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Paris will Euro-Schutzschirm über eine Billion Euro

29.03.2012 | 13:44 |   (DiePresse.com)

Der französische Finanzminister Francois Baroin will mit dem vergrößerten Rettungsschirme spekulative Angriffe auf schwache Euroländer verhindern.

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Im Ringen um den Euro-Schutzschirm wächst der Druck auf Deutschland, einer deutlichen Aufstockung zuzustimmen: Frankreich wolle die europäischen Rettungsfonds auf etwa eine Billion Euro erhöhen, um Spekulanten von Angriffen auf Mitglieder der Währungsunion abzuhalten, sagte Finanzminister Francois Baroin am Donnerstag. Laut Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) ist eine Aufstockung "derzeit nicht" nötig. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat am Abend einen Betrag von 800 Milliarden für den Eurorettungsschirm genannt. Damit "können wir die Ansteckung vermeiden und die Stabilität schützen".

Beratungen am Freitag

Die Finanzminister der Euro-Staaten beraten am Freitag in Kopenhagen über die künftige Höhe. Baroin machte deutlich, dass er die Aufstockung auf rund eine Billion Euro am Freitag "im Namen Frankreichs vertreten werde". Der Schutzschirm solle möglichst hoch sei, um das Risiko zu verringern, dass schwächelnde Euro-Länder von Spekulanten angegriffen würden, sagte er im Sender BFM Business. "Der Schutzschirm ist ein bisschen so wie die Atomwaffe im militärischen Bereich", fügte Baroin hinzu. "Er ist dafür gemacht, nicht eingesetzt zu werden, das ist Abschreckung."

Die deutsche Regierung strebt eine Obergrenze für den neuen Rettungsfonds ESM von 500 Milliarden Euro an. Parallel dazu sollen bestehende Hilfsprogramme des bisherigen Rettungsfonds EFSF in einer Größenordnung von 300 Milliarden Euro weiter finanziert und nicht wie bisher geplant auf den ESM angerechnet werden. Das würde auf eine Gesamthöhe des Schutzwalls von rund 800 Milliarden Euro hinauslaufen. Ein Vorschlag der EU-Kommission sah aber bereits Euro-Hilfen von rund 940 Mrd. Euro vor. Brüssel arbeitet an einer Kompromisslösung, über die am Freitag in Kopenhagen beraten werden soll.

IWF drängt auf Ausweitung der Mittel

Besonders der Internationale Währungsfonds (IWF) drängt die Eurozone, ihre im Kampf gegen die Schuldenkrise verfügbaren Mittel zu erhöhen. Andernfalls sind etwa die USA und große Schwellenländer nicht bereit, die Krisenkasse des IWF aufzustocken. Hintergrund sind auch wachsende Sorgen, dass Spanien zum Ziel von Spekulanten werden könnte.

Die SPD warf der Bundesregierung angesichts der nun diskutierten Summen vor, ihre selbstgesteckten finanziellen Obergrenzen zu überschreiten. "Aus Ihren roten Linien sind doch in Wahrheit Wanderdünen geworden", sagte Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, sie habe im Dezember im Bundestag bewusst die Unwahrheit gesagt, als sie die Obergrenze für die Rettungspakete EFSF und ESM mit 500 Mrd. Euro angab.

Formal befasste sich der Bundestag am Donnerstag erstmals mit der Ratifizierung des Fiskalpakts für mehr Haushaltsdisziplin und mit den Gesetzen zur Einrichtung des Krisenmechanismus ESM, der am 1. Juli startklar sein soll. Steinmeier und Trittin stellten erneut Bedingungen für eine Zustimmung zum Fiskalpakt, für den in Bundestag und Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. SPD und Grüne drängen auf europäische Wachstumsimpulse und die Einführung einer Finanzmarktsteuer in Europa.

(APA)

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12 Kommentare

Was an dieser EU-Wirtschaft ist noch seriös??

Die werden bei "Fantastillionen" enden mit ihren "Schutzschirmen".

