budget in Ordnung haben, auf Ewig für die säumigen Länder zahlen können. Im Grunde ist das nichts anderes als der finanzielle Selbstmord des gesamten Euro-Raumes!

benötigt Deutschland Zweidrittelmehrheit

aber nur von der Regierung
die Deutsche Bevölkerung wird genauso wenig gefragt, wie die Österreichische - die darf den angerichteten Schaden nur bezahlen
das kann nicht gut gehen

Alles Dramaturgie!

Natürlich werden die 2/3 zustimmen- auch in Österreich - das wird ihnen schon "masters voice" sagen. Es geht ja auch im Wichtiges, um das "Vertrauen der Märkte" und nicht um das Vertrauen der Bürger. Die Medien werden Nebelgranaten schießen, aber letztlich "dem Friedensprojekt" wohlwollend gegenüberstehen; auch bei ihnen wären, bei einem Machtwechsel, Arbeitsplätze in Gefahr wie in den Staatskanzlieien.Aber die sündteure Renovierung des Parlamentsgebäudes können wir uns dann wohl ersparen, denn was ist ein Parlament ohne sein Königsrecht - die Budgethoheit - wohl eher ein Raum zur Erzeugung von heißer Luft. W.

Gast: mir reichts
26.03.2012 08:59
6 0

xxx

warum sollte es in europa anders sein als in österreich?

faulheit, verantwortungslosigkeit wird belohnt, fleiss und bemühen wird bestraft.

warum sollte sich ein eu land um einen vernünftigen haushalt bemühen, wenn die fleissigen länder ohnehin zahlen?

warum sollte ein jugendlicher einen beruf anstreben, wenn die eltern brennen wie ein luster?

so kann man europa, nein, einige nettozahler auf den stand eines viertweltlandes bringen.

mission accomplished, eu.

die konkurrenz reibt sich die hände.

Gast: black magic
26.03.2012 08:41
2 0

ESM

http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

Das Ende der hineingezwungenen Länder,

Gast: gastname_
26.03.2012 08:41
2 0

kein Problem

die CDUCSUSPDFDPGRÜNELINKE-sozialistische Einheitspartei schafft problemlos 110% Zustimmung.

Gast: 1. Parteiloser
26.03.2012 08:36
5 0

700 Mrd. neue Schulden und 1.000 Mrd. Geldschöpfung der EZB!

Die Rettungsfonds ESM / EFSF steigen im Volumen alle etwa 5 um etwa 200 Mrd. Euro. Das ist etwa das Volumen der Zinsenleistung der Länder der Eurozone, etwas weniger als die Neuschuldenaufnahmen.

Dazu kommen noch die stark gestiegenen "Finanzierungen" des IWF.

Es reicht aber trotzdem nicht, überhaupt nicht, also musste die EZB mit der Geldschöpfung eingreifen. Gut sichtbar an der Bilanzsumme der EZB:

Bilanzsummenentwicklung EZB :
16.03.2012: 2.986.294 Mio. Euro
25.11.2011: 2.419.548 Mio. Euro
16.09.2011: 2.134.721 Mio. Euro
22.07.2011: 2.006.061 Mio. Euro
15.04.2011: 1.885.017 Mio. Euro

Die EZB hat damit die die Fed betreffend der Bilanzsumme schon überholt!

Bilanzsummenentwicklung EZB 2002 - 2010
23.12.2010: 1.926.154
23.12.2005: 1.019.749
27.12.2002: 832.558

Das hat doch mit einer "Ansteckungsgefahr" und einer "Stabilisierung der Finanzmärkte" gar nichts zu tun. Es geht nur darum die gewaltigen Staatsausgaben und die schon vorhanden Staatsschulden irgendwie am Leben zu halten. Es sind die Politiker in der Eurozone, welche beim Wirtschaften vollkommen versagen und mit der Planwirtschaft in Europa (Kommunismus in den geschützten Bereiche und Förderwahnsinn) die öffentlichen Budgets zum eigenen Nutzen nur noch ausrauben.

Es ist das größte, jemals begangene, Wirtschaftsverb.rechen an den Europäern, welches Massenarmut nach sich ziehen muss.

Zweidrittelmehrheit der Bonzen kann sein, vom Volk sicher nicht!

Gast: Hans im Glück
26.03.2012 08:19
5 0

Was würden wir nur machen, hätten wir diese ganzen Ja-Sager nicht???

Ich sehe ein hohes Einsparungspotential.

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