Gast: radius
29.03.2012 18:27
0 0

Frankreich braucht es und kleine Staat schiebt er vor, der Baroin.

Frechheit heißt Französisch.

Gast: africano
29.03.2012 17:21
1 0

Auch die Franzosen sind schon lange PLEITE

und deshalb mußte Gaddafi dran glauben.
Die Deutschen haben in den USA 4 Billionen durch ihre ROTEN Minister in den USA verzockt.
Das Milliarden Spiel - Wer verzockt unser Geld ?

Die Deutschen sollen zahlen ...

... und ansonsten ruhig sein. Das tun sie sowieso am liebsten.
Kann mir jemand erklären, warum sie trotzdem keiner mag?

Kann mir jemand erklären, warum sie trotzdem keiner mag?

Weil sie die einzigen sind, die gerne arbeiten? Wie unsympathisch.

Das ist alles schon sehr lustig

Da alle €-Staaten verschuldet sind, schützen wir uns also vor der Pleite, indem wir Geld aufstellen, das wir nicht haben. Genial.
So gesehen völlig unverständlich, warum solche läppischen Summen ins Spiel gebracht werden. Da wir das Geld offenbar nicht haben müssen, damit´s funktioniert und mehr besser zu sein scheint, bin ich für 10^10 Billionen. Vorübergehend. Bis mehr benötigt wird.

Gast: Vogel Strauss
29.03.2012 16:24
1 0

Kommen sie in F langsam drauf, dass der Hut brennt

Was sonst soll die Motivation für so eine Forderung sein? F kracht wie ein Kaisersemmerl, aber ein altes vom Anker ... Nach den Wahlen wird F der nächste Kandidat für den Rettungsschirm sein!

Gast: freund?
29.03.2012 16:23
2 0

FREIIIILICH ! zahlen auf für



frankreich !

raus aus der ÄÄUU mit uns, bevor der damische moloch uns zammfrißt !

Gast: unbeteiligter
29.03.2012 15:54
2 0

Die Bezeichnung ESfM ist ....

völlig falsch gewählt ; richtig muss es lauten:

ERDBZU=

Endlos Reparationszahlungen Deutschlands bis zum Untergang

"Der französische Finanzminister Francois Baroin will mit dem vergrößerten Rettungsschirme spekulative Angriffe auf schwache Euroländer verhindern."


...das ist ungefähr so intelligent, als ob eine versicherung die hohe anzahl an schadensfälle inkl. betrügereien damit verringern will, indem sie damit droht, ihren topf für die schadenssummen zu verdoppeln !

anstatt die cds-betrügereien und ähnliche ungeheuerlichkeiten endlich in nationale und internationale strafkodizes hineinzuschreiben, lässt sich die ganze welt von ein paar hand voll raffgierigen asozialen "cityboys", wall street bankstern & co ausnehmen und in schach halten !

wie verrückt sind wir eigentlich, dass wir uns das gefallen lassen..?!!

Gast: Bonn
29.03.2012 15:33
2 0

Zahler Frankreich

Das Land kann die Zahlungen gerne übernehmen.

Gast: cdo
29.03.2012 15:25
1 0

kann mir wer sagen...

...wos PUTs auf Staatsanleihen gibt?

Eurokrise - Die Begriffe

  • Was ist die Eurokrise? Ein Rückblick auf die Ursachen mehr...

    EFSF Der Rettungsschirm und wie er funktioniert mehr...

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    PSI Beim Private Sector Involvement geht es um die Beteiligung des Privatsektors an der Krisenlösung. mehr ...

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    Sekundärmarkt Der Sekundärmarkt ist der Markt, auf dem die bereits in Umlauf befindlichen Wertpapiere gehandelt werden. mehr ...

    OMT OMT ist die Abkürzung für Outright Monetary Transactions. Dahinter verbirgt sich das von der EZB am 6.September 2012 beschlossene neue Kaufprogramm von Staatsanleihen der Krisenländer. mehr ...